Alina und David luden zum 1. Babypinkelturnier am 19.03.2016 ein

Was macht man, wenn man Nachwuchs bekommen hat? Man veranstaltet ein sogenanntes Babypinkeln.

Alina und David mit Klein Jonas haben sich da etwas ganz besonderes ausgedacht. Ein Bogenturnier. Und wir waren auch eingeladen. Juchuuuh!!!

Dirk stellte seinen ARTchers Lake zur Verfügung und David hat mit seinen Helfern einen richtig tollen Parcours gestellt. Sehr anspruchsvoll waren die Ziele in den Wald und am See platziert. Besonderes Highlight das Heidenilpferd welches einmal über den See geschossen werden durfte. Geschenke gab es hier keine, allerdings konzentriert man sich dann auch besser. Jedenfalls geht es mir dann so, wenn irgendwas in der Schussbahn ist. Seien es Äste oder Hügel. Man muss dann schon schauen, wo ein Schussfenster ist. Und Schussfenster waren überall gegeben. Mit den Entfernungen hatte ich so meine Probleme. Durch Baumalleen, Hügelchen, Äste wurden doch die Sinne ein wenig verwirrt und so mancher Pfeil verfehlte sein Ziel. 

Willi schoss einen Langbogen den er sich von Hans-Jürgen geliehen hatte, da die Widow den Sehnenriss am letzten Wochenende nicht ganz schadlos überstanden hatte und z. Z. zur Reparatur ist.

Hatten sich die anderen Schützen nun eine Chance ausgerechnet, da Willi ja diesen Bogen zum ersten Mal schoss, wurden sie eines besseren belehrt. Mit 467 Punkten kam er auf den ersten Platz bei den Männern. Irgendwie kann er wirklich alles schießen. Ich glaube, ich bastel ihm mal einfach einen Stock mit ’ner Paketschnur. Ich hatte mit 328 Punkten den 4. Platz bei den Damen belegt.

Vielen Danke an Sonja, Micha, Emilia und Hannes. Sie haben mir quasi Asyl gewährt, als es mir mit der Männer-Rivalen-Kampfgruppe zu hm na sagen wir mal „nervig“ wurde. War eine tolle Runde mit Euch!

Ganz lieben Dank an Alina, David und Jonas  für die Einladung zu Eurem 1. Babypinkelturnier. Wir hoffen das es eine Fortsetzung gibt! Muss auch kein Babypinkelturnier sein. Turnier reicht vollkommen. 😉

Jonas Babypinkeln 2016

Text und Fotos von P. Gehrke, Gruppenfoto D. Merschingk, Foto Siegerehrung A. Heumann.

Werbeanzeigen

3. BHL Turnier in Barsinghausen am 13.03.2016

Endlich wieder 3D.

Am 13.03.2016 fand bei den Longbow Turkeys das 3. Bowhunter Liga Turnier statt. Da wir bei der Hallen-DM am Vormittag starten durften konnte wir uns kurzfristig noch Startpätze sichern. 

Wir waren bei allen drei Turnieren dabei!

Die Ziele waren total super aufgestellt, natürlich alle sehr anspruchsvoll, wie man das von den Longbow Turkeys gewohnt ist. Das Wetter hatte gut mitgespielt und die Hänge waren nicht rutschig. Es waren Stufen in die Hänge gegraben. Zum Abseilen oder Hochhangeln gab es überall wo es nötig war Seile. SUPER. Wir hatten sehr viel Spaß und die Ziele waren teilweise schon eine ziemliche Herausforderung. Manchmal auch schon, sie überhaupt zu finden. Ich sage nur „Zwerghasen“.

Und genau bei diesen „Zwerghasen“ (ich weiß jetzt dank Klaus, dass das Wildkaninchen waren und die sind nun mal so klein), unserer 7. Station, passierte es. Willi schoss. 1. Hunter. Treffer. 2. Hunter. Treffer. Ein Knall. Ein verwirrter Willi und eine Widow ohne Sehne. Das untere Öhrchen war im Vollauszug gerissen. Der Schreck sitzt erstmal tief. Schnell wurde die Ersatzsehne an den Bogen gebastelt und weiter ging es. Die nächsten Ziele hat Willi dann erstmal gar nicht mehr gut getroffen. Er meinte, er hat bei jedem Lösen auf einen Knall gewartet. Zum Glück kam da keiner mehr.

Hatte er zuerst die Gruppe punktemäßig noch angeführt überholte Detlef ihn dann doch recht schnell.

Für das leibliche Wohl war mehr als ausreichend gesorgt. Das Chili con carne aus dem Feuertopf war der Hit schlechthin. Es gab auch noch Salate, belegte Brötchen, Variationen von Bratwürstchen, Süßes und und und. Auch die wärmenden Feuer blieben bis zum Schluss an, so dass keiner frieren musste.

Mit 294 Punkten kam Willi noch auf den 3. Platz. Ich kam mit 184 Punkten ebenfalls auf den 3. und Stephanie Nickel mit 136 Punkten auf den 4. Platz.

Die Siegerehrung fiel etwas mau aus, es wurden jeweils die 3 Besten der einzelnen Klassen verlesen. Gut, man muss nicht unbedingt Preise haben. Viele finden ja Staubfänger überflüssig und nehmen ihre Urkunden zum Ofen anmachen. Ich finde es aber immer ganz nett, wenn man nach vorne gehen kann, einem die Hand geschüttelt wird und man so eine kleine Erinnerung in die Hand gedrückt bekommt. Allerdings ist das bei den Bowhunter-Liga-Turnieren eher unüblich, da die BHL-Schützen ihre Siegerehrung bei dem Finale haben.

Also jetzt kommt das Einzige, was wohl alle Schützen nervt, wenn es passiert. Wir liefen in der ersten Runde auf. Stets und ständig. Es waren wohl noch Schützen ohne Anmeldung erschienen und durften Starten. So war dann eine Gruppe mehr als Ziele vorhanden. Es ist natürlich schwer, wenn da so Schützen mit Dackelblick stehen, die fast zwei Stunden Fahrt auf sich genommen haben, diese dann abzuweisen. Würde ich wohl auch nicht machen. Mich hat das Warten auch gar nicht so genervt, da ich ja was zum Quasseln dabei hatte. In der zweiten Runde, nach der Mittagspause kam es dann aber kaum noch zu Aufläufen…

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und hoffen, einen Platz zu ergattern. Mittlerweile hat es sich wohl rumgesprochen, dass die BHL Turniere wirklich anspruchsvoll gestellt sind und man jede Menge Erfahrungen sammeln kann, denn sie sind doch ziemlich schnell ausgebucht. Außerdem sind diese Turniere auch immer für Compounder zugelassen. 

BHL Barsinghausen 2016

Text und Fotos P. Gehrke

DM DBSV Fita Halle 18 m ohne Visier in Döbeln 12.03.2016

Wir sind schon am Freitag angereist, da wir am 12.03. schon am Vormittag starten mussten. Also eigentlich nur Willi. Ich war ja „nur“ 1. Nachrückerin.

Vor Ort haben wir uns angemeldet und ich musste dann noch eine ganze Weile warten, ob ich nun starten durfte, oder nicht. Insgesamt waren 17 Nachrücker vor Ort. Das war ganz schön nervenaufreibend.

Eine Jagdbogenschützin hatte Pech und war krank. Glück für mich, ich rückte nach und durfte starten.

Das war schon ganz schön aufregend. Man weiß, wie weit die Scheiben entfernt sind und könnte ja nun munter drauf los schießen, so wie beim Training. Beim Warmschießen klappte das auch noch. Und dann kam der Trööööt für den Wettkampf. Man kann sich noch so oft sagen, dass es ja nicht anders als sonst ist. Aber es ist halt doch eine Deutsche Meisterschaft. Und da hat man ja auch so ein bisschen das Recht, aufgeregt zu sein. Irgendwie…

Wir schossen 2 Durchgänge je 10 Passen a 3 Pfeile.

Am Ende hatte Willi das Treppchen um 11 Punkte verpasst und landete mit 499 Ringen auf Platz 4. Im Training hatte er immer so um die 520 Ringe, da war er doch etwas enttäuscht. Ich kam auf den 6. Platz, was ja an sich nicht so spektakulär ist, da es auch nur 6 Schützinnen in meiner Leistungsklasse gab. Allerdings hatte ich mein Ziel, über 400 Ringe zu schießen mit 408 Punkten erreicht. Da hatte sich das Training doch gelohnt, denn bei der Landesmeisterschaft waren es nur 361 Punkte gewesen. So war ich voll zufrieden mit meiner Leistung und nach Oben ist ja auch noch etwas Luft.

Mal sehen wie es im nächsten Jahr läuft.

Gruppenfoto unbekannt, Foto und Text P. Gehrke

Bowhunterligaturnier in Garstedt-Wulfsen am 06.03.2016

Am 06.03.2016 stand nun das Bowhunter-Liga-Turnier in Garstedt an.

Ich kann nur immer wieder wiederholen, der SV Garstedt ist mit einem total tollen Gelände gesegnet. Nicht nur ich wollte es einpacken und zu Hause wieder aufbauen.

Bei der Bowhunter Liga gilt es, 14 Stationen mit jeweils 2 Doppelhuntern zweimal zu schießen. 56 Schüsse gehen ganz schön an die Substanz.

Das Gelände ist ziemlich hügelig, allerdings gut zu schaffen. Auch der Waldboden war schön trocken, obwohl es ja in der letzten Zeit viel geregnet hat. Also bestand keine Gefahr nasse Füße zu bekommen oder gar auszurutschen.

Am Samstag war dann wettertechnisch alles dabei, von nasskalt, über Sonnenschein und Hagelschauern. Zum Glück hielt sich die Sonne eine ganze Weile und so kamen wir trocken durch den Parcours.

Dieser war recht anspruchsvoll gestellt, so wie es bei einem Turnier der Bowhunter Liga zu erwarten war. Aber die Doppelhunter sind eine tolle Übung für mich.

Die Wertung: x-Kill 10, Kill 8 und Körper 5 Punkte. Da liegen die Ergebnisse am Ende recht dicht beisammen. Willi kam mit 362 Punkten auf den ersten Platz in seiner Klasse. Gemeinsam mit Angela (Primitivbogen) habe ich den ersten Platz (219 Punkte) bei den Frauen belegt. Dort wurden, weil so wenig Starterinnen vor Ort waren, alle Klassen zusammen gelegt. Allerdings sind im Netz alle Klassen einzeln aufgeführt.

Das Turnier war, wie vom SV Garstedt-Wulfsen nicht anders gewohnt, super gestellt und organisiert. Wir hatte sehr viel Spaß an diesem Turniertag, vielen Dank dafür an das Team vom SV Garstedt und natürlich auch an unsere Mitläufer Ulli, Frank und Michael.

Wir freuen uns schon auf das 10. SBFF im April…

BHL Garstedt

Fotos und Text von P. Gehrke

Kakensdorfer Spaßturnier am 20.02.2016

Über Kakensdorfer Turniere hatten wir ja schon ein bisschen was gehört. Die Äste sollen dort ja ziemlich tief und meistens ohne Schussfenster vor den Zielen hängen. Spaß hat das wohl im letzten Jahr nicht so vielen gemacht. Wir machen uns gerne selber unser Bild und manchmal lernen Parcoursbauer ja auch aus ihren Fehlern.

Also meldeten wir uns frisch und frei dort an und waren doch gespannt.

Vor Ort trafen wir auf Arnd, Burkard und Olaf und beschlossen schnell eine noch nicht volle Gruppe für uns fünf zu kapern. Das war eine gute Entscheidung. Wir waren schon eine tolle Truppe. Mit viel Spaß und Gelächter ging es durch den Wald und über die Wiesen. Ein Glück schießen wir auf Gummitiere. Andere hätten (haben) wir nicht zu Gesicht bekommen, so lustig wie wir waren.

Die Ziele waren meist jagdlich, allerdings recht anspruchsvoll gestellt. Ein gutes Auge für Licht und Bodenverhältnisse beim Aufstellen der Ziele verwirrten die Sinne des Schützens, so dass auch bei den dichteren Zielen nicht immer gleich der erste Pfeil saß. Weitschüsse haben auch nicht gefehlt. Der liegende Rothirsch lag auf gute 60 Meter. Auch der eine oder andere hängende Ast musste unterschossen werden. Die war allerdings kein Problem, wenn man Demut vor dem Ziel zeigte. 

Auch ein paar Spaßziele durften nicht fehlen. So musste man auf hängende Teebeutel und kleine Gipsplatten schießen. Die Gipsplatten zerplatzen bei einem Treffer in tausend Teilchen. Cool!

Bei einer Station musste man auf einer schwebenden Palette knien und bergab schießen.

An anderer Stelle bekam man einen Kinderbogen linkshand und dazu ca. 35 cm lange, mit Gummiblunts versehene Pfeile in die Hand gedrückt und musste Holzklötze umschießen. Wir haben so gelacht.

Ganz toll war die Verpflegung. Suppe, Kinderpunsch, Kaffee und Kuchen waren im Startgeld schon enthalten. Natürlich gab es noch andere Leckereien, die man zu moderaten Preisen erstehen konnte.

Am Turniertag sollte das Wetter (mal wieder) nicht so toll sein. Allerdings nieselte es nur ab und an ein ganz kleines bisschen. Das viel kaum ins Gewicht.

Willi wurde mit 257 Punkten 1. und ich mit 183 Punkten 3. (in der jeweiligen Klasse). Es gab (leider nur) 21 Stationen und es wurde 15/12 gewertet.

Unser Fazit: Super Turnier, tolles Gelände, anspruchsvoll und professionell gestellt. Wir kommen sehr gerne wieder!

Kakensdorfer Spassturnier

Text und Fotos P. Gehrke

 

1. Flutlichtturnier der Aller-Bogen Westen Bogensparte des TSV Jahn Westen am 06.02.2016

Das erste öffentlich ausgeschriebene Turnier der Bogensparte Aller-Bogen Westen fand am 06.02.2016 statt. Als die Ausschreibung ins Netz kam, waren die Startplätze weg wie warme Semmeln.

Da wir schon mehrmals auf dem Gelände waren, dachten wir, es würde ein beschauliches kleines Turnier rund um den Sportplatz werden und damit hat es sich. Der Verein hatte aber Schwerstarbeit geleistet und der Gemeinde und den Landwirten in der unmittelbaren Nähe um den Fußballplatz einiges an Gelände „abgeschwatzt“, so dass man auf einen ca. 5 km langen Parcours kam.

Schon bei der Anreise mit dem PKW sah man den laufenden Bären zwischen den Bäumen einer Streuobstwiese. Ein schöner Weitschuss.

Aber vorerst mussten wir ja erstmal ankommen.

Vor Ort wurden wir nett von ganz vielen bekannten Gesichtern begrüßt. Dann ging es zur Anmeldung, die Rainer sehr ruhig und professionell managte.

Draußen kamen wir dann an den Verpflegungsstand und konnten erstmal Frühstücken. Lecker Mettbrötchen (natürlich gab es auch Salami, Käse & Co) und heißen Kaffee zu sehr günstigen Preisen.

Dann ging es auf zur Gruppeneinteilung. Da wir etwas spät dran waren, mussten Willi und ich in getrennten Gruppen schießen. Aber wir sind ja schon groß und haben das ganz gut hinbekommen. Außerdem hatte ich in meiner Gruppe Claudia, Buddy, Angela und Andreas. Das konnte ja nur ein guter Tag werden.

Nach einer kurzen Ansprache ging es ab in das Gelände. Wir waren in der Gruppe 2 und schossen ab Ziel 3, damit immer ein Ziel Sicherheitsabstand zwischen den Gruppen war.

Unser erstes Ziel war der laufende Fuchs. Durch ein gutes Auge für Bodenwellen und Lichtverhältnisse beim Aufstellen, war dies schon ein anspruchsvolles Ziel. Man konnte die Entfernung nicht gut schätzen und der eine oder andere in meiner Gruppe benötigte einen zweiten oder sogar dritten Pfeil.

Wir folgten dem sehr gut ausgeschilderten Weg zu „unserer“ zweiten Station. Der stehende Luchs, der eine Ente fängt. Sehr sportlich gestellt für einen Hunter. Buddy schoss als erstes und traf. Andreas Pfeil flog ein bisschen zu weit links am Ziel vorbei. Angela, Claudia und ich schafften es trotz Demut vor dem Ziel (wir hatten uns hingekniet) nicht, durch das Astgewirr, welches quer zum Ziel in unserer Flugbahn hing, zum Ziel zu kommen. Die Pfeile wurden einfach abgebremst und prallten unkontrolliert durch die Gegend.

Als nächstes folgte ein Doppelhunter auf einen stehenden Marder. Sehr schön aufgestellt. Wieder Hügel und kleine stehende Ästchen, bei denen man sich ein Schussfenster suchen musste und dies in diesem Fall auch konnte.

Dann kamen einige Ziele, die rechts und links vom ehemaligen Bahndamm, der jetzt ein Fahrrad- und Wanderweg ist, aufgestellt waren. Die Stationen lagen ziemlich dicht beieinander und bei der einen oder anderen hätte man Angst haben können, da man in der Schussbahn des Vorziels stehen musste. Allerdings kam es durch die gute zeitliche Planung der Wegstrecken durch das Aller-Bogen Westen-Team hier zu keiner Wartezeit und auch keinem Auflaufen von Gruppen, die hinter uns kamen. Also bestand hier zu keiner Zeit ein Sicherheitsrisiko.

Auch hier am Bahndamm waren die Schüsse meist sehr sportlich aufgestellt (nach DFBV und alle auf maximale Weite) so dass man ganz schön herausgefordert war. Leider waren auch hier wieder Ziele, die für schwache Bögen nicht machbar waren. Auch mit Demut vor dem Ziel nicht. So verschwand z. B. einer meiner Pfeile in der Pfütze vor dem Wolf.

Der Doppelhunter auf das kleine Reh war zwar mit freiem Schussfeld, aber man musste aufpassen, dass man sich die Pfeile nicht kaputt schoss, da der erste Treffer schräg im Ziel steckte.

Dann kamen wir schon am gut bestückten Verpflegungsstand im Wald an. Angela hatte dann am Reh für sich entschieden, dieses Turnier abzubrechen. Zu viele Äste in der Flugbahn und der dadurch unkontrollierte Flug der Pfeile waren ihr einfach zu gefährlich.

Auch Claudia brach ab, da sie sich am Vorabend den Finger in der Autotür geklemmt hatte, gerade den Zeigefinger der rechten Hand, und dieser bei jedem Zug mehr schmerzte.

Die Männer und ich schossen weiter.

Zwischendurch war ich wirklich sehr gefrustet. Nicht weil die Ziele relativ weit weg standen, sondern weil ich einfach nicht durchkam (Äste). So war man bei den „einfachen“ Zielen angespannt und ballerte einfach mal daneben. Da muss ich noch „abgebrühter“ werden. Ziel schießen, abhaken und dann beim nächsten wieder neu anfangen, ohne die „Laune“ vom vorherigen Ziel mitzunehmen.

Den stehenden Grizly im Wäldchen hätte ich sehr gerne gut geschossen. Dies war aber vom ersten Pflock unmöglich. Selbst Willis Pfeil wurde auf dem Weg ins Kill von Ästen gestoppt. Beim zweiten Versuch, der natürlich außerhalb der Wertung gemacht wurde, hat er den Grizly ins Knie getroffen. Höher wäre durch die Äste nicht möglich gewesen und das bei 60 lbs.

Unser letztes Ziel war der laufende Bär auf der Streuobstwiese. Ein Walkup, von denen es einige auf diesem Turnier gab. Ich habe ihn dann vom dritten Pflock immerhin dann doch schon mit dem 3. Pfeil getroffen, natürlich wurde der Treffer nicht gewertet, aber für mein Ego schieße ich auf das letzte Ziel immer so lange, bis ich es getroffen habe. Man soll ja mit einem positiven Gefühl aus dem Parcours gehen. 

Die Siegerehrung lies dann auch nicht allzu lange auf sich warten. Wunderschöne kleine Bäumchen mit dem Emblem der Aller-Bogen Westen und ein Pfeil durch den Ast, war wohl irgendwie Motto des Turniers?, gab es für die Sieger. Willi kam mit 425 Punkten (nach der Umrechnung, vorher waren es 500) auf Platz 1 bei den Männern. Ich kam mit 229,5 Punkten (vor der Umrechnung nach Jürgen Lippek  waren es noch 270 Punkte) auf Platz 4 bei den Damen.

 Dann wurde das Flutlichtschießen etwas vorverlegt. Es war zwar noch nicht dunkel, aber das Flutlicht wurde angemacht „um zu zeigen, dass wir es haben“ wie Rainer scherzhaft meinte. Wir sind dann allerdings noch vor dem Schießen gefahren. Mir war doch ein wenig kalt…

Besonders hervorheben muss ich das Auspflocken. Rote Pflöcke für Hunter, gelbe Pflöcke für 3 Pfeile und blaue Pflöcke für die Kinder. Farblich alles sehr gut zu unterscheiden. Auch die Wegführung war sehr gut gemacht. Keine Bänder sondern schöne Holzschilder mit roten Richtungspfeilen drauf.

Auch das Cateringteam und das Essen muss man loben. Es war sehr sehr Lecker und es gab eine tolle Auswahl. Essen und Trinken wurde quasi zum Selbstkostenpreis abgegeben.

Fazit: Für Bogenschützen mit starkem Zuggewicht (ab 45 lbs) ein sehr tolles, gut gestelltes und anspruchsvolles Turnier. Willi hatte seine Freude und fühlte sich endlich mal so richtig gefordert. Für Bogenschützen mit leichterem Zuggewicht war es natürlich auch ein sehr tolles, gut gestelltes und anspruchsvolles Turnier, nur eben nicht an allen Stationen schießbar.

Ich finde ja immer, ein richtig gutes Turnier ist ein solches, wo sich die Profis nicht langweilen und die Anfänger nicht überfordert sind. Das unter einen Hut zu bringen, ist sicherlich nicht leicht, das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Flutlichtturnier

Text von P.Gehrke, Fotos P. Gehrke, W. Gehrke und M. Kroll

 

Eisbrecher 2016 vom Delmenhorster Bogensport Verein am 30. u. 31.01.2016

Am 30.01.2016 sollte es auf zum legendären Eisbrecher Turnier in Delmenhorst gehen. Der Wecker klingelte, Willi stand auf, kam kurz darauf wieder und sagte: „Es ist windig und gießt, ich fahre nicht!“ Mist. Hatte der Wetterbericht mal wieder recht gehabt? Für Delmenhorst war Starkregen und Sturmböen bis 53 km/h angesagt.

Ich habe dann erstmal das Handy gezückt, Stephy angeschrieben. Die wollte auch liegen bleiben. Susanne und Toralf? DAS sind keine Weicheier, die waren schon unterwegs. Ich dann auch, erstmal in die Dusche.

Willi konnte ich dann auch überzeugen und viel zu spät saßen wir dann im Auto und rollten Richtung Delmenhorst.

Kurz vor Start waren wir dann da. Es nieselte. Willi blieb gleich am Einschießplatz hängen, ich meldete uns erstmal an. Fast gab es kein durchkommen zur Anmeldung, da überall Bekannte herumstanden und eine kurze Gesprächspause eingelegt werden musste. Irgendwann hatte ich es dann geschafft und stand im schön geheizten Bunker. Nach der Anmeldung überlegte ich kurz, ob ich mich nicht einfach an den warmen Ofen setzten sollte. Aber nur kurz, dann stand ich wieder draußen.

Klaus, Rüdiger und Andreas vom BSC Heps hatten uns schon, wie abgesprochen, in ihre Gruppe eingetragen.

Nach einer sehr kurzen, dem schlechten Wetter gezollten, Ansprache wurden wir ins Gelände gebracht. Wie auch im letzten Jahr war dort „Too much Matsch“ und mir fiel ein, das Klaus das Turnier im letzten Jahr in „Matschbrecher“ umgetauft hatte. Gut das ich mir gestern noch Wintergummistiefel gekauft hatte. So machte das Stapfen durch den Matsch nichts aus, weder mir, noch den Schuhen.

Auch der Regen, der mal mehr mal weniger und auch selten mal gar nicht fiel, machte uns nichts aus. Die Federn klebten so am Schaft, dass das Schießen quasi einem Rohschafttest gleich kam. Irgendwann hatte es auch Willi aufgegeben, den Flaschenboden über seine Pfeile zu stülpen. War eh vergebene Liebesmüh. Irgendwann lagen doch alle Federn nass und platt am Schaft an. 

Wir trotztem dem Regen und hielten bis zum Schluss durch. Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich, auf Grund der tollen Gruppe und dem vielen Spaß den wir hatten, gar nicht wirklich gemerkt dass das geregnet hat. Und der Starkregen und die heftigen Sturmböen blieben zum Glück ganz aus. 

Das Durchhalten wurde belohnt. Willi kam mit 635 Punkten auf den 1. Platz und ich mit 478 Punkten auf den 2. Platz. 

Obwohl wir für den Sonntag nicht genannt hatten, da ja eigentlich der Geburtstag meiner Mutter anstand (sie hatte natürlich trotzdem Geburtstag, wollte aber eine Woche später feiern) konnten wir uns trotzdem noch zwei Startplätze sichern. Der Samstag hatte bock auf mehr gemacht und das Wetter sollte ja nun auch besser sein. 

War es dann auch. 

Am Sonntag kam Willi dann mit 617 Punkten auf den 2. Platz und ich mit 507 Punkten ebenfalls auf den 2. Platz, einen Punkt hinter der Ersten. 

Die Ziele waren, sehr gut aufgestellt. Das Gelände der Delmenhorster ist total klasse. In diesem Jahr wurde auch einer der Bunker mitgenutzt und man musste durch ein Loch in der Wand ins dunkle auf eine Spinne schießen, von der man eigentlich nur das weiße Kreuz sehen konnte. Auch die rasende Rennschnegge war wieder dabei. Am Sonntag habe ich sie sogar getroffen. 

Mit dem Essen wurde sich auch in diesem Jahr wieder viel viel Mühe gegeben. Lecker!!! Schon alleine deshalb würde ich im nächsten Jahr wieder dabei sein wollen. 

Am Samstag zog sich leider die Siegerehrung etwas arg hin. Ich habe mich hübsch in den warmen Bunker verzogen und bin da erstmal nicht mehr raus. Vielleicht sollte man sich wirklich überlegen eine Uhrzeit für die Schießzettelabgabe  vorzugeben. Irgendeine Gruppe braucht ja immer länger als alle anderen. Einer muss ja der letzte sein. Aber wenn die dann über eine Stunde später reinkommt als die vorletzte Gruppe und dann noch nicht mal die Schießkarten ausgerechnet hat… …dann ist das schon etwas nervig. 

Unser Fazit: Andere liegen an solchen Wochenenden auf dem Sofa, weil man nicht mal seinen Hund vor die Tür jagt und wir gehen halt stundenlang durch den Wald und werfen Stöckchen aus Carbon. Aber wenn so ein tolles Turnier ansteht, dann hält es natürlich auch keinen süchtigen Bogenschützen auf seinem Sofa. 

Vielen Dank an die Delmenhorster Bogenschützen für die Ausrichtung des Eisbrecher-Turniers 2016. Wir hatten eine tolle Zeit und freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Eisbrecher Delmenhorst

Fotos und Text P. Gehrke