21. Safari der Bogensportgruppe Cloppenburg am 28.03.2015

Am 28.03.2015 fuhren wir nach Cloppenburg zur 21. Safari der Bogensportgruppe Cloppenburg. 

Im Vorfeld muss ich sagen, dass das Turnier sehr sehr schnell ausgebucht war. Nach ca. 28 Stunden kamen wir schon nur noch auf die Warteliste. Netterweise hat der Veranstalter dann doch noch einige von der Warteliste für das Turnier zugelassen, ob er nun ein paar Ziele mehr aufgebaut hat oder die Gruppen vergrößert, das kann ich nicht sagen, aber wir waren nun offiziell dabei.

Als wir ankamen, blickten wir in viele fremde und ein paar bekannte Gesichter. Ein Sauerländer Verein war mit ca. 25 Schützen angereist. Viele kamen aus den Niederlanden. Und ein paar auch aus Hepstedt. Klaus hatte uns schon in seiner Gruppe eingetragen und wir starteten mit Siggi, Jürgen und Harald von der Station Nummer 7, ein Hase. 

Der weich mit Moos bedeckte Waldboden machte mir ein wenig angst. Moos frisst Pfeile, das kenne ich schon zur genüge. Dann viel der Startschuss und wir erlegten den Hasen. Alle. Nun war der toter als tot. So konnte es gerne weiter gehen.

Die 34 Stationen, teilweise in Gruppen gestellt, standen meist in jagdlicher Entfernung und es gab immer einen Pfeilfang. War keiner natürlich gegeben, so hatte man aus Ethafoam einen gebastelt. Von mir verschwand kein Pfeil im Nirgendwo und auch die Sockel habe ich meistens verschont. Die Ziele waren fast alle neu oder aber sehr sehr wenig beschossen. So macht schießen Spaß. 

Ein paar Weitschüsse gab es auch. So stand der Rothirsch mit den beiden Minuszielen in einer ganz schönen Entfernung. Allerdings sorgte die Schießanleitung für Verwirrung: Max.3 Pfeile, Rothirsch Kill 20 und Körper 10. Maximal +20 Punkte und -15 Punkte. Jeder Treffer beim Reh -5, jeder Pfeil der daneben geht oder nicht geschossen wird -5 Punkte. Jeder von uns 6 Schützen interpretierten das nun anders, allerdings mussten wir uns dann unserem Schreiber Jürgen (der Kulli ist mächtiger als der Bogen) beugen, der sagte, eine Regel ist eine Regel und daran muss man sich halten. Also schossen wir jeder drei Pfeile und hatten dann, wenn wir Glück hatten 0 Punkte (1 Pfeil Körper, 1 Pfeil Reh und einer daneben) außer Willi, der kann, der hatte 20 Punkte (2 Pfeile Kill und ein Pfeil Körper). Beim zweiten Sonderziel stand es dann etwas verständlicher. Der erste positive Treffer beendete das Schießen. Dank des guten Aufschreibens konnte Jürgen dann ohne Probleme die Punkte berichtigen.

Die Ziele waren mit sehr viel Phantasie aufgestellt, so bekam der Wolf noch ein Rotkäpchen und einen Fliegenpilz zur Deko. Die Ratten hatten ein eigenes WC als Heimat und die Hexe ritt auf ihrem Besen durch die Lüfte. Bei der Hexe staute es sich allerdings ein wenig. Vielleicht hätte man ein Vereinsmitglied zum Bewegen der Technik abstellen sollen? Es war zwar ein Bänzel angebracht, damit man wusste, wie weit man die Hexe zurückziehen durfte, allerdings musste erstmal jede Gruppe am eigenen Leib erfahren, wozu das Bänzel da ist. Wenn die Hexe dann erstmal mühselig angeschubst werden musste, verzögerte dass dann das Ganze. 

Alles in Allem war es ein sehr schönes Turnier. Wirklich gut gestellte Ziele, bei denen auch mal ein Ast (oder auch mehrere) „doof“davor hing oder das Tier von einem Hügel halb verdeckt wurde. Ein tolles Gelände. Das Wetter war fast die ganze Zeit gut, nur zum Schluss fing es etwas an zu nieseln. Die Gruppe war super drauf. Was will man mehr?

Essen! Es gab Bratkartoffeln, Salate, Würstchen und Fleisch. Kuchen und belegte Brötchen. Heiße und kalte Getränke. Als wir das erste Mal an der großen Verpflegungsstation vorbei kamen haben wir uns nur eine Bratwurst im Brötchen mitgenommen und keine große Pause gemacht. Als wir dann zum Schluss aus dem Wald kamen und richtig Hunger hatten, war alles abgebaut. Toll… …da waren wir schon etwas deprimiert. Allerdings wurde uns dann beim abgeben der Schießzettel ganz schnell klar, sie hatten die Fressmeile nur verlegt und zwar auf die Schießbahn der Gewehrschützen, damit wir alle trocken an unser Essen kamen. Gegessen wurde dann im gemütlichen Vereinsheim (eher Kneipe) welches sehr großzügig angelegt war. 

Dort fand dann auch die Siegerehrung statt. Was für tolle Pokale da verteilt wurden. Klasse!

Willi belegte mit 654 Punkten den 1. Platz. Er hatte die Tageshöchstpunktzahl und die meisten Kills. Ich kam mit 482 Punkten auf den 3. Platz. Wertung Hunter: 20/10 und 3 Pfeile: 20/17, 14/11 und 8/2 und halt 2x die oben schon beschriebene Sonderwertung. 

Manko: Thema Siegerehrung. Schon vor Abgabe der Schießzettel bemerkte ich, dass bei uns traditionellen Jagdbogen-Schützen (m/w) „Recurve blank“ stand. Willi fragt nach. Es ist richtig, wir werden mit den Recurve blank und den Stringwalkern in einer Gruppe gewertet. Wenn ein Blankbogen instinktiv geschossen wird, dann ist das ok, obwohl der Blankbogen an sich schon einige Vorteile gegenüber einem Traditionellen Jagdbogen hat. Aber ein Abgreifer schätzt die Entfernung und hat anhand seiner Trainingswerte Marker für die verschiedenen Entfernungen. Die Stringwalker gehören, meiner Meinung nach dann zu den Visier-Schützen. Aber was soll’s? Es geht ja um den Spaß und bei  mir hat es immerhin noch zu einem 3. Platz gereicht.

Fazit: Ein sehr tolles, gut durchorganisiertes Turnier auf dem das Schießen sehr viel Spaß gemacht hat. Ich hoffe, wir können im nächsten Jahr wieder Plätze ergattern!!!

21. Safari in Cloppenburg

Viele schöne Eindrücke...

Text und Fotos P. Gehrke

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