Bowhunter Rethem Spendenaktion mit Pfeil und Bogen…

Am 17.08.2014 veranstaltete ein Bekannter aus Rodewald einen Spendentag für die ortsansässige Freiwillige Feuerwehr und dem Kinderhospiz Löwenherz in Syke und fragte uns, ob wir helfen könnten. Er wolle seine Gartenbahn fahren lassen, hatte einen Flohmarkt, Ponyreiten, Wurst-, Getränke- und Fisch-Buden organisiert und der Hausfrauenverein wollte Kaffee und Kuchen verkaufen.

Willi hat mit der Eisenbahn nicht mehr viel am Hut, wollte aber helfen. Er schaute sich vor Ort um und schnell war die Idee vom Bogenschießstand in die Tat umgesetzt.

Wir brachten Tiere, Pendel und Scheibe schon am Vortag nach Rodewald.

Pünktlich um 10.00 Uhr war alles abgesperrt und aufgebaut und es konnte losgehen. Willi, Lea und ich warteten auf die vielen Kinder und Erwachsene, die mal schießen wollten.

Vergebens.

Bis 14.00 Uhr waren gerade mal zwei zahlende Personen am Stand gewesen.

Wahrscheinlich war es schlecht beworben. Im nachhinein merkten wir, dass das Klientel hauptsächlich aus Flohmarktbesuchern bestand, die kramen wollten, aber nicht mit dem Bogen schießen.

Dann ging es aber doch noch los und wir konnten immerhin 77,50 Euro für den guten Zweck einnehmen, die wir komplett dem Kinderhospiz Löwenherz in Syke gespendet haben.

Es ist zwar nur ein kleiner Betrag, aber wir hoffen, es trägt ein wenig dazu bei, einem Kind und seiner Familie über eine schwere Zeit zu helfen.

 Später kamen noch Ralf und Jana. Da war dann Spaßschießen angesagt!!! 

Danke auch für die Hilfe beim Abbauen… 🙂

Fotos und Text P. Gehrke

 

Vereinsmeisterschaft der Bogenschützen des Schützenverein Büchen und Umgebung e.V. am 10.08.2014

Am 15.06.2014 fand ja das 1. Büchener Traditional statt. Als Dankeschön für das Leihen der Tiere, dem Helfen beim Aufbau des Parcours und wohl auch, weil man einfach befreundet ist, wurden wir, sehr zu unserer Freude, als Gastschützen zur Vereinsmeisterschaft und anschließendem Grillen eingeladen.

Gut gelaunt, bei bestem Wetter (es war eigentlich Starkregen und Gewitter angesagt) fuhren wir um 07.00 Uhr in der Früh Richtung Schleswig-Holstein, nach Büchen. Entspannt, weil die Strecke so schön ist, kamen wir gegen 09.00 Uhr beim Vereinsheim an. Stefan und Albrecht begrüßten uns nett. Sie hatten gerade den Parcours fertig aufgebaut. Für nur zwei Personen eine ganz schöne Arbeit.

Nach und nach trudelten viele bekannte Gesichter ein und hier und dort wurde ein wenig Smalltalk gehalten. Leider waren einige Bekannte nicht dabei. Die haben wirklich was verpasst.

Wie nicht anders zu erwarten, war der Parcours gut ausgeflattert. Man konnte sich, auf den Wegen zwischen den 20 Zielen, nicht verlaufen.

Die Ziele waren teilweise etwas dicht beieinander gestellt, was bei einem großen Turnier zu Sicherheitsproblemen geführt hätte. Da aber zwischen den Gruppen immer genügend Ziele lagen, war dies in diesem Fall kein Manko.

Für den Pfeilfang war ausreichend gesorgt. Wenn er nicht natürlich gewachsen war, dann wurde mit Baumstämmen, Reisighaufen und sogar einer alten, rostigen Schubkarre kurzerhand nachgeholfen. Halt mit Dingen, die der Wald so hergibt. So war das alles sehr natürlich.

Schön fand ich auch den großen Uhu und die Eule. Ein Doppelhunter. Willi schoss einen Pfeil ins Nirvana (nach einem Aufsetzer auf dem großen Uhu) und traf dann die kleinere Eule auch nicht. Hihi. Ich muss dann hier erwähnen, ich habe sie beide getroffen… 🙂 Solche Schüsse sind für mich immer ein Highlight, man muss sich halt auch an den kleinen Dingen erfreuen können.

Die Abschüsse waren Super. Es wurden vorhandene Baumstümpfe und Erhebungen im Boden mit eingebaut. Der Abschuss von der schwingenden Palette aus war der Hammer. Eine klasse Idee. Auch der an der Seilbahn hängende Sack war super. Am Besten war allerdings der schwebende Pingpong-Ball. HAMMER!!!

Ich muss schon sagen, wer im nächsten Jahr den Parcours für die Vereinsmeisterschaft aufbaut, der muss sich etwas einfallen lassen. Stefan und Albrecht haben da die Latte ziemlich hoch gehängt.

Im Anschluss an das Schießen trugen wir Tische vor das Vereinsheim. Der Grill wurde angemacht. Die mitgebrachten Salate auf den Tischen verteilt und nun ging es zum gemütlichen Teil über. Es wurde viel erzählt und gelacht. Wir haben uns sehr wohlgefühlt. Eben unter Freunden!

Martin wurde Vereinsmeister und Manon Vereinsmeisterin. Bei den Kindern habe ich es, sie mögen mir verzeihen, mir leider nicht gemerkt. Aber das wichtigste ist, denke ich, dass es allen gefallen hat. Es wäre nett gewesen, wenn es Urkunden gegeben hätte. So ein Vereinsmeistertitel ist ja schon mal was. 🙂

Willi und ich waren ja nun „nur“ als Gäste dabei, deshalb zählte die Wertung nicht, wir waren mit unserer Leistung auf diesem anspruchsvollen Parcours aber voll zufrieden (Willi 372 u. ich 298 Punkte) und hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder eingeladen werden. Eine Mitgliedschaft kommt für uns leider nicht in Frage, weil 1,5 Stunden Weg ist eine ganz schöne Strecke, so dass man dort nicht einfach mal so eben vorbei schauen kann, wenn etwas anliegt.

Als Dankeschön für die nette Einladung haben wir dem Verein ein von Willi gebautes Pendel überreicht. Ich glaube, das ist sehr gut angekommen… 

So ging ein schöner Tag zu Ende und nun freuen wir uns erstmal auf die Parcoursbesuche in unserem Urlaub. Irgendwie muss man ja das Turniersommerloch stopfen. Nächsten Samstag geht es erstmal wieder ins ARTchers Land.

Text, Fotos und Video P. Gehrke

1. Rethemer Bowhunter Playday am 27.07.2014

Die Idee war, nicht ein klassisches 3D-Turnier zu gestallten, sondern viele Ziele einzubauen, wo Geschicklichkeit und Glück gleichermaßen gefordert sind. Entstanden war sie daraus, dass wir unbedingt eine Trap-Maschine in den Parcours mit einbauen wollten. 

Ein Termin ward gefunden. Ca. 20 Ziele sollten es sein, allerdings auch mit Stationen der klassischen 3D Jagd. Einladungen wurden verschickt. Der Termin wurde auf „Bowhunter aktuell“ und bei Pictor Lucis (er verleiht die Bogen-Trap-Maschine für Events) veröffentlicht. 

Die ersten Tage passierte so gut wie gar nichts und wir hatten schon Angst, dass es für ein Geschicklichkeitsturnier keine Klientel gibt. Allerdings ging es dann Schlag auf Schlag und die 36 Teilnehmerplätze waren noch weit vor dem Turnier ausgebucht. Viele neue Schützen hatten sich angemeldet. Viele vom BSC Heps und Ragnarök e.V.. Wir waren sehr gespannt, wie unsere Idee ankommen würde.

Bei der Planung kamen wir schnell auf 32 Stationen. Nun mussten Materialien beschafft und die Ziele realisiert werden. Wir hatten einen Apfel und wollten daraus einen Apfelbaum basteln. Die zwei bestellten Äpfel ließen aber auf sich warten, so dass wir erst einen Apfel-Käutzchen-Baum fertigten. Zwei Tage vor dem Turnier kamen dann noch die Äpfel und wir bekamen doch unseren Apfelbaum. Und so ging es in einem fort.

Am Ende hat sich der ganze Aufwand gelohnt. Alle Ziele waren fertig und der Parcours war am 27.07.2014 pünktlich aufgebaut. 

Die ersten Schützen konnten es wohl kaum abwarten und waren schon gegen 10.30 Uhr angekommen. Nach und nach trudelten alle ein und es war wirklich eine tolle Truppe. 36 Schützen scheinen nicht viele, aber auf Grund der Sicherheit sind mehr Schützen auf unserem Grundstück nicht möglich. Auch finden wir es schön, wenn es doch etwas familiärer zugeht. Man kennt die meisten mit Vornamen und kann selber auch noch mitschießen, was mir allerdings diesmal nicht gelang. Ob der ganzen Spielziele war gar nicht daran zu denken. Außerdem hatte Leas Freundin kurzfristig ihre Hilfe beim Verpflegungsstand abgesagt, so dass ich ihr doch etwas unter die Arme greifen musste.

Es gab eine kurze Ansprache und dann wurden die Gruppen auch schon auf dem Gelände verteilt und durften nicht nur wegen der +30° C im Schatten schwitzen. 

Wir hatten versucht, ein paar Spaßziele in den Parcours zu integrieren, allerdings ballte es sich am Hochsitz und in der Halle, was dort dann zu etwas Stau führte. Im Parcours gab es das kleine Erdmännchenpendel, das Memory (Zwei Kreise von gleicher Farbe treffen), den Apfelbaum und den Robin-Hood-Schuss (aus einem Rohr wurde ein Pfeil gebastelt und in einer Scheibenmitte befestigt). Dann gab es noch das Linkshandschießen für Rechtshänder (und natürlich umgekehrt), den Schuss auf das Pfeilfresserreh, Quietscheenten aus dem Wasserbottich schießen, mit FluFlus durch ein Fenster auf eine Zielscheibe schießen, mit Klohbürstenpfeile in Rohre schießen, das große Pendel, ein Mobile, bewegliche Luftballons erlegen und als Highlight natürlich die Bogen-Trap-Maschine. An manchen Zielen lagen Bögen und spezielle Pfeile aus.  Da stand der Spaß im Vordergrund, denn viele Treffer gab es bei den Spaßzielen nicht.

Die restlichen 19 Ziele waren 3D Tiere die mehr oder weniger schwierig aufgestellt waren. 

Am heftigsten waren wohl die Wasserschüsse aufgestellt. Am Bären und der Schlange haben wir im Anschluss mit dem Kanu 27 Pfeile aus der Wölpe gefischt, die nun hier auf ihre Besitzer warten. 

Michel hatte wohl, nachdem Sascha A. ihm gesagt hatte, dass die Wölpe nicht sehr tief sei, versucht, seinen Pfeil selber zu bergen. Frisch zog er die Schuhe aus, krempelte die Hose bis zu den Knien hoch und? Versank bis zu den Hüften im Modder. Mit ein wenig rotem Kopf und nicht so gut duftend kam er etwas angepestet zum Verpflegungsstand. Säuberte sich und schoss sich trotz dieser kleinen Aufregung mit seinem Langbogen auf den 1. Platz in seiner Klasse. Außerdem scheint er nicht nachtragend zu sein und sagte am Ende, es hätte ihm gut gefallen und er wäre gerne wieder dabei. Ich glaube, ich wäre da nicht so cool geblieben! 

Am Anschluss des Turnieres wurde gegrillt und alle saßen gemütlich bis zur Siegerehrung zusammen. Hier geht es zu den Ergebnissen.

Michael schenkte uns im Anschluss noch eine selbsthergestellte Paprika aus Ethafoam. Ein Paprikabusch wäre dann wohl beim nächsten Spaßturnier ein Muss. Wir sind gespannt auf seine weiteren Werke.  

Ein schöner Tag ging zu Ende. Wir hatten viel Spaß bei der Planung und Verwirklichung der Ziele. Und es freut einen, wenn alle Schützen Spaß hatten, auch wenn bei den Spaßzielen nicht so viele Punkte zu machen waren. Wir werden bestimmt wieder so ein Event ins Auge fassen. Allerdings haben wir jetzt erstmal für den 03.10.2014 ein „fast normales“ 3D-Turnier ins Auge gefasst. Die Ausschreibung erfolgt in den nächsten Tagen. Auch hier sind die Startplätze wieder limitiert.

Unser Dank geht an:  Lea, die unermüdlich Kaffee gekocht, Brötchen geschmiert, Kuchen aufgeschnitten, Getränke kühl gestellt und verteilt hat. Hauke, der den Parcours mit auf- und abgebaut hat. Holger P. der mit seine Fotos zur Verfügung gestellt hat. Heiner, der gegrillt hat. Alle, die beim Abbauen geholfen haben. Alle, die da waren und diesen Tag wieder unvergesslich gemacht haben, ihr wart wirklich eine tolle Truppe. 

 

Text P. Gehrke, Fotos H. Probst, P.  u. W. Gehrke

Kaiser Wilhelm Turnier 2014 Minden – Porta Westfalica

Um vier von den begehrten Startplätzen zu ergattern, schaute ich schon, bevor die Ausschreibung öffentlich gemacht wurde, in den Terminplan des Mindener Bogenschützen e.V.und wurde fündig. Die Anmeldung war schnell verschickt und so bekamen wir die Startnummern 1-4. Leider durften wir nicht zu viert in eine Gruppe. Schade, denn so oft schießen wir nicht als gesamte Familie zusammen. 

Lea hatte dann kurz vorher plötzlich keine Lust mehr. Mit 15 ist sie voll in der Pubertät und Bogenschießen ist doof. Schnell war ein Ersatz gefunden. Sascha A. kam mit. Auch jetzt mussten wir in getrennte Gruppen. 

Die An- und Ummeldung verlief, selbst kurzfristig, ganz problemlos. 

Der Turniertag nahte und schon am frühen Morgen britzelte die Sonne vom Himmel. Bei 42 Zielen würde es eine schweißtreibende Angelegenheit werden. 

Es gab viele schöne Schüsse auf diesem Parcours. Meiner Meinung nach, etwas zu viele. Die Ziele waren ziemlich dicht gestellt und dies war der Sicherheit etwas abträglich. 

Am schönsten fand ich den kleinen laufenden Maulwurf, auch wenn ich ihn nicht getroffen habe. Wirklich eine tolle Idee. Auch das Schießen auf die Spinne, wo man mit seinem Gewicht erstmal die Tür vom Donnerbalken aufmachen musste (man musste sich dazu auf eine Schaukel setzten) war klasse. 

Oft wurden natürliche Pfeilfänge genutzt. Manchmal gab es keine. Zwei Pfeile habe ich verloren. Aber man hat ja auch die Option TREFFEN!!!

Die Verpflegungsstationen waren sehr gut ausgerüstet und es gab 3 an der Zahl. Da blieben keine Wünsche offen. Auch das quasi bargeldlose Zahlsystem ist super. Man kauft für 4, 8 oder 12 Euro eine Verzehrkarte und es wird der Betrag abgestempelt, den man verbraucht hat. Am Ende bekommt man das Guthaben zurück. So hat man nicht so viele Probleme mit dem Kleingeld. Außerdem gab es zum WC an der Meldestelle noch zwei Dixies im Gelände. Vorbildlich!!!

Willi war nicht so ganz eins mit seinem Bogen und gelangte mit 572 Punkten auf den 18. Platz. Hauke belegte mit 483 Punkten den 29 und Sascha A. mit 357 Punkten den 34. Platz von 35 Schützen. Ich belegte Platz 8 bei den Recurve-Damen mit 473 Punkten. Das sind über 200 Punkte (bei zwei Zielen weniger) mehr als im letzten Jahr. Da bin ich wirklich stolz drauf. Und das ich die ersten 12 Ziele besser war als Willi, fand ich auch super. Er allerdings nicht so… 😀

 

Fotos und Text P. Gehrke

2 Tagesturnier am Bondenholz am 05. u. 06.07.2014

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Nur was soll man machen, wenn es in der Nähe keines gibt? Nach dem Tortenturnier im ARTchers Land sollte erstmal 14 Tage Pause sein. Sommerloch light sozusagen. Wir grübelten schon, was wir so mit uns anfangen sollten.

Nun stehen wir ja immer mit den Büchenern in Kontakt und so schrieb uns Sören, dass die Barsbütteler ihr erstes Bogenturnier anberaumt hatten. Es sollte über zwei Tage gehen. Es sei zwar etwas kurzfristig, aber die Büchener würden sich anmelden und ob wir nicht auch Zeit und Lust hätten, am Samstag mitzuschießen? Klar doch, alles andere kann warten… 🙂

Für den 05.07.2014 war dann Gewitter und Starkregen angesagt. Wir kamen bei bestem Wetter in Barsbüttel an und wurden vom Team Barsbüttel nett begrüßt. Man fühlte sich gleich wohl.

Dadurch, dass die Barsbütteler kaum Werbung gemacht hatten (wir fanden nur einen Link zur Ausschreibung über die Bogenfreunde Wuldor e.V.), war das Turnier nicht ausgebucht. Also ein echter Geheimtipp.  Ca. 75 Teilnehmer und Teilnehmerinnen kamen zusammen.

Erstmal konnte man sich noch stärken. Es gab eine kleine Rede und ein paar Regeln mit auf den Weg und dann ging es ab in den Parcours.

Die Ziele waren sehr anspruchsvoll und kniffelig aufgestellt. Das hügelige Gelände war absolut gut genutzt, so dass keine Wünsche unerfüllt blieben. Hochschüsse. Bergabschüsse. Weitschüsse. Dichtebeischüsse. Durch Bäume. Mit Psychoästen. Im Wald. Auf der Wiese. Alles war dabei. Man kam nicht nur durch die Sonne ins Schwitzen.

Es gab 3D und 2D Ziele. Wobei die 2D-Ziele so plastisch (Klasse wenn man einen guten Bildhauer im Verein hat) gefertigt und naturgetreu bemalt waren, dass dies kaum aufgefallen ist. 

Meist waren natürliche Pfeilfänge geboten, so dass kaum Pfeile verloren gingen. Ein Ziel war nicht ganz so glücklich aufgestellt. Hinter einem, ich glaube es war der stehende Truthahn, waren Brombeerranken mit ordentlichen Dornen. Hat jetzt in unserer Gruppe niemanden gestört. Man kann ja auch treffen, ne?

Mein Highlight war der Schuss auf den Caribou. Ein Weitschuss. Bergauf. Ca. 75 Meter. Ich lege an. Michael sagt: „Höher, höher, höher…“, Willi sagt: „Nicht sooo hoch!“ – doch da habe ich schon gelöst und der Pfeil landet mit einem satten Plopp im Schinken… …Körpertreffer mit dem ersten Schuß. Selbst wenn jetzt keine Punkte mehr dazu gekommen wären, hätte man das Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht bekommen. Die Herren hatten nicht getroffen. Muss ich hier jetzt ja mal erwähnen… 😉

Für Essen und Trinken war an beiden Verpflegungsständen gut gesorgt. Zwei Dixies waren gut platziert und oh welch Luxus, davor stand ein großer Wasserkanister mit Hahn, Seife und Handtücher, damit man sich die Hände ordentlich waschen konnte. Dafür gibt es wirklich Plus-Punkte.

Kaum war das Turnier beendet, ich glaube nur noch eine Gruppe war im Parcours, fing es an, in Strömen zu gießen. Innerhalb von Sekunden war der Grill gelöscht. Gut das wir alle schon satt waren.

Wir warteten auf die Siegerehrung. Vergeblich. Beide Tage sollten zusammen gewertet werden. Ein bisschen brummelig fuhren wir nach Hause, denn wir wären beide auf dem ersten Platz gewesen. Wir haben uns dann spontan entschieden, am Sonntag noch einmal nach Barsbüttel zu fahren und diesmal war Sascha A. mit von der Partie.

Ich hätte es nicht geglaubt, wenn ich nicht dabei gewesen wäre. Der Parcours war umgepflockt und es war noch schwieriger als am Vortag. Dann war man am Anfang schon so fertig wie den Tag zuvor am Ende und los ging die Runde. Schweißbäche liefen in Strömen. Es war sehr sehr warm.

Am Ende konnte Willi seinen 1. Platz vom Vortag festigen und räumte mit 735 Punkten alle Teilnehmer vom Feld. Er bekam einen 10 Euro Gutschein für eine Bogenschule bei Hamburg. Ich wurde mit 500 Punkten 2. bei den Jagdrecurvedamen und ergatterte 2 Glas Honig.

So ging ein vom Bogenschießen geprägtes tolles Wochenende zu Ende. Wir waren verdient müde und fuhren gen Heimat. Und falls mal irgendwann ein Barsbütteler bei einem unserer Turniere dabei sein sollte. Es gibt blaue Pflöcke für Kinder, rote für Erwachsene und die gelben Pflöcke, die sind dann für die Barsbütteler. 😉

Ach ja, in Punkto Sicherheit gab es etwas zu bemängeln. Nicht auf Seiten des Veranstalters, sondern auf Seiten der Radfahrer. Das Gelände am Bondenholz wird als Wanderweg und Radfahrparcours genutzt. Der Schützenverein Barsbüttel hat nun für relativ viel Geld das Gelände am Wochenende gepachtet. Es waren überall Schilder mit Warnhinweisen aufgestellt, so dass jeder lesen konnte, das ein Bogenturnier statt fand und Lebensgefahr bestünde, wenn man die Wege nutzt. Dort wo das Caribou stand, war wohl nun für die Radfahrer das Highlight, weil es so schön bergab ging. Eine Gruppe sehr junge Erwachsene sind extra einmal um den Berg gefahren um zu fragen, ob sie runterfahren könnten. Da wir eh noch Pause machten, haben wir gewartet, bis sie runter gefahren waren. Sie trugen Helme und Protektoren zum Schutz und waren sehr freundlich. Dann schossen wir auf das Caribou und gingen weiter zum nächsten Ziel. Ich schoss daneben und musste einen Pfeil suchen. Da kamen ein Erwachsener und zwei Jugendliche den Berg direkt hinter dem Ziel hoch. Wir waren sehr erstaunt, da ja unten ein Schild stand, dass der Weg wegen des Bogenschießens nicht befahrbar sei. Wir warnten die Leute noch, dass unten quer über den Weg geschossen würde und fragten, ob sie denn das Schild nicht gesehen hätten. Da bekamen wir die patzige Antwort, wir müssten auf unsere Pfeile aufpassen und klar hätten sie das Schild gesehen. Wie unvernünftig! Einen gelösten Pfeil kann man nicht mehr stoppen und wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ist… …ich mag es mir gar nicht ausmalen. Sie bretterten dann ohne Helm und Protektoren (einer hatte sogar einen Fahradrahmen dabei) den holperigen Weg runter. Unbegreiflich. Vielleicht muss man an so einer Stelle einen Streckenposten platzieren, der aufpasst, dass dort niemand hoch geht. Oder dort kein Ziel aufstellen. Man kann ja wirklich nie so dumm denken, wie die Anderen sind…

Fotos und Text P. Gehrke

Tortenturnier im ARTchers Land am 28.06.2014

In diesem Jahr war es, anlässlich des 10. Jubiläums, ein 2 Tages Turnier. Am 28. wurde eine Doppelhunter-Runde ausgetragen und am 29. eine 3-Pfeile-Runde. Im Anschluss an die Siegerehrung am 2. Tag gab es für jeden Teilnehmer ein Stück Torte. Das ist Tradition. Leider konnten wir wegen einer Familienfeier nicht an beiden Tagen starten. 

Das Turnier war eigentlich ausgebucht, aber ob der schlechten Wetterprognosen sind wohl einige im warmen Bettchen geblieben. Schämt und ärgert Euch. Es war wirklich ein toller Turniertag.

Es war für den 28.06.2014 nämlich Regen und Gewitter angesagt. Das konnte uns aber nicht aufhalten. Mehr als nass werden kann man ja nicht. Na gut, Gewitter wäre nicht so schön. Aber zum Glück weiß man eigentlich, trotz der vielen Technik, nie, wie das Wetter wird, sondern nur, wie das Wetter war.

Wir kamen bei schönstem Wetter im ARTchers Land an. Diesmal nicht zum einfachen Parcours-Besuch, sondern das 10. Tortenturnier stand an. Da wir uns darunter nichts vorstellen konnten, waren wir doppelt aufgeregt.

Die Ziele waren super aufgestellt. Und das Besondere am Tortenturnier ist, dass an jedem Ziel ein Stück Torte (natürlich aus Ethafoam) steht oder als ganze Torte vor einem Bärchen pendelt.

Das Krokodil hatte ein Tortenstück im Maul. Die Gemse zwischen den Hörnern. Mitten im Wald wuchs ein Käuzchen-Cupcake-Baum. Das Reh reckte sich nach einem vom Baum hängenden Tortenstück. Die Dammwildgruppe hatte sich um eine ganze Torte versammelt. Der große Bär hielt gleich eine ganze Torte fest, die ich dann auch promt ganz locker in einer Limettenscheibe traf. Für die Tortentreffer gab es 5 Minuspunkte.

Zum 10. Tortenturnier gab es auch eine drehende Geburtstagstorte. Es galt die Kerze zu treffen.

Wir hatten sehr viel Spaß.

Willi ist mit 850 Punkten Tortenkönig geworden und hat eine 3D-Ratte gewonnen. Ich kam auf den 12 Platz mit 570 Punkten. Wir waren mit unserer Leistung sehr zufrieden und obwohl meine Pfeile sonst von Minuszielen magisch angezogen werden, habe ich nur 2 Torten getroffen. Also hat es zum Tortenkiller nicht gereicht. Schade eigentlich. Der bekam nämlich einen Pfeil mit einer güldenen Kuchengabel. 

Jeder Teilnehmer konnte sich aus einem Korb noch ein „Yes-Tortie“ nehmen. 

Liebes ARTchers Land-Team und Dirk Rößner, vielen Dank für den tollen Tag, Ihr habt Euch wirklich was einfallen lassen. Wir freuen uns schon auf das Märchenturnier am 07.09.2014.

 Text und Fotos P. Gehrke