Varusjagd im Teutoburger Wald am 27. u. 28.06.2015

Am 27.06. waren wir nicht dabei, bei der Varusjagd der Teutoburger-Bogenschützen, da es aber auch hier wieder ein Turnier war, welches beide Tage in sich abgeschlossen war, machte das ja nicht ganz so viel. Es gibt halt auch mal Familienfeiern, die man nicht ausfallen lassen kann/will.

Am 28.06. trafen wir dann im Teutoburger Wald ein und wurden gleich von Martina, Hans-Jürgen, Buddy, Claudia, einigen von den Heps, Sascha, Andre und einigen mehr begrüßt.

Der Turnierparcours für die Varusjagd liegt um den Gasthof Bienenschmidt. Hinter dem Biergarten findet man auch den ziemlich übersichtlichen und sehr gut gepflegten Einschießplatz, auf dem wir dann auch gleich ein paar Pfeile fliegen ließen. 

Die obligatorische Rede mit der Begrüßung und den Schießregeln wurde gehalten und dann durften wir zu unserem Pflock. Wir starteten am Ziel 26. Leider ging im allgemeinen Gemurmel unter, wer uns nun dort hin bringen würde. Ein bisschen Ratlos standen wir dann rum, netterweise haben Sascha und Andre, die ja am Vortag schon gestartet waren, uns dann zu unserem Pflock navigiert.

Wir bildeten mit Buddy und Claudia eine Gruppe. Dann ging es auch schon los. Startschuss. Ich traf das erste Ziel, eine Katze, gleich mit dem dritten Pfeil. Beim Doppelhunter legte ich eine saubere Nullrunde hin. Da konnte es ja eigentlich nur noch besser werden. Wurde es zum Glück auch. Einige schwere Schüsse habe ich ziemlich gut gemeistert.

Die 32 Stationen waren schön in die abwechslungsreiche Landschaft eingebettet. Es gab viele Tiergruppen, an denen man sich entweder ein Tier aussuchen musste, oder es galt einen Doppel- oder Dreifach-Hunter zu schießen. An den Dreifach-Huntern gab es oft ein wenig Stau, da ja wirklich alle 3 Pfeile schießen müssen. Auch war es leider so, dass die stärken der Gruppen 3 bis 6 Schützen betrug. Auch das ließ auflaufen. War schon ein wenig nervig.

Es gab viele sehr schön selbst hergestellte 2D Tiere. Da man nicht weiß, wie groß die Tiere sind, ist es für den Kopf schwer, abzuschätzen, in welcher Entfernung die Ziele stehen. Auch waren die Kills oft nicht gut zu erkennen, selbst mit einem Fernglas nicht. Bei der schwarzen Spinne war das besonders doof. Die hatte ein rotes Kreuz auf dem Körper und wir nahmen an, dies sei das Kill. Falsch gedacht, das Kill war dann auf dem Kopf. 

Hinter einen Ziel waren Blaubeerbüsche in wunderbar humusreichem Waldboden. Wenn man das Ziel verfehlt hatte, konnte man ganz schön mit dem Pfeilkratzer auf Suche gehen. Doof war auch, dass genau hinter dem Ziel ein Erdbienennest war. Die waren teilweise nicht so begeistert von den Pfeilsuchern. Es wurden wohl auch Schützen gestochen.

Ein Hunter-Schuss konnte man auf ein Stahlschwein machen. Das gab 40 Punkte für Willi und für mich einen kaputten Pfeil. Man kann ja auch treffen. Oder das Ausweichziel nehmen. 

Nun zum Catering. Eigentlich war das drumherum mit der Gaststätte sehr schön. Man hatte genügend Sitzplätze, auch überdacht. Die Bedienung kam an den Tisch. Es wurde extra für die Bogenschützen Grillfleisch und Salat zum humanen Preis von 5 Euronen angeboten. Nun kommen wir zum „eigentlich“. Da der Gasthof am Wochenende von vielen Ausflüglern besucht wird, wurde das mit dem Platz dann doch ein wenig knapp. Außerdem wurden die günstigen Bogenschützengrillteller auch an die Ausflügler verteilt, so dass wir, als wir hungrig aus dem Parcours kamen, schon nichts mehr abgekommen haben. Da musste dann aus der Karte bestellt werden. Das war erstmal etwas teurer und dann dauerte es auch ewig. Viele Gerichte waren schon vergriffen. Es ging so ab, dass man einen Platz ergattern musste, ewig lange auf die Bedienung wartete (die haben sich wirklich die Hacken abgerannt, allerdings waren es für die Massen an hungrigen Bogenschützen einfach zu wenig), die einem dann nach einer längeren Zeit mitteilte, dass es das Gericht nicht mehr geben würde und man müsse sich umentscheiden. Die anderen bekamen dann nach ca. 30 Minuten ihre Pommes und das Ausweichgericht dauerte noch einmal ewige Zeiten. Die Getränke schlugen mit normalen Gaststättenpreisen zu Buche. Dann stand am Ende zusätzlich auch noch das nicht erhältliche Gericht auf der Rechnung und es musste kurz diskutiert werden, dass man es ja gar nicht gehabt hätte. 

Nichts desto trotz war es ein sehr schönes Turnier, mit einem weitläufigen hügeligen waldigen Gelände. Die Tiere waren schön gestellt und zwar von jagdlich bis sportlich über rauf und runter und geradeaus. Pfeilfang und Sicherheit waren ausreichend vorhanden. Die 2D-Ziele waren stabil genug, so dass auch ein mit 60 lbs reingeprügelter Pfeil (WW = Willis Widow) nichts durchschossen hat. 

Die Siegerehrung war mal etwas anderes. Alle platzierten wurden dazu aufgefordert, ihren Bogen mit zur Siegerehrung zu bringen, damit die anderen Schützen mal sehen können, was man so schießt, wenn man oben mitspielt. Geehrt wurden Platz 1-5. Der erste Platz erhielt eine Urkunde und ein Messer. Platz 2-4 bekam eine Urkunde und die 1. Reserve, der 5. Platz, bekam einen Bierpreis.

Willi belegte mit 623 Punkten den 2. Platz (es fehlten 3 Punkte zum Sieg) und ich den 4. Platz mit 428 Punkten. Mist, hätte ich zwei Nuller mehr gehabt, hätte ich das Bier mit nach Hause gebracht. Verdammt.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn das Halali zur Varusjagd durch den Teutoburger Wald hallt. 

Varusjagd2015

An unserem letzten Ziel, dem Luchs, hatte ich mich dann endlich auch eingeschossen – noch eine Runde???

Text und Fotos von P. Gehrke

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s