Die letzten Turniere des Jahres 2016

Leider bin ich ja so ein bisschen in Verzug geraten, mit meinen Turnierberichten. Deshalb fasse ich jetzt mal die Turniere ein bisschen zusammen. Außerdem gibt es auch keine Fotos mehr von den meisten Turnieren. Ich habe mich halt nur auf das Schießen konzentriert. Es sei mir verziehen.

21. Celler Herbstjagd am 02.10.2016

Im letzten Jahr waren wir ja leider krank als die Celler ihre 20. Celler Herbstjagd abhielten. In diesem Jahr waren wir wieder dabei und haben es nicht bereut.

Die Ziele waren wieder gut gestellt, von jagdlich bis sportlich mit einigen Geschenken. Der Weg war in diesem Jahr etwas anders gewählt, so wird es nicht langweilig, weil man ja schon weiß, was kommt.

Wir hatten sehr viel Spaß in unserer Gruppe mit Robert, Fritz, Kirsten L. und Hubertus L..

Willi belegte den 1. Platz mit 464 Punkte und ich kam auf den 3. Platz mit 406 Punkte  (36 Stationen mit 5 Huntern, 15er Wertung). Ich lag nur 3 Punkte hinter der Erstplatzierten.

Wir konnten jeweils eine Rehkeule mit nach Hause nehmen. 

 

3. Traditionelles Turnier am Hainberg am 08.10.2016

Das Turnier am Hainberg ist eines meiner Lieblingsturniere im Jahr. Ich hoffe, dass es auch 2017 wieder stattfindet, da es wohl ein paar Umbrüche im Verein gegeben hat. So ein Turnier ist doch immer eine Menge Arbeit und es muss jemanden geben, der vorbereitet, motiviert und organisiert. 

Das erste Mal durften sich meine schönen Holzpfeile, die Matthias B. mir gefertigt hatte, auf einem Turnier beweisen. Und das taten sie auch. Sie flogen einwandfrei! 

Die Ziele waren wieder super aufgestellt. Es wurden ausschließlich natürliche Backstops genutzt. Erdwälle, Wurzeln von umgekippten Bäumen, Totholz. Auch in diesem Jahr durfte der Schuss vom Hubertusfelsen nicht fehlen. Sehr zu meiner Freude ging es auch wieder in „meinen“ Märchenwald (wer dazu mehr sehen und lesen möchte, schaut bitte beim Hainbergturnier 2015). Leider war das Wetter nicht soooo schön und am Ende regnete es auch ein wenig. Das tat dem Spaß aber keinen Abbruch. 

Wir schossen mit H.J., Martina und Thimo in einer Gruppe.

Willi kam mit 464 Punkten auf den ersten Platz und ich mit 388. Eigentlich wollte ich ja den leckeren Kaffeelikör von Holger C., den es letztes Jahr für den Sieger gab. Allerdings stand in diesem Jahr ein wunderschönes Messer zur Wahl. Ich habe mich dafür entschieden.

 

3. Harster Herbstjagd am 16.10.2016

Die Ausschreibung kam im Juni raus. Da war das Gelände von der derzeitigen Gemeinde genehmigt. Am 14.09.2016 bekamen dann alle Teilnehmer eine Mail, dass das diesjährige Turnier ausfallen würde, weil die Gemeinde ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte und sie das Startgeld zurückzahlen wollten. 

Wir entschieden uns dazu, das Startgeld zu spenden, da der Verein ja schon diverse Ausgaben gehabt hat, denn die Preise und Lebensmittel sind zu diesem Zeitpunkt ja meist schon gekauft. 

Im letzten Jahr gab es schon das Problem, dass die Gemeinde kurzfristig einen Teil des Parcours gesperrt hatte und sich schnell eine Ausweichsstrecke überlegt werden musste. 

In diesem Jahr hatten dann wohl die Verantwortlichen für den Gemeindeforst nach Gemeindewechsel der neuen Gemeinde davon abgeraten, den Wald zur Verfügung zu stellen, da angeblich die Gemeinde für Unfälle etc. verantwortlich wäre, wenn etwas passiert. 

Schade, es werden uns immer wieder Steine in den Weg gelegt, wenn wir unseren schönen Sport ausüben wollen. 

 

3. Kürbis Cup der Bowhunter Rethem am 22.10.2016

Der Kürbis Cup bekommt einen gesonderten Beitrag!

 

2. Halloween im ARTchers Park

Angela und Arndt haben wieder ganze Arbeit geleistet. 

Die Wege waren mit Teelichtern beleuchtet, allerlei Gruselkram hing in den Bäumen, die Ziele waren toll gestellt. 

Auch diesmal war ich wieder davon begeistert, wie gut man im Dunkeln schießen und auch treffen konnte. Ich hatte 20 Punkte mehr als Willi. Allerdings hatte er auch mit seinem Primitivbogen geschossen. Obwohl – eigentlich ist es ja egal was er schießt und wenn es eine Dachlatte mit Paketschnur ist. Irgendwie trifft er ja immer. 

Am Ende durften wir noch mit einem ausgesucht schlechtem Bogen und vollkommen unterschiedlichen Fluflus auf dem Holzpferdchen sitzend auf ein gefühlt 20 m weites Erdmännchen schießen. Das war sehr lustig. Willi musste am Ende mit einem Schützen ins Stechen und unterlag am nur ganz knapp. Der Gewinner bekam eine Flasche hm- irgendwas alkoholisches. 

Auch für das leibliche Wohl war wieder ausreichend gesorgt. 

 

Einladung zum Schießen bei dem Verein Aller Bogen Westen am 06.11.2016

Endlich klappte es mal und wir haben einen Termin gefunden, an dem wir bei den Westenern vorbei schauen konnten. Es trennen uns ja nur so 12 Kilometer. Allerdings sind wir ja meist an den Wochenenden unterwegs. 

Leider waren von uns nicht allzu viele Schützen am Start. Allerdings war der BSC Heps gut vertreten. 

Wir schossen uns ein bisschen auf der Einschießwiese ein und drehten eine Runde durch den Parcours entlang des Fußballplatzes. Leider wurde es doch schon recht schnell dunkel, so dass wir das Wäldchen nicht mehr geschafft haben. Allerdings wurde das Flutlicht angemacht. Was für ein Luxus. Es ist wirklich TAGHELL. Ganz große klasse.

Am Ende fing es leider an zu regnen. Die Feuertonnen brannten und sorgten unter dem großen Unterstand für Wärme. Es wurde noch gegrillt und gemütlich beisammen gesessen. 

Wir freuen uns schon auf einen Gegenbesuch in Walsrode und natürlich auch auf eine Wiederholung. 

 

SIOT vom ARTchers Land in Hösseringen am 19. und 20.11.2016

Das Saison is out Turnier des ARTchers Land ist eigentlich ein MUSS zum perfekten Abschluss des Turnierjahres. 

Auch in diesem Jahr wurde wieder in dem Museumsdorf in Hösseringen geschossen. Mich fasziniert ja jedes Jahr aufs Neue die Location. Es ist so etwas besonderes in diesem Gelände zu Schießen. Es macht wirklich richtig viel Spaß von Balkonen, zwischen Häusern, im Bauergarten, Laderampen oder ähnlichem zu Schießen. 

Im nächsten Jahr will sich Dirk etwas anderes für das SIOT ausdenken. Wir sind schon gespannt. 

Willi belegte mit 461 Punkten den 1. Platz und ich den 2. Platz mit 364 Punkten. Wir waren in einer Gruppe mit Burkhard und Michael K. 

 

Paderbow am 26. u. 27.11.2016

Die Paderbow war wieder der Hammer. Nicht das wir noch irgendetwas ganz dringend gebraucht hätten, aber wie viele Schützen man kennt. Wahnsinn. Es brauchte schon eine ganze Weile um vom Eingang in die erste Halle zu kommen. 

In diesem Jahr war die Paderbow noch größer und es gab noch mehr Auswahl. Super. 

Wir waren auch in diesem Jahr wieder bei Max und Moritz von M&M Crafts und haben einen Bieber und einen Panther erstanden. 

Dann „musste“ ich Siri bei Matthias Klein – Der Bow – abgeben, da sie mir im Sommer umgefallen war und sie einen etwas tieferen Kratzer vorne am Griffstück hatte. Sie kam sozusagen auf Wellness-Urlaub. Ein bisschen „Peeling“, ein bisschen neuer Lack und eine neue Beschriftung. Es fiel mir schon schwer, sie da zu lassen. 

Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht auf der Paderbow und auch für 2017 ist ein Besuch schon vorgemerkt. 

 

03.12.2016 – Weihnachtsfeier der Bowhunter Rethem

Am 02.12. haben Willi und ich alleine den Parcours aufgebaut. Das hat richtig Spaß gemacht. Wir sind da wirklich ein gut eingespielten Team. 

Wir brachten 10 Stationen mit jeweils 2 Pflöcken für unser Kill-Turnier ins Gelände. 

Am 03.12. fand dann die Weihnachtsfeier statt mit den Bowhunter Rethem und einigen eingeladenen Schützen, die uns irgendwie am Herzen liegen.

Erst wärmten wir uns in der Halle mit Glühwein (Kinderpunsch mit oder ohne Amaretto) auf und naschten Kekse und Kuchen. 

Dann ging es raus ins Gelände. 

Mit dem Wetter hatten wir sehr viel Glück. Die Sonne schien sogar. 

Wir hatten die Ziele wohl für ein Kill-Turnier (nur Kill zählt und Körper oder Mist zählt Minus) etwas sportlich aufgestellt. Es hätte von 400 Punkten PLUS bis 400 Punkte MINUS alles dabei sein können. Nur drei Schützen hatten Pluspunkte, ein Schütze +/-Null und 22 Schützen Minuspunkte. Unter ihnen auch Willi. Wir „Glorreichen Sieben“, die vor Willi lagen, wollen uns ein T-Shirt drucken lassen – Willi nahm es mit Humor. Ach ja, die Tageshöchstpunktzahl waren +60 Punkte… 😀 – bei der Siegerehrung bekam jeder Schütze eine Urkunde und einen Weihnachtsmann. 

Ich war sehr stolz auf meine +/- Null Punkte, wo ich doch erst das zweite Mal mit dem Blankbogen geschossen habe, den mir Susanne D. zur Verfügung gestellt hatte, damit ich überhaupt schießen konnte, solange Siri auf Urlaub ist. 

Am Morgen hatten wir uns noch umentschieden und haben, ob des guten Wetters, von Wiener- auf Bratwürstchen umgeswitcht. Jeder hatte leckeren Salat oder auch Nachtisch beigesteuert, so war für jeden etwas dabei. 

Besonders gefreut habe ich mich über das Geschenk von Matthias V. und Matthias B. (der konnte leider an diesem Tag nicht). Nachdem ich beim 1. Beverstetter Bogengang im August den 1. Platz gemacht und mir ein Messer ausgesucht hatte, obwohl ich eher mit einem der schönen Pfeilkratzer geliebäugelt hatte, bekam ich nun von den Beiden so einen. 

Am 04.12. kam dann Michael E. und wir schossen noch eine Runde. Danach bauten wir den Parcours ab. 

 

Artchers Park am 21.12. und 26.12.2016

Zwei Besuche im ARTchers Park im Dezember. Am 21.12. waren Willi und ich alleine dort und drehten eine Runde. 

Am 26.12. haben wir quasi zum zweiten Mal den 2. Weihnachtsfeiertag ausfallen lassen, also das viele Essen und in der Bude hocken und haben uns mit Pfeil, Bogen und Freunden im ARTchers Park verabredet. 

Obwohl das Wetter etwas bescheiden aussah machten wir uns auf den Weg. H.J. und Martina kamen mit dem Wohnmobil. Regina und Michi waren auch noch dabei. 

Wir gingen einmal durch den ganzen Park. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir waren eine lustige Truppe. Der ARTchers Park ist doch immer wieder eine Reise wert. 

Die letzten Schüsse waren allerdings ein bisschen beschwerlich. Die Sonne wurde von Wolken verdeckt, es wurde etwas duster und kalt. Man musste sich wirklich zwingen, die Runde zu Ende zu bringen. 

H.J. und Martina hatten im Wohnmobil die Heizung angelassen, so dass wir später gemütlich im warmen sitzen und es uns bei Kaffee, Tee, Kuchen und Keksen gut gehen lassen konnten. 

Aber irgendwann ist auch der schönste Tag zu Ende. 

 

So ging dann quasi auch das Bogenjahr 2016 dem Ende entgegen. Wir haben viel Erlebt, aber das konntet Ihr ja alles hier nachlesen. Ich hoffe, es gibt 2017 wieder mehr Berichte mit vielen Fotos. 

 

Text und Fotos P. Gehrke

 

23. Wellier Jagdturnier am 28.08.2016

Meistens fällt das Wellier Jagdturnier ja ins Wasser. Aber am heutigen Tag strahlte die Sonne nur so vom Himmel. Ein wunderschöner Spätsommertag.

Auch in diesem Jahr hatten die erfahrenen Parcoursbauer wieder einen sehr schönen Parcours aufgestellt, anspruchsvoll muss nicht immer nur weit sein.

Diesmal lag das Krokodil nicht im Wasser, sondern an Land. Was es aber nicht leichter machte, da wir nun auf das Wasser mussten. Da Menschen bekanntlich nicht über das Wasser laufen können, hatte man einen sehr kippeligen Steg in die Aue gelegt. Das war natürlich genau das Richtige für mich. Ich ging sehr sehr sehr sehr langsam über den Steg, mit Blick auf das Wasser. Das hätte ich nicht tun sollen. Die fließende Aue gab einen das Gefühl, dass der Steg nicht nur auf und ab wippte, sondern sich auch noch zur Seite bewegte. Zwischen dem ersten Ausleger und dem Pflock war es dann für mich vorbei. Es ging keinen Schritt mehr vorwärts. Ich schoss von dort und traf immerhin mit dem 2. Pfeil. Dann kam die eigentliche Schwierigkeit. Umdrehen und wieder an Land gehen. Oha, wenn ich nicht schon angstschweißgebadet gewesen wäre, dann spätestens jetzt. Aber ich habe es überlebt und bin heile wieder an Land gekommen.

Der Reiher, Willis Lieblingsziel aus vergangenen Jahren *hüstel*, stand auch wieder am Wasser. Diesmal ein Hunter – sehr löblich – so geht wenigstens höchstens ein Pfeil Baden. Nun standen wir der Reihe nach am Pflock und Willi überschoss mal wieder den Reiher und weg war der Pfeil in der Aue. Und das, wo er doch am Vortag noch Reiherschießen auf der Wiese geübt hatte. Meiner steckte im Vögelchen. Hach, ich liebe es, wenn ich mal etwas besser treffe als Willi. Man muss ja auch mal kleine Freuden haben.

Den Pfeil haben wir wieder aus dem Wasser holen können, er schwamm ziemlich dicht am Ufer.

Die Ziele waren allesamt jagdlich aufgestellt. Einige Weitschüsse durften aber auch nicht fehlen. Mir hat der Parcours sehr gut gefallen.

Was fehlte war allerdings der Osborne-Stier. Schade. Ich liebe es ja, auf so Metallteile zu schießen. Das ist so ein bisschen Nervenkitzel. Trifft man, oder schrottet man 1 bis 3 Pfeile? Ich finde es dann ja immer gut, wenn man ein Ausweichsziel hat. Da können die, die nicht auf Stahltiere schießen wollen, gerne für weniger Punkte, halt auf ein weiches Target schießen.

Nach dem Schießen bewölkte es sich dann doch noch ein wenig. Allerdings regnete es nicht. Das Warten auf die Siegerehrung war wieder mal ziemlich lange. Es gibt ja irgendwie bei jedem Parcours die Gruppe, die besonders lange braucht. Ich bin für eine Schießzettelabgabefrist!

Willi belegte den 1. Platz in der Herren-Jagdbogenklasse und ich den 2. Platz Platz in der Damen-Jagdbogenklasse.

Schade war auch hier, dass viele der gemeldeten Schützen nicht gekommen sind. Es war zwar schlechtes Wetter angesagt, aber hält uns das ab? Nein! Am Ende sind es fast immer die Selben, die einen Startplatz blockieren und dann nicht teilnehmen. Ich finde das ziemlich unfair dem Veranstalter gegenüber, der sich so viel Mühe gegeben hat, und natürlich auch den Schützen gegenüber, die keinen Startplatz mehr bekommen haben.

Text P. Gehrke – Fotos, ich bin faul geworden 😦 – es gibt keine!

 

Landesmeisterschaft 3D 2016 des NSSV am 17.09.2016 und Deutschland-Cup 2016 am 18.09.2016

Am 17.09.2016 fand die Landesmeisterschaft 3D 2016 des NSSV in Coppenbrügge statt.

Im Vorfeld hatte unser Verein natürlich viel Arbeit mit dem Parcours und mit der Organisation. Wir konnten leider nicht helfen, da wir nach der Arbeit ja immer noch gut 1,5 h Fahrt nach Coppenbrügge hatten. Urlaub hatten wir für dieses Jahr auch keinen mehr.

Alle Helfer um und mit Buddy und Claudia haben einen großartigen Parcours auf die Beine gestellt. Einfach nur super! Als wir Freitag am Nachmittag eintrafen, war schon fast nichts mehr für uns zu tun. Ein paar Schilder mussten noch verteilt werden.

Wir hatten uns mit Stefan, Susanne D., Toralf und Caro zusammen eine Ferienwohnung genommen. Die Ferienwohnung war sehr schön, sehr edel, eingerichtet und lag nur ca. 10 Minuten vom Austragungsgelände entfernt. so dass wir im Handumdrehen im Parcours waren.

Das Wetter war super und ich habe mich sehr über meine Mädelsgruppe gefreut, Susanne W. war mit von der Partie. Leider waren von den acht Jagdbogenschützinnen drei krank, so dass wir nur zu dritt in unserer Gruppe schossen.

Bei der Landesmeisterschaft lag ich am Anfang immer mal wieder ein paar Pünktchen vor Susanne W. , am Ende konnte sie aber diese Meisterschaft für sich entscheiden und ich hatte mir die Silbermedaille geholt. Willi siegte gewohnt souverän und konnte dich den Landesmeistertitel sichern.

Am Sonntag wurde dann der Kampf um den Deutschlandpokal ausgetragen. Für mich blieb es auch hier bei dem 2. Platz, Susanne W. holte sich den Deutschland-Pokal bei den Damen Jagdbogen. 

Willi machte es etwas spannender. Durch ein Problem mit der Sehne, die Wicklung hatte sich unbemerkt gelöst und der Nockpunkt verschob sich etwas, war er ein paar Ziele nicht ganz so treffsicher. Nachdem der Fehler bemerkt und fürs erste behoben war schoss er gewohnt gut. Er kam auf den 4. Platz, punktgleich mit zwei weiteren Schützen. Zum Glück hatte er ein Kill mehr und konnte sich so die Teilnahme am Finale sichern. 

Meine Güte war das aufregend. Es wurden 4 Ziele, je Kategorie eines, auf der Wiese aufgestellt. Dann musste der 1. gegen den 4. und der 2. gegen den 3. antreten. Und das vor Publikum. Es waren gut 250 Personen vor Ort, die zuschauten. So etwas ist man als 3D-Schütze ja gar nicht gewohnt. Willi behielt die Nerven und ich saß am Rand und war furchtbar aufgeregt. Er schoss und besiegte beide Gegner und durfte somit den Deutschland-Pokal mit nach Hause nehmen. 

Ich war ganz froh, dass ich nicht ins Finalschießen musste, da unsere Klasse zu klein war. Somit konnte ich mich immerhin über den 2. Platz freuen. 

Fotos gibt es leider keine, da man ja während einer Meisterschaft nicht fotografieren darf. 

Text P. Gehrke

Weihnachtliche Grüße

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In der Statistik sehe ich immer wieder, dass nicht nur Besucher aus Deutschland unsere Seite anschauen. 

Bis jetzt waren schon Brasilien, USA, Italien, Russland, Österreich, Indien, Frankreich, Schweiz, Namibia, Norwegen, Belgien, Kanada, Ungarn, Niederlande, Dänemark, Schweden, Türkei, England, Finnland und Luxenburg zu Gast auf unserer Seite. 

Häufig steht auch nur ein „Europäische Union“ unter Besucher.

Ich finde es faszinierend, wie das WWW die Welt doch ziemlich klein macht, so dass man überall auf der Welt auf Homepages stöbern kann. 

Die Welt ist ein Dorf. 🙂 

In diesem Sinne, wünschen wir allen Freunden, Bekannten und Lesern auf der Durchreise ein friedliches, besinnliches und fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2017. Mögen die Pfeile auch im nächsten Jahr zahlreich fliegen und ihr Ziel nicht verfehlen!

Petra u. Wilfried Gehrke – Bowhunter Rethem

Bärenhatz in Nienburg am 11.09.2016

Gestern noch in Hessen – heute schon wieder in Nienburg.

Willi will unbedingt seinen Hattrick landen. Dreimal hintereinander Gewinner der Holtorfer Bärenhatz. Es fehlt ihm noch das Messer mit dem schwarzen Griff. Deshalb konnten wir nicht, wie gewohnt, das ganze Wochenende in Vockerode bleiben sondern mussten gestern nach dem Turnier schon wieder los. Schade, ich wäre gerne noch ein bisschen bei meiner Freundin geblieben.

Am Morgen kam Stephy zu uns und wir fuhren gemeinsam weiter nach Holtorf in die ehemalige Kaserne. Viele Bogenschützen waren schon da und man kam kaum zur Meldestelle durch, weil man sich überall unterhalten wollte.

Angemeldet – Gruppe ausgesucht – Schießzettel gesichert – eingeschossen und los hätte es gehen können. Da aber noch gut 30 Schützen fehlten, entschlossen sich die Veranstalter, noch ein bisschen zu warten. Am Ende blieben über 20 Schützen dem Turnier fern. Wie immer ziemlich traurig. Da fühlt man sich als Veranstalter doch nicht gut mit. Ich würde beim nächsten Turnier, diejenigen, die sich angemeldet haben und ohne Abmeldung (es gibt ja durchaus gute Gründe, warum man nicht erscheinen kann, aber dann kann man eine kurze Mail schreiben, wenn nicht sofort, dann aber später…) fern bleiben auf eine Liste setzten und nur in das Starterfeld aufnehmen, wenn das Turnier nicht ausgebucht ist.

Wir waren mit Stephy, Dirk und Christian (glaube ich – Namen sind Schall und Rauch, ich würde ihn aber wiedererkennen) in einer Gruppe. Das war sehr nett, allerdings hätte ich auf so manches Männergespräch verzichten können… …es ging dabei nicht um Frauen oder Sport, das wäre ja noch gegangen. Nein, ich schreibe darüber jetzt mal nix. Sorry… ^^

Die Ziele waren gewohnt gekonnt ins Gelände eingebettet. Es gab schöne Schüsse nach unten und auch einen Hochschuss. Wunderbar – wir sind nicht ein einziges Mal aufgelaufen! Die Entfernungen waren meist jagdlich. Ab und an war auch mal ein weiterer Schuss dabei.

Die Verpflegung war wie immer super. Die Gulaschkanone, hm ja eigentlich die Erbsensuppenkanone war wieder vor Ort. Sehr lecker. Allerdings hat in diesem Jahr mal das Wetter sehr gut mitgespielt, so dass es ziemlich warm war und mir nicht so nach Suppe. Es gab aber auch Salate und Bockwurst. Natürlich auch Kuchen und belegte Brötchen. Also war für jeden was dabei.

Das Wetter war, wie oben schon erwähnt, himmlisch. Die Sonne schien und es war angenehm warm. Ein wunderbarer Spätsommertag. So konnte man auch verschmerzen, dass wir auf die Siegerehrung ziemlich lange warten mussten. Einige Schützen waren nach dem Aushang der Rangliste schon nach Hause gefahren. Verständlich, wenn man mehr als eine Stunde auf die Siegerehrung warten muss, weil mal wieder eine Gruppe so spät aus dem Gelände kommt und dann auch noch zusammenrechnen muss. Habe ich schon erwähnt, dass ich für eine Schießzettelabgabefrist bin?

Meistens sind die, die so spät reinkommen eh nicht bei den ersten Plätzen zu finden und man könnte sie ja noch später im Internet in die Rangliste einpflegen.

Schön dass es nicht gegossen hat, wie in den letzten beiden Jahren!

Willi belegte mit 423 Punkten den ersten Platz bei den Jagdbogen-Herren, gefolgt mit 398 Punkten auf Platz 2 von René. Michael K. kam mit 344 Punkten auf Platz 4. Bei den Jagdbogen-Damen kam Stephy mit 296 Punkten auf den 2. und ich mit 284 Punkten auf den 3. Platz. So war es für die Bowhunter Rethem doch ein sehr erfolgreicher Tag.

Besonders bezaubernd war das Dammwild. Also so richtig lebendige Tiere. Ein besonders schönes Exemplar stand am Pflock. Ich versuchte mich, als meine Gruppe Pfeile suchte, ganz langsam und leise an das Tier heran zu pirschen. Schrittchen für Schrittchen. Und? – Dann kam meine Gruppe jolend aus dem Wald und es hat das Tierchen gar nicht gestört. Toll… …tolle Fotos… – Allerdings war mir dann doch schon etwas mulmig, als wir an den Pflock mussten. Er hatte ja wirklich gar keine Angst und ließ sich nur schwer überreden… 

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Text und Fotos P.Gehrke

Juniperusjagd in Schwebda am 10.09.2016

Ich liebe die Juniperusjagd in Schwebda. Es ist mit eines der schönsten Turniere im Jahr. Hier stimmt immer das Gesamtpaket. Gelände, Parcours, Essen, Trinken, Wetter und die Organisation. 36 Stationen mit fast 100 Tieren. Bei den meisten Stationen erwartet einen eine Tiergruppe, die eine Geschichte erzählt.

Als wir ankamen kroch der Nebel noch die Hänge hoch und es war ganz schön frisch. Ich fragte mich, wie man bei so einer Sicht die Tiere sehen konnte und vor allem die Entfernungen einschätzen sollte. Es klarte aber sehr schnell auf. Noch bevor wir in den Parcours gingen, verzog sich der Nebel und die Sonne kam heraus.

Meine Highlights? Einfach alles. Ok, ganz besonders gut erinnere ich mich natürlich an den Truthahn, den man durch das Loch in einem Baum schießen muss. In jedem Jahr wird das Loch kleiner. Dann natürlich die Wildschweinrotte, diesmal im Wald. Auch der Fuchs, der im Hühnerstall Enten jagt (es gibt ja keine „Haustiere“ als Targets) war ganz große Klasse. Der Steinbock auf der Wiese. Die Füchse, die die Gänse jagen. Der Bär auf dem Hügel und und und und…

Uns hat es sehr viel Spaß gemacht!

Auch den gut 180 Mitschützen scheint es so zu gehen. Viele sind Wiederholungstäter und man trifft sie jedes Jahr wieder.

Rangmäßig lief es in diesem Jahr nicht ganz so gut für uns. Viele sehr gute Schützen sind auf diesem Turnier vertreten. Außerdem bin ich mir immer noch nicht so grün mit meinen neuen Pfeilen. Willi hat heute einen ganz neuen Bogen geschossen. Eine Black Widow Cocobolo, die er von Bernd M. zur Verfügung gestellt bekommen hat. Willi belegte den 7. Platz 574, allerdings nur knappe 24 Punkte hinter dem 1. Platz und ich den 9. Platz mit 356 Punkten.

Beim 100-Meter-Schießen hatte Willi 2 von 4 Pfeilen auf dem Bison. Meine lagen dicht davor und einer knapp dahinter (im 3 Meter-Bereich), aber alle Zielorientiert. Nicht lachen! In den letzten Jahren lagen meine Pfeile viel zu kurz und dazu meist noch ziemlich weit links. Also ist das doch schon eine Verbesserung – irgendwie…

Ein emsiger Fotograf hat 150 Fotos gemacht. Wer mal schauen möchte kann >>hier<< klicken.

Ich war nicht ganz so fleißig. Aber es gibt ein paar Fotos. 

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Text und Fotos P. Gehrke

Parcoursbesuch bei den Diebacher Edelknechten am 16.08.2016

Nachdem wir am Tag nach der Deutschen Meisterschaft ein wenig Sightseeing gemacht hatten, an der Donau saßen, durch die Stadt Dillingen schlenderten und, obwohl Montag war, nur eine Eisdiele in dem Ort geöffnet hatte. Es war Maria Himmelfahrt. Ein Feiertag! War Willi sichtlich genervt.

So fuhren wir früh wieder nach Neresheim in unser Hotel zurück. Nur um zu sehen, dass auch dort das Restaurant Ruhetag hatte, Willi nicht zum Chinesen wollte, der Italiener im Sommerurlaub war und Willi dann unbedingt beim Döner essen wollte. Toll. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Da war ich dann sichtlich genervt.

Damit am nächsten Tag nichts in die Hose ging, suchte ich am Abend im Netz etwas, was uns Beiden Spaß machen würde. Ja, RICHTIG – Bogenschießen. Wir entschieden uns für den Parcours der Diebacher Edelknechte. Und bereuten es nicht.

Ein sehr gepflegter, gut zu laufender 5,4 km langer Parcours mit 28 Zielen von 5-50 Meter. Die Stationen befinden sich an öffentlichen Wegen, überall wo eine Möglichkeit zum Schießen gegeben war, wurde sie ausgenutzt. Hier ein paar Bäume, da eine Streuobstwiese, da eine Brache. Die Diebacher Edelknechte verfügen über kein eigenes Land, sondern nutzen Gemeindegrund und kleine Flecken von den Landwirten der Umgebung, die bei der Landwirtschaft ausgespart werden. Auch die Jäger fühlen sich nicht durch die Bogenschützen gestört.

Wahnsinn – hier in Niedersachsen wäre das so nicht möglich. Schon alleine nicht, weil kein Zaun um die Anlage ist. Es würden, so Mario aus dem Verein, alle an einem Strang ziehen und es gäbe viele neugierige Diebacher, die ihren Spaziergang im Parcours machen und schauen, was da so los ist.

An der Einschießwiese stehen gefüllte Säcke und Stramitscheiben in unterschiedlichen Entfernungen. Es gibt einen Überdachten Sitzplatz. Ein Vereinsheim und einen Bauwagen, wo auch das Parcours-Buch zu finden ist. Auch hier ist alles sehr sauber und ordentlich. Die Wiese ist kurz gehalten.

Dann folgt man einem geteerten Weg, ca. 500 m, bis zum ersten Ziel. Ein Bank steht unter Bäumen, verschiedene Pflöcke stehen auf einem kleinen Grünstreifen und das erste Ziel kann beschossen werden. Man folgt erst dem Feldweg, von dem aus noch ein paar Schüsse zu absolvieren sind. Dann geht es den Hügel hoch und es gibt in kleinen Baumgruppen, Miniwäldchen, auf Wiesen einige spannende Schüsse.

Mein Lieblingsschuss war der Weitschuss auf den Rothirschen, der auf der Streuobstwiese stand. Willi steht am Pflock (natürlich der, der am weitesten weg ist) und schießt. Knapp über das Tier, die Federn des Pfeiles berühren noch den Rücken. Der Pfeil setzt hinter dem Ziel auf und huiiiiiiii nimmt er noch einmal Schwung und fliegt hoch in die Luft und keiner weiß, wo er aufgekommen ist. Zweiter Pfeil – Huuuuuiiiii weg ist er, genau wie der Erste. Dann endlich trifft er mit dem dritten Pfeil.

Ich stelle mich ganz cool an den Pflock. „Der hat 50 Meter, oder?“(als ob mir das was nützen würde, wenn ich weiß, wie weit…), Willi nickt. Ich nocke den Pfeil ein, ziehe die Sehne bis zum Ankerpunkt, löse und? Zwoooooosch der Pfeil fliegt ins Kill. Hihi. Da hat aber einer geguckt…

Danach habe wir gefühlte Stunden in den Schwaden des frisch gemähten Kornfeldes in der glühenden Sonne verbracht um die Pfeile von Willi zu finden. Vergebens. Keine Spur. Irgendwann haben wir dann aufgegeben. 

Beim nächsten Ziel erwartete uns eine Überraschung. Eine Bank im Schatten und eine Tonne mit Getränken, die zu 2/3 eingegraben war. So waren die Getränke erstaunlich kühl. Das konnten wir jetzt nach dem anstrengendem Suchen der Pfeile gebrauchen. 

Ein Ziel konnten wir nicht schießen. Auf dem dahinterliegenden Feld wurde gerade geerntet. Deshalb entschlossen wir uns, aus Sicherheitsgründen, nicht zu Schießen. 

Unser Fazit: Ein wunderbarer Parcours, auch für Schützen geeignet, die nicht so gut zu Fuß sind. Die Ziele sind sehr gut aufgestellt, von jagdlich bis sportlich. Pfeilfang war meistens vorhanden. Wir haben zu Zweit ca. 3,5 Stunden gebraucht.

Für uns war der Tag im Parcours genau das Richtige. Nach dem die DM nicht so gut gelaufen ist, gaben einem die vielen Treffer im Parcours doch ein wenig das Selbstvertrauen zurück. Merkwürdigerweise flogen meine Pfeile hier, im Gegensatz zur DM, schnurgerade und ich konnte sogar treffen. 

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Text und Fotos P. Gehrke

Deutsche Meisterschaft 3D 2016 vom DBSV in Ballhausen/Syrgenstein vom 13.-14.08.2016

Deutsche Meisterschaft 3D in Bayern? Willi wollte erst nicht dorthin fahren, weil es ja doch schon eine ganz schöne Strecke ist, die man so fahren muss. Ich malte ihm die Aussicht auf ein schönes Turnier in der bayrischen Bergwelt aus und da hatte ich ihn. Wir beschlossen, wenn wir die Qualifikation schaffen, dann fahren wir auch hin.

Nachdem Willi bei der Landesmeisterschaft in Bad Oeynhausen krank war und meine Quali nicht ausreichte bauten wir auf Hohegeiß. Und ja, wir schafften beide eine gute Quali und vertraten somit Niedersachsen bei der Deutschen Meisterschaft in Bayern.

Als wir am Freitag, 12.08.2016, an der Halle in Syrgenstein ankamen, waren wir erstmal ein bisschen enttäuscht. Keine hohen Berge.

Wir brachten die Bogenkontrolle hinter uns und dann ging es zum gemütlichen Teil über. Wir suchten ein Restaurant, welches unsere ganze Truppe bewirten wollte und konnte. Das gestaltete sich irgendwie schwierig, da viele Restaurants geschlossen hatten. Warum auch immer, an einem Freitag. Nach einigem Suchen fanden wir ein griechisches Restaurant. Wirklich wie eine alte Taverne in Griechenland. Für viele, die eingedeutschtes griechisches Essen gewöhnt sind, keine kulinarische Offenbarung. Uns hat es aber geschmeckt und die Runde war lustig.

Relativ früh trieb es uns in unser Hotel zurück. Man wollte ja am Wettkampftag ausgeruht an den Start gehen.

Am Morgen des ersten Wettkampftages ließen wir noch kurz ein paar Pfeile auf dem Einschießplatz fliegen und ich verfluchte mich mal wieder, dass ich 14 Tage vor der DM noch so an meinen Pfeilen rumgebastelt hatte, dass sie ganz anders flogen. Viel länger geradeaus. Und ich kam damit noch gar nicht richtig klar. Nun gut, für langes nachgrübeln war eh keine Zeit mehr. Wir wurden in Bussen in die Parcours gefahren. Von den Bussen mussten wir eine ganze Strecke durch den einen Parcours gehen um zum Sammelplatz zu gelangen. Lauter Ziele, die geradeaus zu schießen waren. Ich fühlte mich gleich wie in der platten Heide und war doch etwas enttäuscht.

Wir sammelten uns an unseren Startnummern und ich konnte endlich meine Mitschützen (m/w) kennen lernen. Heike, quasi eine direkte Ü-40 Konkurrentin, gefiel mir auf anhieb. Eine sehr sympatische und sehr gute Schützin. Dann hatten wir noch zwei 14jährige in der Gruppe. Meine anfängliche Angst, ich müsse auf zwei Heranwachsende aufpassen, zerstreute sich bald. Die Beiden waren doch sehr selbstständig und man musste nur hier und da mal ein paar Regeln durchsetzten.

Vor dem Schießen gab es natürlich viele viele Reden. Dann wurde von einer Solistin noch die Deutsche Nationalhymne gesungen, ich muss sagen, das war besser als damals Sarah Connor. Die Sängerin hier kannte ihren Text. Und ich bekam eine Gänsehaut und wurde urplötzlich sehr aufgeregt.

Dann ging es raus ins Gelände. Auch hier kamen wir an vielen vielen Stationen vorbei, die einfach in der flachen Botanik rumstanden.

Dann waren wir an unserer ersten Station angekommen und brüteten noch ein wenig in der gleißenden Sonne vor uns hin. Es war schon sehr heiß und sollte noch heißer werden.

Bei den ersten Stationen war noch alles in Ordnung. Heike und ich lagen Kopf an Kopf und dann kam der Schuss auf das liegende Bisonkalb. Wir stehen gerade im Vollauszug da ruft auf einmal jemand, gefühlt neben uns: „Haaaaalllloooooo!“. In so einem Moment geht einem einiges durch den Kopf. Und – man lässt einfach los und verreißt auch noch den Bogen.

Wir standen mit dem Rücken zu dieser Geräuschquelle und konnten nicht sehen, wie dicht er uns war. Ob etwas mit uns nicht stimmte. Oder auch, was überhaupt sein Plan war.

Es war Thomas Röher (VIEZEPRESIDENT), der laut rufend über die Wiese schritt und einem jungen Mädchen, welches eine Station weiter stand, einen Pfeil bringen wollte, der hinter einem Ziel gefunden worden war.

Trotz dieser Störung mussten wir weiter schießen, denn die drei Minuten liefen ja. Und vom Pflog abtreten, sammeln und noch mal schießen ist ja nicht gestattet. Heike und ich waren uns einig. DAS hat uns total rausgebracht. Mich mehr, sie weniger. Ab da lief es halt nicht mehr so gut, was natürlich auch an den neuen Pfeilen gelegen haben könnte.

Nach den 28 Zielen waren wir rechtschaffend fertig und durchgeschwitzt. Wir gaben nur noch unsere Schießzettel ab und fuhren dann zurück ins Hotel. Essen gehen? Ohne uns. Wir verzogen uns auf unser Zimmer, duschten, aßen zu Abend (wir hatten uns, weil wir morgens immer so früh am Treffpunkt sein mussten, dass es noch kein Frühstück im Hotel gab, Verpflegung mitgebracht) und vielen quasi tot ins Bettchen.

Am nächsten Tag wiederholte sich das Spiel. Diesmal schossen wir den anderen Parcours. Für eine Hunter-Runde fand ich ihn zu weit gestellt. Klar waren wir auf einer DM, aber das schießen soll doch auch noch Spaß machen. Niemand würde auf die Idee kommen, mit einem traditionellen Jagdbogen einen Keiler auf gut 50 Meter zu erlegen, wenn er auch noch schräg zu einem steht. Oder eine Wildkatze (die mit der Ente auf der gestreckten Pfote) auf 38 Meter zwischen Bäumen. Von der Färbung her, hätte ich die Katze auf die Schnelle gar nicht entdeckt, wenn der Kampfrichter nicht gesagt hätte, wo sie steht.

Am Ende reichte es für mich für den 5. Platz und ich bekam noch eine Urkunde. Mein Plan, gesund aus dem Parcours zu kommen und beide Tage, trotz der Hitze, gut zu überstehen und nicht letzte zu sein, ist aufgegangen. Und zwei Plätze besser als im letzten Jahr war ich auch noch. Willi kam auf einen guten 12. Platz, war mit seiner Leistung wohl aber nicht so zufrieden, weil er sich, nach der Bronzemedaille im letzten Jahr vielleicht noch ein bisschen weiter vorne gesehen hatte. Mit der Mannschaft holte sich Willi die Silbermedaille. 

Was mir nicht gefiel: Pfeilfang existierte quasi nicht. Wenn man einen Pfeil verschoss, musste man richtig suchen, was natürlich sehr zeitraubend war. Ich habe gehört, das an manchen Stationen bis zu 8 Gruppen aufgelaufen sein sollen. Die Kampfrichter waren sehr bemüht, durch Pfiffe und Rufen, die Suchenden zum Weitergegen zu bewegen. Auch das laute Rauschen und Piepsen der Walkytalky’s war ziemlich gewöhnungsbedürftig, wenn man am Pflock stand und sich eigentlich auf den Schuss konzentrieren wollte.

Was mir gut gefiel: Oh, da gibt es viel. Erstmal die Gruppe der Ü40 Mädels. Das war schon ein lustiger Haufen. Von Konkurrenzkampf war da nichts zu spüren. Dann wurden die Minis und Schüler von Mitgliedern des SV-Ballhausen in Gruppen durch den Parcours geführt. Das ist für die Kinder bestimmt schöner (für die erwachsenen Schützen natürlich auch) als wenn sie alleine mit den Großen unterwegs sein würden.

Abschließend: Der SV-Ballhausen hat eine DM hingelegt. SUPER! Die Parcours waren, obwohl viel Flachland dabei war, sehr anspruchsvoll gestellt. Es gab einige neue Targets, die ich zuvor noch NIE gesehen hatte und man sich da doch in der Größe mächtig verschätzen konnte. Alles war super organisiert. Sollte es da Probleme gegeben haben, hat man sie als Schütze nicht bemerkt. Da können die Schützen des SV-Ballhausen sehr stolz auf sich sein.

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Martina, Petra, Willi, Hans-Jürgen, Buddy und Claudia – die Coppenbrüggener Manschaft.

Im nachhinein ist noch etwas zu bemängeln. Die Quallifikations-Turniere der Niedersachsen und der Bayern waren nicht auf Mindestmaß gestellt. Da kann in erster Linie der Schütze nichts für. Der schießt den Parcours, der ihm angeboten wird.

Es wurden dann, der Gerechtigkeit wegen, den Schützen aus Niedersachsen und Bayern Punkte abgezogen. 

Das ist auch in Ordnung. 

Für die Niedersachsen ist es allerdings so gelaufen, dass ALLEN aus Niedersachsen stammenden Schützen Punkte abgezogen wurden, egal wo sie ihre Qualli geschossen hatten. Von einem weiß ich, er hat nur die Landesmeisterschaft in NRW mitgeschossen, ihm wurden aber auch Punkte abgezogen. Schützen aus NRW, die in Niedersachsen eine hohe Qualli geschossen hatten, wurden keine Punkte abgezogen. 

Wer ein klärendes Gespräch mit dem DBSV suchte, biss da wohl auf Granit. Die Ranglisten wurden nicht richtig gestellt.

Dass man da sauer war, wenn man auf Grund eines solchen Fehlers nicht bei der DM starten durfte, kann ich voll verstehen.

So etwas darf nicht passieren! 

Foto unbekannt, Text P. Gehrke

Vereinsmeisterschaft mit Gästen in Beverstedt am 07.08.2016

Wenn man einen großen Parcours mit 33 Stationen für eine Vereinsmeisterschaft aufbaut, dann kann man ja auch Gäste einladen. So dachten sich das die Bogenschützen in Beverstedt und haben das auch gleich in die Tat umgesetzt. Es folgte die Einladung, die die Bowhunter Rethem mit 6 Schützen nur allzu gerne annahmen.

Am 07.08.2016 versammelten wir uns am Vereinsgelände in Beverstedt. Es waren zwei Parcours aufgebaut. Einmal die Stationen 1-16 und 17-32 und Station 33 direkt am Vereinsheim, ein Sonderziel.

Die Gruppen waren voreingeteilt und da die Veranstalter alle Schützen irgendwoher kannten, hatte diese Einteilung bei manchen einen tieferen Sinn.

Ich muss sagen, ich habe selten oder besser gesagt noch nie ein so perfektes Turnier geschossen. Es war wirklich alles bis ins kleinste Detail durchdacht. Um auf Baumstümpfe zu kommen, waren kleine Leitern aus Holz gebaut worden. Damit man auf umgefallenen Bäuen nicht abrutschen konnte, wurde die Rinde entfernt und ein Antirutschmuster in den Stamm geschnitzt. Alles was das Gelände hergab wurde auch genutzt. Schießen vom Holzhaufen, zwischen Zaunbrettern durch, über Seen und so weiter und so fort. Das Auge schießt halt mit. Auch die Spaßziele durften nicht fehlen und brachten den einen oder anderen Schützen ganz schön ins Schwitzen. Da ich alles, was kippelig und wackelig ist oder mit Leitern zu tun hat, nicht mag (ich bekomme wirklich teilweise Panik und habe wirklich heftige Angstschweißausbrüche) bin ich an solchen Tagen immer ganz erstaunt, dass ich mich auf alles gestellt habe und dabei sogar noch getroffen habe. Auf zwei Seilen stehen, die an einem Holzrahmen befestigt sind und frei hängen, und dann auch noch schießen. Witzig wie man auf den Seilen erst hin und her wackelt und dann, wenn der Pfeil eingenockt ist und man ihn bis zum Ankerpunkt zieht, wie ruhig man dann wird. Mir ging das jedenfalls so. Als das satte Plopp eines Treffers dann ertönte, musste ich aber GANZ SCHNELL wieder auf den Boden, auch wenn der nur ca. 10 cm von meinen Füßen entfernt war. Für mich ist das Schießen am Limit, sozusagen.

Meine Lieblingsstation war das Sonderziel. Auf einem weißen Karussellpferdchen sitzend auf ein Erdmännchen schießen. Ganz große Klasse. Es hat nur noch die Bewegung gefehlt.

Die Verpflegung war auch super. Gegrilltes, Salat, Brötchen, Kuchen und jede Menge Getränke. Da blieb kein Wunsch offen und niemand musste hungrig nach Hause gehen.

Willi kam mit 610 Punkten auf den 1. Platz, gefolgt von René, der mit 594 Punkten den 2. Platz belegte. Burkhard kam auf Platz 11, Michael E. auf Platz 15 und Nik S. auf Platz 17. Ich kam mit 464 Punkten auf Platz 1 bei den Jagdbogen-Damen.

Die Preise waren wieder ganz toll. Man konnte zwischen einem Messer, 3D-Tieren und Pfeilkratzern wählen. Ich hätte zwar einen Pfeilkratzer gut gebrauchen können, aber das Messer war ungleich schöner. Also steht das nun in meiner Vitrine. Willi hat sich einen Frosch ausgesucht. .

So ging ein schöner Tag zu Ende und wir hoffen, im nächsten Jahr wieder eingeladen zu werden. Ich bin gespannt, ob die Beverstedter DAS noch toppen können.

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Zwar nur wenige Zentimeter über dem Boden, aber es hätte auch über einem tiefen Abgrund stehen können. Gut, dann hätte ich es wohl nicht versucht, aber es war für mich schon eine große Herausforderung so auf zwei Seilen stehend zu Schießen. Aber ich habe es geschafft. 

Text und Fotos P. Gehrke

1. Sommerturnier von Peter Lenze – Bowstore am 31.07.2016

Am 31.07.2016 fand das 1. Sommerturnier bei sommerlichem Wetter statt.

Es waren 30 Ziele jagdlich in dem Gelände rund um das Jugend-Feriendorf in Wald und auf der Wiese aufgestellt, was aber nicht heißen soll, dass es einfach war. Die Ziele waren doch meist ziemlich tricky gestellt. Natürlich durften auch weite Schüsse nicht fehlen. Der stehende Bär war ganz schön weit weg. Somit war dieses Turnier doch schon als anspruchsvoll einzustufen.

Schön war, dass ich endlich meine neuen Holzpfeile im Gelände ausprobieren konnte, Matthias B. hat ganze Arbeit geleistet. Sie fliegen richtig gut.

Willi belegte mit 472 Punkten den ersten Platz bei den Jagdbogen-Herren, Stephy kam mit 399 Punkten auf den 1. und ich mit 381 Punkten auf den 2. Platz. Es gab tolle Gutscheine für den Bowstore von Peter Lenze.

Peter Lenze und Familie haben ein richtig tolles Turnier auf die Beine gestellt und wir hoffen, dass es im nächsten Jahr ein 2. Sommerturnier gibt.

Entschuldigt bitte, dass es dieses Mal so wenig Text ist und es auch keine Fotos gibt. Ich muss gestehen, ich bin etwas faul gewesen in letzter Zeit und „muss“ noch 12 Berichte von Turnieren und Meisterschaften schreiben. Bald gibt es wieder mehr zu lesen…

Text P. Gehrke