2. Harster Herbstjagd am 18.10.2015

Am 18.10.2015 fand die 2. Harster Herbstjagd statt. Harste liegt zwischen Bockenem und Volkmarshausen und so freuten wir uns schon auf ein schön hügeliges Gelände.

Das Gelände war dann leider nicht so hügelig. Die Tiere waren sehr jagdlich aufgestellt, also Willi meinte, es wären eher Fütterentfernungen. Ein anderer Schütze meinte, er hätte den Bogen zu Hause lassen können, die Pfeile werfen hätte gereicht.

Es gab viele Möglichkeiten Weitschüsse aufzustellen. Auch große Tiere gab es ausreichend. Leider wurden diese Chancen auf Weitschüsse nicht genutzt. Gut, die Erdmännchen und der Hase, die standen schon recht sportlich für ihre Größe, aber der große Uhu und der stehende Bär standen genau so weit. Auch wurden Auf- und Abwärts-Schüsse, wo sie möglich waren, nicht gestellt. Erst ging man den Hügel rauf um dann etwas Atemlos auf eine mit Spanngurten am Baum festgezurrte Bergziege zu schießen – geradeaus und ca. 12 Meter. Da haben wir schon etwas blöd geguckt. Ein Schütze sagte sogar, die Ziele seien lieblos im Gelände platziert worden. So weit möchte ich nicht gehen. Für Anfänger ein sehr gelungenes Turnier, da durch die dichten Schüsse natürlich die Chance gegeben war, häufig zu treffen. Leider wurde es nicht geschafft Anfänger und Fortgeschrittene unter einen Hut zu bekommen. Man hätte das Gelände besser nutzen können. Allerdings stand der Verein auch ein bisschen unter Druck, da sie das bekannte Gelände in diesem Jahr nicht nutzen konnten und dann kurzfristig umplanen mussten.

Die Organisation war ansonsten vorbildlich und alles ging reibungslos von statten. Da 3 Teams den Parcours in 3 Abschnitten gestaltet hatten, war manchmal ein wenig dürftig oder auch verwirrend ausgeflattert. Trotzdem kamen alle Gruppen, eine mal wieder über eine Stunde später als alle anderen Gruppen, am Ende wieder am Vereinsheim an.

Alles in allem war es ein schöner Tag, denn wir hatten eine nette Gruppe mit Martina und Hans-Jürgen, Peter Lenze vom Bowstore und Holger Kreier.

Am Ende reichte es für Willi für den 3. Platz mit 373 Punkten (15/12er Wertung u. 28 Ziele), womit er nicht sooooo zufrieden war. Ich kam mit 347 Punkten in meiner Klasse ebenfalls auf den 3. Platz und hatte damit nicht gerechnet, da in meiner Klasse 11 Schützinnen starteten, und die „Konkurrenz“ doch sehr gut war. Aber alleine keine Nullrunde zu haben und nur 26 Punkte weniger als Willi, DAS ist schon ein Highlight…

Noch ein Highlight war der Rothirsch. Da hatte ich als einzige ein Kill (also in meiner Gruppe). Der stand doch weiter, als die anderen Schützen dachten. Ca. 32 Meter… 

Das Wetter war toll. Als die Sonne dann verschwand und man auf die letzte Gruppe wartete und wartete und wartete und wartete wurde es dann allerdings doch etwas frisch. Ich bin wirklich für Abgabefristen. Es kann doch nicht sein, das es auf jedem Turnier Gruppen gibt, die über eine Stunde später als ALLE anderen Gruppen reinkommen und dann auch noch anfangen gemütlich ihre Zettel auszurechnen. 

Ach ja – ESSEN… 🙂 …es gab eine Suppe, da stand Erbsensuppe dran. Ich meine aber, es war eine Kartoffelsuppe. Dazu dann Würstchen, oder nur Würstchen oder nur Suppe. Kuchen waren ausreichen und lecker vorhanden, aber das Essenshighlight waren die frisch gebackenen Waffeln. Hmmmmm legga… 🙂

Harster Herbstjagd

Text und Fotos P. Gehrke

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2. Traditionelles Bogenturnier am Hainberg am 10.10.2015

Am 10.10.2015 fand das 2. traditionelle Bogenturnier am Hainberg der Kyffhäuser Kameradschaft Heere statt. Ein wunderschönes Waldgelände mit sehr sehr schönen Schüssen.

Mit dabei waren Martina, Hans-Jürgen, Claudia, Buddy, Cord, Friedel, Tina, Sonja, Michael K., Emmi, Michael R., die Salzgitteraner und viele viele andere Schützen (m/w) mehr, man kam gar nicht mehr aus dem Begrüßen raus. 

Wir waren in einer Gruppe mit Martina, Hans-Jürgen und Olaf und hatten sehr viel Spaß.

Das Tunier am Hainberg ist für mich eigentlich das schönste Turnier des Jahres, alleine weil der Wald so schön ist. Auch sonst stimmte alles. Die Ziele waren meist jagdlich aufgestellt (wir schießen ja Holzpfeile), es gab aber auch einige weite Schüsse. Den stehenden großen Rothirsch habe ich erst gar nicht erkannt, weil er so anders aussah, so weit weg und runter. Und so war das ganze Gelände. Rauf schießen, runter schießen, geradeaus schießen.  Auch waren wir in diesem Jahr in einem anderen Waldbereich, was dann doch auch wieder Abwechslungsreich war, weil eben neu. Was will man mehr? Gutes Wetter – und auch das hatten wir. Zwar etwas frisch teilweise, aber trocken und sonnig. Und Essen? – War reichlich vorhanden und sehr lecker. Nur das Bier war ziemlich schnell alle, nicht das nach dem Schießen alle Schützen betrunken gewesen wären, neeee, es war etwas knapp bemessen. Mir hat das nicht so viel ausgemacht, Apfelschorle gab es reichlich. 

Am Ende hatte Willi mit 470 Punkten (34 Ziele 15er Wertung) den ersten Platz bei den Jagdbogen-Herren belegt. Außerdem hatte er auch die Tageshöchstpunktzahl. Ich belegte mit 387 Punkten bei den Jagdbogen-Damen ebenfalls den 1. Platz. Und es gab schöne Preise. Selbstgemachten Kaffeelikör – OBERLECKER und nette Pokale. Für die Kinder gab es zu den Pokalen sozusagen „Bunte Tüten“ mit allerlei Krams drin. Das Highlight war hier bestimmt das Glas Nutella… 

Wir sind hoffentlich im nächsten Jahr auch wieder dabei, wenn am Hainberg die Gummitiere aufgestellt sind.

2. Turnier am Hainberg

Fotos und Text P. Gehrke

Bericht vom 1. traditionellen Turnier am Hainberg

Wochenende am Edersee vom 23.-25.09.2015

Bei einem unserer Turniere kam Martina die Idee, wir könnten ja mal alle an den Edersee fahren und den Bowra Parcours besuchen. Schnell war ein Datum und eine Truppe bogenwütige Schützen gefunden.

Am 23.09.2015 sollten wir uns im Laufe des Tages auf der Ferienanlage Edertaler Hof treffen, dort hatte Martina Zimmer und Stellplätze für die Wohnmobile reserviert. Nach und nach trudelten Martina, Hans-Jürgen, Holger, Adriano, Ralf, Frank, Patrick, Sonja, Micha, Emmi und wir ein und besetzten schon mal die Zimmer, bzw. den Stellplatz für das Wohnmobil. 

Das Wetter war herrlich. Der Himmel blau mit ein paar weißen wolkigen Tupfen. Die Sonne schien und die Laune war gut.

Am Abend saßen wir alle nett unter der Markise und dem Pavillon am Wohnmobil von Hans-Jürgen und Martina zusammen. Hans-Jürgen grillte. Jeder hatte dazu etwas beigesteuert, so hatten wir verschiedene Salate, Knoblauchbutter, Weißbrot, Soßen und Fleisch. Ich blieb nicht ganz so lange, da meine Grippe immer noch nicht ausgeheilt war und es am Abend doch schon etwas arg kühl wurde. Ich machte es mir vor dem Fernseher gemütlich.

Der 24.09.2015 sollte ganz im Zeichen des Bogenschießens stehen.

Früh raus. Frühstücken und ab in den Bowra-Parcours, die rote Runde schießen. Auch heute war das Wetter herrlich. Ich kannte den roten Parcours schon, und da ich starken Husten hatte und nicht gerade gut Luft bekam, entschied ich mich, nicht an diesem Ausflug teilzunehmen. Mein Plan war es, Manuela im Ladengeschäft zu besuchen, dann in die Mittelalterliche Altstadt von Fritzlar zu fahren und später dann noch an den Edersee. Dort wollte ich unbedingt das Edersee-Atlantis sehen und erleben.

Emmi fragte dann, ob sie auch mitkommen könnte und wir machten uns einen schönen „Mädelstag“ ohne Bogenschießen.

Nachdem die Bogenschützen sich auf dem Weg zum Bowra-Parcours gemacht hatten, fuhren wir ganz entspannt zu Manuela, stellten uns vor, lernten ihren Hund Koda kennen und stöberten in dem kleinen aber feinen Ladengeschäft. Mir hatten es ganz besonders der Rosenkäfer und die kleinen Streifenhörnchen aus Etaphoam angetan. Dann musste Manuela wieder an die Arbeit, Koda hatte genug von den Streicheleinheiten und wir verabschiedeten uns.

Auf ging es nach Fritzlar. Die Dom- und Kaiserstadt Hessens. Eine wirklich ganz entzückende Altstadt. Ein toller Dom. Hach was man da alles fotografieren konnte. Emmi war sehr geduldig mit mir. Dafür gab es dann auch ein Eis.

Fritzlar

Als wir dann wirklich alles gesehen und fotografiert hatten, ging es auf zum Edersee. Auf der Fahrt dorthin fiel uns auf, dass wir einen RIESENhunger hatten. An der Straße fanden wir einem Imbiss und aßen Pommes mit Schnitzel bzw. Bratwurst. Gut gestärkt ging es dann weiter.

Den Edersee zu finden war nicht so das Problem. Der ist ja sehr groß. An der Staumauer war der Teufel los, wir bekamen keinen Parkplatz und fuhren weiter. Von dem Edersee-Atlantis keine Spur. Irgendwann fanden wir einen Abschnitt des Edersees, der komplett ausgetrocknet war. Wanderten dort ein wenig rum. Fanden alte Gebäudereste und Alleen. Außerdem gingen dort noch ein Vater mit seinem Sohn spazieren. Die fragte ich dann, ob sie etwas vom Edersee-Atlantis wüssten. Der Mann schaute netterweise in sein Handy und zeigte uns dann den Lageplan des Sees. Wir hatten noch eine ganz schöne Strecke zu fahren.

Edersee

Egal. Wir wollten DAS jetzt sehen und machten uns auf den Weg. 

Dann kamen wir an dem Parkplatz zum Edersee-Atlantis an und machten uns auf den Fußmarsch zur Aseler Brücke, die sonst in den Fluten des Edersees verborgen ist. Die Sonne wurde schon von den Bergen verschluckt, dann kamen wir um die Ecke und ich wusste, warum die damaligen Anwohner dieses Land ausgewählt hatten um dort zu wohnen. Das gesamte Tal war von Sonne überflutet und trotzdem von den Bergen eingekesselt. Ein perfekter Platz. Einfach wunderschön… …bis die Regierung dann den Edersee-Plan verwirklichte und zwischen 1905 und 1914 alle Anwohner mit Gewalt aus ihren Häusern geholt wurden. Es war schon ein sehr merkwürdiges Gefühl dort lang zu gehen und zu sehen, was von den Häusern übrig geblieben war. Nur die Brücke trotzt den Fluten und taucht jedes Jahr, wenn der Stausee wenig Wasser führt, auf. 

Edersee-Atlantis

Wer mehr über die Edersee-Region erfahren will, der sollte die Links anklicken. Willi meckert immer, wenn ich so viel schreibe… *hüstel*

Als wir dann wieder am Edertaler Hof ankamen, waren Jens und Manuela auch mit ihrem Wohnmobil angekommen. Die Bogenschützen waren Martina zur Hand gegangen und das Kartoffelgrateng (Insider) und das Schichtfleisch schmurgelten schon im Dutch-Oven vor sich hin. Och, da hatte ich ja die ganze Arbeit verpasst… UPS… 🙂 

Das Essen war wie immer sensationell!!! Wir saßen dann noch ein wenig am Lagerfeuer zusammen und erzählten Bogenlatein. Die Fraktion der Bogenschützen war etwas leiser als am Vorabend. Der Parcours hatte wohl doch seinen Tribut gefordert. 

Nach einer ruhigen Nacht, einem netten gemeinsamen Frühstück am Morgen und dem Räumen der Zimmer ging es dann am 25.09.2015 noch in den gelben Parcours des Bowra Parcours. Und was soll ich sagen? Wenn Engel reisen… …das Wetter war auch heute wunderbar. Diesmal begleiteten uns Jens und Manuela durch den Parcours. Wir bildeten drei Gruppen. 

Ich schoss mit Sonja, Michael und Emmi. Wir hatten viel Spaß an den schön aufgestellten Zielen. Auch war das Laufen im Gelände nicht so anstrengend, so dass ich kaum außer Atem kam. 

Die Ziele waren meist schon recht sportlich aufgestellt. Aber es machte riesigen Spaß, mal wieder rauf und runter zu schießen. Zwei von meinen Pfeilen sind nun bei den Waldtrollen. Ich sah noch, wo sie aufgekommen sind, und als ich dann vor Ort war, waren sie verschwunden. Nicht zu finden. Wenn ich Glück habe, gefällt ihnen die Federfarbe nicht und sie bringen sie heimlich Nachts in die Pfeilfindetonne.

Am Ende waren sich alle einig – es besteht WIEDERHOLUNGSBEDARF. Mal sehen, was das nächste Jahr so bringt. 

Bowra Parcours

Text und Fotos P. Gehrke