Nordlandturnier im ARTchers Park am 20. und 21.06.2015

Angemeldet zu den Turnieren hatten wir uns ja, als es noch das alte ARTchers Land in Dedelstorf gab. Nun waren wir bei der Einweihung vom ARTchers Park dabei und konnten uns kaum vorstellen, wie Dirk und sein Team dort einen Parcours mit Zielen für über 100 Schützen (m/w) aufstellen wollen. Abgeschreckt hat uns das allerdings nicht.

Dann war es soweit. Zur Sommersonnenwende fand im ARTchers Park das Nordlandturnier statt. Positiv überrascht waren wir vom Gelände. Für das Turnier hatte Dirk noch einiges an Wiesen und Wald dazu bekommen, so dass es ausreichend Platz für die Ziele gab.  Es gab sogar einen spektakulären Schuss von 90 Metern, aber dazu später mehr.

Am Samstag war das Wetter nicht ganz so schön und so wanderten nicht nur Pfeile in den Pfeilköcher sondern auch noch ein Regenschirm. Welch Glück, denn ein paar heftige Regenschauer gab es schon.

Am Samstag schossen wir eine Doppelhunterrunde. Die Schwierigkeit bestand darin, vom weiteren Pflock beginnend auf das Ziel zu schießen und nach dem ersten Schuss vor zu gehen und aus geringerer Distanz den 2. Pfeil in das 3D-Ziel zu bringen. Oft hat man da dann einfach zu hoch angehalten.

Viele neue Tiere waren extra für das Turnier angeschafft worden. Es gab Eisbären, einen Schneemann, Pinguine, Murmeltiere, Otter, den kleinen Bruder von Pegasus (weißer liegender Dammhirsch mit Flügeln) und als absolute Highlights gab es da einen riesigen Moschusochsen (Stockmaß bestimmt 1,60 m) und eine riesige Midgardschlange. Damit hatte Nicoletta Peter für einige „AAAHS“ und „OOOOHS“ gesorgt.

Die Ideen waren quasi unerschöpflich. Man musste Raben hinter Thors pendelnden Hammer erlegen. Auch der Runenstein kam gut an. Man musste sich eine Rune aus eine Beutel nehmen und diese dann auf dem Runenstein mit dem Pfeil treffen.

Einfach Hammer war der Schuss auf den Moschusochsen. In der Doppelhunterrunde durfte man versuchen ihn auf ca. 80 und 70 m zu treffen. Am Sonntag, in der 3-Pfeil-Runde, wurden einem dann sogar 90 m abverlangt. Ein Wahnsinnsschuss.

Der gesamte Parcours war für die 3-Pfeil-Runde am Sonntag umgepflockt. Auch hier war Dirk und sein Team mit sicherer Hand dabei, denn es gilt ja, nicht einfach nur den Pflock irgendwo anders aufzustellen, sondern ihn so zu platzieren, dass noch die nötige Sicherheit und der nötige Pfeilfang gewährleistet sind. Leichter wurde es nicht. Die Entfernungen waren jetzt doch schon sehr sportlich.

Am Sonntag war uns dann Petrus gewogen und stellte seine Wasserleitungen komplett aus, so dass wir vollkommen ohne Regen durch den Parcours kamen.

Beide Tage waren in sich abgeschlossene Turniere, so dass es Samstag und Sonntag eine Siegerehrung gab. Die Klassen waren in Traditionell (Bögen mit Holzpfeilen) und Moderne (Bögen mit Carbonpfeilen) unterteilt.

Willi schoss sich an beiden Tagen auf Platz 1. Nun darf er sich Nordlandkönig nennen, da er auch an beiden Tagen die Höchstpunktzahl erreicht hatte (Samstag 800 und Sonntag 507 Punkte). Majestät Willi der 1. sozusagen.

Für meine Verhältnisse habe ich am Samstag gut geschossen, andere haben aber noch besser geschossen und so hat es zwar nicht für eine Platzierung gereicht, aber für einen guten 5. Platz. Sonntag lief es dann ein bisschen besser. Mit 409 Punkten belegte ich den 3. Platz.

Mein Highlight war eindeutig der Moschusochse, auch wenn ich ihn nicht getroffen habe. Er stand so schön auf weiter freier Flur, so dass es einfach eine Freude war. Weiter war auch die Midgardschlange eines der Highlights. Wirklich wunderbar gestaltet von Nicoletta. Man kann das gar nicht oft genug sagen.

Mein Fazit: Dirk und sein Team haben das Gelände sehr gut ausgenutzt, mit viel Gefühl für Licht und Schatten, Bodenwellen und dem ein oder anderen Ästchen. In der flachen Landschaft kann man nun mal keine Bergschüsse haben, aber dennoch empfand ich das gesamte Turnier schon als anspruchsvoll (aber trotzdem mit ein paar Geschenken) und ein paar Hügelchen und Senken gab es schließlich auch.

Das Catering hatte das Coffee Corner übernommen, deshalb waren die Preise auch nicht ganz soooo günstig, wie auf Turnieren, wo der Verein das Catering übernimmt. Allerdings konnte man nicht meckern. Die Hot Dogs waren einen gute Idee und der Kaffee heiß und lecker. Und beides war reichlich vorhanden (natürlich muss man auch die leckeren belegten Brötchen und die Nussecken noch erwähnen und die freundliche Bewirtung). Auch war während des gesamten Turniers das Coffee Corner geöffnet, so dass man auch dort lecker essen konnte. Selbst kurz vor Feierabend bekam man noch etwas und das Team Coffee Corner schaute freundlicherweise nicht auf die Uhr und zögerte so ihren doch wohlverdienten Feierabend für uns noch etwas hinaus.

Einen Wermutstropfen gab es dann doch noch. Leider sind am Samstag, wohl wegen der schlechten Wetterprognose, 35 Schützen (m/w) nicht erschienen. Schämt Euch und seid neidisch. Ihr habt echt was verpasst!!!

Wann ist das nächste Turnier im Artchers Park? Das Tortenturnier am 12. u. 13. September. Man darf nicht nur auf die Torten gespannt sein. Und wer schnell ist, bekommt vielleicht noch einen der letzten Plätze.

Nordlandturnier im ARTchers Park

Nordlandturnier - die Midgardschlage... HAMMERGEIL

Nordlandturnier - mit dem riesigen Moschusochsen

Text u. Fotos P. Gehrke

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