2. Bowhunter-Liga-Turnier der Longbow Turkeys am 15.03.2015

Eigentlich war am 14. u. 15.03.2015 ja die Deutsche Meisterschaft Halle in Dessau. Auch wenn Willi Landesmeister in seiner Klasse geworden ist, hatte er es nicht in die Starterliste geschafft. Es standen nur 17 Plätze zur Verfügung und er war auf Platz 20, was schon mal eine Leistung ist, bei den vielen Startern aus ganz Deutschland. Wir hätten nun auf gut Glück nach Dessau fahren können, vielleicht hätte er noch nachrücken können (wäre sogar möglich gewesen), aber 1. wollten wir das Risiko nicht eingehen und 2. hatte er nicht ausreichend passende Pfeile für seine Greybark Black Widow und unser Bogendealer hatte Lieferschwierigkeiten. 

So fragten wir, fast ohne Hoffnung, kurz vor dem Turnier der Barsinghausener Longbow Turkeys nach Startplätzen. Netterweise hatte Lutz noch Plätze für uns, so dass wir das Wochenende nicht ganz ohne Turnier dagestanden haben.

Wenn ich ehrlich bin, fand ich es nicht so schlimm mit der DM. Wäre für mich eh sehr sehr langweilig gewesen. 

So starteten wir dann an einem verregneten Sonntag morgen, Bogenzeug und Adriano im Gepäck, Richtung Barsinghausen. 

Leider besserte sich das Wetter auch nicht wirklich, als wir ankamen. Nach der Anmeldung und der Rede ging es in das Gelände. Wir waren mit  Cord F., Michael K., Adriano W. in einer Gruppe.

Es galt 2 x 14 Stationen zu Schießen und das als Doppelhunter-Runden. 

Der Boden war sehr lehmig. Schon nach kurzer Zeit hatte man kein Profil mehr, weil sich die Rillen mit Lehm vollgetreten hatten. Bei einigen Schüssen wurde dies zum Verhängnis. Jedenfalls mir. Nach dem schönen Hochschuss auf den Hirsch kam man noch, dank Seile und Stufen im Hügel, ganz gut nach oben. Dann ging es zu den Erdmännchen. Hui… …ganz schön rutschig. Eine Birke hinderte mich dann am runterpurzeln. Als ich an der Reihe war, zu schießen, hatte ich keinen sicheren Stand. Der Pfeil ging daneben. Für das zweite Erdmännchen hätte man am steilen Hand noch mal zwei Meter vorgehen müssen, der Boden war sehr rutschig. Ich entschied mich, hier nicht zu schießen. Der Abstieg war ziemlich heftig und trotz gespannter Seile bin ich ganz schön ins rutschen gekommen. Bei der zweiten Runde lies ich deshalb diese Schüsse aus. Der Boden wurde ja mit der Zeit nicht besser. 

Allerdings wusste ich ja schon vorher, was für ein Gelände mich erwartet. Ich bin nicht so eine Bergziege und eher ängstlich. Und so war es für mich nur vernünftig, diesen Schuss auszulassen. Es gab ja noch genug weniger heftige Stationen, wo man auch hoch- und runterschießen konnte. 

Insgesamt waren die Ziele schon sehr anspruchsvoll aufgestellt. Die standen oft gerade noch im Entfernungslimit, welches der Verband vorschreibt. Die Wertung ist bei der Bowhunter-Liga auch nicht so zum Punkte sammeln. Körper 5, Kill 8 und x-Kill 10, das kann schon deprimieren, wenn man nur Körpertreffer hat (oder auch mal daneben schießt), da braucht es lange, bis man die 100er-Marke geknackt hat.

Mein Fazit: Für den Regen (zwar leicht aber stetig) kann man nichts. Er hat aber schon genervt und wir waren froh, als der Himmel das tröppeln endlich einstellte. Spaß hatten wir viel und trotz meiner Schwierigkeiten im Gelände, würde ich mich immer wieder gerne dort anmelden, weil die Longbow Turkeys eine nette und lustige Truppe sind und das Turnier wirklich eine Herausforderung ist. Toll gestellte Ziele mit Blick für verwirrende Bodenwellen und Psychoästchen. Meist war ein natürlicher Pfeilfang gegeben.

Schade fand ich, dass der Teich nicht mitgenutzt wurde. Sehr schön fand ich, dass wir in diesem Jahr nicht auf dem „Schrottplatz“ und in den dreckigen Graben schießen mussten. Es gab noch Ausweichsgelände. 

Für Essen und Trinken war reichlich und Lecker gesorgt. Die grobe Bratwurst war der Hit! Allerdings gab es an der Verpflegungsstation am Ende ein kleines Ärgernis. Hatte man es in der Mittagspause noch mollig warm, fror man, am Ende beim Warten auf die Siegerehrung. Die Lagerfeuer waren aus und man konnte sich nicht wärmen. Im „Clubraum“ brannte ein prasselndes Feuerchen im Ofen, aber da durften nur Mitglieder rein. Schade! Es war doch ganz schön nasskalt.

Bei der Siegerehrung lief dann auch nicht alles richtig. Obwohl die Starterkarten richtig ausgefüllt waren, wurde BHR und THR verwechselt und es kam zu einem kleinen durcheinander. Das wurde aber noch vor Ort geklärt und im Internet ist die berichtigte Ergebnisliste zu sehen.

Willi belegte mit 290 Punkten Platz 2 und ich mit 188 Punkten Platz 3.

Barsinghausen am 15.03.2015

Fotos und Text von P. Gehrke

25. Windjammerturnier in Elsfleth am 07.03.2015

Am 07.03.2015 haben wir am 25. Windjammerturnier in Elsfleeth teilgenommen, es waren ca. 70 Schützen am Start. Wind gab es zum Glück keinen und gejammert wurde auch nicht. Es galt 24 2D und 3D Scheiben zu treffen. Erst eine Hunter- und dann eine 3-Pfeile-Runde. Es gab einige coole bewegliche Schüsse. 

Wir schossen mit Max, Hans-Heinrich und Adriano in einer Gruppe. Wir hatten auch hier wieder sehr viel Glück, denn ein Turnier steht und fällt mit der Gruppe. Wir waren einfach SUPER 🙂 !!! Und auch das Wetter spielte mit. Es war trocken und nicht zu kalt.

Mein Favorit? – Das „Freche Murmeltier“ mit dem ähm Stinkefinger… Es kam kurz mal hinter einer Wand hervor und zeigte sich von seiner nettesten Seite… …da dachte ich mir, das kann ich auch. 

Freches Murmeltier mit Begleitung

Willi hat mit 607 Punkten Platz 1 bei den Herren Jagdbogen belegt, dicht gefolgt von Adriano Wajda, der mit 598 Punkten den 2. Platz in dieser Klasse belegte. Ich erschoss bei den Jagdbogen Damen mit 514 Punkten den 1. Platz. 

Es gab noch einen Sonderschuss. Ein Clout-Schuss, ca. 150 m. Mein Pfeil war mit 1,14 m fast am dichtesten am Ziel. Nur einer hat mich getoppt, sein Pfeil war 6 cm am Ziel. So konnte ich mir dort den 2. Platz sichern. Hier gab es eine gemeinsame Wertung.

Das Highlight waren eindeutig die beweglichen Ziele, da hatte sich wirklich jemand ganz viel Mühe gegeben, und natürlich der Clout-Schuss. Wo darf/kann man schon so 150 m einfach mal schießen?

Schön war auch die Siegerehrung. Hier hat alles geklappt und es wurde auch richtig unterschieden zwischen den einzelnen Bogenklassen. Das ist ein deutlicher Pluspunkt. Auch mit Pokalen wurde nicht gegeizt. Die ersten 3 in jeder Klasse bekamen einen Pokal und der/die Erste noch eine Mettwurst. Kinder und Jugendliche wurden alle geehrt und bekamen jeder eine Süßigkeitentüte und es gab auch hier für die ersten 3 in jeder Klasse einen Pokal. 

Manko: Es gab einige wenige größere 3D-Tiere wie einen Keiler, ein Reh und einen laufenden Bären, die etwas weiter weg standen. Allerdings war hier dann kein Pfeilfang dahinter. Das Gelände ist ziemlich flach und die Veranstalter haben sich auch sehr viele Gedanken und ganz viel Mühe gegeben. Allerdings wären 10 Stationen weniger eindeutig der Sicherheit zuträglicher gewesen. Allerdings war es mangels Bäume sehr übersichtlich und es wurde vom Veranstalter auch extra angesagt, dass man doch bitte auf die Sicherheit achten, was man als Schütze ja eigentlich so wie so immer macht.

Essen und Trinken: Es gab schon sehr früh belegte Brötchen (ab 07.30 Uhr), zu Mittag konnte man zwischen Gulaschsuppe und vegetarischer Käsesuppe wählen. Am Nachmittag gab es dann diverse Kuchen und Torten. Für kalte und warme Getränke war auch stets gesorgt. Ein bisschen heftig war der Preis für die Suppe, die mit 5 Euro zu Buche schlug (war nicht „all you can eat“). Ansonsten waren die Preise zivil. 

Mein Fazit: Ein nettes Turnier für Anfänger, Kinder und Jugendliche, da die Ziele fast alle zwischen 08 und 25 Meter aufgestellt waren, nur die größeren Tiere waren etwas weiter, aber keines über 40 Meter, würde ich mal schätzen.

Hier einige Fotos, die Willi mit seinem I-Phon aufgenommen hat, da ich schusseligerweise meine Kamera vergessen hatte. 

Text P. Gehrke, Fotos W. Gehrke, P. Gehrke, Gruppenbild: Unbekannt

Und ich sach noch…

Bowhunter Rethem - Foto Walsroder Zeitung von Heiko Oetjen

Foto: Walsroder Zeitung, Heiko Oetjen (c)

 

…schreib nix von Robin Hood und von Tieren. Wir nehmen unseren Sport ernst und so bald irgendetwas von „Bogenschützen schießen auf Eichhörnchen (etc.)“ in der Presse erscheint, dann hagelt es Leserbriefe. 

Ist die Walsroder Zeitung die Bildzeitung für die Heide? Lese selber… …und bild Dir Deine Meinung!

Artikel in der Walsroder Zeitung vom 28.02.2015

Schon im ersten Absatz springen uns Fehler an. Die kecke runde Brille von Willi Brösel (Haha, selten so gelacht!) ist gar nicht rund, sondern eckig. 

In der Überschrift steht „instinktives Schießen“ – unter einem Bild steht „zielen“.

Überall steht was von niedlichen Tieren…

Aber wir wollen nicht meckern. Der Artikel ist schon ganz nett geworden, vor allem die Fotos. Und bei den Bekannten und Verwandten kommt er auch sehr gut an. „Hey, Glückwunsch, toller Artikel!“, Ohhh ihr habt eine ganze Seite in der WZ!“ und so weiter, erreichen uns über Whatsapp und SMS. Schulterklopfen kommt dazu, wenn man sich im Reallife gegenüber steht. Dabei haben wir den Artikel ja gar nicht geschrieben. 

Klasse ist auch, dass der Artikel im Lokalsportteil auftaucht.

Negative Leserbriefe sind uns nicht bekannt, allerdings lesen wir die WZ auch nicht wirklich regelmäßig!

Wald hat uns auch noch keiner angeboten. 

Schade eigentlich…

Danke Heiko Oetjen für den Artikel und die Fotos!!!

Text von P.Gehrke, Foto und Zeitungsbericht Walsroder Zeitung, Heiko Oetjen

100-Meter-Distanz-Schießen in Coppenbrügge am 21.02.2015

Also ich finde ja immer, 100-Meter-Schießen kann man nicht üben und wenn man es tut, dann versaut es den Schießstil. 

Nichts desto trotz haben wir uns sofort angemeldet, als die Ausschreibung für die Coppenbrüggener 100 Meter raus war. Noch durften wir ja teilnehmen. Ab dem 01.03.2015 dürfen wir nicht mehr, denn dann sind wir Mitglieder im Verein. 

Geübt haben wir natürlich trotzdem. Unser 2D-Bison wurde in 100 Meter Entfernung aufgestellt und los ging es. Beim ersten Training war ich ein wenig genervt, weil ich von den 5 Passen, die ich geschossen hatte, nicht einmal getroffen habe. Wir haben hier keinen Punkt zum Anhalten und ich muss den Bogen so hoch heben, dass mein Arm vor der Scheibe ist und ich diese nicht mal sehe. 

Willi hatte schnell seine alte Form zurück und ich meine Lust an Weitschüssen verloren.

Ich zwang mich dann aber doch noch zweimal zum Training und siehe da, ich hatte einen Weg gefunden, den Bogen so zu ziehen, dass die Pfeile nicht mehr rechts und links am Bison vorbei sind und meist waren pro Passe ein bis zwei Pfeile auf dem Ziel. Damit war ich ja schon zufrieden.

Willi machte sich wieder verrückt. Probierte erst die 62 lbs Widow mit diversen verschiedenen Pfeilen aus, dann die 49 lbs Widow und dann auch noch den „Sieger“-Super-Grizzly vom letzten Jahr. Ich glaube, mit solchen Aktionen bringt er sich immer selber ganz durcheinander, aber mich fragt ja keiner… 

Am 21.02.2015 ging es dann um 08.00 Uhr Richtung Coppenbrügge. Wir waren dann auch so früh da (diesmal nicht über die Vahrenwalder in Hannover), dass wir sogar noch ein wenig helfen konnten.

Die Bowhunter Rethem waren durch Adriano, Lena, René, Willi und mich vertreten.

Erst konnte man ein paar Probepassen schießen, dann wurde das Ziel auf der Scheibe befestigt und dann ging es um die Wurst. Ach ne, um den Schnaps. Es galt, einen Hirschkopf zu treffen. Der Kopf zählte 15, Geweih und oranger Hintergrund zählte 10 und der Rest der Scheibe zählte 5 Punkte.

Es wurden 6 Passen á 5 Pfeile geschossen.

Dann gab es eine Mittagspause und der Verein lud alle Schützen zur leckeren heißen Kohlsuppe mit Würstchen ein. Auch an die Vegetarier wurde gedacht, da gab es alles in fleischfrei. Das Brot hatte Friedel auch selbst gebacken. Lecker! Für Suppenmuffel gab es belegte Brötchen und diverse Kuchen. 

Danach wollte man eigentlich gar nicht mehr aus dem gemütlichen Vereinsheim raus. Aber es mussten ja noch einmal 6 Passen á 5 Pfeile geschossen werden.

Als wir ins Freie traten, fing es an zu Regnen. Das war aber wohl nur ein versehen, denn als die ersten Pfeile durch die Luft flogen, war es wieder trocken. 

Wir hatten alle viel Spaß und dieser wurde dann auch noch von guten Plätzen gekrönt. René kam auf Platz 1, Adriano auf Platz 2 und Willi auf Platz 4 bei den Herren. Ich konnte mir einen 2. Platz und Lena sich einen 4. Platz bei den Damen sichern. Das kann sich doch sehen lassen. 

Fotos und Text P.Gehrke