Landesmeisterschaft NRW in Wulferdingsen am 23. und 24.04.2016

Am 23. und 24.04. sollten wir an der Landesmeisterschaft 3D in NRW in Bad Oeynhausen teilnehmen. Der Austragungsort hatte den niedlichen Namen Wulferdingsen.

Willi verspürte am 21.04. ein leichtes Halskratzen, welches sich schnell zu einer richtigen Männergrippe entwickelte. Wir fuhren dann am  22.04. mit einem großen Arzneiaufgebot nach Bad Oeynhausen und hofften, dass wir die Grippe bekämpfen könnten, da er ja nicht nur für sich selber sondern auch für Niedersachsen um den Deutschlandpokal kämpfen sollte.

Am 23.04. wachte er dann leider doch mit Fieber auf. Kreislauf. Gelenkschmerzen. Rüsselpest und Husten. Also ein richtiges Bazillenmutterschiff. Ich ließ ihn dann nach dem Frühstück alleine im Hotel zurück, damit er sich ein bisschen ausruhen konnte. An Schießen war in diesem Zustand gar nicht zu denken.

Am Austragungsort angekommen brachte ich schnell die Anmeldung und die Bogenkontrolle hinter mich, warf ein paar Pfeile zum Warmwerden und unterhielt mich mit einigen Bekannten und Vereinskollegen. Und fror bei Wind und Kälte. Immerhin 30 Minuten später als geplant ging es mit der Begrüßung los. Kein „Guten Morgen“, keine Einleitung. Als erstes mussten wir uns erstmal eine Gardinenpredigt anhören, weil einer der Schützen gewagt hatte, zu fragen, wann es denn wohl losgehen würde. Es wurde von Respektlosigkeit gegenüber dem Veranstalter geredet, da der ja nun auch nicht hexen könne und sich einige Blankbogenschützen wohl als Jagdbogenschützen angemeldet hätten, oder vielleicht auch umgekehrt und dies alles sehr sehr viel Arbeit gewesen sei, es am Turniertag zu ändern, da ja Blank- und Jagdbogen von verschiedenen Pflöcken schießen würden. Als das Wortgewitter an uns vorüber gezogen war, wurden wir dann doch noch nett begrüßt.

Ich kenne es so, dass die Schützen am Aushang sehen, in welchen Gruppe sie eingeteilt sind. Dann stellen sie sich dementsprechend auf, es sind entweder Zettel mit den Zahlen ausgelegt oder nummerierte Pflöcke in den Boden gesteckt. Dann geht jemand vom Verein rum und verteilt die Schießkarten.

Hier wurden ALLE Gruppen einzeln verlesen, dass heißt es wurde die Gruppennummer aufgerufen und die Starter der Gruppe. Schütze A musste dann die Schießkarten abholen. Das dauerte. Es waren mehr als 150 Schützen, die persönlich verlesen wurden.

Klar wurden einige Gruppen umgestellt, da es Krankheitsfälle gab. Da hätte es aber gereicht, wenn man die geänderten Gruppen vorgelesen hätte.

Im Gelände, nach, ich glaube, wenn ich mich recht erinnere, über einer Stunde Verspätung, angekommen staunte ich nicht schlecht. Es gab keinen weißen Pflock. Blank- und Jagdbogen schossen vom blauen Pflock. Spätestens da machte das rumnölen wegen der falsch gemeldeten Schützen keinen Sinn mehr.

Der Parcours war ein Parcours der kurzen Wege. Ich hätte mich nicht getraut, die Ziele so dicht beieinander zu stellen. Manchmal konnte man in dem Wäldchen bis zu 6 Gruppen sehen. Allerdings war volle Sicherheit gegeben. Für den Pfeilfang war immer gesorgt, allerdings war der optisch nicht so der Bringer. Das Auge schießt halt mit. Teilweise bestanden die Pfeilfänge aus Holzpaletten. Eine nicht so glückliche Wahl. Gerade für die Schützen mit hohem Zuggewicht. Auch die Pfeilfangnetze hielten die Compound-Pfeile von Ulrich nicht auf. Der Pfeil verschwand auf dem Acker.

Gefühlt waren die meisten Ziele auf max. gestellt. Also ziemlich weit. Auch wurde das Gelände voll ausgenutzt und die Ziele so gestellt, dass man schlecht schätzen konnte, wie weit sie waren. Der Kopf gaukelte dem Instinkt mehr Weite oder kürzere Strecke vor.

Das Wetter war nicht so toll. Ich kam quasi den ganzen Tag nicht aus dem Schlottern raus. Dann gab es noch Graupelschauer und Wind. Nicht nur so ein Lüftchen. Nein. Auf den stehenden Bären auf der Wiese, der gefühlte 50 m weit stand, habe ich mit dem 3. Pfeil dann doch ca. 1 Meter rechts neben dem Bären angehalten und der Pfeil schlug ca. 20 cm links neben dem Bären ein.

An diesem Tag war ich mit meiner Leistung überhaupt nicht zufrieden und ging mit 211 Punkten aus dem Parcours.

Willi hatte sich geringfügig erholt, allerdings sah er immer noch ziemlich blass um die Nase aus und röchelte so vor sich hin. So eine richtige Männergrippe kann einen aber auch aus den Puschen kippen.

Am 24.04.: Frühstück – Auschecken – Losfahren.

Willi war immer noch nicht in der Lage zu Schießen und verbrachte, netterweise, den ganzen Tag im Auto und wartete auf mich.

Die Ziele waren umgepflockt und lagen mir heute irgendwie besser. Kann natürlich auch sein, dass es daran lag, dass ich klamottenmäßig aufgerüstet hatte und ich nicht fror. Wettertechnisch war wieder alles dabei und der Wind kam so heftig von der Seite, dass bei den Compoundern in unserer Gruppe die Pfeile von der Pfeilauflage rutschten. Wir mussten uns seitlich davor stellen um die Bögen etwas gegen den Wind zu schützen. Auch mir trudelten die Pfeile nur so dahin und das trotz richtig schönem Lösen. Die Hagelkörner wurden uns mit voller Wucht entgegengeschleudert. Es schien allerdings auch die Sonne und zwar mehr als am Tag davor…

Allerdings lief diese Runde richtig gut für mich und ich ging mit 155 Punkten aus dem Parcours.

Erste in meiner Klasse.

Allerdings war es keine offene Landesmeisterschaft und dass bedeutet keinen Ruhm, kein Gang aufs Treppchen, kein Händeschütteln. Eigentlich ist es ja auch richtig, dass ich als Niedersachse nicht in NRW Landesmeister werden kann. Allerdings wäre es doch schön gewesen, wenn man wenigstens dann in der Gästeklasse Urkunden verteilt hätte. Immerhin wurden ja auch von uns 25 Euronen Startgeld bezahlt.

Für die Quali zur DM werden die 366 Punkte wohl nicht reichen. Also muss ich mich in Hohegeiß ein bisschen mehr anstrengen…

Ach ja, Willi hat seine Männergrippe überstanden, es werden keine Spätfolgen nachbleiben.

Fotos gibt es keine. Fotoverbot bei allen Meisterschaften!

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ARTchers Super Cup am ARTchers Lake am 10.04.2016

Am 10.04.2016 fand der ARTchers Super Cup am ARTchers Lake (ich liebe dieses Gelände) statt. Das Wetter war wunderbar und gute Laune vorprogrammiert.

Es galt 18 Stationen zu bewältigen und das ganze zwei Mal. Die meisten Ziele waren aber nicht normal. Also nicht einfach ein Tier in die Botanik gestellt und dann vom Pflock aus darauf schießen. NEIN, so einfach (als ob „normal“ Bogenschießen nicht schon schwer genug sein kann) haben Dirk und Team es uns nicht gemacht. Und den Anspruch, in diesem Jahr wieder eins drauf zu legen, haben sie geschafft.

Schießen mit dem Rücken zum Tier oder stehend auf ZWEI Wippen (finde da mal Dein Gleichgewicht) oder sitzend oder auf einem Balken stehend oder auf den Knien oder auf einem Bein oder auf einer Leiter stehend. Auch das Schnellschießen war wieder mit dabei. Allerdings diesmal nur 15 Sekunden. Am heftigsten war das Schießen mit einem fremden Bogen. Da hat Dirk sich wirklich mühe gegeben ein paar Krücken rauszusuchen. Was haben wir gelacht. Der Pfeilflug war der Hammer…

Mein Lieblingsschuss – auf einem Stuhl sitzend durch das Maul des Heidenilpferdes auf den Flamingo. So Geil!

Auch der Schuss vom Hügel auf der Leiter stehend runter auf den Bären war klasse. Ich hasse Leitern und sind sie noch so klein. Diese stand aber wirklich sehr sicher. Sie wackelte kein bisschen.

Die Wertung war wieder sehr gewöhnungsbedürftig. Hatte man letzte Woche bei der Wittenberger Hasenjagd so exorbitant hohe Punktzahlen, kratzte beim ASC nicht ein Schütze an der 100-Punkte-Marke (Zwei Pfeile-Runde Kill 3/2, Körper 2/1 u. Sonderziele).

Willi belegte mit 87 Punkten bei den Herren mit Carbon/Alu-Pfeilen den ersten Platz und bekam eine der heiß begehrten Schiesser-Unterhosen + 3D-Ratte + Pokal. Ich kam mit 71 Punkten bei den Damen mit Carbon/Alu-Pfeilen auf den 2. Platz.

Wir hatten wieder viel Spaß am ARTchers Lake. Danke an Dirk und das ganze TEAM…

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Text und Fotos P. Gehrke

Aufräumen im neuen Gelände am 09.04.2016

Große Aufräumaktion im neuen Gelände. 

Am Samstag, 09.04.2016,  haben wir das Gelände aufgeräumt. Viele Helfer haben schon mal alte tote Bäume umgeschubst, damit niemandem beim Schießen Totholz auf dem Kopf fällt. Dann wurden Wege angelegt, Treppen gebaut, Seile gespannt und unendlich viel Müll aus dem kleinen Wald gesammelt. Was die Leute so alles wegschmeißen. Mir scheint, sie tun das dort, wo sie gehen und stehen, ohne Gedanken an andere, die auch die Natur genießen wollen. 

Vielen Dank nochmal an ALLE, die am Samstag so tatkräftig mitgeholfen haben. Ich war vor allem von den Kindern begeistert. Wie toll sie die ganze Zeit unermüdlich Müll aufgesammelt haben.

Eine Belohnung gab es natürlich auch. Es konnten nach getaner Arbeit die 16 Stationen, die bisher aufgebaut sind, geschossen werden.

Außerdem haben wir gegrillt und nett zusammen gesessen. 

Ein toller, erfolgreicher Tag!!!

„Unendlich viel Müll... ...oberflächlich besehen ist das Gelände jetzt schon ziemlich sauber. Allerdings haben wir erstmal nur die Strecken gesäubert, die man zum Schießen begehen muss. Es ist noch viel zu tun...“
Text und Foto P. Gehrke

Willi bastelt in 3D

Da es auf dem neuen Gelände schon zu Einbrüchen mit Vandalismus gekommen ist, haben wir uns überlegt, erstmal nur ganz alte, stark beschossene 3D-Ziele dort aufzustellen. Willi ist dann noch die Idee gekommen, man könnte ja mal selber versuchen, etwas aus Etaphoam-Platten zu bastel

Ich habe mir eine Platte angeschaut und sah nur Würfel, Rechtecke und Kreise, die man daraus schneiden könnte. Willi sah da ganz andere Dinge und ich bin sehr erstaunt, wie toll er die neuen Ziele hinbekommen hat.

 Das Krokodil ist ca. 3 m lang…

Bowhunter Rethems Foto.

Bowhunter Rethems Foto.
Text und Fotos P. Gehrke

8. Wittenberger Hasenjagd am 02.04.2016

Wie im Vorjahr schon angekündigt, fand die 8. Wittenberger Hasenjagd am 02.04.2016 im Gelände um den Friedensteich in Wittenberge statt.
Es werden zwar in jedem Jahr bei der Anmeldung die e-Mail-Adressen der Schützen erfragt, aber auch in in diesem Jahr bekamen wir keine Ausschreibung zugemailt. Außerdem war auch keine Ausschreibung auf der Seite der Wittenberger Schützengilde zu finden. Netterweise hat Sören dafür gesorgt, dass wir die Ausschreibung bekamen.
Wie auch im letzten Jahr galt das Überweisen des Startgeldes als verbindliche Anmeldung und auch in diesem Jahr hätte ich mir eine kleine Nennbestätigung gewünscht. So ist es doch immer ein wenig spannend, ob man überhaupt starten darf?
Wir hatten uns wieder in der Alten Ölmühle in Wittenberge einquartiert. Es ist dort einfach wunderschön. Anreise am 01.04.2016. Leider wieder etwas spät, so dass es gerade mal für einen kleinen Spaziergang an der Elbe gereicht hat. Irgendwie doof. Man kommt rum, allerdings sieht man nix anderes als Hotelzimmer, die nähere Umgebung und den Parcours. Schade eigentlich…
Bei schönstem Wetter schossen wir nun am 02.04.2016 die diesjährige, mittlerweile 8. Wittenberger Hasenjagd (für uns war es die 4.).
Wie immer war alles Perfekt. Die Schützen, das Gelände, die Ziele, die Laune und eben auch das Wetter. Irgendwann konnte man sogar die Jacke ausziehen. Das ist befreites Schießen. Ich freue mich schon auf den Sommer.
29 Ziele waren rund um den Friedensteich aufgestellt. Die Wertung war etwas gewöhnungsbedürftig. Für ein 3 Pfeile Ziel gab es die Kill-Wertung 30/20/10 und für den Körpertreffer 25/15/5. Da kamen schon ganz schöne Summen zusammen.

Das eine oder andere Sonderziel durfte auch nicht fehlen, wie die Wittenberger Morasthühner, die allerdings ganz brav ohne Matsch auf dem Waldboden saßen. Der Gritter, um dessen Zahnpflege sich eine Ratte kümmerte. Schießen hoch zu Roß und natürlich der Pfeilfresser, bestehend aus einer Betonplatte mit einem weichen Etaphoam-Kill.

Die Ziele waren meist jagdlich aufgestellt. An manchen Stellen hätte man gut mal einen richtig weiten Schuss einbauen können.

Bei den Preisen lassen sich die Wittenberger nicht lumpen. Es gab wieder wunderbare Wurst-Schinken-Giotto-Sekt-Körbe für den 1. u. 2. und Sekt für den 3. Platz. Für die Kinder gab es Rucksäcke, Spiele und für den 1. Platz sogar einen Satz von 6 FluFlus. Allerdings wurden bei den Kindern nur die ersten 3 Plätze geehrt. Ich finde es immer schön, wenn alle Kids etwas bekommen und ist es nur ein Urkunde und eine Tüte Gummibärchen.

Willi belegte mit 760 Punkten den 2. Platz. Mir gelang es auch in diesem Jahr den 1. Platz zu belegen und habe somit das dritte Mal in Folge die Hasenjagd gewonnen. Sozusagen ein Hattrick. Ach ja, 620 Punkte hatte ich. In diesem Jahr war es sehr sehr knapp. Susanne belegte den 2. Platz mit 610 Punkten.

Was zu meckern gibt es leider auch. An manchen Zielen waren die Ausführungen der Regeln etwas verwirrend beschrieben. So haben manche Gruppen ein Tier 3x beschossen und sich dafür dann auch 3x Punkte aufgeschrieben, andere Gruppen, wie auch wir, haben nach dem 1. positiven Treffer das Schießen beendet. Bei Sonderzielen muss man es so einfach wie möglich halten UND so klar wir möglich aufschreiben. Sonst gibt es zu viel Spielraum für eigene Interpretationen und vielleicht einen 2., der ein 1. Platz gewesen wäre…

Aber trotzdem freuen wir uns schon auf das nächste Jahr… – die 9. Wittenberger Hasenjagd. Vielleicht bekommen wir ja im nächsten Jahr eine Ausschreibung zugemailt.

Fotos  und Text P. Gehrke