8. Varusjagd am 25. u. 26.06.2016

Am 25. u. 26.06.2016 fand die 8. Varusjagd in Lage/NRW statt. Wir waren nur am 25.06. dabei.

Beim Aufstehen – Regen – Überlegung, einfach wieder ins Bett zu gehen.

Während der Fahrt – Regen – Umdrehen?

Bei der Ankunft – Sonne – Yeah, alles richtig gemacht!

Anmeldung, eine Passe einschießen, Rede und Hinweise zum Parcours und dann ab ins Gelände (also alles so wie immer) – Sonne

Die ersten 8 Ziele liefen so richtig super. Wetter super, Gruppe toll, Gelände schön. Das blieb auch bis zum Schluss des Turniers so, bis auf dass es ab unserer 9 Station dann anfing zu Regnen. Erst nur ein wenig, dann ein wenig mehr und dann ganz dolle. Und dann war man nass. Die Pfeile auch. Und die flogen dann irgendwie nicht mehr richtig. Meine trudelten auf das Ziel zu. Die kurzen Distanzen gingen noch, aber alles was weiter weg war, da trudelten sie dran vorbei, manchmal auch drauf. Oft fielen sie auch einfach vor dem Ziel runter. Bei den letzten Zielen war ich dann schon etwas angepestet, weil es eigentlich keine richtig weiten Schüsse gab, die Distanzen mir eigentlich lagen und ich bis zum vollkommenen Durchnässen meistens nur einen Pfeil gebraucht habe.

Das einzig positive? Es war nicht kalt. In anderen Gegenden sollen ja riesige Hagelkörner runter gekommen sein.

Negativ? Es gab überwiegend sehr schön gestaltete 2D Ziele. Wunderbar angemalt und hinter dem Kill gut verstärkt. Trotzdem habe sogar ich es geschafft mit 30 lbs durch die Tiere zu schießen. Willi schaffte DAS mit seiner 60 lbs Witwe sogar durch das verstärkte Kill. Schwub. Einfach durch und die Pfeile lagen hinter den Zielen. Da musste man schon verdammt aufpassen und schauen, wer da was geschossen hat. Im Zweifelsfall gab es dann für ein Kill einen Körpertreffer, wenn man es nicht richtig gesehen hatte.

Dass die Pfeile durch die 2D Ziele durch sind, soll wohl an der Nässe gelegen haben. Aber das war schon ziemlich nervig.

Die letzten 13 (von 30) Stationen zogen sich ewig hin. Die letzten 5 Ziele konnte man sich kaum motivieren, überhaupt noch zu schießen. Aber wir haben durchgehalten.

Als wir aus dem Parcours kamen, hörte es dann auch auf zu Regnen.

Dann kam das nächste Ärgernis. Da es so geregnet hatte haben einige Gruppen die größten Schauer schön im Trockenen verbracht und es sich im Restaurant und überdachten Biergarten gemütlich gemacht um dann weiter zu gehen, als wir klitschnass aus dem Parcours kamen und es nicht mehr regnete.

Einige Gruppen, die auch den Parcours (ohne sich unterszustellen) zu Ende gemacht haben, waren sogar noch eher fertig als wir und warteten fast 3 Stunden bis zur Siegerehrung. Es wurden zwar Decken verteilt und man konnte im Restaurant im Warmen sitzen, aber genervt waren trotzdem einige Schützen, wir auch.

Irgendwann waren die Klamotten aber am Körper getrocknet und dann gab es auch die Siegerehrung.

Willi hatte mit 664 Punkten die Tageshöchstpunktzahl und bekam ein sehr schönes Messer. Ich kam mit 482 Punkten auf den 3. Platz.

Trotz Regen hatten wir aber sehr viel Spaß. Und für das Wetter kann ja keiner was. Es gab auch Schützen, die haben ganz abgebrochen, weil das Wetter so schlecht war. Aber über eine Stunde den Regen abwarten, dann über 2 Stunden später aus dem Parcours kommen als die erste Gruppe, die ihre Schießzettel abgegeben hat und dann erst noch die Ergebnisse ausrechnen müssen? DAS geht gar nicht. Ich bin wirklich für eine Abgabefrist bei Turnieren. Und merkwürdiger Weise kommen da alle Schießzettel fristgerecht an.

Sehr nett fand ich, dass der Veranstalter Regenschirme in den Parcours brachte, damit man nicht so nass wurde. Auch war ansonsten alles gut durchorganisiert. Man hat gemerkt, dass dies die 8. Varusjagd im Teutoburger Wald war.

Bei der Ausschreibung wurde eine „Verpflegung zu günstigen Preisen“ angegeben. Das Essen war preislich auch ok und in diesem Jahr waren, ob des schlechten Wetters, keine Ausflügler vor Ort, so dass für alle Bogenschützen ausreichend leckeres Grillgut und Salat vorhanden war. Zusätzlich konnte man natürlich auch noch á la carte speisen, was natürlich (gerechtfertigter weise) etwas hochpreisiger war. Allerdings empfand ich den Kaffee für 2,20 Euronen pro Becher doch schon etwas heftig. 

Text und Fotos P. Gehrke

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Holzturnier des Ragnarök e.V. am12.06.2016

Trotz Muskelkater und akuter Schießunlust (der Parcours Hohegeiß war doch ganz schön anstrengend und das gleich zweimal) quälten wir uns am 12.06.2016 aus dem Bett. Auf nach Ragnarök. Ach ne, nach Tätenhorst zum Ragnarök e.V. der wieder sein Holzturnier ausrichtete.

Mit dabei war unsere Tochter, die wir, da wir noch einen Platz übrig hatten, gefragt hatten, ob sie nicht mitkommen wollte. Sie wollte, trotz dessen sie schon bestimmt 3 Jahre nicht mehr richtig geschossen hatte.

Wir meldeten uns an. Trugen uns in eine Gruppe und Michael und Regina kamen noch dazu. Ei, das war lustig. Wir hatten so viel Spaß, was zum Einen an uns und zum Anderen an den Zielen lag.

Bäuchlings liegend auf einem Bierzeltgarniturentisch kleine Würfel in einer bestimmten Reihenfolge zu schießen ist nun mal komisch. Also für ALLE. Schütze wie Zuschauer. Auch wenn man aus dieser Position alles trifft, nur die Würfel nicht.

Das Stehen auf einer Slagline (allerdings mit Slaglinerückensicherung) und dann Schießen, ist auch lustig. Für mich nicht ganz so, da ich bei sowas etwas Panik schiebe. Aber ich habe es ja überlebt und erfolgreich dem Tasmanischen Teufel einen Headshot verpasst.

Dann gibt es ja auch die Gattung Stahlhelmschildkröte. Manchmal klingt halt Schießen wie Kirchgang. Immer dann, wenn ein Pfeil den Stahlhelm traf, klang es Glockengleich durch den Wald.

Äste durften natürlich auch nicht fehlen. Viele Äste vor den Tieren. So manchmal traute man seinen Augen nicht, wenn man an den Pflock trat. Dreifach-Hunter und da sollen DREI Tiere stehen. Wo zum Teufel ist das DRITTE Tier?

Am Ende war aber alles Schieß- und Treffbar, wenn man nur lange genug gesucht hat. 

Willi kam mit über 531 Punkten auf den 1. Platz bei den Jagdbogen-Schützen, Lea mit 244 Punkten belegte Platz 1 bei der Langbogen-Jugend und ich kam mit 368 Punkten auf den 3. Platz bei den Jagdbogen-Damen.

Die Siegerehrung fand ich sehr gut. Als erstes wurden die 1. Plätze aller Klassen aufgerufen, die durften sich dann einen Preis aussuchen. Dann folgten die weiteren Plätze, teilweise bis Platz 6, je nach Stärke des Teilnehmerfeldes. Als Preise gab es sehr schön gestaltete Becher und Krüge aus der Töpferwerkstatt von Uwe Kardinal. Lea bekam eine liegende Stute mit Fohlen, ebenfalls ein Kunstwerk von Uwe Kardinal, welches einen Ehrenplatz in der Vitrine bekommen hat. 

So ging mal wieder ein anstrengendes schönes Bogenwochenende zu Ende. Leider hatte ich für Montag keinen Urlaub eingereicht. Hätte ich mal lieber…

Text P. Gehrke, Fotos W. Gehrke

Landesmeisterschaft 3D vom NBSV2002 in Hohegeiß am 11.06.2016

Die letzten Wochen liefen ja schießtechnisch für mich mehr als gut, einige Turniere konnte ich für mich entscheiden oder war platziert. Dann aber am Donnerstag vor der LM in Hohegeiß ging ich durch unseren Parcours und schoss quasi nur daneben. Nix ging mehr. Ein paar Tage zuvor hatte ich  zu Hause schon zwei Pfeile in der Hecke verschossen, weil ich einfach nicht mehr geradeaus schießen konnte und war schon fast verzweifelt.

Am Freitag ging es auf in den Harz. Wir hatten in Elend ein Zimmer gebucht. Mir war auch schon ganz Elend, wenn ich an die bevorstehende Meisterschaft dachte. Wie konnte Willi nur  immer so cool sein?

Das Zimmer war super. Ein Zimmer mit Sitzecke, Bett, Essecke und Küchenzeile und ein Badezimmer. Und alles ganz neu. Ganz große klasse. Von dort aus gelangt man wirklich schnell nach Braunlage, Hohegeiß, zum Brocken, Torfhaus, Hasselfelde (Pullman City) u.s.w., also sehr zentral gelegen.

Wir fuhren nach Drei-Annen-Hohe und schauten uns die Dampfloks an, setzten uns schön auf die Sonnenterrasse des angrenzenden Hotels und tranken Kaffee, aßen leckeren Kuchen, ließen die Seele baumeln und saßen einfach mal nur in der Sonne. Als wir davon genug hatten, fuhren wir nach Hohegeiß, dort hatten wir uns mit Hans-Jürgen und Martina verabredet.

Als wir dort ankamen, war ich froh, dass ich dort nicht im Panoramic-Hotel gebucht hatte. Es war in Wirklichkeit noch hässlicher als auf den Fotos. 70er Jahre Hochhäuser in einer wunderbaren hügeligen Harzgegend? Das geht für das Auge gar nicht. Vor Ort trafen wir auf Holger C. und auch Martina und H.-J. kamen dann mit ihrem Wohnmobil an. Dann wurde es auch langsam Zeit, Anke und Gerald hatten schon einen Tisch in einer „Ski-Hütte“ bestellt.

Dort saßen wir ein paar Stündchen mit einigen Bogenschützen zusammen, schlemmten und erzählten, bis es dann Zeit für uns war, wieder nach Elend zu fahren. Was für ein schöner Abend.

Auf dem ca. 17 km langen Rückweg kreuzten zwei riesige Rothirsche unseren Weg. Was für imposante Tiere. Zum Glück konnte ich noch bremsen. Auch der eine oder andere Hase hoppelte auf der Straße.

Das Bett hielt, was das Zimmer schon augenscheinlich versprochen hatte. Man konnte super darin schlafen.

Um 06.00 Uhr war dann die Nacht vorbei. Duschen, fertig machen, Koffer wieder einpacken und in Ruhe auf dem Zimmer frühstücken.

So ausgeruht und ausgeglichen kamen wir dann am Panoramic-Hotel Hohegeiß an. Erst ging es zur Anmeldung und Bogenkontrolle. Dann war noch Zeit zum Einschießen. Ich war etwas hibbelig. Hinter den Zielen war nicht gerade gut gemäht. Das konnte bei meiner Schießleistung im Moment evtl. Pfeilverlust bedeuten. Zum Glück traf ich alle Ziele mit dem ersten Schuss und meine Aufregung war fast verflogen.

Dann ging es los. Vertreter vom NBSV 2002, vom Verein Hohegeiß und den Kampfrichtern hielten eine kurze Rede, die Schießzettel wurden verteilt und wir wurden im Gelände ausgesetzt.

Der Parcours war teilweise in einem Park aufgebaut und teilweise im Wald. Das Gelände war schon recht hügelig und raubte einem teilweise etwas den Atem. Entschädigt wurde man aber mit einigen sehr schönen Bergab- und Bergaufschüssen. Die lagen mir besonders gut.

Mir persönlich hat es einfach nur Spaß gemacht, diese Meisterschaft zu schießen. Mit Jens und Monika hatte ich eine super Truppe. Nicht so verbissen sondern einfach locker und unverkrampft. SO machen Meisterschaften Spaß.

Wir schossen die 3-Pfeil- und die Jagdrunde gleich hintereinander weg. Das ging schon ganz schön an die Substanz und zwischendurch war die Konzentration wirklich ganz weg.

Meine 3Pfeil-Runde lief sowas von super. Kein Nuller. Kein 3. Pfeil. 5x 2.Pfeil und sonst alle im ersten getroffen. Und mit 350 Punkten nur 10 Punkte hinter Willi. Absolut TOP! Die Hunterrunde lief auch, insgesamt nur 7 Nuller. Damit bin ich mehr als zufrieden.

Belohnt wurden wir durch gute Ergebnisse. Goldmedaille und der Landesmeistertitel Jagdbogen Damen ü 40 gingen an mich und zwar mit für mich noch immer fast unglaublichen 531 Punkten. Willi wurde Vizelandesmeister Jagdbogen Herren ü 45 mit 591 Punkten.

Ich denke, das reicht für die Quali zur DM… 🙂 …wir freuen uns schon auf Bayern!

Text und Fotos (Tierbilder, außer der Einschießplatz, entstanden nach der LM) P. Gehrke