Bye bye ARTchers Land (14.02.2015)

Am 14.02.2015 trafen wir uns mit einigen Bogenschützen im ARTchers Land.

Für uns nun das letzte Mal, denn am 31.03.2015 schließt das ARTchers Land seine Pforten für immer. 

Im letzten Jahr mussten Dirk und sein Team einige Tiefschläge einstecken. Der Schlimmste war wohl, dass der Pachtvertrag für das Gelände in Repke/Dedelsdorf gekündigt wurde. 

Für alle Bogenschützen in der Region brach eine Welt zusammen. Wie viele schöne Stunden haben wir im ARTchers Land verbracht, herzlich von Dirk und Team aufgenommen? 

Wo sonst konnten unerfahrene Bogeninteressierte sich das Equipment leihen, schießen lernen und die 3D-Jagd hautnah erleben? Dies war, so weit ich weiß, in Niedersachsen, wenn nicht sogar in ganz Deutschland, der einzige Parcours, der dies angeboten hat. 

Normalerweise wird nach dem SIOT (das letzte Turnier der ARTchers Land Saison) das Gelände winterfest gemacht, die Tiere verstaut und der Parcours schläft bis zum nächsten Jahr um dann am im März seine Pforten wieder zu öffnen. 

Nach der Kündigung hat Dirk beschlossen, den Parcours für erfahrene Bogenschützen so weit zu öffnen, dass die Innenrunde geschossen werden kann und dies bis zum 31.03.2015. 

Leider kam es dann dazu, dass von Bogenschützen das Gelände, welches nun nicht mehr zu den Öffnungszeiten vom ARTchers Land Team ständig besetzt war, kostenlos genutzt wurde. Dass heißt, es wurde sich nicht ins Parcoursbuch eingetragen und die Parcoursgebühr war auch nicht geflossen. 

Außerdem wurde geplündert. Platten von der Einschießwand, ein 3D-Keiler und Bogenhalter.  Traurig, dass dies passiert, obwohl wir doch alle eigentlich eine große Familie von Bogenschützen sind. Das Vertrauen, welches Dirk uns allen entgegen bringt, wurde damit bestimmt empfindlich verletzt.

Ich weiß nicht, ob ich meinen Parcours weiterhin geöffnet hätte, bei diesen miesen Vorfällen. 

Dirk und Team lassen sich davon nicht unterkriegen. Überwachungskameras wurden installiert und können nun bei weiteren Vorfällen ausgewertet werden.

Wir waren nun am 14.02.2015 vor  Ort und fanden eine Innenrunde mit ca. 20 schön gestellten Zielen vor. Außerdem hatten wir noch Sören, Kai und Sohn aus Büchen, Susanne, Toralf und Diana aus Geesthacht und  Adriano, Holger,  Lena und René von den Bowhunter Rethem mobilisieren können und verbrachten einen tollen Tag im Gelände. 

Es war wirklich ein tolles Schießen und für uns nun unser persönlicher Abschied, da wir es bis zum 31.03.2015 leider nicht mehr schaffen werden, ins ARTchers Land zu fahren. 

Zum Glück haben sich Dirk und Team nicht unterkriegen lassen und es wird schon an anderer Stelle gewerkelt, so dass wir bald den neuen Parcours besuchen können. Auch der ARTchers Cup wird geschossen werden. Ein Termin wird wohl im nächsten Newsletter bekannt gegeben.  Wir freuen uns auf den neuen Parcours und hoffen auch dort auf viele schöne Stunden mit Freunden und Bogenschießen. 

Bogenschießen im ARTchers Land

Fotos und Text von Petra Gehrke

Kill or not Kill, DAS ist hier die Frage… …Vereinsturnier des SV Coppenbrügge am 07.02.2015

Beim 2. Eisbär-Cup hat Cord schon durchblicken lassen, dass Willi so weit sei, sein erstes Kill-Turnier zu schießen. Er hätte da so was mit Uli aus dem Verein geplant.

Claudia schickte uns dann die Einladung per e-Mail zu. Uli wollte seinen 40. Geburtstag nachfeiern und vorher sollte geschossen werden. Wir haben uns über diese Einladung sehr gefreut, da es ja eigentlich eine Veranstaltung des Vereins war, wir aber erst zum 01.03.2015 richtig in den Verein eintreten.

Die Regeln waren eindeutig. Nur das Kill zählt Plus, alles andere Minus. Oha, ich sah mich schon mit gefühlten 4000 Minuspunkten, da meine Pfeile meist vom Sockel oder eben das, was Minus zählt, magnetisch angezogen werden.

Das Turnier sollte zu der sehr netten Zeit 13.00 Uhr beginnen, so konnten wir quasi ausschlafen, die Tochter noch gemütlich zum Zug bringen und uns dann in Richtung Coppenbrügge aufmachen. Ich tippte die Adresse in den Navi, Willi wählte die Route und zwar quer durch Hannover. Das kostete Zeit und Nerven, wegen der vielen vielen vielen roten Ampeln. Ein Glück hatte ich die Route nicht ausgesucht… 😀

Irgendwann kamen wir dann aber doch am Ith an und wurden herzlich begrüßt. Einige Bekannte Gesichter waren da. Wir stellten uns an die Feuerstelle in den Schnee und warteten auf das, was denn da so kommen sollte.

Irgendwann entdeckten wir dann auch Uli und konnten ihm gratulieren.

Nach und nach trudelten alle Teilnehmer ein und nach einer kurzen und verwirrenden Erklärung von Cord (Kill +20, Körper -20, Nicht schießen -20, daneben -10 und dass dann mal 1, 1,5 und 2, je nachdem welchen Pflock man gewählt hatte. Pro Tier 2 Schuss. Pflock egal, wechseln auch möglich. Der Weg geht da und da lang und und und) ging es dann in das Gelände.

Willi und ich waren mit Martina, H.-J. und Claudia in einer Gruppe und klapperten die 20 Ziele ab (19, denn wir haben eines nicht gefunden/übersehen, da irgendwie keine Flatterbänder da waren, denen man folgen konnte. Auch den „richtigen“ Weg vom Berg runter haben wir nicht gefunden, sondern sind einfach irgendwo hinunter. Mir war das etwas zu steil und rutschig. Willi musste mir da schon etwas helfen und ich ein paarmal tief durchatmen und mich überwinden. Hat aber geklappt. Ich bin ja wieder zu Hause… 🙂 )

Die Entfernungen zu den Zielen war nicht soooo weit. Da man allerdings ja nur Kills schießen durfte, war das schon eine Herausforderung. Es hat aber wahnsinnig viel Spaß gemacht. Wie oft ging es: 1. Pfeil Kill, Juchuuuh, 40 Punkte… …war ja nicht schwer. Dann: 2. Pfeil Körper, mennooooo -40 Punkte. Fazit: Eine Nullrunde (wobei hier nun eine Nullrunde immer noch besser war als eine Minusrunde…). Wir haben so gelacht… 🙂

Die Ziele waren schön gestellt und ich bin immer wieder begeistert, welche Möglichkeiten das Vereinsgelände her gibt. Mit seinen vielen Hügeln, Tälern, Senken und Wällen ist es fast schon egal, wo man ein Tier hinstellt, irgendwie ist jeder Abschuss klasse und hinter jedem Tier ein natürlicher Pfeilfang.

Am Ende konnten wir aber alle sehr zufrieden mit unserer Leistung sein. Viele Kill- und Körpertreffer und nur sehr selten einen Pfeil mal daneben. Auf einem „normalen“ Turnier hätten wir mit dieser Leistung geglänzt…

Willi, der Streber, hatte satte 940 Punkte und war damit Tagessieger. Ich kam mit 230 Pluspunkten auf den 9. Platz von 19 Schützen (Männer, Frauen und alle Bogenklassen gemischt). Die Punkte gingen von -400 bis +940 und hätten wir nicht ein Ziel übersehen, hätte Willi wohl die 1000er Marke überschritten.

Nach dem Schießen wurden fluchs von allen die Tiere abgebaut und dann ging es zum gemütlichen Teil des Tages über. Wir konnten im schönen, mit Kaminofen erwärmten, Vereinsheim platz nehmen. Die Siegerehrung kam und die 3 Gewinner bekamen einen Coppenbrüggener Keiler-Schluck, wohl zur Verwirrung, damit sie beim nächsten Mal nicht ganz so gut treffen würden. Die Schützin mit den meisten Minuspunkten bekam eine Packung mit 3 Flachmännern (auch Keiler-Schluck) als Zielwasser… 

Uli gab nun Getränke aus, unter anderem auch den Keiler-Schluck, den wir dann vor Ort auch gleich testeten und das nicht nur nach dem Essen. Apropos Essen. Es gab Schweine- und Kasslerbraten, mit einer hellen und einer dunklen Rahmsoße, Kartoffel-Gratin und Champagnerkraut. LECKER!!! 

Wir machten uns dann, auch wegen der weiteren Fahrt, gegen 21.00 Uhr auf den Weg nach Hause. Willi musste ich allerdings sehr überzeugen, dass wir „schon“ los wollen. 

Wir sind froh, ab März in diesem tollen Verein zu sein und freuen uns schon auf weitere Aktivitäten. Allerdings mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das 100 m Schießen dürfen wir noch mitmachen, die Jagd auf den Pfingstochsen nicht mehr. 

Killturnier

Fotos und Text P. Gehrke

Eisbrecher Delmenhorst am 31.01. und 01.02.2015

Die Ausschreibung kam und schnell haben ich Willi und mich zum legendären Eisbrecher-Turnier in Delmenhorst angemeldet und das, obwohl ich ja eigentlich nur ein  Schönwetterschütze sein will. Aber bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Bekleidung.

Es stand nun der 31.01. oder der 01.02.2015 zur Auswahl. Da die Mutter am 31.01. Geburtstag hat und am 01.02. nur traditionelle Bogenschützen zugelassen waren, war die Entscheidung relativ einfach. Es wurde der 01.02. genannt und es kam auch umgehende die Nennbestätigung.

Das Wetter war etwas wechselhaft. Es schneite, taute, schneite und taute wieder, so dass schon die Tage vorher ein wenig Schmuddelwetter herrschte.

Stephy, die am Samstag startete und sich mit tollen 400 Punkten einen 7. Platz sichern konnte, stöhnte ganz schön über den ganzen Matsch. „Zieh Dir Ganzkörpergummistiefel an…“ war das, was ich aus ihren Infos über die Bodenverhältnisse raushören konnte.

Ich hatte mir am Freitag beim Zugvogel noch schöne Schuhe, wasserdicht und ganz aus Leder, gekauft. Extra für solche Aktionen. Am Sonntag stand ich dann vor den Schuhen und wählte doch die alten Treter. Die Neuen waren in Wirklichkeit viel zu schön. Ne, das ging ja gar nicht. Wenn die nun matschig werden würden?

Neben Bogenkram und Lebensmittelvorräten wanderten auch Wechselklamotten in den Wagen. Ich kenne mich doch und dachte doch gleich an Brilon- und Bowra-Parcours, wo ich mich im Matsch gemault hatte.

Mit im Gepäck hatten wir auch Adriano. Er hatte zwar nicht genannt, aber von Stephy wussten wir, das einige abgesagt hatten, so wagte er es und kam einfach mit. Und er durfte starten.

Auf dem Gelände angekommen wurden wir nett begrüßt. 25 Schützen des BSC Heps waren vor Ort (160 Schützen insgesamt) und außerdem noch viele andere Bekannte. Ich habe es nicht mal bis zum Einschießplatz geschafft, weil die Gespräche so nett waren. War auch ganz gut so. Willi und Adriano hatten sich kurz getraut und waren beim Ziehen der Pfeile aus den Stramitplatten fast ertrunken. Na ganz so schlimm war es nicht, aber die Wiese sah ziemlich trocken aus, war es aber nicht. Unter dem Gras war es doch recht feucht…

Um 10.00 Uhr gab es eine kleine Ansprache und dann ging es in den Parcours. Klaus hatte uns schon in seine Gruppe eingetragen und so konnte ich mich auf eine lustige Runde freuen. Auch seine Söhne Jannis und Lukas waren dabei, sowie deren Kumpel Jannis. Eigentlich durften nur 6 Schützen in eine Gruppe, wir haben dann heimlich noch Adriano mitgenommen. Wirklich aufgelaufen ist niemand, jedenfalls nicht, weil wir mehr Schützen waren. Vor uns war eine 5er Gruppe, auf die sind wir aufgelaufen und die nachfolgende dann auf uns. Das verlief sich dann aber irgendwann.

Die Ziele waren toll gestellt. Das Gelände gut ausgenutzt. Meist waren natürliche Pfeilfänge gegeben. Da wir aber oft schon mit dem ersten Pfeil getroffen haben, waren uns die Pfeilfänge eh egal. Die Ziele waren meist in jagdlichen Entfernungen gestellt. Für Willi war das oft etwas zu nah, so dass sich die Pfeile seiner 62 lbs Widow noch gar nicht richtig ausgerichtet hatten. Zog er weniger aus, hatten die Pfeile zwar weniger Dampf, hatten aber nicht mehr den richtigen Spinewert und eierten so vor sich hin.

Eine ganze Zeit lang führte ich puntemäßig die Gruppe an. Klaus und Willi hatten 207 Punkte, Adriano noch ein paar weniger und ich 210. Hach, wat für ein Gefühl. Und dann kam die blöde Rennschnecke. Die war auf einem dicken Ast befestigt, der sich schon mal schaukelnd bewegte und dann lief sie noch über Rollen ein Seil runter. Blöderweise war die dann auch nur ein Hunter (gut durchdacht, weil 3 Pfeile auf ein bewegliches Ziel kosten viel Zeit) und ich habe sie nicht getroffen. Das nächste Ziel, den Wolf, versemmelte ich auch noch und schwub, die 2. Nullrunde und Willi konnte aufatmen.

Too much Matsch? Also ich fand, es hielt sich in Grenzen. Da ich mich auf das schlimmste gefasst gemacht hatte, war ich hinterer angenehm überrascht. Die Wechselklamotten benötigte ich nicht und sogar die alten Treter hielten dicht und es ist auch nichts oben rein gelaufen, obwohl sie nur bis kurz über den Knöchel gehen.

Die schönsten Ziele waren für mich die Rennschnecke (auch wenn ich sie nicht getroffen habe), der laufende Bär im Tal und die braune Gans (nicht weil sie so toll stand, sondern weil sie so große Füße hatte ^^) aber eigentlich waren alle Tiere toll gestellt. Etwas ganz besonderes waren auch die „selbstgebastelten“ Ziele. Der Eisbär, die Robbe und der Pinguin, die eine wunderschön gestellte Szene im Schnee darstellten.

Für das leibliche Wohl war hervorragend gesorgt. Mitten im Parcours stand ein Verpflegungsstand mit Brötchen, Kuchen, Kaffee, Tee, Kakao und Brühe. Was ich ganz toll fand, der Kaffee und der Kakao (dieser nur für die Kinder) waren hier kostenlos.

Einer der alten Bunker auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände ist zum Vereinsheim umgerüstet (mal eine wirklich sinnvolle Abrüstungs-Maßnahme) worden. Ein Ofen sorgte für Wärme und ein Team vom Delmenhorster Schützenverein für jede Menge Nachschub an Kaffee, Tee, Kakao, Glühwein, belegten Brötchen u.s.w. Die Matschbrötchen (da waren natürlich (politisch korrekte) Schokoschaumküsse drauf und kein Matsch) kamen besonders gut bei den Kindern an.

Ein Zelt mit Bierzeltgarnituren  bot Platz zum Essen. Es wurden unermüdlich Bratkartoffeln mit vielen Zwiebeln und viel Speck gebraten. Dazu gab es wahlweise Nackensteaks oder Bratwurst. Natürlich gab es auch diverse Salate. Wer da hungrig nach Hause ging, der war selber schuld.

Nach dem Schießen konnte man sich die Zeit bis zur Siegerehrung noch mit dem Stöbern an zwei Ständen mit Bogenzubehör vertreiben.

Mit dem Wetter hatten wir viel Glück. Es war kalt, aber es regnete nicht. Auch kein Schneeflöckchen schwebte vom Himmel. Die Taschenöfen sorgten für warme Finger. Außerdem konnte man sich an den Feuertonnen und -körben aufwärmen.

Willi belegte mit 559 Punkten den 2. Platz bei den traditionellen Jagdbögen, Adrian den 19. Platz mit 489 Punkten (49 Starter). Ich belegte mit 473 Punkten den 4. Platz bei den traditionellen Jagdbögen (8 Starter).

Schade ist nur, dass es immer wieder Schützen gibt, die nicht wissen, was traditionell bedeutet. Wir schießen Bögen aus Holz über den Shelf. Wenn dann jemand den ersten Platz macht, der ein Metallmittelteil, Carbonwurfarme, erhöhte Pfeilauflage, Button und noch ein paar kleine Extras an seinem Bogen hat, dann ist das für mich kein traditioneller Jagdbogen.

Aber was soll es? Der Spaß steht im Vordergrund. Und den hatten wir allemal.

Am Ende wurden noch ganz viele Preise verlost. Honig, Honig-Met, Schmuck, 2D-Tiere und sogar ein Bogen. Ich gewann eine Flasche Honigmet (legga), Adriano ein Taschenmesser und Willi nix. Allerdings hatte der ja auch eine Urkunde bekommen. Klaus gewann ein Schmuckpfeilspitzenanhänger und da dies schon der 4. war, den er gewonnen hatte, schenkte er ihn netterweise mir.

Nach der Verlosung gingen die fleißigen Helferlein noch mit belegten Brötchen und gegrilltem Fleisch durch die Menge und verschenkten dieses. Eine nette Geste.

Mein Fazit: Ein tolles Turnier. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Die 30 3D-Ziele waren super aufgestellt. Das Gelände ist wunderschön es war alles sehr gut organisiert. Das Gesamtpaket bekommt eine 1 mit Sternchen und wir hoffen, wir können im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Klaus vom  BSC Heps hat auch noch einen schönen Artikel geschrieben: „Eisbrecher 2015“. Auf der Seite sind in der Galerie auch noch einige Fotos zu sehen.

Fotos und Text von P. Gehrke

2. Eisbär-Cup der Bowhunter Rethem am 25.01.2015

Das Datum stand und die Ausschreibung ging raus. Innerhalb von (nicht mal ganz) drei Tagen waren wir ausgebucht und hatten schon einige Schützen auf der Warteliste stehen. 40 Schützen waren geplant. Auf Grund einiger Absagen und der Vermutung, dass am Turniertag wegen evtl. schlechtem Wetter der eine oder andere Schütze zu Hause bleiben würde, wurden kurzerhand alle aus der Warteliste benachrichtigt und konnten so doch noch mitschießen. Es gab dann, wie schon erwartet, einige Ausfälle. 

Die Planungsphase gestaltete sich für dieses Treffen etwas schwierig, da wir ca. 2 Wochen vorher schon Hochwasser hatten. Wenn es nur etwas mehr geworden wäre, wäre die halbe Wiese überschwemmt und wir hatten schon einige Ausweichmöglichkeiten erdacht. Aber ob wir dann noch alle Schützen untergebracht bekommen hätten? Ich glaube nicht. Zum Glück zog sich das Hochwasser wieder zurück, so dass die Wölpe am 25.01.2015 schon fast wieder Normalstand hatte.

Holger hat mir auch diesmal wieder eine e-Mail mit einem Bericht geschickt, den möchte ich diesmal hier hineinsetzten. 

„2. EISBÄR-CUP
Petra und Willi luden zum 2. Eisbär-Cup am 25.01.15 ein. Passend zum Termin war auch der Eisbär und das winterliche Wetter mit Schneefall und Frost da – allerdings nur für den Turnieraufbautag am Samstag (24.01.15). Am Schießtag selber wurden wir mit Regen und Graupel überrascht. Kein Vergleich zum Vorjahr bei starken Minustemperaturen und einer geschlossenen Schneedecke.

Trotz der unsicheren Wetterlage waren die Startplätze für den „Eisbär-Cup“ schon wenige Tage nach der Ausschreibung hoffnungslos überbucht. Hinzu kam der Wasserstand der Wölpe, die im Sommer eher einem Bachlauf gleicht, im Winter aber schnell mal die Wiesen unter Wasser setzten kann, so dass das Bogenschießareal sehr verkleinert wird. Entsprechend gab es einen Plan A, B und C für den Turnierablauf und die möglichen Zielgruppen. Wieder mal wurden durch das mittlerweile eingespielte Helferteam die 14 Zielgruppen überwiegend am Vortag kompetent aufgebaut, ausgeflaggt und austrassiert. Parallel dazu wurden auch die Vorbereitungen für das lieblich Wohl abgeschlossen, so dass neben Kalt- und Warmgetränken auch vieles Essbares zur Auswahl stand.

So konnte man den „Ansturm“ von 40 Bogenschützen / innen gelassen erwarten. Viele alte und neue Bekannte wollten erneut bei dem Treffen der Bowhunter-Rethem mitmachen. Entsprechend mussten neue Highlights erdacht und aufgestellt werden, um den Nervenkitzel und die Herausforderung wenigstens zu variieren, wenn nicht gar zu steigern. Im Sinne des Mottos „2. Eisbär-Cup“ schwamm eine Eisscholle mit einem Eisbären auf der Wölpe, und am Ende des Turniers steckten viele Pfeile in der gegenüberliegenden Uferböschung oder trieben flussabwärts. Auch wenn die Technik für das Heranziehen des Eisbären bei der Trefferaufnahme noch nicht „turniertauglich“ war, und Willi deshalb kurzfristig seine Schießrunde für einer Reparatur unterbrechen musste, hatten Alle gefallen an dem schönen Ziel. – Für die Unterbrechung wurden wir durch die Hoffnung auf Willi’s möglichen Reinfall in die Wölpe entschädigt.

Ein weiteres Highlight und Anlass für viele lustige Sprüche war der Schuss vom wippenden Pferd. Schon die verschiedenen Techniken des Aufsteigens in den Sattel und anschließend der Haltung während des Schusses hätte bei YouTube zu einer Menge Klicks geführt. Neu war auch der laufende Keiler, der durch schiefe Ebene und Expander beschleunigt nur zu einem bestimmten Zeitpunkt im Schussfenster bejagt werden konnte. Zuerst hatte man das Gefühl, dass der laufende Keiler eher „schleicht“, aber in Relation zur Entfernung ergab sich doch ein ausgeglichenes Trefferverhältnis.

Des Weiteren wurde im Stall ein Hochschuß auf einen Drachen und eine Schneeeule geboten. Alle Ziele wurden in einer Drei-Pfeile-Runde und anschließend in einer Doppelhunter-Runde „bejagt“.

Durch die freundliche Unterstützung einiger Bogenschützen konnte der Parcours zügig abgebaut werden, so dass zur Siegerehrung, die durch Petra vorgenommen wurde, alle 3D-Ziele verstaut waren. Es gab neben Urkunden für den Ersten in jeder Gruppe einen kleinen „Pokal“ in Form eines Schleich©Eisbären.

Wie immer können die einzelnen Platzierungen auf der „Ergebnis-Seite“ nachgelesen werden.“

Auch sehr schön fand ich den Kommentar von Carsten Geisweller (Danke dafür!!!), den ich auch gerne in diesen Bericht mit einfließen lassen möchte: 

„Hallo Petra und Willi,

der Eisbären-Cup letztes Wochenende hat richtig Spaß gemacht. Ich hatte in der Gruppe Nr. 9 mit Martina, Petra, H.J und Hagen aber auch eine sehr nette und vor allem wahnsinnig gut schießende Truppe erwischt. Das manchmal nervige Pfeile suchen entfiel, weil fast immer nur getroffen wurde. Das Aufschreiben der Punkte auf den Schießzetteln wurde freiwillig von Hagen übernommen und souverän bis zum Ende trotz des Regens konsequent durchgehalten. Hagen,- unseren Dank und Respekt der Gruppe 9 an Deine Geduld beim Aufschreiben kannst Du Dir sicher sein. Vor allem aber möchte ich mich bei Petra und Willi (und auch ihren Helfern) für ihr privates Engagement zur Ausgestaltung solch eines Turnieres bedanken. Ich habe es genossen, schon das zweite mal bei einem Turnier von Euch dabei sein zu dürfen. Nicht nur, dass euer Gelände klasse ist oder ganze Tiergruppen schön aufgestellt sind,- auch die lockere Atmosphäre und die gut betreute Verpflegungsstation ist ein Aushängeschild. Nicht unerwähnt lassen möchte ich aber auch die gute Kommunikation vor dem Turnier wie Anmeldung- und Wartelisteverfahren oder auch die vielen hilfreichen Turnier-Ticker-E-Mails von Petra mit deren Hilfe ich mich schon bei vier weiteren, bis dahin für mich unbekannten, Turnieren rechtzeitig anmelden konnte.
In diesem Sinne nochmal vielen Dank an Euch und euren Helfern sowie weiterhin guten Wirkungsgrad.

Gruss aus Bremen
Carsten“

Weiterhin hat Klaus vom BSC Heps einen ganz großartigen Artikel auf der Seite der Heps veröffentlicht mit der Überschrift „Überall Eis“. Danke dafür!!! Und ich stimme Klaus voll und ganz zu: „Der laufende Keiler war definitiv zu weit weg…“

Da bleibt mir nicht mehr viel zu schreiben. Auch für mich war es ein toller Tag mit vielen Treffern. Zum Glück wurden wir nur von einem Regen-/Graupelschauer erwischt. Nur ein paar Kilometerchen von uns entfernt wechselten sich den ganzen Tag Regenschauer und Nieselregen ab. Unsere Truppe war ganz große klasse, wie Carsten schon geschrieben hat. Und auch meinen Dank an Hagen, der so viel Geduld mit den, vom Regen durchweichten und zusammenbackenden, Schießzetteln hatte. Ich glaube, ich hätte sie so manches Mal gegen die Wand geklatscht… 

Ich möchte mich ganz herzlich bei Adriano, Holger, René, Ralf, Steffi und Lena für die Hilfe bei den nötigen Vorbereitungen bedanken. Danke auch an Lars, der mit seinen Metallarbeiten so schöne Sachen wie den laufenden Keiler und das wackelnde Pferd ermöglichte. Danke an das Team Bowhunter Rethem für das Aufbauen des Parcours. Danke an Ali aus Büchen, der uns kurzerhand seine ganzen Eisbären per Post zuschickte. Danke an den Hol Ab-Markt in Rethem für die Plüscheisbären. Danke an das Team Bowhunter Rethem und an Jürgen und Klaus (BSC-Heps) für das Abbauen des Parcours. Ganz großen Dank auch an Lea, die unermüdlich alle Schützen mit Essen und Trinken versorgte. Natürlich auch Danke an Heiner, der die Suppenkelle schwang. Danke auch an Rainer Zugvogel, der uns wieder eines seiner Zelte zur Verfügung stellte und sich erfolgreich darum bemüht hat, dass der Eisbär pünktlich zum Eisbär-Cup da war. Ich hoffe, ich habe keinen Helfer hier vergessen. 

Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen und hoffen, ihr seid wieder alle dabei!!! 🙂

Fotos Kanu auf dem Wasser R. Jaschke, Eisbär auf Wasser und Kanutransport P. Gehrke

Fotos u. Text v. P. Gehrke, es sei denn, es steht etwas anderes dabei.