3. Holzturnier in Tätenhorst vom Verein Ragnarök am 03.05.2015

Die Ragnaröks luden am 03.05.2015 zum 3. Holzturnier in Tätenhorst auf den Sohlenhof ein. 

Willi, Adi und ich machten uns am Morgen gut gelaunt zum Austragungsort nach Tätenhorst auf. Dort angekommen wurden wir nett zu einem Parkplatz gelotst. Das Turnier fand am und um dem Hof von Familie Kardinal statt. Eine tolles Gelände mit ganz vielen Büschen und Bäumen – dazu aber später mehr.

Dann ging es zur Anmeldung, dort trafen wir Buddy und Claudia. Schnell stand fest, das wir in eine Gruppe wollen und so trugen wir uns denn dann auch gemeinsam ein. Von den Vereinsmitgliedern des Ragnarök e.V. wurden wir aufs herzlichste begrüßt. Auch von den vielen vielen bekannten Gesichtern unter den Teilnehmern (m/w) wurde man in Gespräche verwickelt, so dass keine Zeit mehr zum Einschießen blieb. Einschießen wird ja auch völlig überbewertet. 😉

Uwe Kardinal hielt eine kurze Rede und teilte uns ein paar Regeln mit, an die wir uns halten sollten. Vor allem keinen Karbon- und sonstigen Müll im Gelände lassen. Im letzen Jahr habe sich wohl ein Tier am gebrochenen Karbon-Pfeil verletzt. Das ist nicht schön. Jeder Schütze sollte seinen Müll mit aus dem Wald nehmen. Allerdings kann es bei Abprallern durchaus mal dazu kommen, dass man seinen Pfeilschrott einfach nicht wieder findet und im Wald zurücklassen muss. 

Dann wurden wir zu unseren Zielen geführt und was wir unterwegs so sahen, stellte und wirklich die Nackenhaare hoch. Büsche, Bäume, Äste und alle irgendwie vor den Zielen. An unserem Startziel angekommen mussten wir noch ein wenig warten, bis wir beginnen durften und grübelten schon mal, wie wir durch die ganzen Äste über den Teich in den 3D-Bieber schießen sollten – ohne Pfeilverlust und wenn möglich sogar noch treffen. Ein wirkliches Schussfenster gab es hier nicht. Am Ende blieb uns nichts anderes übrig, als einfach drauf zu halten und zu hoffen. 

So ging es uns bei fast allen Zielen. Da war fast nie ein wirkliches Schussfenster. Irgendwas war fast immer im Weg und wenn mal kein Baum, Ast, Gebüsch im  Weg war, dann musste man auf einer Palette freischwebend Pendeln, es gab Moniereisen die Angst machten, eine Metallplatte mit Loch vor dem Ziel oder gar ein Baum, der direkt so stand, dass man bei halben Auszug mit dem Ellenbogen dagegen kam. 

Klasse!!! Nein wirklich… Ich habe jetzt gelernt, dass Äste vor dem Ziel gar nicht soooo schlimm sind. Man muss halt schauen, ob man irgendwie, und ist es noch so klein, ein Schussfenster findet. Man konzentriert sich auch mehr und dadurch liegt die Trefferquote höher. Wir hatten wirklich jede Menge Spaß.

Cool fand ich die Lottoziele. Es stehen drei Ziele da, man muss 2 Ziele schießen (je ein Pfeil) und weiß erst beim Ziehen der Pfeile, welches Ziel das Minus-Ziel ist. Lustig! Willi fand das nicht so… …ich weiß gar nicht warum *pfeiff*.

Das „Angst fressen Seele“ Ziel machte wirklich Angst, allerdings war es dann im nachhinein einfacher zu schießen, als man gedacht hatte. Es stand eine Metallplatte mit einem 10er Loch in der Mitte am Boden und dahinter war eine Ratte aufgestellt. Man hörte die Fehlschüsse (Pfeil auf Metall) durch den halben Wald und so war einem schon ziemlich mulmig zumute. Würde man es schaffen, den Pfeil durch die Öffnung zu bekommen, ohne dass er Schaden erlitt? Die Gruppe vor uns meinte: „Hey, wir haben für Euch schon mal die Platte neu gestimmt!“ – Das war nicht zu überhören gewesen. Bei uns war dann alles still. Die Pfeile flogen wie an einer Schnur durch die Öffnung und trafen die Ratte. Die ganze Aufregung umsonst… 

Ein gutes Gleichgewicht musste man auf der Palette haben. Ca. 50cm schwebte sie über dem Boden, schaukelte und drehte sich. Es war schon sehr schwer, eine ruhige Abschussposition zu finden, vor allem, weil hier die Gruppen etwas aufliefen und alle einen im Auge hatten. Gut war, dass genau davor eine Verpflegungsstation aufgestellt war. Da wurde einem das Warten nicht so lang.

Ein bisschen Unmut gab es dann mit der Gruppe hinter uns. Ich stand schon länger an, meine Gruppe stand etwas weiter hinten. Als die fertige Gruppe zum Ziehen der Pfeile ging, setzte ich mich schon mal auf die Palette und die Gruppe nach uns wurde etwas ungehalten, da sie nun meinte, wir hätten uns vorgedrängelt. War ja gar nicht so. Jedenfalls moserten sie die ganze Zeit rum.

Das war aber schnell vergessen, denn man hatte genug mit seinem Gleichgewicht, dem Bogen, dem Pfeil, dem Ziel und dem Schießen zu tun. 

Schön war auch der schwebende Tischtennisball im Stall. Der ist immer wieder ein Herausforderung. 

Mein absolutes Highlight war der Bison. Er stand in einer ganz schönen Entfernung, dann musste man auf einen kleinen Hügel krabbeln und dachte am Pflock, wie so oft schon vorher an diesem Tag,:“Ach Du Schande, wo ist denn da das Schussfenster?“. Rechts und links Buschwerk und von Oben die runterhängenden Äste eines Baumes. Irgendwie (ich weiß wirklich nicht wie) gelang es mir, ohne Asttreffer Pfeile loszuschicken. Der 1. Pfeil war etwas zu kurz, der 2. traf dafür in den Schinken. Yeah!

Am Ende mussten wir uns aber bei Wolfgang und Uwe beschweren. 5 von den 30 Zielen hatten keine Äste davor. 😀 – ne Scherz, es war ein rundum gelungenes Turnier.

Auch die Verpflegung war super. Da haben wirklich alle vom Verein mitgemacht und ordentlich Salate geschnippelt und Kuchen gebacken. Grillen ist immer gut. So blieben keine Wünsche offen. Alles war außerordentlich LECKER!

Dann kam die Siegerehrung. Willi belegte mit 492 Punkten den 1. Platz bei den Herren-Jagdbogen und ich kam mit 412 Punkten auf den 1. Platz bei den Damen-Jagdbogen. Wir durften uns unsere Trophäen aussuchen und nahmen Beide ein Messer.

 

Mein Fazit: Ein rundum tolles Turnier. Gut durchorganisiert und trotz jagdlicher Entfernungen schon als Anspruchsvoll, ja teilweise kniffelig, einzustufen. Auch wenn es ab nächstem Jahr ein reines Holzpfeilturnier sein wird, werden wir gerne wieder dabei sein.

Ragnarök Holzturnier 03.05.2015

Fotos: P. Gehrke, Foto Siegerehrung: U.Kruse, Text: P.Gehrke

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