12. Juniperus-Jagd in Schwebda am 12.09.2015

Die 12. Juniperus Jagd in Schwebda war am 12.09. angesagt. Da meine beste Freundin in der Nähe wohnt, verbrachten wir gleich das ganze Wochenende bei Ihr.

Wer das Turnier von Heinz Brand und Team kennt, der weiß, es werden keine Kosten und Mühen gescheut, alle Tiere gut in Szene zu setzen. Es galt 34 Stationen mit 36 zu beschießenden Zielen zu absolvieren. Es gab kaum einzeln aufgestellte Tiere, sondern fast immer Tiergruppen, sehr schön anzusehen. Anspruchsvoll zu schießen.

Wir hatten sehr viel Spaß mit unserer Gruppe und kamen gut durch das Gelände. Ok, ich habe einmal einen kleinen Ausrutscher gehabt und fand mich auf dem Hosenboden wieder, es ist aber, bis auf eine dreckige Hose, nix passiert. Das Wetter war total super. Nicht zu warm, nicht zu kalt… …und bei der Organisation und dem Ablauf von der Juniperus Jagd da braucht man Heinz Brandt und Team nichts vor machen (nur diesmal vielleicht bei der Auswertung der Schießzettel). 

Willi war von seinem Ergebnis etwas enttäuscht. 575 Punkte, damit hat er den 5. Platz belegt. Ich habe mit 432 Punkten den 6. Platz belegt, lt. Veranstalter. Willi meinte, ich hätte 462 Punkte gehabt. Das wäre der 4. Platz gewesen, mit 2 Punkten weniger als die 3. Da es um keine Platzierung ging, habe ich aber nicht noch mal nachschauen lassen. Nun steht in der Ergebnis-Liste ich hätte 464 Punkte gehabt und damit Punktgleich mit der 3. YEAH! Da hatte sie wohl ein Kill mehr… …ich freue mich jedenfalls sehr, dass ich bei diesem schweren Turnier so weit vorne gewesen bin (im letzten Jahr war es noch Platz 9).

Willi hat beim 100-METER-Schießen zweimal den Bison in Killnähe getroffen (2 von 4 Pfeilen), leider waren auch in diesem Jahr Schützen dabei, die noch dichter dran oder sogar drin waren. Also gab es auch hier keine Platzierung.

Das war wieder mal ein schönes Turnier und wir werden auf alle Fälle versuchen auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

12. Juniperus Jagd 1

12. Juniperus Jagd 2

12. Juniperus Jagd 3

Bericht 11. Jagdbogenturnier Juniperus 2014

Bericht 10. Jagdbogenturnier Juniperus 2013

Text und Fotos P. Gehrke

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1. Outback Turnier der Hamburger Bogenschützen Gilde in Mönkloh am 05.09.2015

Am 05.09.2015 haben wir an dem 1. Outback-Turnier der Hamburger Bogenschützen Gilde in Mönkloh teilgenommen.

Als wir vor Ort eintrafen (wie immer fast zu spät und mal wieder keine Zeit zum Einschießen) trafen wir auf Jan, Stefan, Diana, Susanne, Toralf, Sören, Sven, Max, Ali, Matthias, Heike u.v. bekannte Gesichter mehr. Nett wurden wir auch von Wencke begrüßt, die ich auf der Deutschen Meisterschaft kennengelernt habe und die mit für dieses Turnier und die Ausrichtung verantwortlich war. 

Als wir ankamen regnete es schon so ein wenig. Dann ging es ins Gelände und es regnete weiter. Als wir dann am Steinbock waren, ich glaube, es war so unsere 5. Station,  platterte es dermaßen, dass wir kaum noch etwas sehen und hören konnten, außer dem Regen. Erst warteten wir dicht unter den Schirmen zusammen gedrängt, da es aber nicht wirklich weniger wurde, schossen wir. Leider hatte nicht jeder Glück. Nicht jeder landete einen Treffer. 

Dann hatte Willi und Ali eine Idee. Sie beteten gemeinsam unter einem Schirm zu Gott und Allah und siehe da, der Regen hörte auf, die Sonne kam heraus und alles war gut. Toll, da hätten die beiden doch mal eher drauf kommen können, oder?

Der Parcours mit 32 Stationen war sehr gut gestellt. Ok, beim Kürbisrudel hätten man vorher mal Mähen können, aber ansonsten gab es wirklich nichts zu meckern. Willi hat die Kürbisse durchschossen. Tja, doofe 60 lbs, gelle? War eh nicht so sein Tag. Erst hat er sein Messer vergessen und konnte nicht beim Suchen helfen. Dann ist er beim liegenden Hirschen von der Sehne abgerutscht und semmelte den Pfeil in den (ca. 1,5 m) davor liegenden Baum. Da kam dann MEIN Messer zum Einsatz, welches aber schlechter als seins ist und dann lässt er auch noch seinen Bogen am Baum stehen und merkt es erst am nächsten Ziel.

Und wer hat Schuld? Ich natürlich. Ich wollte schon in einer anderen Gruppe Asyl beantragen. Kleiner Motzkopf der.

Ganz große klasse war der Hai auf dem Wasser. Ein schöner Schuss. Netterweise wurden hier die Pfeile wieder aus dem Teich geholt, so dass man ganz befreit schießen und auch treffen konnte. Die Tiere waren überwiegend neu, da macht das Schießen doch nochmal so viel Spaß.

Ein wirklich gut durchorganisiertes Turnier, welches uns sehr viel Spaß gemacht hat. Wir hoffen es gibt eine Fortsetzung. Da wären wir dann gerne wieder dabei. 

Willi belegte mit 431 Punkten den 1. Platz bei den Jagdbogen Herren und ich mit 364 Punkten den 2. Platz bei den Jagdbogen Damen (nur 5 Punkte trennten mich von der Erstplatzierten) und wir nahmen jeder eine Mettwurst mit nach Hause. Bogenschießen kann doch ernähren… 

Was ich noch ganz lobenswert erwähnen muss: Es wurde einem kleinen Bogenschützen ermöglicht, sein erstes 3D-Turnier im Rollstuhl zu bewältigen. Die Veranstalter hatten viele Schüsse dicht bei den Wegen aufgestellt, so dass der Junge mit seinen Eltern zusammen an mindestens jedes zweite Ziel gelangen und schießen konnte. Ganz große klasse. Auch dass diese rollstuhlfreundlichen Ziele so in den Parcours eingebettet waren, dass es uns gar nicht groß aufgefallen ist. Es wurde einen kleinen Jungen damit ein ganz großer Wunsch erfüllt. Hut ab… 🙂

1. Outback 1

1. Outback 2

Text und Fotos P. Gehrke

22. Jagdturnier in Wellie am 30.08.2015

Am 30.08.2015 waren wir beim 22. Wellier Jagdturnier in Steyerberg. Hört sich weiter weg an, als es ist (ist in Niedersachsen, nicht in Östereich). Für uns sind es schlappe 35 Kilometer und so ist es doch schon eines der sehr sehr nahen Turniere. 

Zu Hause überlegten wir noch kurz, ob wir überhaupt fahren sollten (ich schätze mal so ein Drittel der gemeldeten Schützen blieben bei dem Wetter wohl im warmen Bettchen oder drehten kurzerhand um). Blitz, Donner und Regen verleideten uns schon so ein bisschen die Vorfreude. Wir fuhren trotzdem los und? – bekamen einen nassen Arsch. Zeitweise regnete es nicht, es goß aus Kübeln. Zum Glück waren wir da gerade am Verpflegungsstand und konnten uns ein bisschen unterstellen. 

Irgendwann mussten wir dann aber weiter und der Lehmboden matschte nur so vor sich hin. Wir sahen aus wie kleine Schlammschweine. Am Ende war ich ein paar Zentimeter größer, da sich der Lehmboden unter den Schuhsohlen stapelte.

Den Spaß in der Gruppe tat das keinen Abbruch und so kamen wir heiter durch den Parcours in dem 28 Ziele zu beschießen waren und hatten unseren Spaß.

Die Ziele waren allesamt jagdlich aufgestellt. Die Sicherheit war stets gewährleistet und meistens gab es einen natürlichen Pfeilfang.

Der Reiher hatte natürlich keinen und so mancher Pfeil verschwand auf nimmer wiedersehen in der Aue. Da wäre doch ein bisschen Pfeilfang schon schön gewesen. Zum Glück war es in diesem Jahr nur dies eine Ziel vor dem Wasser und dies auch noch als Hunter. Im letzten waren es noch drei und so einige Pfeile gingen den Bach runter. Leider wurden die verschossenen Pfeile nicht aus dem Wasser gefischt. In diesem Jahr auch nicht und so dümpelt wohl mein Carbonpfeil immer noch vor sich hin in die weite Welt.

Der Osborne-Stier war auch wieder mit dabei und Willi versenkte, nur so aus lauter Angabe und weil er es halt einfach kann, 4 Pfeile in des Stieres Herz. An die Cojones (Kochonnes=Hoden) hat er sich dann aber doch nicht getraut. Claudia setzte souverän ihren ersten Pfeil in das Herz. Mir gelang es mit dem zweiten Pfeil und netterweise zerplatzte mein fehlgeschossener Carboni nicht sondern es löste sich nur die Spitze. Für Buddy`s Pfeile sah das nicht ganz so gut aus. 

Trotz der längeren Zwangspause durch den Starkregen und dem rutschigem Gelände kamen wir recht zügig durch den Parcours, so dass wir ziemlich früh fertig waren. 

Die Siegerehrung zog sich dann wieder etwas hin, weil eine Gruppe, wie immer (und irgendwie immer eine andere), etwas länger gebraucht hat. Vielleicht sollte man wirklich bei jedem Turnier eine Abgabefrist einräumen? 

Für das Schießen, den nassen Po und das Warten wurden wir aber belohnt. Willi kam auf den 1. Platz bei den Jagdbogen Herren und ich kam auf den 2. Platz bei den Jagdbogen Damen.

Bericht 21. Wellier Jagdturnier 2014

Bericht 20. Wellier Jagdturnier 2013

Text und Fotos P. Gehrke

Deutsche Meisterschaft 3D des DSBV in Volkmarshausen am 08. und 09.08.2015

Als im Juli die Qualifikationszahlen veröffentlicht wurden, waren wir total happy. Willi (war zu erwarten gewesen, bei der hohen Punktzahl) und ich (Hey. Das hätte ich nie erwartet) hatten uns beide für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Was für eine Leistung. 🙂 

Schnell wurde ein Hotel in Hann. Münden gebucht. Von mir aus konnte es los gehen. 

Die Shadow-Hunters Volkmarshausen richteten die Deutschen Meisterschaft 3D am 08. u. 09.08.2015 aus.

Wir kamen am Freitag an und konnten schon mal zur Bogenkontrolle. Pfeile, Bogen und Schießhandschuh wurden genau unter die Lupe genommen und dann bekam man einen Aufkleber auf den Bogen. Außerdem bekam man die Startnummern, die man sich gut sichtbar an den Bogenköcher basteln sollte und es hing die Gruppeneinteilung aus.

Am Abend saßen wir noch ein bisschen mit Martina und Hans-Jürgen zusammen, es zog uns aber schnell zum Hotel. Irgendwie waren wir doch etwas kaputt. 

Wir nächtigten im Aegidienhof. Ein sehr schönes Hotel in der Altstadt von Hann.Münden. Die Betten waren wirklich hervorragend. Fast besser als das zu Hause und wir schliefen wie die Steine. Am nächsten Tag sind wir dann früh raus. Schnell um 8.00 Uhr zum Frühstück (eher gab es leider noch nichts). Das war sehr urig. Wir frühstückten in einer zum Café umgebauten Kirche. Ein komisches Gefühl so auf den gepolsterten Kirchenbänken zu Sitzen und zu Essen, selbst für mich als Atheist. Aber das Frühstück war gut und die Kirche innen mit grellen Farben bemalt und überall hingen bunte moderne Bilder. 

Leider blieb uns nicht viel Zeit, denn wir mussten schon um 09.00 Uhr am Schießplatz sein. Also ging es los und je dichter man dem Gelände kam, desto aufgeregter wurde man. 

Am Einschießplatz war die Hölle los. Über 500 Schützen wollten sich warm schießen. Ein Gedränge. Da wollte ich nicht mitmachen. Einschießen wird ja auch vollkommen überbewertet. Einen komischen Beigeschmack hatte das schon. Irgendwie fühlte man sich unvorbereitet. Turniere gehe ich oft, ohne mich einzuschießen, weil wir gerne mal gerade Just-in-time da sind und dann so viele Bekannte vor Ort sind, dass ich gar nicht zum Einschießplatz komme. Aber hier, auf der DM? Irgendwie fühlte man sich furchtbar unvorbereitet.

Zu allem Überfluss fing es an zu regnen und ich hatte keinen Regenschirm dabei. Es tröpfelte stetig und ich wurde nass und nasser. Zum Glück war es schon recht warm. 

Dann kamen die Reden. Der neue Leitende-Kampfrichter wies uns nochmal darauf hin, besonders vorsichtig zu sein und gutes Schuhwerk zu tragen, denn der eigentliche Leitende-Kampfrichter hatte sich am Vortag bei der Begehung der Parcours das Bein gebrochen und läge nun im Krankenhaus. Oha. Da wurde ich noch aufgeregter. Unwegsames Gelände und ich, wir mögen uns nicht. Dann wurde es feierlich, die Deutsche Nationalhymne wurde gespielt. Hach und das Gefühl, nun zu den besten Schützen Deutschlands zu gehören(jedenfalls zu den Besten derer, die auf einer Landesmeisterschaft angetreten sind), die nun um den Meisterschaftstitel schossen, das lies einem ganz warm ums Herz werden. 

Willi und ich waren in der orangen Gruppe, er mit der Startnummer 17d und ich mit der Startnummer 22d (es gab 4 Gruppen). Wir starteten an diesem Tag im gelben Parcours mit der 3 Pfeil Runde. Alles klappte Reibungslos. Wir wurden zu unseren Startplätzen gebracht, wo ich vollkommen atemlos ankam, und mussten dann noch ein wenig auf den Startschuss warten. Zum Glück. So konnte man noch ein wenig verschnaufen.

Dann hallte der Startschuss durch das Gebirge und los ging es. 32 Stationen galt es zu bewältigen. Ein Schuss schöner als der andere. Die Tiere waren so schön gestellt. Am liebsten hätte ich ganz viele Fotos gemacht, was natürlich verboten ist, deshalb gibt es von mir auch keine. 

Meine erste Station war ein Bär der Kategorie 1, der aber nicht auf die volle Entfernung von 50 Metern stand, sondern wesentlich näher. Das nahm mir ein wenig die Angst vor den sehr weiten Schüssen und ich wurde ruhiger. 

Es hat so viel Spaß gemacht, auch wenn ich zwischendurch echt dachte, meine Lunge verabschiedet sich gleich (150 Höhenmeter mit bis zu 47° Steigung nahmen einem den Atem). 

Wunderschön war auch der alte Eisenbahntunnel mitten im Gelände. Um von einem zum nächsten Ziel zu kommen, mussten wir ihn durchqueren. Man kam sich so ein bisschen wie auf den Spuren der Inkas vor, denn man ging durch den Wald, bog um eine Ecke und da ragte es plötzlich vor einem auf, das Portal aus einer anderen Zeit. Bewachsen mit Büschen, Moosen, Farnen und Gräsern. Nun mussten wir durch dieses Portal und zwar in die Dunkelheit, die nur durch das Licht der aufgestellten Kerzen ein wenig erhellt wurde. Eine wunderschöne Stimmung. Wenn ich „meine“ drei Männer (Steffen, Stefan u. Peter) nicht dabei gehabt hätte, wäre mir wohl etwas mulmig geworden. So ging ich voll Forscherdrang vor und genoss den Gang durch das kühle gut 325 m lange Tunnelgewölbe. 

Am Ende des Tages stand ich auf Platz 6 mit 291 Punkten, Willi auf Platz 4 mit über 400 Punkten. 

Und wir waren richtig fertig. Eigentlich wollten wir noch mit Hans-Jürgen und Martina ein bisschen feiern. Allerdings blieb das beim verzehren des Kartoffelgratengs (INSIDER), welches die Beiden im Dutch Oven gezaubert hatten. Auf das Schichtfleisch verzichteten wir, das hätte zu lange gedauert und wir wären wohl auf unseren Campingstühlen eingeschlafen. 

Früh verabschiedeten wir uns. Im Hotel stiegen wir noch schnell in die Dusche und schliefen sofort ein, als die Köpfe die Kissen berührten. Morgens klingelte der Wecker VIEL zu früh. Fertig machen, Frühstücken, los zum Turniergelände.

Auch heute das Selbe Bild am Einschießplatz, so dass wir diesen gemieden haben. 

Heute war nun die Hunterrunde dran, die wir auf dem weißen Parcours zu bewältigen hatten. Wir wurden zur Station 22 gebracht und hatten den höchsten Aufstieg. Ich hätte kotzen können, wenn ich dafür noch genügend Atem gehabt hätte. Zwischendurch war ich echt versucht, mich einfach hinzusetzen und zu sagen: „ICH WILL NICHT MEHR!“. Nachdem sie uns nun gute 2 Kilometer in den Berg geführt hatten, kam ich quasi fertiger an unserem Startpunkt an, als ich gestern aus dem Parcours gekommen war. Die Beine schmerzten, die Lunge brannte. Und als der Startschuss fiel, war ich noch gar nicht ganz  bei Atem. 

Unser erstes Ziel waren Fasane. Die ersten beiden schossen. Beide drüber. Mein Partner schoss. Drüber. Ich stand da. Noch immer leicht außer Atem. Visierte das Tier an. Dachte: „Der steht gut, das kannst Du!“ – löste, der Pfeil flog durch die Luft und landete mit einem satten Plopp im X-Kill. Yeah! Das nächste Ziel nullte ich, das war auch etwas weiter weg. Beim nächsten gab es einen Körpertreffer und ich führte die Gruppe an. Nun setzte der Kopf ein. Und? 8 Nullrunden hintereinander bei machbaren Schüssen (ich hätte echt fast geheult, 8 Nuller und dann noch die körperliche Erschöpfung obendrauf). Ich sah mein Tagesziel mit 150 Punkten aus der Hunterrunde zu kommen, schwinden. Dann mal wieder ein Treffer. Dann wieder Nullrunden. Irgendwann dachte ich, wenn ich mit 50 Punkten hier raus gehe, wie peinlich. Dann hatte ich 51 Punkte, wir hatten aber nur noch 8 Ziele vor uns. Wie ich es gemacht habe, weiß ich nicht, aber ich kam immerhin noch auf 109 Punkte, zum Schluss war ich aber auch richtig wütend. Ich hatte 4 Sockeltreffer und 5 Abpraller. Vielleicht gab das noch mal so einen Motivationskick? 

Willi hatte mit seiner Gruppe auch viel Spaß. Natürlich kann ich darüber nichts berichten, aber wem er die Geschichten noch nicht erzählt hat, der kann ihn bestimmt gerne fragen. 

Das Gelände des weißen Parcours war, nachdem man einmal Oben war, nicht ganz so anstrengend wie der gelbe Parcours. Ich kam an meine Grenzen und noch ein gutes Stück weiter. In der Hunterrunde dachte ich so manches Mal: „Jetzt aufhören würde gar nichts ausmachen!“ Ich habe meinen inneren Schweinehund überwunden und selbst bei den vielen Schüssen daneben hatte ich, auch dank meiner Gruppe, viel Spaß und Freude an den schön aufgestellten Zielen.

Ich hoffe, wir schaffen es im nächsten Jahr wieder, uns für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Auch wenn alles etwas aufregender ist, als wenn man zu einem Turnier geht, macht es doch unheimlich Spaß, sich mit den vielen sehr guten Bogenschützen zu messen. Und man sieht, auch die guten, erfahrenen Bogenschützen haben Nerven, nicht nur wir Frischlinge. Auch haben einige das Handtuch geworfen und sind am zweiten Tag gar nicht mehr angetreten. 

Willi kam mit 671 Punkten auf den 3. Platz bei den Herren Jagdbogen Ü45 und ich mit 400 Punkten auf den 7. Platz bei den Damen Jagdbogen Ü40. Willi hat sein Ziel, auf dem Treppchen zu stehen, geschafft. Mein Ziel war es, nicht letzte zu werden und gesund aus dem Parcours zu kommen. Das habe ich auch geschafft.

Willi the Winner... 3. Platz bei der DM! SUPER

Wir freuen uns, das wir an einer so gut durchorganisierten Veranstaltung teilnehmen durften. Es gab wirklich nichts zu meckern. Es gab keinen Schuss, der irgendwie lieblos in die Botanik gestellt wurde. Jeder Schuss war eine Augenweide und ein Genuss für den Schützen. Der Parcours war sehr anspruchsvoll gestellt. Das hatte weder was mit dem schwer zu gehenden Gelände noch etwas mit den Weiten zu tun. Die Ziele waren alle nicht auf die Maximalentfernung gestellt, aber durch Bodenwellen, Senken, Hügelchen, Schluchten, Bäume, Licht und Schatten wurde dem Instinkt so manches Schnippchen geschlagen und auch die die gut Entfernungen schätzen konnten, lagen oft daneben. 

Leider dauerte es dann mit der Siegerehrung ziemlich lange. Erst warteten wir noch auf eine Gruppe (ich sage ja, es gibt immer eine Gruppe die sehr viel länger braucht als alle anderen) und dann dauerten die Ehrungen gute zwei Stunden. 

Fotos gibt es von mir, wie oben schon geschrieben, leider keine, allerdings kann man auf der Seite der Shadow Hunters Volkmarshausen in der Galerie schauen. Über 800 Fotos sind dort anzuschauen. 

Unsere herzlichen Glückwünsche gehen an alle Deutschen Meister 2015 und an alle Platzierten.

Foto und Text P. Gehrke

Parcoursbesuch in Brilon am 05.08.2015

Trainieren für die Deutsche Meisterschaft 3D 2015? Wo kann man das besser als in Brilon? Keine Ahnung, also machten wir uns am Mittwoch auf den doch recht weiten Weg (wir sind knapp 3 Stunden gefahren) und sammelten unterwegs noch Martina und Hans-Jürgen auf.

Da wir erst ziemlich spät ankamen, wir konnten ja erst nach der Arbeit losfahren (so 14.30 Uhr waren wir da), schafften wir „nur“ die neue Eurasien-Runde, danach stärkten wir uns erstmal und picknickten an der Hütte. Dann machten wir uns auf, die Afrika-Runde zu schießen. Allerdings nur die kleine Runde, denn es wurde nun doch schon etwas spät. 

Ein wunderschöner Parcours mit mittlerweile 3 Sektionen, Afrika, Amerika und Eurasien. Die Sektionen sind in sich abgeschlossen und können nacheinander begangen werden. Die Afrika-Runde ist relativ groß, kann aber, wenn man den Wegweisern der kleinen Runde folgt, erheblich verkürzt werden. Überwiegend ist der Parcours mit 3D-Zielen gestellt. Die 2D Ziele sind so schön gemacht. Richtige Kunstwerke!

Die Aussicht ist wunderschön, so richtig zum Kraft-Auftanken. Und netterweise waren auch gerade die Himbeeren reif. Hmmmm Legga… 🙂

Wir hatten viel Spaß bei bestem Wetter und der Tag ging viel zu schnell vorbei. 

Hier geht es zum Bericht vom letzten Jahr.

Brilon

Fotos und Text: P. Gehrke

Vereinsmeisterschaft 2015 in Büchen am 02.08.2015

Wer rastet, der rostet…

„Natürlich“ waren wir auch heute unterwegs. Der Schützenverein Büchen und Umgebung e.V. hatte uns zu seiner Vereinsmeisterschaft eingeladen. Darüber haben wir uns sehr gefreut.

Der Tag ging gut los. Als erstes stellte ich den Wecker aus, als er klingelte und habe einfach weiter geschlafen. Willi schreckte dann irgendwann hoch und dann brach etwas Hektik aus. Schnell – Schnell – Schnell und dann los.

Gefühlt dachten das drölfzigtausend andere Autofahrer auch und so drängelten wir uns mit ganz vielen bei 70 km/h auf der Autobahn Richtung HH. Dann hatten wir auf der Landstraße lauter Trecker vor uns, weil in einem Ort vor Lauenburg Treckertreffen war und es gab zusätzlich noch eine Umleitung nach Büchen, so dass wir dann ganz gemütlich 4 Minuten vor dem Startbeginn am Vereinshaus ankamen, uns die Bogensachen über die Schulter warfen und mit dem wartenden Sören zu unserem ersten Ziel liefen.

Die Spielregeln waren klar definiert. Es gab 16 Stationen die mit jeweils einem Raub- und einem Beutetier bestückt waren. Es gab einen Pflock für Herren, einen für Damen und Jugendliche und einen für Minis. In der ersten Runde durften nur die Raubtiere beschossen werden und in der zweiten Runde die Beutetiere. Traf man das falsche Tier – NÖÖÖÖÖÖT – 10 Minuspunkte. Semmelte man drei Pfeile daneben – NÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖT – 10 Minuspunkte.

Das weiteste Ziel stand in 67 m Entfernung (Herren) bzw 32 m (Damen und Jugendliche). Die Pflöcke für die Minis waren deutlich dichter.

Nun waren die Tiere allerdings teilweise etwas kleiner und so schoss man auf die Ginsterkatze schon etwas über 30 m. Der Frischling stand sogar noch etwas weiter entfernt. So war das doch schon recht sportlich, wenn nicht gar olympisch. Die Tiere standen auch recht dicht beieinander, so dass es, wenn man etwas zu hoch schoss, doch schon mal das Minusziel gewesen sein konnte, welches man traf. Es wurde einem wirklich nichts geschenkt. 

Eine ganz großartige Idee von Thomas und super umgesetzt. Auch wenn es bei manchem Mann so ein bisschen gemaule gab, weil die Frauen mehr Punkte hatten. 😉 

Willi hatte 516 Punkte und ich (kein Tippfehler) 528 Punkte. Den Frauenpflock habe ich aber weitestgehend gemieden und nur ab und an meinen Mädchenbonus eingefordert. Sonst hätte Willi natürlich mehr Punkte als ich (das musste ich jetzt Schreiben!!!). Möchte jetzt noch jemand wissen wie ich mich fühle?????? *Yapadapaduuuuuuuuu*

Fazit: Vom Spaßfaktor und der Gestaltung her fast nicht zu Toppen!!! 

Unsere Glückwünsche gehen an die Vereinsmeister und besonders an Jannis, der mit 537 Punkten die Tageshöchstpunktzahl geschossen hatte (und er hat auch oft vom Herrenpflock geschossen).

Danke an Thomas und natürlich auch an die, die geholfen haben, seine Idee umzusetzen. Willi meint, ohne diese Vereinsmeisterschaft hätte er bei der DM in Volkmarshausen nicht so gut abgeschnitten. Auch danken wir dem Verein, dass wir eingeladen wurden, dabei zu sein.

Am Ende saßen wir noch lange zusammen und labten uns an Grillgut, Salat, Erdbeerquark und Tiramisu-Torte. Für Getränke war natürlich auch ausreichend gesorgt.

Ich hoffe, wir dürfen im nächsten Jahr auch wieder dabei sein.

Text und Fotos v. P. Gehrke

1. Sommertreffen in Rethem am 01.08.2015

Wie immer waren das Team der Bowhunter Rethem geschäftig gefordert alles bis zum Treffen durchzuorganisieren. Und auch diesmal hat wieder alles total super geklappt und wir waren intime fertig.

Am Abend vor dem Treffen saßen wir noch mit einigen Bogenschützen, die sich entschlossen hatten schon am Vortag anzureisen oder einfach nach dem Aufbauen da zu bleiben, am Lagerfeuer, genossen ein paar Drinks und erzählten uns Bogenschützenlatein. Hach, das war so schön, dass wir erst um 3 Uhr ins Bettchen gingen.

Unbarmherzig klingelte um 06.00 Uhr der Wecker und los ging, es, die letzten Kleinigkeiten erledigen. Dann kamen auch schon die ersten Schützen und wir konnten zum gemütlichen Teil übergehen. Also Willi, der Zeit zum Klönen hatte, ich saß ja in der Meldestelle und musste „arbeiten“.

Glück hatten wir dieses Mal auch mit dem Wetter. Es war einfach nur schön. Nicht zu warm, nicht zu kalt, kein Regen, kein Wind. Wunderbares Bogenschießwetter.

Auch ein paar Schützen (m/w) vom Ragnarök e.V. waren wieder mit dabei. Die bekamen von uns den „Wanderast“ geschenkt, damit sie sich bei jedem Turnier wie zu Hause fühlen können und stets einen Ast dabei haben, den sie einfach vor das Ziel stellen können. Siehe hierzu auch meinen Artikel vom letzten Turnier beim Ragnarök e.V. Wolfgang und Steffi, die den Preis im Namen des Vereins übernahmen, waren sichtlich gerührt.

Dann gab es noch ein paar Regeln mit auf den Weg und die Schützen wurden zu ihren Stationen ins Gelände gebracht.

Als erstes galt es eine Doppelhunter-Runde zu schießen und anschließend eine 3-Pfeile-Runde. Die 17 Stationen waren jeweils mit 2 Zielen bestückt. Die Ausnahme waren der Bison, der quasi ein „walk up“ war und die Arc Trap Wurfmaschine. Es gab auch einige bewegliche Ziele, die beiden frechen Murmeltiere, das Smiley-Pendel und den laufenden Hasen. Neu waren das Wasserziel „Schwimmende Gans“ und der Drache auf der Burg.

Ansonsten haben wir auf unserem Grundstück nicht so die Möglichkeit großartig umzustellen, wir versuchen aber, uns jedes Mal etwas neues auszudenken, damit es auch für die, die häufiger dabei sind, nicht zu langweilig wird. Größtenteils standen die Ziele recht sportlich, es waren aber auch einige Geschenke dabei. Wir haben versucht, überall ausreichend Pfeilfang zu gewähren. Bei der schwimmenden Gans, die direkt auf der Wölpe rumdümpelte, war das leider nicht möglich und es verschwand der eine oder andere Pfeil im Schlick, auf nimmer wiedersehen. Willi ist ein Opfer seiner eigenen Ideen und vermisst seit dem auch schmerzlich einen Pfeil.

Ein bisschen Murren gab es über das viele Metall an den Stationen. Der Hase lief auf Schienen, das Pendel hatte ein Metallpendel, das Käutzchen einen Metallsitzplatz und der Drache ein Metallhalsband mit Kette, sonst wäre er vielleicht davon geflogen. Tja, da gab es dann wohl ein bisschen Pfeilschrott. Viele dürften das Metall aber gar nicht bemerkt haben, denn man kann ja auch das Ziel treffen ;).

Insgesamt waren wir (mit uns) 65 Bogenschützen und konnten sogar noch weitere Klassen öffnen. Besonders bei den Damen gab es „zuwachs“ so dass wir diesmal drei Klassen hatten. Die Ergebnisse vom August-Treffen könnt ihr hier anschauen.

Diesmal konnten wir für die ersten in jeder Klasse einen Pokal vergeben, da uns Susanne einen ganzen Karton mit Pokalen überlassen hatte. Vielen Dank dafür…

Weiterhin hat das Catering diesmal Nicole unter ihre Fittiche genommen. Unterstützung hatte sie dabei von Manuela. Da blieb keine Kehle trocken und kein Magen leer. Vielen Dank für diese großartige Unterstützung.

Danke natürlich auch an die fleißigen Auf- und Abbauer und Parcourshelfer Adriano, Holger, Stephy, René und Frank.

Dann haben wir uns über die Salatspende von Andreas und die Kuchenspende von Martina sehr gefreut. Danke.

Danke auch an Lutz und Annette Biesterfeld, die mit ihrer ARC-TRAP-Anlage vor Ort waren. Lutz hatte sich, obwohl er noch ein anderes Event in Planung hatte, netterweise für uns entschieden. Auch das Annette Geburtstag hatte, war kein Grund für die Beiden unserem Treffen fern zu bleiben. Herzlichen Glückwunsch Annette… 🙂 

Das Tippi hat uns Rainer Schlichtholz, der Inhaber vom Zugevogel Verden, Freitag Abend noch aufgebaut. Danke für die Leihgabe! Bei Rainer beziehen wir alles, was wir zum Bogenschießen brauchen. Was er nicht vorrätig hat, bestellt er gerne.

Vielen Dank für all Eure lieben Kommentare zu unserem August Treffen und das Ihr alle dabei wart. Wenn es Euch gefällt, dann hat sich der ganze Aufwand gelohnt und wir hatten unseren Spaß. Im Oktober wird es den 2. Kürbis-Cup geben. Eine Einladung zu diesem Treffen wird demnächst per E-Mail bei Euch eintrudeln und auch unter Bowhunter aktuell veröffentlicht.

Die Fotos die ihr im Anschluss seht, sind allesamt von Jürgen Vogt, der sie mir netterweise zur Verfügung gestellt hat. DANKE!!!

Bowhunter Rethem August Treffen

Bowhunter Rethem August Treffen

Text P. Gehrke, Fotos J. Vogt

Kaiser Wilhelm Turnier 2015 an der Porta Westfalica am 19.07.2015

Am 19.07.2015 fand das KW 2015 statt. Mittlerweile das 3. KW bei dem wir gestartet sind. 

Wir fuhren im Regen los. Als wir ankamen gab es Regen und als wir starteten? Natürlich Regen. 

Da war die Stimmung schon etwas auf dem Nullpunkt, aber nun waren wir nun mal da und dann wurde auch geschossen. 

Nach der kurzen Ansprache ging es in das Gelände. Es waren 44 Ziele aufgestellt. In diesem Jahr ging der Parcours wieder in die andere Richtung, so dass der Schuss in Richtung Autos schon mal ausfiel. Eine großartige Verbesserung des Sicherheitsgefühls. Auch waren einige Sicherheitsmängel in anderen Bereichen ausgemerzt, so dass ich während des Schießens keine Angst um mich oder andere Schützen hatte. Einige Ziele waren recht dicht bei einander. Weniger ist manchmal mehr? Vielleicht sollte man lieber die Gruppen von 5 auf 6 Schützen vergrößern, dafür aber weniger Ziele ins Gelände stellen.

Wir hatten eine tolle Gruppe mit Adi, Peggy M. und Michael N.. Es war sehr entspannend mit zwei so guten Schützen zu schießen, die natürlich auch eine Menge zu erzählen hatten. So war es doch sehr kurzweilig. Mich irritierte nur etwas die absolute Stille beim Schießen. Daran muss man sich auch erstmal gewöhnen. Ich meine jetzt nicht, still zu sein, wenn andere schießen, sondern die Stille, wenn man selber schießt. Manchmal dachte ich, ich hätte mein Rudel verloren, so still war das. 

 Das Gelände war ziemlich anstrengend. Es ging einem schon mal die Puste aus, allerdings war das nicht so die Schwierigkeit. Durch den Regen waren die Hänge rutschig. Ca. 200 Bogenschützen, die die Wege gingen, machten das nicht wirklich besser. Der Lehmboden auch nicht. Manche Steigungen, die man nur mittels Hilfe eines Seils erklimmen konnte, waren dermaßen rutschig, dass man kaum vorankam. Das war eine ganz schöne Anstrengung. Ich bin mal wieder stolz, dass ich so ein Gelände ohne Flugschein gemeistert habe. 

Irgendwann hörte es dann auch auf zu Regnen und alles war gut. 

Essen, Trinken, Sanitär war wieder alles OK. Da brauch man den Mindener Bogenschützen nichts vor machen. 

Willi wurde am Ende mit 701 Punkten 2. bei den Jagdbögen Herren und ich kam auf den 8. Platz mit 522 Punkten. Da merkt man, dass die Luft irgendwann raus ist und ich mich nicht 44 Ziele konzentrieren und Leistung bringen kann. Ist auch nicht so wichtig. Spaß hatte ich genug!

Im nächsten Jahr soll der Verein wieder mehr Gelände von der Bundeswehr für das KW2016 pachten können. Wir sind gespannt und werden auch im nächsten Jahr versuchen, wieder einen der begehrten Startplätze zu ergattern. 

Fotos gibt es in diesem Jahr nur 3, da ich wegen des Regenwetters die Kamera zu Hause gelassen hatte und nur sehr sehr selten das Handy zum Knipsen rausgeholt habe. 

 

Text P.Gehrke