Eröffnung des ARTchers-Park in Wesendorf am 12.04.2015

Das ARTchers Land in Dedelsdorf musste ja nun zum 31.01.2015 seine Pforten schließen. Dirk und sein Team steckten aber nicht den Kopf in den Sand. Dirk suchte händeringend ein Ersatzgelände.

Heraus kamen zwei Möglichkeiten. Der ARTchers Park in Wesendorf und der ARTchers Lake in Stüde am Bernsteinsee.

Am 12.04.2015 wurde der ARTchers Park in Wesendorf eröffnet. Wohl der erste Drive-In Parcours in Niedersachsen, was sage ich, Deutschlands oder sogar Weltweit? Ich habe noch nie davon gehört und so war ich doch sehr gespannt.

Vor dem Gelände steht der Coffee Corner, dort kann man ranfahren, die Scheibe „runterkurbeln“ und eine Tageskarte erwerben. Am 12.04.2015 funktionierte das noch nicht so, wir parkten und stiegen aus. Am Eingang wurden wir von Hans-Jürgen und Martina begrüßt, die mit dem Wohnmobil schon am Vortag angereist waren. 

Wir tranken erstmal einen leckeren Kaffee, erwarben die Tageskarten und warteten noch auf Familie Kussmaul. Sie ließen nicht lange auf sich warten. 

Kurz vor 12.00 Uhr trafen wir dann auf dem Gelände ein, nahmen unsere Bogensachen und gingen zum Einschießplatz. Um 12.00 Uhr wurde feierlich vom Bürgermeister das Band vor dem Eingang zum Parcours durchschitten und die erste Gruppe durfte nun starten. 

Sage und Schreibe 130 Schützen (m/w) besuchten am Eröffnungstag den Parcours ARTchers Park und testeten das Gelände. Dirk und sein Team haben wirklich alles gegeben um aus dem ca. 7 ha großem Gelände einen schön gestellten 3D-Parcours mit 25 Stationen (30 Ziele) zu machen. 

Wir hatten, bei bestem Wetter und mit einer SUPERGRUPPE, viel Spaß.

Den Tag ließen wir bei einem leckeren Stück Torte und Kaffee im Coffee Corner ausklingen und wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch im ARTchers Park.

Der Parcours im Hammersteinpark bei Wesendorf ist für erfahrenen Schützen mit eigenem Equipment. Einlass ist täglich von 10-16.00 Uhr. Alles weitere kann man auf der Homepage vom ARTchers Land finden.

ARTchers Park Wesendorf 12.04.2015

Fotos und Text P.Gehrke

7. Wittenberger Hasenjagd am 11.04.2015

Für mich ist die Wittenberger Hasenjagd ein MUSS. Die 5. Wittenberger Hasenjagd 2013 war mein erstes 3D-Turnier. Die 6. Wittenberger Hasenjagd 2014 war das erste Turnier auf den ich den 1. Platz belegte und nun sollte die 7. Wittenberger Hasenjagd 2015 auch etwas besonderes werden, aber dazu später mehr.

Leider kam die Ausschreibung etwas spät, so dass ich im Februar schon mal nachgefragt habe. Es kam auch promt eine Mail, dass ich mir den 11.04. schon mal vormerken sollte, die Ausschreibung aber noch kommen würde.

Ich buchte gleich ein Zimmer für uns in der „Alten Ölmühle Wittenberge„, weil es dort so schön war im vorletzten Jahr. 

Dann wartete ich auf die Ausschreibung. Und wartete. Und wartete. Irgendwann schrieb ich dann noch eine Mail in der ich versuchte, 2 Plätze für uns zu reservieren. Allerdings bekam ich darauf leider keine Antwort.  

Einige Tage später sah ich dann durch Zufall die Ausschreibung. Der 11.04. blieb als Datum bestehen. Allerdings sollte man sich nicht per Mail anmelden, sondern die Anmeldung sei die Überweisung des Startgeldes. 

Das finde ich etwas unglücklich, weil der Verein nach Überweisung des Startgeldes keine Nennbestätigung rausgeschickt hat. Wittenberge ist ja nicht mal eben um die Ecke, falls das Turnier überbucht gewesen wäre. 

Am 10.04. reisten wir entspannt in Wittenberge an. Brachten die Sachen auf das Zimmer, bestellten für den Abend einen Tisch im Brauhaus und machten ein bisschen die Elbe-Promenade unsicher. Das Wetter war wunderbar. Sonnig und warm.

Der 11.04. begann mit einem leckeren Frühstücks-Buffet und dann machten wir uns auf an den Friedensteich. Dort kamen wir zeitgleich mit den Büchenern an. Bögen und Co wurden geschultert und auf ging es zur Anmeldung. Schnell waren wir uns einig, wir wollten mit Uwe, Sören, Jannis und Ali in eine Gruppe.

Das Anmelden schleppte sich ein bisschen hin, aber für jeden Schützen wurde die Schießkarte ausgefüllt und noch einmal nach der Bogenklasse gefragt. So etwas hält auf, ist allerdings vorbildlich, denn ich weiß, das manche, die denken, sie seien bekannt, einfach mal nur den Vornamen auf die Schießkarte schreiben. Das hält dann später doch sehr beim Ermitteln der Sieger auf.

Es gab die obligatorische Rede und die Sicherheitshinweise, dann führte uns ein Vereinsmitglied in den Wald. Wir starteten an Station 11, stellten uns in die Sonne und warteten auf den Schießbeginn. Es war wirklich so schön warm, dass bald die Jacke ausgezogen werden konnte und man im T-Shirt schoss.

Es gab 27 Stationen, teilweise mit mehreren Tieren gestellt. In diesem Jahr spielte auch wieder der Pfeilfresser eine Rolle. 30 Punkte für den Treffer oder 15, wenn man das Ausweichziel (Hase) killt. Das war eine Frage der Ehre und der Punkte. Wir nahmen alle den Pfeilfresser und haben ihn auch alle getroffen, also die weiche Mitte… …auch der Schuss vom Pferd, welches diesmal beim Besteigen auch nicht umfiel, da es gut befestigt war, auf den Bison fehlte nicht. Moorhühner hatten sich im Wald versteckt und auch allerlei anderes Getier.

An einer Stelle gab es ein kleines Sicherheitsmanko, wenn man auf das Monster schießen wollte, hatte man die Gruppe, die auf die Schlange schoss, im Visier. Ein Abpraller und schon… …wir haben dann gewartet, bis die Gruppe weg war und schossen dann gefahrlos. Man muss halt auch selber ein bisschen mitdenken.

Die Tiere, teilweise selbst hergestellt, waren im Winter in der Werkstatt. So hatte das Monster neue spitze Zähne und einen Fifi aus Fell. Die Schlange hatte sich auf wundersame weise gehäutet und zeigte klare Farben. Auch ein paar neue Tiere hatten Wittenberge erreicht und wurden schön in dem Gelände aufgestellt.

Die Highlights habe ich ja schon so weit beschrieben. Die Ziele waren sehr schön aufgestellt. Mir hat das ganze Turnier sehr gut gefallen. Die Entfernungen waren jagdlich, es gab aber auch einige Ziele die weiter weg standen. Es passte halt alles. Das Wetter, die Gruppe und die Trefferquote. Es war ein ganz tolles Turnier!

Manko: Ich konnte keines feststellen, bis auf den einen Sicherheitsfehler. 

Willi kam mit 600 Punkten auf den 1. Platz bei den Herren Recurve und war Gesamtsieger mit der höchsten Punktzahl. Ich erreichte den 1. Platz mit 530 Punkten. Für jeden von uns gab es ein Presentkorb mit Wurst, Sekt und Süßem. Willi bekam außerdem noch einen Pokal und eine Urkunde für den Gesamtsieg.

Nun ist die 7.Wittenberger Hasenjagd für mich auch etwas besonderes. Das erste Mal das ich mit Siri gestartet bin, das erste Mal, dass ich keine Nullrunde hatte und das erste Mal, das ich mit Siri ein Turnier gewonnen habe. 

Die 8. Wittenberger Hasenjagd 2016 muss ich unbedingt mitmachen und versuchen einen Hattrick zu landen…

Wittenberger Hasenjagd 2015

Text und Fotos P. Gehrke, Foto von „meiner Siegerehrung“ W. Gehrke 

SIRI ist da – 08.04.2015

Leute, die mich kennen, die wissen, ich suchte schon ewig einen passenden Bogen für mich.

Ich brachte meinen Bogendealer schon fast an den Rand der Verzweiflung, weil ich alle seine Bögen ausprobierte und NIE aber auch wirklich NIE mit einem zufrieden war.

Auch die Bogenhändler in der näheren Umgebung (1 Stunde Fahrt nahm ich in kauf) habe ich abgeklappert. Null Erfolg.

Gefiel mir ein Bogen optisch, dann war er aber zu langsam, zu viel lbs, biss in der Schulter und so weiter.

Gefiel mir die Schussleistung, dann war das Griffstück zu klobig, so dass die Hand weh tat, oder er war vom Gewicht zu schwer oder oder oder.

Fast ein ganzes Jahr suchte ich unter den gängigen Modellen nach „meinem Bogen“ und fand ihn nicht. Es musste wohl noch einer für mich gebaut werden.

Im November auf der Paderbow schoss ich dann „den Bogen“ – aber leider nicht meinen. Matthias Klein der hinter dem Namen „Der Bow“ steht, wollte mir das probegeschossene Modell nicht verkaufen, da es seinem Sohn gehört. Aber er wollte mir einen bauen. Nach meinen Vorgaben… …das heißt, ich durfte mir Hölzer, Zuggewicht (30 lbs auf 26 Zoll) und Griffstück aussuchen und hätte sogar zum Anpassen nach Zülpich fahren können.

Nach einem Rundgang durch die zwei Messehallen und erneuten weiteren Fehlversuchen bei anderen Bogenbauern entschied ich mich, Siri in Auftrag zu geben. Bis April sollte ich warten müssen, bis meine Siri fertig wäre.

Ist doch ein Klacks, denn ich wartete ja nun schon ein Jahr… Von wegen. Die Zeit wurde ganz schön lang.

Dann, da ich im April ja schon voll mit Turnieren beschäftigt bin und nicht noch lange suchen möchte, welche Pfeile ich schießen kann, fragte ich Matthias ob er mir auch noch die Pfeile fertigen würde. Würde er. 

Ende März wurde ich dann ganz ungeduldig und fragte noch einmal nach. Er wollte Bogen und Pfeile am 07.04.2015 losschicken. 

Am 11.04.2015 sollte die 7. Wittenberger Hasenjagd stattfinden. Am 10. würden wir vormittags fahren. Könnte knapp werden. Die Post streikte ja…

Am 08.04.2015 wollte ich gerade vom Hof zum Reiten fahren, da versperrte mir so ein doofer Paketdienst die Ausfahrt. Er brachte ein Paket und zwar für mich. Die Größe passte… SIRI!!!

Schnell unterschreiben. Paket in Empfang nehmen und ab nach Oben. Willi stand schon ungeduldig in der Küche und wollte auch unbedingt Siri sehen. 

Schnell wurde das Paket geöffnet und ich konnte einen ersten Blick auf Siri werfen. WUNDERSCHÖN!!! Das Holz so schön verarbeitet und gemasert… Hach, ich war (bin immer noch) ganz aus dem Häuschen.

Auch die Pfeile sind super geworden.

Dann habe ich sie das erste Mal gezogen, ohne Handschuh – ohne Pfeil. Huiii  ganz schön heftig. Da hatte ich ganz schön angst, dass sie etwas zu stark geworden ist. Richtig testen ging nicht, da mein Trainer ja schon auf mich wartete. Testen wurde nun auf den Nachmittag verschoben.

Als ich nach Hause kam, schnappte ich mir Siri und die Pfeile und auf ging es zum Sack, ein bisschen Pfeile werfen. 

Wunderbar weich zu ziehen. Kein bisschen laut oder zickig. Schlägt nicht. Pfeile passen zum Bogen, kommen gut raus und fliegen schnurgerade.

Am Donnerstag wurde noch ein bisschen trainiert und am Freitag fuhr Siri mit nach Wittenberge, das ist aber eine andere Geschichte…

Ich habe nun wirklich meinen Bogen gefunden!!!

„Siri, die Schöne, die Siegerin“ so ist sie auf der Seite von „Der Bow“ beschrieben und das ist sie auch. 

Wer einen ordentlichen individuellen Bogen zu einem guten Kurs (die Bögen sind ihren Preis wert!) haben möchte, der sollte sich an Matthias wenden. Ein ehrlicher Handwerker, der mit Können und Herz dabei ist, wirklich auf die Wünsche des Bogenschützen eingeht und sich mit Dir freut, wenn der Bogen richtig passt. 

Siri und die ersten Passen

Text und Fotos P. Gehrke

5. Schnuckentörn vom Bogensport Südheide e.V. Bergen am 06.04.2015

Am 06.04.2015 machten wir uns am Morgen auf in Richtung Bergen Katensen zum Austragungsort des 5. Schnuckentörn des Vereins Bogensport Südheide e.V. Bergen.

Bei bestem Wetter kamen wir auf dem Parkplatz an und in unmittelbarer Nähe stand schon ein Ziel. Ein liegender Dammhirsch. Der gelbe Pflock war relativ dichte bei. So freute ich mich auf einen entspanten Schießtag mit jagdlichen Entfernungen. Ich lies meinen Blick schweifen und? – Mist – da war noch ein blauer Pflock, der stand aber eher sportlich.

Auf dem Weg zur Meldestelle kamen wir an zwei weiteren Zielen vorbei und die waren auch nicht gerade dichte bei.

An der Meldestelle angekommen wurden wir schon von Sonja, Michael und Emmi begrüßt. Michael hatte uns schon in die Gruppe 1 eingetragen. Sonja, die wegen einer Verletzung seit einiger Zeit pausiert hatte, kam ohne Bogen mit und wurde gleich zum Schreiben verdonnert.

Sehr viele bekannte Gesichter aus Barsinghausen, Coppenbrügge, Geesthacht und und und waren vor Ort, so dass man sich gleich wohl fühlte.

Es waren 33 Stationen, teilweise mit mehreren Tieren besetzt, gestellt. Meist waren es auf der ehemaligen Mülldeponie Hochschüsse und die Tiere standen, für meinen Geschmack, recht weit. Auch für die Kinder. Beim Grizzly hatte Emilia (9) doch schon Probleme, überhaupt bis zum Tier zu kommen. Im angrenzenden Wald gab es dann auch ein paar sehr schöne Schüsse nach Unten. 

Essen und Trinken waren in ausreichender Menge vorhanden und sehr lecker. Es gab Bratwurst, Bratcurrywurst, Gemüse-, Kartoffelsuppe, belegte Brötchen, diverse Kuchen und natürlich allerlei kalte und warme Getränke zu moderaten Preisen.

Willi hat den 2. Platz mit 485 Punkten belegt, ich kam mit 350 Punkten auf den 8. Platz (von 18 Schützinnen),  mit dem ich sehr zufrieden war, weil weite Ziele nicht so mein Ding sind. Da hapert es an Erfahrung. 

Hans-Jürgen, Buddy und Willi holten für den SV Coppenbrügge den Wanderpokal mit 24 Kills. 

Fazit: Ein sehr anspruchsvolles Turnier bei dem einem Schützen einiges abverlangt wird und es keine Geschenke gab. Mir hat es anfangs nicht viel Spaß gemacht, weil ich nichts getroffen habe. Allerdings habe ich mich im Laufe des Turniers sogar an die weiten Entfernungen gewöhnt und fand mich gar nicht so schlecht. Die nette Gruppe, das gute Wetter und die nette Verpflegung haben das Turnier dann doch zu einem schönen Turnier gemacht. 

Manko: Im nachhinein habe ich von einigen Schützen gehört, dass auf den Hinweis, dass die Ziele doch ganz schön weit weg standen und es ganz schön schwierig war, die Antwort kam, dass man eher die guten Schützen ansprechen möchte, damit die sich nicht langweilen. Auf die schlechten Schützen könne man verzichten. 

Ich denke, die Kunst ist, ein Turnier zu gestalten, bei dem erfahrene Schützen und Anfänger auf ihre Kosten kommen und Spaß haben. Schade, diese Einstellung, denn ich weiß nun von einigen, dass sie nicht wieder dorthin fahren werden. 

Wir werden aber trotzdem im nächsten Jahr wieder dabei sein, wenn es zeitlich passt.

 

Es gab sogar ein Einhorn - Obacht, auf Einhörner schießen bringt Unglück!!!

Siegerehrung... ...und Vereinsaufnahme...

Fotos u. Text P. Gehrke

21. Safari der Bogensportgruppe Cloppenburg am 28.03.2015

Am 28.03.2015 fuhren wir nach Cloppenburg zur 21. Safari der Bogensportgruppe Cloppenburg. 

Im Vorfeld muss ich sagen, dass das Turnier sehr sehr schnell ausgebucht war. Nach ca. 28 Stunden kamen wir schon nur noch auf die Warteliste. Netterweise hat der Veranstalter dann doch noch einige von der Warteliste für das Turnier zugelassen, ob er nun ein paar Ziele mehr aufgebaut hat oder die Gruppen vergrößert, das kann ich nicht sagen, aber wir waren nun offiziell dabei.

Als wir ankamen, blickten wir in viele fremde und ein paar bekannte Gesichter. Ein Sauerländer Verein war mit ca. 25 Schützen angereist. Viele kamen aus den Niederlanden. Und ein paar auch aus Hepstedt. Klaus hatte uns schon in seiner Gruppe eingetragen und wir starteten mit Siggi, Jürgen und Harald von der Station Nummer 7, ein Hase. 

Der weich mit Moos bedeckte Waldboden machte mir ein wenig angst. Moos frisst Pfeile, das kenne ich schon zur genüge. Dann viel der Startschuss und wir erlegten den Hasen. Alle. Nun war der toter als tot. So konnte es gerne weiter gehen.

Die 34 Stationen, teilweise in Gruppen gestellt, standen meist in jagdlicher Entfernung und es gab immer einen Pfeilfang. War keiner natürlich gegeben, so hatte man aus Ethafoam einen gebastelt. Von mir verschwand kein Pfeil im Nirgendwo und auch die Sockel habe ich meistens verschont. Die Ziele waren fast alle neu oder aber sehr sehr wenig beschossen. So macht schießen Spaß. 

Ein paar Weitschüsse gab es auch. So stand der Rothirsch mit den beiden Minuszielen in einer ganz schönen Entfernung. Allerdings sorgte die Schießanleitung für Verwirrung: Max.3 Pfeile, Rothirsch Kill 20 und Körper 10. Maximal +20 Punkte und -15 Punkte. Jeder Treffer beim Reh -5, jeder Pfeil der daneben geht oder nicht geschossen wird -5 Punkte. Jeder von uns 6 Schützen interpretierten das nun anders, allerdings mussten wir uns dann unserem Schreiber Jürgen (der Kulli ist mächtiger als der Bogen) beugen, der sagte, eine Regel ist eine Regel und daran muss man sich halten. Also schossen wir jeder drei Pfeile und hatten dann, wenn wir Glück hatten 0 Punkte (1 Pfeil Körper, 1 Pfeil Reh und einer daneben) außer Willi, der kann, der hatte 20 Punkte (2 Pfeile Kill und ein Pfeil Körper). Beim zweiten Sonderziel stand es dann etwas verständlicher. Der erste positive Treffer beendete das Schießen. Dank des guten Aufschreibens konnte Jürgen dann ohne Probleme die Punkte berichtigen.

Die Ziele waren mit sehr viel Phantasie aufgestellt, so bekam der Wolf noch ein Rotkäpchen und einen Fliegenpilz zur Deko. Die Ratten hatten ein eigenes WC als Heimat und die Hexe ritt auf ihrem Besen durch die Lüfte. Bei der Hexe staute es sich allerdings ein wenig. Vielleicht hätte man ein Vereinsmitglied zum Bewegen der Technik abstellen sollen? Es war zwar ein Bänzel angebracht, damit man wusste, wie weit man die Hexe zurückziehen durfte, allerdings musste erstmal jede Gruppe am eigenen Leib erfahren, wozu das Bänzel da ist. Wenn die Hexe dann erstmal mühselig angeschubst werden musste, verzögerte dass dann das Ganze. 

Alles in Allem war es ein sehr schönes Turnier. Wirklich gut gestellte Ziele, bei denen auch mal ein Ast (oder auch mehrere) „doof“davor hing oder das Tier von einem Hügel halb verdeckt wurde. Ein tolles Gelände. Das Wetter war fast die ganze Zeit gut, nur zum Schluss fing es etwas an zu nieseln. Die Gruppe war super drauf. Was will man mehr?

Essen! Es gab Bratkartoffeln, Salate, Würstchen und Fleisch. Kuchen und belegte Brötchen. Heiße und kalte Getränke. Als wir das erste Mal an der großen Verpflegungsstation vorbei kamen haben wir uns nur eine Bratwurst im Brötchen mitgenommen und keine große Pause gemacht. Als wir dann zum Schluss aus dem Wald kamen und richtig Hunger hatten, war alles abgebaut. Toll… …da waren wir schon etwas deprimiert. Allerdings wurde uns dann beim abgeben der Schießzettel ganz schnell klar, sie hatten die Fressmeile nur verlegt und zwar auf die Schießbahn der Gewehrschützen, damit wir alle trocken an unser Essen kamen. Gegessen wurde dann im gemütlichen Vereinsheim (eher Kneipe) welches sehr großzügig angelegt war. 

Dort fand dann auch die Siegerehrung statt. Was für tolle Pokale da verteilt wurden. Klasse!

Willi belegte mit 654 Punkten den 1. Platz. Er hatte die Tageshöchstpunktzahl und die meisten Kills. Ich kam mit 482 Punkten auf den 3. Platz. Wertung Hunter: 20/10 und 3 Pfeile: 20/17, 14/11 und 8/2 und halt 2x die oben schon beschriebene Sonderwertung. 

Manko: Thema Siegerehrung. Schon vor Abgabe der Schießzettel bemerkte ich, dass bei uns traditionellen Jagdbogen-Schützen (m/w) „Recurve blank“ stand. Willi fragt nach. Es ist richtig, wir werden mit den Recurve blank und den Stringwalkern in einer Gruppe gewertet. Wenn ein Blankbogen instinktiv geschossen wird, dann ist das ok, obwohl der Blankbogen an sich schon einige Vorteile gegenüber einem Traditionellen Jagdbogen hat. Aber ein Abgreifer schätzt die Entfernung und hat anhand seiner Trainingswerte Marker für die verschiedenen Entfernungen. Die Stringwalker gehören, meiner Meinung nach dann zu den Visier-Schützen. Aber was soll’s? Es geht ja um den Spaß und bei  mir hat es immerhin noch zu einem 3. Platz gereicht.

Fazit: Ein sehr tolles, gut durchorganisiertes Turnier auf dem das Schießen sehr viel Spaß gemacht hat. Ich hoffe, wir können im nächsten Jahr wieder Plätze ergattern!!!

21. Safari in Cloppenburg

Viele schöne Eindrücke...

Text und Fotos P. Gehrke

1. Frühlings-Treffen der Bowhunter Rethem am 21.03.2015

Am 20.03.2015 haben wir schon alle Ziele, die nicht an der Straße standen, bei strahlendem Sonnenschein aufgestellt und ausgepflockt. Wunderbar. 

Leider wurden wir dann am 21.03. am Morgen vom an die Scheiben prasselnden Regen geweckt. Es war für den ganzen Tag Dauerregen, mal schwächer und mal stärker, angesagt. 

Die Stimmung war dementsprechend auf dem Nullpunkt. Aber es half nichts. Raus aus den Federn. Noch schnell Kuchen backen, Suppe kochen und hoffen, dass sich nicht allzu viele Schützen nicht raus trauen. Vielleicht ist der eine oder andere Schütze ja aus Zucker?

Die Helfer brachten die letzten Tiere ins Gelände, verteilten Pfeile und Flatterbänder und wurden ein bisschen nass dabei. Es hatte sich eingeregnet, allerdings goss es nicht in strömen, sondern tröpfelte so vor sich hin.

Ein paar Anrufe kamen dann, wie das Wetter so sei. Andernorts gab es sogar heftigen Schneeregen. So schlimm war es nun nicht und als ob der Wettergott uns hold war, sollte ich recht behalten. Als alle Schützen eingetrudelt waren, war es von oben trocken. Es kam sogar ab und zu die Sonne raus. Leider gab es dann doch zwei kurze, aber heftige Schauer mit Hagel. Die taten dem Spaß aber keinen Abbruch und waren schnell vorbei. 

Willi musste sich noch umziehen, hatte Hagen doch mit ihm um eine Kiste Bier gewettet, dass er sich nicht traut, bei dem nächsten Treffen bei uns in seinem weißen Hallen-Fita-Outfit zu schießen. Sascha legte sogar noch eine Flasche Sehnenwechsler (Frangelico) oben drauf. Das war Anreiz genug und Willi erschien als weißer Riese und gewann die Wette. 

blabla

Wette gewonnen!!! Sascha hat seine Wettschulden gleich vor Ort beglichen, die Kiste Bier von Hagen steht   noch aus…                                                                                                                                                                                                                                Foto: K. Wuttke

Wir schossen 17 Stationen die meist mit 2 Tieren gestellt waren. Erst eine Doppel-Hunter- und dann eine Drei-Pfeile-Runde. 

Wir hatten einige neue Schüsse dabei und es war teilweise schon recht tricky aufgestellt. Viele viele Äste zwangen einen dazu, sein Ziel genau zu fokussieren um eine Lücke im Astgewirr zu finden. Der stehende Bär stand hinter einem Baum, so dass man eigentlich nur den Oberkörper als Ziel haben konnte. Viele Pfeile sausten in den großen Ast, den er vor seinem Bauch hatte. Der Hochschuss auf die Käuzchen musste, wenn man direkt am Pflock war, im knien ausgeführt werden. 

Das Highlight war dann doch der Eisbär auf der Wölpe, zu dem sich an Land ein Schneehase gesellte. Auch der Drache im Giebel erregte aufsehen, wo kann man schon mal 3D im Haus schießen? Neu waren der Dachs und der Rabe. Dahinter als Pfeilfang eine hochstehende Baumwurzel. Vom Dachs sah man nur das Kill, ansonsten war das Tier von Baum und Rabe verdeckt. Dann waren da noch die Wildschweine, die über die man über die Wölpe schießen musste. Ein Hammerschuss.

Willi hat sich selber wieder mit den beweglichen Zielen übertroffen. Es gab den laufenden Osterhasen, der richtige Eier im Korb hatte. Roh natürlich. Zum Glück hat die niemand getroffen. Sonst hätte es Rührei gegeben. Dann die zwei Stinkefinger-Frettchen die abwechselnd hinter einer grünen Wand hochkamen. Unser Pendel kam auch mal wieder zum Einsatz. Außerdem raste die rennende Wildsau nun in der Hecke. 

Mir hat der Tag sehr viel Spaß gemacht und Dank der ganzen Gespräche am Turniertag, die e-Mails und Anrufe später, weiß ich, den Schützen ist es auch so gegangen.

Bei der Siegerehrung gab es dann Tassen und Schlüsselanhänger mit dem Bowhunterlogo und außerdem gab es noch Bowhunter-Aufkleber, die Lea entworfen hat. Die Kinder bekamen Bowhunter-Buttons mit ihrer Platzierung und es gab für alle eine Urkunde (bei den Erwachsenen nur Platz 1-6).

Am schönsten fand ich die Aussage von einem sehr guten Schützen, der uns diesmal das erste Mal besucht hat. Er sagte: „Ein sehr anspruchsvoll aufgestellter Parcours, der mich sehr oft an meine Grenzen gebracht hat, aber ich hatte sehr viel Spaß!“

Dem ist wohl nichts mehr hinzu zu fügen außer meine Danksagungsliste und natürlich die Fotos… 🙂

Special thanks to Hauke, Adriano und Holger (die Aufbauer), Lea und Andrea (Catering), Andrea und Claudia (Kuchenspende), Hector (Hüter des Feuers), Jürgen V. (Fotos), alle Schützen (die diesen Tag wieder einmal unvergesslich gemacht haben), Klaus W. (für seinen Artikel bei den Heps) und alle, die beim Abräumen des Parcours geholfen haben. DANKE!!!

Text P. Gehrke, Fotos J. Vogt