Jahresrückblick 2017

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Eigentlich hatte ich ja Besserung gelobt und wollte wieder mehr schreiben, aber wie das im wahren Leben so ist – ich hatte keine Zeit für Schreibkram im Jahr 2017.

Nun hoffe ich, das ihr alle gesund und munter in das Jahr 2018 rübergerutscht seid und es euch gut geht, ihr die Ziele, die ihr euch gesetzt habt, mit Leichtigkeit erreicht und dies auch noch gesund und glücklich.

Ich werde hier mal einen Schnelldurchlauf unserer Bogen-Aktivitäten im Jahr 2017 fertigen und hoffe, ich habe nichts vergessen…:

Januar

01.01.2017 – Das denken an Bogenschießen begann schon sehr früh im Jahr. Am 01.01.2017 ab 0.00 Uhr konnte man sich bei dem SV Garstedt-Wulfsen für das SBFF anmelden. Ich habe recht pünktlich dran gedacht und wir konnten uns einen Startplatz sichern.

08.01.2017 – Wir nahmen an der Landesmeisterschaft 18m Fita Halle des NBSV in Hornburg teil. Willi wurde mit 517 Punkten Landesmeister Jagdbogen Ü45 und überbot damit seinen Hallenrekord vom letzten Jahr um ein paar Punkte. Ich wurde mit 367 Punkten Landesmeisterin Jagdbogen Ü40 und hatte auch ein paar Pünktchen mehr als im Vorjahr. Zur DM haben wir uns nicht gemeldet.

14.01.2017 – Der Ragnarök e.V. hatte wieder ein paar Freunde eingeladen und wir gehören netterweise dazu. Es wurde gelacht, geschossen, gegessen, getrunken und alle hatten Spaß. Wir sind immer soooo gerne dort.

21.01.2017 – 4. Eisbär Cup der Bowhunter Rethem. Trotz des frischen Wetters und Regen wagten sich 70 Schützen in unser Flachlandgelände. Uns hat die Planung und der Aufbau wieder sehr viel Spaß gemacht. Auch von den Schützen kam nur positives Feedback. So soll es sein.

28. u. 29.01.2017 Legendär – Legende! Der Eisbrecher in Delmenhorst. Wir waren dabei. Willi nur am 28.01.2017, da belegte er mit 528 Punkten den 2. Platz und ich mit 393 Punkten den 4. Platz. Da Willi den Samstag schon etwas geschwächelt hatte, fuhr er am Sonntag nicht mehr mit. Mich konnte das nicht bremsen. Ich hatte mit Matthias B., Matthias S., Matthias V und René eine Supergruppe. Meine Leistung war nicht ganz so gut wie am Vortag, es reichte aber mit 335 Punkten für Platz 3. Am Ende eines jeden Tages gab es noch eine Verlosung. Willi gewann Eisbärhandwärmer und ich eine Mütze und einen Schleichigel. Ich habe mir an diesem Tag fest vorgenommen, mich ab jetzt voll auf die Verlosungen zu konzentrieren…

Februar

05.02.2017 – 2. Büffelturnier in Westen. Die Westener hatten von der Gemeinde und den Landwirten noch mehr Land für das Turnier zur Verfügung gestellt bekommen und dieses gut zu nutzen gewusst. Aus den Fehlern des letzten Turniers gelernt, gab es nicht einen Querast zu bemängeln. Man kam überall gut durch und es hat richtig Spaß gemacht. Das Turnier war sehr anspruchsvoll gestellt, wieder mit vielen Hunter und Walkup. Willi lag in „Sauer“ und hat wirklich was verpasst. Ich und meine neue Gleitsichtbrille, mit der ich noch nicht so eins war, belegten mit 267 Punkten den 6. Platz.

25.02.2017 – Es gab Spaß beim Kakensdorfer Spaßturnier. Zu den traditionellen Zielen gibt es auch immer ein paar wirkliche Spaßziele, wie in diesem Jahr das Rattenmobile, die verstrahlten Ratten und vom Fahrrad aus schießen. Auch hatten die Kakensdorfer „Pril“-Blümchen in die Bäume gehängt, die man zählen musste, man bekam einen Preis, wenn man die genaue Anzahl hatte oder wenigstens verdammt dicht dran war. Bei der Siegerehrung hörte der Spaß dann allerdings auf. Heftig lange Wartezeit bis die letzte Gruppe aus dem Parcours kam, die Auswertung fertig war und die Siegerehrung stattfinden konnte. Willi belegte Platz 1 mit 317 Punkten und ich Platz 3 mit 202 Punkten.

März

19.03.2017 – Bowhunter-Liga Turnier beim SV Garstedt-Wulfsen, wir schossen als Gäste mit. Das Wetter war ziemlich durchwachsen. Spaß hatten wir trotzdem. Bowhunter-Liga bedeutet: Doppelhunter auf Ziele, die ganz schön weit weg stehen können. Eine große Herausforderung. Turnier können die Garstedter und Gelände haben sie auch noch. Willi hatte 349 Punkte und ich 205. Als Gastschützen gibt es natürlich keinen Rang… …habe ich schon erwähnt, dass ich meine Gleitsichtbrille hasse?

26.03.2017 – Auf nach Büchen, mal wieder die Freunde besuchen und deren Tiere zerschießen. Wie immer ein Heidenspaß mit tollen Leuten in einem noch besseren Gelände… 😀

April

08.04.2017 – Landesmeisterschaft Feld des NBSV in Hornburg – Für mich sehr gewöhnungsbedürftig auf die Kringelscheiben im Gelände zu schießen. Einzig das Gelände, die tolle Aussicht und die Gruppe haben gemacht, dass das Schießen Spaß gemacht hat. Wir sicherten uns beide den Landesmeistertitel und die Quali für die DM, die auch in Hornburg stattfindet.

09.04.2017 – Landesmeisterschaft Wald des NBSV in Hornburg – tja, sind es Tierbilder, dann läuft es deutlich besser. Die Trefferquote war bei mir schon höher als am Vortag. Irgendwie war der Spaßfaktor auch gleich etwas höher. Ich kann halt Kringelscheiben gar nicht! Niedlich auch die neuen Tierbildauflagen. Mit „normalen“ Tieren habe die aber so rein gar nichts mehr zu tun. Eher so mit Comic-Figuren. Der Bieber hat echt ein charmantes Grinsen und der Büffel schmale Hüften… …Beide holten wir uns den Landesmeistertitel und schafften die Quali für die DM… …Hornburg, wir kommen wieder!

14.04.2017 – Juchuuuuh Geburtstag, nein, keiner von uns, Buddy und Joachim hatten. In Coppenbrügge gab es dann einen schön gestellten kleinen Parcours und hinterher saßen wir noch lange bei leckeren Essen und Getränken, die in Strömen flossen, zusammen. So machen Geburtstagspartys Spaß…

17.04.2017 – Schnuckentörn in Bergen- Katensen. Ein tolles Turnier in der Nähe. Im letzten Jahr wurde pausiert. In diesem Jahr noch einmal versucht und ab 2018 wird es wohl nicht mehr stattfinden. Zu wenig Helfer. Ein Turnier in der Größe mit nur 2 Leuten zu stellen, ist fast unmöglich. Martin und sein Kollege haben das Unmögliche geschafft. Hut ab. Das Gelände ist toll, die Schüsse von weit bis Geschenk über tricky und sehr tricky gestellt, also quasi für jeden Schützen etwas dabei. So vielfältig wie die Schüsse war das Wetter, Sonne, Regen, Hagel, Wind – es war alles dabei! Willi belegte mit 565 Punkten den 1. Platz bei den Jagdbogen-Herren und ich mit 400 Punkten den 1. Platz bei den Jagdbogen Damen (Punktgleich mit zwei weiteren Schützinnen, aber ich hatte ein Kill mehr ^^).

29. u. 30.04.2017 – 1. Südschweden-Turnier: Der Süden Schwedens beginnt gleich in Mecklenburg Vorpommern und zwar in Demen. Ein tolles 2-Tages-Turnier mit abendlicher Lagerfeuerromantik und ganz viel Spaß. Das Gelände ist weitläufig und wird sich mit einer Motorradcrossbahn geteilt. An den beiden Turniertagen wurden wir aber von keinem Motorradfahrern gestört, da die Schüsse teilweise über die Fahrspuren gingen und der Parcours auch direkt über das Gelände ging, welches doch sehr befahren aussah. Teilweise waren die Ziele sehr anspruchsvoll gestellt, von jagdlich bis sehr sportlich. Willi Platz 2 mit 820 Punkten, ich Platz 1 mit 632 Punkten. Einziges Manko an dem Turnier, die Verpflegung. Sie sollte wohl von dem ansässigen Restaurant übernommen werden, lies aber sehr zu wünschen übrig…

Mai

13.05.2017 – 11. SBFF in Garstedt. Was soll man sagen? Das Gelände ist MEGA und die Garstedter können einfach Turniere stellen. Und Frühstück. Und Erdbeerkuchen. Und Grillen. Das SBFF ist eines meiner Lieblingsturniere im Jahr. Die Stimmung ist Super und es macht einfach nur Spaß. Willi schoss sein erstes Turnier mit seinem Primitiv-Bogen. Da er keine passenden Holzpfeile hatte, hatte er einfach am Vortag bei meinen gesammelten Werken geschaut und die 8 Pfeile mitgenommen, die am Besten flogen und trafen. Das hat sich ausgezahlt. 626 Punkte und ihm war der 1. Platz bei den Primitivbogenschützen sicher. Ich hatte 536 Punkte und belegte auch den 1. Platz. Ach ja, Wetter können die Garstedter sonst auch, diesmal gab es zum krönenden Abschluss Starkregen und Gewitter. Ich war Klitschenass!!! Willi hatte einen Schirm, den er sich brüderlich mit einem Mitschützen teilte…

20.05.2017 – Landesmeisterschaft 3D NSSV in Celle. Das Gelände um den Celler Kibitzsee ist ein Traum. Der Parcours war eher jagdlich gestellt, da für uns traditionelle Schützen ja die maximale Entfernung zum Tier 30 m ist. Was es aber auch nicht unbedingt leicht macht. Erdmännchen auf 22 m müssen auch erstmal getroffen werden. Man munkelt, dass sogar Schützen am Bison vorbei geschossen haben, der nur 28 m weit weg stand. Da ist man schnell mal drüber, weil man eher 50 m Entfernung im Kopf hat. Bison = weit weg! Willi holte sich einen weiteren Landesmeisterschaftstitel und ich kam in meiner Klasse auf Platz 2.

21.05.2017 – Deutschlandpokal 3D DSB in Celle. Der letzte Deutschlandpokal, dafür gibt es aber nun eine DM, EM und WM für die man sich qualifizieren kann. Willi holte sich, nach einem spannenden Finale, den Deutschlandpokal das zweite Mal in Folge. Auch hatte er sich für die WM in Robion qualifiziert (aber das ist eine ganz andere Geschichte). Ich? Ich war ganz woanders, nämlich –

21.05.2017 – 4. Büchener Traditional. Gelände toll, Wetter gut, Gruppe prima, Essen und Trinken in ausreichender Menge und lecker. Was will man mehr – Gummitiere auf die man mit Pfeil und Bogen schießen kann? Check – vorhanden! Toller Tag mit Stephy, die Willis Startplatz übernommen hatte. 568 Punkte reichten für den 2. Platz.

28.05.2017 – Maijagd 2017 – genannt, doch sie musste leider ohne uns stattfinden. Willi hatte Angst vor dem Rückreiseverkehr. Und er hatte Recht. Bekannte brauchten 4 Stunden von Hamburg nach Walsrode und NEIN, sie sind nicht mit dem Trecker gefahren…

Juni

03.06.2017 – 3 D ARCHERS – HOORAAAAAY! Mittlerweile das 3. Turnier der 3D Archers und das 2. an dem wir teilnahmen. Innerhalb von ein paar Stunden waren alle Startplätze weg. Das Wacken des Bogensportes – das kann man so stehen lassen. Nicht nur, dass einem ein super gestelltes Turnier und mit netten Mitschützen geboten wird, nein, es gibt auch noch Spaßschießen. Essen und Trinken bis spät in die Nacht, für den einen oder anderen auch bis in die frühen Morgenstunden. Und dann noch kostenloses Zelten (ich habe meine Erinnerung jetzt aufgefrischt, warum ich seit meinem 15. Lebensjahr nicht mehr Zelten war). Willi mit 809 Punkten 3. Platz Primitivbogen Herren und ich 1. Platz mit 800 Punkten bei den Jagdbogen Damen.

05.06.2017 – 3. Beverstedter 5er Turnier. Eher ein Geheimtipp ist dieses lustige Event. Man startet mit 5 Pfeilen und muss diese in einen ca. 15 cm großen schwarzen Kreis auf eine Scheibe bringen. Jeder Pfeil, der Außerhalb dieser Fläche liegt, bzw. das weiße Papier um den Kreis herum berührt, ist raus. Wer am weitesten kommt, der hat gewonnen. Ich habe den 1. Platz bei den Damen belegt und war bei 25 m raus. Willis Platzierung ist nicht nachvollziehbar, er kam bis 35 m. Im Anschluss konnte man dann noch ein bisschen durch den angrenzenden Parcours gehen.

11.06.2017– 5. Tätenhorster Holzturnier. Eines meiner Lieblingsturniere im Jahr, auch wenn nicht alles – oder auch weil nicht alles so konventionell gestellt ist. Es macht einfach nur Spaß auf einem Stuhl sitzend zu schießen, der auch noch gezogen wird, oder durch Maschendraht oder durch Äste. Äste dürfen an fast keiner Station fehlen :D. Willi belegte mit 517 Punkten den 2. Platz bei den Jagdbogen Herren und ich den 4. Platz mit 259 Punkten bei den Jagdbogen Damen (Halloooo, ich hatte Spaß!)

18.06.2017 – 1. Königsschießen des SV Coppenbrügge. Buddy und Claudia haben sich da was schönes einfallen lassen. Sitzend schießen und dabei dann noch Hindernisse überschießen um dahinter das Ziel zu treffen. Außerdem dürfen alle, die nicht schießen, die die schießen durch lautes zurufen von lustigen Dingen ablenken. Willi hat das gar nicht gestört und er ist 1. Schützenkönig Abteilung Bogen des SV Coppenbrügge.

Juli

08. u. 09.07.2017 – Tortenturnier im ARTchers Park. Zwei Tage keine Torten treffen war angesagt, die Ziele jagdlich bis sportlich im ARTchers Park aufgestellt. 08.07. belegte Willi den 1. Platz m. d. Jagdbogen und ich den 2. Platz in meiner Klasse. Am 09.07. war dann bei mir irgendwie die Luft raus, es gibt so Tage, da steht, egal wo man hinschießt, ein Ziel. So ein Tag war für mich definitiv nicht. . Willi 1. Platz m. d. Primitivbogen, ich 8. Platz bei den Damen-Jagdbogen. Aber wenigstens hatten Birgit B. und ich viel Spaß und gaaaanz tolle Tortentreffer… 😀

16.07.2017 – Buchenschuss 2017. Leider musste Wuldur ohne uns auskommen, ICH habe den Wecker nicht gehört und wir haben voll verschlafen. So SCHADE! Gerade weil es nur alle zwei Jahre stattfindet UND ein richtig tolles Turnier ist.

22.-28.07.2017 – URLAUB! – ganz im Zeichen des Bogensportes.

22.07. Es ging früh am Morgen auf nach Wertheim. Sehr schöne und sehr alte Stadt an Main und Tauber.

23.07. besuchten wir den Parcours in Collenberg, der knapp 30 km von Wertheim entfernt ist. Der Parcours ist sehr gepflegt, es gibt 29 Stationen die meist mit Tiergruppen gestellt sind. Wir haben nicht ein zerschossenen Ziel gesehen. Für eine Runde zu zweit bei bestem Wetter benötigten wir gemütliche 4,5 Stunden. Der Parcours ist gut zu Laufen, die Ziele sehr gut gestellt in einem wunderbaren Gelände. Wir waren nicht zum letzten Mal hier.

24.07. heute mal kein Bogenschießen, lange schlafen (obwohl das Bett wirklich nicht so schön bequem war), Frühstück auf dem Überdachten Balkon mit Blick auf die Tauber incl. Entenfüttern mit Brötchenresten. Dann ab in die Altstadt und hoch zur Burgruine. Dort sind wir fast weggeweht, so windig war es. Gegen Abend dann in der Burg zu Abend gegessen. Ein tolles Restaurant.

25.07. Wolfsschlucht, was für ein megageiler Parcours, man kann kaum glauben, dass eine einzelne Person dieses Werk vollbracht hat und in einem alten Steinbruch einen so schönen Parcours entstehen lassen hat. Ursprünglich und wild ist das Gelände, die Ziele stehen hammergeil und machen richtig Laune. UND sie stehen so, dass, wenn man nicht gerade sehr weit daneben schießt, man kein Stein trifft. Selbst die Steine auf denen die Tiere stehen, sind mit Pfeilfang so präpariert, dass man es vom Abschusspflock aus gar nicht sieht, sondern echt Angst um den Pfeil hat. Das Gelände an sich ist schon sehr anspruchsvoll und ich kam das eine oder andere Mal schon an meine Grenzen. In die steileren Wege sind Stufen eingelassen die allesamt mit Steinen aus dem Steinbruch befestigt sind. Wahnsinn, was dieser Mann da leistet. Trotz des Regens hatten wir viel Spaß. Der absolute Hammer war der Schuss von der Abbruchkante runter auf die Drachen. So Geil… …Wolfsschlucht, wir kommen wieder! VERSPROCHEN!

26.07. Das Wetter ist immer noch doof! Die Altstadt ruft und das Burgrestaurant auch. Als Absacker gab es legga Bärwurtz und dann hatten wir beide Tüddelüh… 😀

27.07. Frühstück in der FeWo und dann ab nach Coburg, Frank besuchen. Dort in seiner Bäckerei gab es erstmal leckeren Zwetschgenkuchen und dann ist er mit uns zu Bearpaw gefahren (eigentlich wollten wir weiter nach Franken hoch, dort einen Parcours besuchen, aber er war zu sehr in der Bäckerei eingebunden). Erst haben wir ein bisserl im Ladengeschäft rumgestöbert und dann sind wir in den hauseigenen Parcours gegangen. Das Gelände hat ca. 1 ha Wald und dort stehen 60 Ziele an 10 Stationen. Da unsere Gruppe alleine dort war und Frank und Rudi schöne Abschussstellen kannten, waren die Schüsse teilweise eine ganz schön große Herausforderung. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, diesen kleinen aber feinen Parcours zu schießen.

28.07. Ferienwohnung verlassen, Auto packen, auf Richtung Heimat. Zwischenstation Bärleinsparcours. Ein Parcours der kleinen Wege, aber 29 sehr schön gestellte Stationen, teilweise mit Tiergruppen. Die Parcoursführung ist etwas eigenwillig, man musste quasi erstmal durch den gesamten Parcours um an Station 1 anzufangen. Auch hier sieht man, dass da eine einzelne Person seine ganze Freizeit im Parcours verbringt und sein ganzes Herzblut dort hineinsteckt. Wir haben ca. 3 Stunden (inkl. Pause) für den Parcours gebraucht, der auch sehr gut für Familien mit kleineren Kindern geeignet ist. Jeder Urlaub geht einmal zu Ende – noch ein letzter Blick auf die unendlich scheinenden Sonnenblumenfelder und dann ging es Richtung Heimat weiter.

29.07.2017 – 2. Sommerturnier Bowstore Peter Lenze. Ein reines Holzpfeile-Turnier, da der Parcours in einem Gelände steht, welches als Ferienfreizeit für Kinder und Jugendliche genutzt wird. Das Gelände ist super und die Tiere sind sehr anspruchsvoll in das Gelände gestellt, meist mit natürlichen Pfeilfängen. Willi hat den 1. Platz mit seinem Primitiv-Bogen gemacht und ich habe mit 491 Punkten den 1. Platz bei den Jagdbogen Damen gemacht.

August

06.08.2017 – 2. Beverstedter Bogengang. Eines meiner absoluten Liebelingsturniere, allerdings wohl auch das letzte seiner Art. Ein Turnier ist viel Arbeit und gerade das Aufstellen des Parcours ist mit zwei Personen fast nicht zu schaffen. M u. M haben das aber auch in diesem Jahr wieder hinbekommen, wollen 2018 wohl aber aussetzen. Wir hatten viel Spaß bei den anspruchsvoll gestellten Zielen, da hat man wirklich gemerkt, dass man sich da sehr viele Gedanken gemacht hat, wie man was hinstellt. Auch die Spaßziele waren super. Das Pferd, von dem man schießen musste, hat sich diesmal sogar bewegt. Willi Platz 1 mit 614 Punkten und ich Platz 1 mit 548 Punkten. Im Anschluss gab es dann noch eine Verlosung und was soll ich sagen, Willi und ich haben einen Bogenbaukurs gewonnen. Ich freue mich schon riesig darauf! – UND werde berichten…

27.08.207 – Wellier Jagdturnier. Ein MUSS in jedem Jahr, das Turnier in Wellie. Schönes Gelände, toll gestellter Parcours. Was soll ich sagen, wir sind gerne da! Willi Platz 1 mit 528 Punkten, und ich Platz 1 mit 437 Punkten.

September

09.09.2017 – Juniperus-Jagd in Schwebda. Ich liebe dieses Turnier. Sehr anspruchsvolles Gelände und Schüsse. Viele sehr starke Schützen. Tolle Organisation und leckeres Catering. Liebevoll gestellter Parcours mit richtigen  Tiergruppen, z.B. Wölfe, die ein Reh jagen, eine ganze Rehherde oder Füchse die Gänse jagen, die richtig schön in Szene gesetzt waren. Willi kam mit 540 Punkten auf den 8. Platz und ich mit 446 Punkten auf den 4. Am Ende gab es noch eine Verlosung, da räumte ich auch noch ein Fässchen Eschweger Bier ab. Sehr süffig. Also Verlosung kann ich…

10.09.207 – Bärenhatz in Nienburg. Immer wieder ein schönes Turnier und so nah dabei. Quasi ein Heimspiel. Und wo sie sonst immer etwas länger gebraucht haben als in der Ausschreibung stand, waren sie diesmal überpünktlich – wir aber zu spät. Die Gruppen waren schon alle im Gelände. Wir dann auch ganz schnell… Auf dem alten Bundeswehrgelände gibt es einige Bunker, so dass man schön rauf und runter schießen kann. Von jagdlich bis sportlich ist alles dabei. Und auch in diesem Jahr musste man wieder auf das lebendige Dammwild achten. Scheu sind die Tierchen nicht. Willi belegte mit 389 Punkten den 4. Platz und ich mit 351 Punkten den 1. Platz bei den Damen.

23.09.2017 – DM Feld DBSV Hornburg. Das Gelände war uns bekannt, Willi, der erst als wir zu Hause den Wagen gepackt haben, bemerkte, dass er gar keine passenden Pfeile mehr für die Black Widow Greybark hat und auch nicht wirklich Material um welche zu bauen, bastelte im Hotelzimmer abends eben noch mal schnell drei Pfeile zusammen, drei alte hatte er noch und drei Rohschäfte. Allerdings hatte er keine Säge zum kürzen dabei und so musste er mit Pfeilen schießen, die zu lang waren und dementsprechend auch zu weich. Hat er aber ganz gut gemeistert und belegte immerhin noch den 5. Platz. Ich hatte zwar mehr Punkte als bei der Landesmeisterschaft, aber so richtig zufrieden war ich mit meiner Leistung nicht. Platz 6 für mich – habe ich schon erwähnt, dass ich diese Kringelscheiben hasse??? Ich kann das einfach nicht! Und es macht mir auch keinen Spaß! Zudem sorgte auch noch die Warterei in den Wartezonen für Unmut. Erst ging es ruckzuck, schießen, aufschreiben, Pfeile ziehen, weiter zur nächsten Scheibe und die vor uns waren dann meist schon auf dem Weg zu ihrer nächsten Scheibe, so dass wir kaum Wartezeit hatten. So lief es bis zum 18 Ziel. Für die letzten 6 Stationen haben wir dann länger gebraucht als für die ersten 18. Hammer. Wenigstens war das Wetter schön, man konnte sich wenigstens mal ein bisschen auf den Rasen setzen.

24.09.2017 – DM Wald DBSV Hornburg – ohne uns. Willi war gefrustet wegen seiner Pfeile und hatte keine Lust mehr, außerdem hatte er Abends auch etwas tiefer ins Glas geschaut. Der Hauptgrund war allerdings, dass ich mir bei der Warterei von bis zu 45 Minuten vor dem nächsten Ziel beim Sitzen auf dem Boden eine Blasenentzündung zugezogen hatte und nicht schießen konnte. Sonst hätte ich mir das nicht nehmen lassen.

Oktober

01.10.2017 – Celler Herbstjagd. Auch diesmal musste ich alleine Starten, Willi hatte keine Lust. Kann man das glauben? Keine Lust auf Bogenschießen? – Das gibt es doch gar nicht. Kurzfristig ist Michael E. eingesprungen und hat Willis Startplatz übernommen. Am Anfang hatte ich ein wenig Angst, dass wir viel auflaufen würden, da die Celler in diesem Jahr mit Wartegruppen gearbeitet hatten. Man sollte auch zu zweit vom Pflock schießen, was teilweise gar nicht möglich war. Die Befürchtung war aber unbegründet, wir kamen gut durch und sind kaum aufgelaufen. Das Turnier war, wie immer in Celle, super gestellt. Der Parcours hat sehr viel Spaß gemacht. Am Anfang habe ich mich mit Arnd ein bisschen gebattelt, mal war er vorne, dann mal ich aber irgendwann ist er unerreichbar an mir vorbei gezogen. Was hatten wir für einen Spaß. Eine tolle Truppe und auch wieder neue Schützen kennen gelernt. Ich belegte mit 448 Punkten den 7. Platz.

0207.10.2017 Urlaub Urlaub Urlaub

02.10. – Anreise in Rauenberg in der Pension Stern. Rauenberg liegt in der Nähe von Wertheim und somit ziemlich in der Nähe von mehreren Bogenparcours. Die Pension ist sehr familiär geführt und man gehört als Gast sofort dazu. Die Zimmer sind sauber, gemütlich und mit viel Liebe eingerichtet. Man sieht sofort, dass Pferde die große Leidenschaft der Familie Klotz ist. Ein Restaurant gibt es vor Ort nicht, man kann aber auch Abendessen mitbuchen, alles eine Absprachesache. Das Frühstück war reichlich und lecker – vor allem das selber gebackene frische Brot, da lässt man jedes Brötchen für stehen…

03.10. – Hans-Jürgen und Martina kommen an und können sogar ihr Wohnmobil auf dem Gelände der Pension Stern abstellen.

Mittags ging es ab nach Collenberg, eine Runde auf dem Parcours drehen. Das Wetter war super, nicht zu warm und nicht zu kalt UND trocken. Der Parcours war teilweise umgestellt und einige Stationen waren mit neuen Tieren bestückt.

Nach dem Parcoursbesuch sind wir nach Wertheim gefahren, haben ein bisschen gebummelt und sind dann hoch zur Burg gegangen und haben dort lecker gegessen.

Im Anschluss haben wir in der Gemeinschaftsküche der Pension Stern noch lange zusammen gesessen, die verschiedenen selbstgebrannten Obstler und angesetzten Likörchen probiert und haben uns gut unterhalten. Mit einem mittelschweren Tüdellüh ging es dann sehr spät ins Bettchen.

04.10. – Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es ab in die Wolfsschlucht. Wie schon beim letzten Mal waren wir schier überwältigt von diesem tollen Parcours. Auch Martina und Hans-Jürgen gefiel der Parcours und so manches Mal blieben wir einfach stehen und freuten uns über Ausblick und Gelände. Auch hier wurden neue Tiere aufgestellt. Auch wurde oben auf dem höchsten Punkt des Parcours mit Arbeiten für ein neues Ziel begonnen. Ein neuer Teich? Wir sind gespannt, denn 2018 werden wir wieder gucken kommen.

Dann ging es wieder nach Wertheim, Kaffee beim Italiener, ein bisschen Shoppen und Schlendern durch die Altstadt und später dann Abendessen im Restaurant „Zum Ochsen“. Auch sehr zu empfehlen.

Der Abend klang dann wieder bei Obstler und mit leichtem Tüdellüh aus.

05.10. – nun hieß es zweimal Abschied nehmen, Martina und Hans-Jürgen sind nach dem Frühstück wieder nach Hause gefahren und wir sagten der Pension Stern ade und machten uns auf nach Coburg.

Wir haben uns dann mit Frank und Rudi in Ummerstadt auf dem Parcours von Christian Unger von Longlife  getroffen, der noch nicht offiziell geöffnet war. Wir durften netterweise den Parcours testen. Uns hat er Spaß gemacht. 21 Stationen mit Tiergruppen bestückt, so dass man voll auf seine Kosten kommt.  Nur die letzten zwei Stationen waren doof, da fing es an zu gießen 😀 … im Anschluss sind wir noch zu Christian gefahren, dort gab es leckere Backwaren, die Frank mitgebracht hatte, damit wir uns stärken konnten. Außerdem zeigte er uns noch einige seiner Longlife-Targets und seinen Arbeitsplatz, an dem er die Custom-Bögen für Bearpaw fertigt.

06.10. – Frühstück, mal wieder Koffer packen und da Frank noch in der Backstube zu tun hatte, sind wir dann auf die Veste Coburg gefahren und haben mal ein bisschen was kulturelles gemacht. In der Veste, die erstaunlich gut erhalten ist, gibt es ganzjährig einige Ausstellungen. Es gab viel zu sehen…

Gegen mittag trafen wir dann wieder in der Bäckerei ein und Frank hatte extra für uns seinen bayrischen Zwiebelkuchen gemacht. Sehr lecker! Zum Abschluss haben wir noch mit Frank und Rudi den Bearpaw Parcours geschossen und sind im Anschluss weiter nach Hornburg gefahren. Ein gejuckel. Zwei Vollsperrungen mit Riesenumleitungen auf der B6. Statt 3,5 Stunden haben wir fast 5 Stunden gebraucht und Willi war not amused.

Um 21.00 Uhr haben wir dann eingecheckt im Hotel Schützenhof Hornburg. Wir hatten ein ganz tolles Zimmer. Und der Hornburger Grieche ist genau nebenan, der ist wirklich spitzenklasse und entschädigte Willi für die lange Fahrt.

07.10. – und schon wieder auschecken und auf zum 4. Turnier am Hainberg. Auch eines unserer Lieblingsturniere. Super Gelände, herzlicher Verein und gutes Essen und ich kann mal wieder meine tollen Holzpfeile fliegen lassen. Wir waren in einer Gruppe m. Peter L., Christian S. und Dirk H. – hat viel Spaß gemacht mit so vielen guten Schützen in einer Gruppe zu schießen. Leider war durch die anhaltenden Regenfälle der Bogen ziemlich rutschig, einmal habe ich mich glatt auf den Hosenboden gesetzt. Ich matschig, Pfeile matschig, Bogen matschig, aber zum Glück nichts kaputt. Mein absolutes Highlight – der Schuss auf den Rothirschen. Vom Abschusspflock aus, sah der wirklich aus wie´ne Maus, so klein. Dann noch Berg runter. Und dann lege ich da noch ein X-Kill hin. Ich jubel immer noch… Am Ende belegte Willi mit 417 Punkten Platz 2 bei den Primitivbogen-Herren und ich mit 393 Punkten den 1. Platz bei den Jagdbogen-Damen.

21.10.2017 – 4. Kürbis Cup. Das Hochwasser hatte sich pünktlich wieder so weit verzogen, dass die Vorbereitungen reibungslos durchgeführt werden konnten und auch mehrere Schüsse über die Wölpe möglich waren. An unserem Grundstück kann man ja nichts ändern, dass ist halt, wie es ist – Flachland. Aber der Schwierigkeitsgrad lässt sich ein bisschen steigern. Die Entfernungen waren meist ziemlich sportlich und die Kürbisse hatten Lea und ich schön angebracht, so dass kein Schütze ohne Kürbistreffer/Minuspunkte nach Hause gegangen ist. Wir hatten unseren Spaß, die Schützen auch! Was will man mehr…

November

18.11.2017 – SIOT vom ARTchers Land. In diesem Jahr fand das SIOT, welches eigentlich ein MUSS ist, im ARTcher Park in Wesendorf statt. Wir mussten aus privaten Gründen leider absagen und waren nicht dabei.

19.11.2017 – Paderbow in Paderborn. Wieder viele nette Menschen getroffen, Zeit zum Plaudern, Stöbern und Ausprobieren. Willi hat von Raul seinen gesponserten Bogen überreicht bekommen. Ich habe bei Matthias Klein/Der Bow den Takedown ausprobiert und mich spontan verliebt. Ein tolles Teil! Haben will… …aber ich habe ja meine Siri und mit der bin ich immer noch glücklich! Der Honigbär von Franzbogen ist nun unser. Auch ein paar Federn haben wir uns gegönnt. Ich probiere mal eine andere Form aus… Endlich habe ich auch Thomas Czech, der hinter den TC-Targets steckt, persönlich kennen gelehrt, nach dem wir uns schon so oft so nett über e-Mail ausgetauscht haben. Auch hier stockten wir unseren Bestand um zwei Truthähne auf.

25.11.2017 – 20 Jahre Ragnarök e.V. – das MUSS gefeiert werden und wir durften dabei sein. Die Ragnaröker wissen, wie man seinem Lieblingssport nachgeht und wie man feiert. Nach der Begrüßung ging es ab in das angrenzende Gelände, ein bisschen Nachtschießen. In Begleitung von Ragnarök-Schützen hat man immer Spaß – wir haben so gelacht. Romantisch war es auch, die Tiere glitzerten im Taschenlampenlicht, sie waren mit einer Glitzer-Eisschicht überzogen. Als wir dann durchgefroren wieder im Vereinsheim ankamen war auch die warme Suppe schon fertig. Leckere Gulaschsuppe. Viel später ging es dann glücklich und satt wieder Richtung Heimat.

Dezember

09.12.2017 – Weihnachtsschießen der Bowhunter Rethem. Leider hatte in diesem Jahr fast keiner Zeit, so dass wir eine überschaubare Truppe von 11 Schützen waren. Holger und ich hatten am Vormittag fünf Stationen (nur so wenig, weil es doch ziemlich kalt und windig war, so dass wir doch lieber den Schutz der Hecke und des Stalls genutzt haben) mit 10 Zielen aufgestellt. Für jedes Ziel gab es 4 Pflocke (gelb – grün – blau – rot) die von geschenkt bis überaus sportlich zum Ziel standen. Die Pflockfarbe und die Anzahl der Schüsse (0-3) mussten gewürfelt werden. Feststellung: Willi kann auch Würfeln, er wurde mit 91 Punkten Sieger. Glücksspiel scheint nicht so meins zu sein. 1 Pfeil vom roten Pflock (z.B. ca. 50 m auf einen Auerhahn) war ganz schön schwierig. Auch schön 0 Pfeile von Pflock x. Eine Verlosung hatten wir leider nicht, sonst hätte ich mich darauf konzentriert. Spaß hat es aber allemal gemacht. Im Anschluss saßen wir noch gemütlich zusammen und haben gegessen, getrunken, geredet und gelacht. Jeder hatte etwas mitgebracht. Es war eine schöne kleine Feier…

10.12.2017 – Gruppentreffen der Facebook-Gruppe „3D Bogenschießen Nord“ im ARTchers Park. Leider konnte ich aus zeitlichen Gründen nicht dabei sein, aber Verlosung kann ich auch in Abwesenheit. Nadine und Ingo haben sich die Arbeit gemacht und ganz viele Sponsoren für eine Weihnachtsverlosung gefunden. Bei dem GT im ARTchers Park wurden dann ganz viele tolle Sachen rund um das Bogenschießen verlost und ich habe ein 3D-Schweinderl gewonnen. Schwein muss man haben… – und das kommt nun in unseren Parcours.

26.12.2017 – Parcours Archers Hill in Barsinghausen. Nach jahrelangen zähen Verhandlungen hat es Rolf endlich geschafft und hat seinen Parcours eröffnet. Da wir am 26.12.2017 schon seit einigen Jahren nicht viel essen und faul auf dem Sofa rumsitzen, sondern uns lieber mit lieben Menschen zum Bogenschießen verabreden, haben wir uns in diesem Jahr den Archers Hill Parcours als Treffpunkt ausgesucht.

Ein schöner Parcours mit viel Liebe aufgestellt und macht Laune. Es gibt eine Einschießwiese und 21 Stationen die geschossen werden wollen. Das Gelände ist gut zu gehen, die Aussicht ist atemberaubend. Bei gutem Wetter sieht man sogar das Steinhuder Meer. Für das nächste Jahr haben wir uns vorgenommen dort häufiger zu trainieren.

29.12.2017 – letztes Training im Jahr mit Glühwein und Keksen und Besuch von Sven aus Büchen. Das Wetter war so weit gut, dass wir auch in der Hecke schießen konnten. Bei Sonnenuntergang ging es dann in die Halle.

 

So, ein langer Jahresrückblick. Wer hier unten angekommen ist – Hut ab für das Durchhaltevermögen.

Wir möchten uns bei allen Veranstaltern von Turnieren, Vereinen, bei denen wir mal reinschnuppern durften und Parcoursbetreibern für ein so tolles Bogenjahr 2017 bedanken. Vielen Dank für all die Arbeit die ihr investiert habt, damit wir Spaß hatten.

Weiterhin möchte wir uns bei Sabine Szymanski und Katharina Freimann für ihr jahrelanges und unermüdliches Engagement für uns Bogenschützen beim NSSV bedanken. Auch an alle Kampfrichter geht unser Dank. Wir verneigen uns vor allen, die Sabine zur Seite stehen, ihre Konsequenzen aus dieser Sache gezogen haben und ihr Amt niedergelegt haben oder ruhen lassen. Wir werden im Jahr 2018 ein Zeichen setzen und keine Veranstaltung des NSSV/DSB besuchen.

Vielen vielen Dank auch an das Bowhunter Rethem Team, welches den Parcours in Walsrode pflegt und auch bei Turnieren hilft. Ohne Euch wären wir nichts!!!

Nun hoffe ich, dass wir uns alle gesund und munter im neuen Jahr wieder sehen!

Liebe Grüße, Petra

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Deutsche Meisterschaft 3D 2016 vom DBSV in Ballhausen/Syrgenstein vom 13.-14.08.2016

Deutsche Meisterschaft 3D in Bayern? Willi wollte erst nicht dorthin fahren, weil es ja doch schon eine ganz schöne Strecke ist, die man so fahren muss. Ich malte ihm die Aussicht auf ein schönes Turnier in der bayrischen Bergwelt aus und da hatte ich ihn. Wir beschlossen, wenn wir die Qualifikation schaffen, dann fahren wir auch hin.

Nachdem Willi bei der Landesmeisterschaft in Bad Oeynhausen krank war und meine Quali nicht ausreichte bauten wir auf Hohegeiß. Und ja, wir schafften beide eine gute Quali und vertraten somit Niedersachsen bei der Deutschen Meisterschaft in Bayern.

Als wir am Freitag, 12.08.2016, an der Halle in Syrgenstein ankamen, waren wir erstmal ein bisschen enttäuscht. Keine hohen Berge.

Wir brachten die Bogenkontrolle hinter uns und dann ging es zum gemütlichen Teil über. Wir suchten ein Restaurant, welches unsere ganze Truppe bewirten wollte und konnte. Das gestaltete sich irgendwie schwierig, da viele Restaurants geschlossen hatten. Warum auch immer, an einem Freitag. Nach einigem Suchen fanden wir ein griechisches Restaurant. Wirklich wie eine alte Taverne in Griechenland. Für viele, die eingedeutschtes griechisches Essen gewöhnt sind, keine kulinarische Offenbarung. Uns hat es aber geschmeckt und die Runde war lustig.

Relativ früh trieb es uns in unser Hotel zurück. Man wollte ja am Wettkampftag ausgeruht an den Start gehen.

Am Morgen des ersten Wettkampftages ließen wir noch kurz ein paar Pfeile auf dem Einschießplatz fliegen und ich verfluchte mich mal wieder, dass ich 14 Tage vor der DM noch so an meinen Pfeilen rumgebastelt hatte, dass sie ganz anders flogen. Viel länger geradeaus. Und ich kam damit noch gar nicht richtig klar. Nun gut, für langes nachgrübeln war eh keine Zeit mehr. Wir wurden in Bussen in die Parcours gefahren. Von den Bussen mussten wir eine ganze Strecke durch den einen Parcours gehen um zum Sammelplatz zu gelangen. Lauter Ziele, die geradeaus zu schießen waren. Ich fühlte mich gleich wie in der platten Heide und war doch etwas enttäuscht.

Wir sammelten uns an unseren Startnummern und ich konnte endlich meine Mitschützen (m/w) kennen lernen. Heike, quasi eine direkte Ü-40 Konkurrentin, gefiel mir auf anhieb. Eine sehr sympatische und sehr gute Schützin. Dann hatten wir noch zwei 14jährige in der Gruppe. Meine anfängliche Angst, ich müsse auf zwei Heranwachsende aufpassen, zerstreute sich bald. Die Beiden waren doch sehr selbstständig und man musste nur hier und da mal ein paar Regeln durchsetzten.

Vor dem Schießen gab es natürlich viele viele Reden. Dann wurde von einer Solistin noch die Deutsche Nationalhymne gesungen, ich muss sagen, das war besser als damals Sarah Connor. Die Sängerin hier kannte ihren Text. Und ich bekam eine Gänsehaut und wurde urplötzlich sehr aufgeregt.

Dann ging es raus ins Gelände. Auch hier kamen wir an vielen vielen Stationen vorbei, die einfach in der flachen Botanik rumstanden.

Dann waren wir an unserer ersten Station angekommen und brüteten noch ein wenig in der gleißenden Sonne vor uns hin. Es war schon sehr heiß und sollte noch heißer werden.

Bei den ersten Stationen war noch alles in Ordnung. Heike und ich lagen Kopf an Kopf und dann kam der Schuss auf das liegende Bisonkalb. Wir stehen gerade im Vollauszug da ruft auf einmal jemand, gefühlt neben uns: „Haaaaalllloooooo!“. In so einem Moment geht einem einiges durch den Kopf. Und – man lässt einfach los und verreißt auch noch den Bogen.

Wir standen mit dem Rücken zu dieser Geräuschquelle und konnten nicht sehen, wie dicht er uns war. Ob etwas mit uns nicht stimmte. Oder auch, was überhaupt sein Plan war.

Es war Thomas Röher (VIEZEPRESIDENT), der laut rufend über die Wiese schritt und einem jungen Mädchen, welches eine Station weiter stand, einen Pfeil bringen wollte, der hinter einem Ziel gefunden worden war.

Trotz dieser Störung mussten wir weiter schießen, denn die drei Minuten liefen ja. Und vom Pflog abtreten, sammeln und noch mal schießen ist ja nicht gestattet. Heike und ich waren uns einig. DAS hat uns total rausgebracht. Mich mehr, sie weniger. Ab da lief es halt nicht mehr so gut, was natürlich auch an den neuen Pfeilen gelegen haben könnte.

Nach den 28 Zielen waren wir rechtschaffend fertig und durchgeschwitzt. Wir gaben nur noch unsere Schießzettel ab und fuhren dann zurück ins Hotel. Essen gehen? Ohne uns. Wir verzogen uns auf unser Zimmer, duschten, aßen zu Abend (wir hatten uns, weil wir morgens immer so früh am Treffpunkt sein mussten, dass es noch kein Frühstück im Hotel gab, Verpflegung mitgebracht) und vielen quasi tot ins Bettchen.

Am nächsten Tag wiederholte sich das Spiel. Diesmal schossen wir den anderen Parcours. Für eine Hunter-Runde fand ich ihn zu weit gestellt. Klar waren wir auf einer DM, aber das schießen soll doch auch noch Spaß machen. Niemand würde auf die Idee kommen, mit einem traditionellen Jagdbogen einen Keiler auf gut 50 Meter zu erlegen, wenn er auch noch schräg zu einem steht. Oder eine Wildkatze (die mit der Ente auf der gestreckten Pfote) auf 38 Meter zwischen Bäumen. Von der Färbung her, hätte ich die Katze auf die Schnelle gar nicht entdeckt, wenn der Kampfrichter nicht gesagt hätte, wo sie steht.

Am Ende reichte es für mich für den 5. Platz und ich bekam noch eine Urkunde. Mein Plan, gesund aus dem Parcours zu kommen und beide Tage, trotz der Hitze, gut zu überstehen und nicht letzte zu sein, ist aufgegangen. Und zwei Plätze besser als im letzten Jahr war ich auch noch. Willi kam auf einen guten 12. Platz, war mit seiner Leistung wohl aber nicht so zufrieden, weil er sich, nach der Bronzemedaille im letzten Jahr vielleicht noch ein bisschen weiter vorne gesehen hatte. Mit der Mannschaft holte sich Willi die Silbermedaille. 

Was mir nicht gefiel: Pfeilfang existierte quasi nicht. Wenn man einen Pfeil verschoss, musste man richtig suchen, was natürlich sehr zeitraubend war. Ich habe gehört, das an manchen Stationen bis zu 8 Gruppen aufgelaufen sein sollen. Die Kampfrichter waren sehr bemüht, durch Pfiffe und Rufen, die Suchenden zum Weitergegen zu bewegen. Auch das laute Rauschen und Piepsen der Walkytalky’s war ziemlich gewöhnungsbedürftig, wenn man am Pflock stand und sich eigentlich auf den Schuss konzentrieren wollte.

Was mir gut gefiel: Oh, da gibt es viel. Erstmal die Gruppe der Ü40 Mädels. Das war schon ein lustiger Haufen. Von Konkurrenzkampf war da nichts zu spüren. Dann wurden die Minis und Schüler von Mitgliedern des SV-Ballhausen in Gruppen durch den Parcours geführt. Das ist für die Kinder bestimmt schöner (für die erwachsenen Schützen natürlich auch) als wenn sie alleine mit den Großen unterwegs sein würden.

Abschließend: Der SV-Ballhausen hat eine DM hingelegt. SUPER! Die Parcours waren, obwohl viel Flachland dabei war, sehr anspruchsvoll gestellt. Es gab einige neue Targets, die ich zuvor noch NIE gesehen hatte und man sich da doch in der Größe mächtig verschätzen konnte. Alles war super organisiert. Sollte es da Probleme gegeben haben, hat man sie als Schütze nicht bemerkt. Da können die Schützen des SV-Ballhausen sehr stolz auf sich sein.

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Martina, Petra, Willi, Hans-Jürgen, Buddy und Claudia – die Coppenbrüggener Manschaft.

Im nachhinein ist noch etwas zu bemängeln. Die Quallifikations-Turniere der Niedersachsen und der Bayern waren nicht auf Mindestmaß gestellt. Da kann in erster Linie der Schütze nichts für. Der schießt den Parcours, der ihm angeboten wird.

Es wurden dann, der Gerechtigkeit wegen, den Schützen aus Niedersachsen und Bayern Punkte abgezogen. 

Das ist auch in Ordnung. 

Für die Niedersachsen ist es allerdings so gelaufen, dass ALLEN aus Niedersachsen stammenden Schützen Punkte abgezogen wurden, egal wo sie ihre Qualli geschossen hatten. Von einem weiß ich, er hat nur die Landesmeisterschaft in NRW mitgeschossen, ihm wurden aber auch Punkte abgezogen. Schützen aus NRW, die in Niedersachsen eine hohe Qualli geschossen hatten, wurden keine Punkte abgezogen. 

Wer ein klärendes Gespräch mit dem DBSV suchte, biss da wohl auf Granit. Die Ranglisten wurden nicht richtig gestellt.

Dass man da sauer war, wenn man auf Grund eines solchen Fehlers nicht bei der DM starten durfte, kann ich voll verstehen.

So etwas darf nicht passieren! 

Foto unbekannt, Text P. Gehrke

Landesmeisterschaft 3D vom NBSV2002 in Hohegeiß am 11.06.2016

Die letzten Wochen liefen ja schießtechnisch für mich mehr als gut, einige Turniere konnte ich für mich entscheiden oder war platziert. Dann aber am Donnerstag vor der LM in Hohegeiß ging ich durch unseren Parcours und schoss quasi nur daneben. Nix ging mehr. Ein paar Tage zuvor hatte ich  zu Hause schon zwei Pfeile in der Hecke verschossen, weil ich einfach nicht mehr geradeaus schießen konnte und war schon fast verzweifelt.

Am Freitag ging es auf in den Harz. Wir hatten in Elend ein Zimmer gebucht. Mir war auch schon ganz Elend, wenn ich an die bevorstehende Meisterschaft dachte. Wie konnte Willi nur  immer so cool sein?

Das Zimmer war super. Ein Zimmer mit Sitzecke, Bett, Essecke und Küchenzeile und ein Badezimmer. Und alles ganz neu. Ganz große klasse. Von dort aus gelangt man wirklich schnell nach Braunlage, Hohegeiß, zum Brocken, Torfhaus, Hasselfelde (Pullman City) u.s.w., also sehr zentral gelegen.

Wir fuhren nach Drei-Annen-Hohe und schauten uns die Dampfloks an, setzten uns schön auf die Sonnenterrasse des angrenzenden Hotels und tranken Kaffee, aßen leckeren Kuchen, ließen die Seele baumeln und saßen einfach mal nur in der Sonne. Als wir davon genug hatten, fuhren wir nach Hohegeiß, dort hatten wir uns mit Hans-Jürgen und Martina verabredet.

Als wir dort ankamen, war ich froh, dass ich dort nicht im Panoramic-Hotel gebucht hatte. Es war in Wirklichkeit noch hässlicher als auf den Fotos. 70er Jahre Hochhäuser in einer wunderbaren hügeligen Harzgegend? Das geht für das Auge gar nicht. Vor Ort trafen wir auf Holger C. und auch Martina und H.-J. kamen dann mit ihrem Wohnmobil an. Dann wurde es auch langsam Zeit, Anke und Gerald hatten schon einen Tisch in einer „Ski-Hütte“ bestellt.

Dort saßen wir ein paar Stündchen mit einigen Bogenschützen zusammen, schlemmten und erzählten, bis es dann Zeit für uns war, wieder nach Elend zu fahren. Was für ein schöner Abend.

Auf dem ca. 17 km langen Rückweg kreuzten zwei riesige Rothirsche unseren Weg. Was für imposante Tiere. Zum Glück konnte ich noch bremsen. Auch der eine oder andere Hase hoppelte auf der Straße.

Das Bett hielt, was das Zimmer schon augenscheinlich versprochen hatte. Man konnte super darin schlafen.

Um 06.00 Uhr war dann die Nacht vorbei. Duschen, fertig machen, Koffer wieder einpacken und in Ruhe auf dem Zimmer frühstücken.

So ausgeruht und ausgeglichen kamen wir dann am Panoramic-Hotel Hohegeiß an. Erst ging es zur Anmeldung und Bogenkontrolle. Dann war noch Zeit zum Einschießen. Ich war etwas hibbelig. Hinter den Zielen war nicht gerade gut gemäht. Das konnte bei meiner Schießleistung im Moment evtl. Pfeilverlust bedeuten. Zum Glück traf ich alle Ziele mit dem ersten Schuss und meine Aufregung war fast verflogen.

Dann ging es los. Vertreter vom NBSV 2002, vom Verein Hohegeiß und den Kampfrichtern hielten eine kurze Rede, die Schießzettel wurden verteilt und wir wurden im Gelände ausgesetzt.

Der Parcours war teilweise in einem Park aufgebaut und teilweise im Wald. Das Gelände war schon recht hügelig und raubte einem teilweise etwas den Atem. Entschädigt wurde man aber mit einigen sehr schönen Bergab- und Bergaufschüssen. Die lagen mir besonders gut.

Mir persönlich hat es einfach nur Spaß gemacht, diese Meisterschaft zu schießen. Mit Jens und Monika hatte ich eine super Truppe. Nicht so verbissen sondern einfach locker und unverkrampft. SO machen Meisterschaften Spaß.

Wir schossen die 3-Pfeil- und die Jagdrunde gleich hintereinander weg. Das ging schon ganz schön an die Substanz und zwischendurch war die Konzentration wirklich ganz weg.

Meine 3Pfeil-Runde lief sowas von super. Kein Nuller. Kein 3. Pfeil. 5x 2.Pfeil und sonst alle im ersten getroffen. Und mit 350 Punkten nur 10 Punkte hinter Willi. Absolut TOP! Die Hunterrunde lief auch, insgesamt nur 7 Nuller. Damit bin ich mehr als zufrieden.

Belohnt wurden wir durch gute Ergebnisse. Goldmedaille und der Landesmeistertitel Jagdbogen Damen ü 40 gingen an mich und zwar mit für mich noch immer fast unglaublichen 531 Punkten. Willi wurde Vizelandesmeister Jagdbogen Herren ü 45 mit 591 Punkten.

Ich denke, das reicht für die Quali zur DM… 🙂 …wir freuen uns schon auf Bayern!

Text und Fotos (Tierbilder, außer der Einschießplatz, entstanden nach der LM) P. Gehrke

Landesmeisterschaft NRW in Wulferdingsen am 23. und 24.04.2016

Am 23. und 24.04. sollten wir an der Landesmeisterschaft 3D in NRW in Bad Oeynhausen teilnehmen. Der Austragungsort hatte den niedlichen Namen Wulferdingsen.

Willi verspürte am 21.04. ein leichtes Halskratzen, welches sich schnell zu einer richtigen Männergrippe entwickelte. Wir fuhren dann am  22.04. mit einem großen Arzneiaufgebot nach Bad Oeynhausen und hofften, dass wir die Grippe bekämpfen könnten, da er ja nicht nur für sich selber sondern auch für Niedersachsen um den Deutschlandpokal kämpfen sollte.

Am 23.04. wachte er dann leider doch mit Fieber auf. Kreislauf. Gelenkschmerzen. Rüsselpest und Husten. Also ein richtiges Bazillenmutterschiff. Ich ließ ihn dann nach dem Frühstück alleine im Hotel zurück, damit er sich ein bisschen ausruhen konnte. An Schießen war in diesem Zustand gar nicht zu denken.

Am Austragungsort angekommen brachte ich schnell die Anmeldung und die Bogenkontrolle hinter mich, warf ein paar Pfeile zum Warmwerden und unterhielt mich mit einigen Bekannten und Vereinskollegen. Und fror bei Wind und Kälte. Immerhin 30 Minuten später als geplant ging es mit der Begrüßung los. Kein „Guten Morgen“, keine Einleitung. Als erstes mussten wir uns erstmal eine Gardinenpredigt anhören, weil einer der Schützen gewagt hatte, zu fragen, wann es denn wohl losgehen würde. Es wurde von Respektlosigkeit gegenüber dem Veranstalter geredet, da der ja nun auch nicht hexen könne und sich einige Blankbogenschützen wohl als Jagdbogenschützen angemeldet hätten, oder vielleicht auch umgekehrt und dies alles sehr sehr viel Arbeit gewesen sei, es am Turniertag zu ändern, da ja Blank- und Jagdbogen von verschiedenen Pflöcken schießen würden. Als das Wortgewitter an uns vorüber gezogen war, wurden wir dann doch noch nett begrüßt.

Ich kenne es so, dass die Schützen am Aushang sehen, in welchen Gruppe sie eingeteilt sind. Dann stellen sie sich dementsprechend auf, es sind entweder Zettel mit den Zahlen ausgelegt oder nummerierte Pflöcke in den Boden gesteckt. Dann geht jemand vom Verein rum und verteilt die Schießkarten.

Hier wurden ALLE Gruppen einzeln verlesen, dass heißt es wurde die Gruppennummer aufgerufen und die Starter der Gruppe. Schütze A musste dann die Schießkarten abholen. Das dauerte. Es waren mehr als 150 Schützen, die persönlich verlesen wurden.

Klar wurden einige Gruppen umgestellt, da es Krankheitsfälle gab. Da hätte es aber gereicht, wenn man die geänderten Gruppen vorgelesen hätte.

Im Gelände, nach, ich glaube, wenn ich mich recht erinnere, über einer Stunde Verspätung, angekommen staunte ich nicht schlecht. Es gab keinen weißen Pflock. Blank- und Jagdbogen schossen vom blauen Pflock. Spätestens da machte das rumnölen wegen der falsch gemeldeten Schützen keinen Sinn mehr.

Der Parcours war ein Parcours der kurzen Wege. Ich hätte mich nicht getraut, die Ziele so dicht beieinander zu stellen. Manchmal konnte man in dem Wäldchen bis zu 6 Gruppen sehen. Allerdings war volle Sicherheit gegeben. Für den Pfeilfang war immer gesorgt, allerdings war der optisch nicht so der Bringer. Das Auge schießt halt mit. Teilweise bestanden die Pfeilfänge aus Holzpaletten. Eine nicht so glückliche Wahl. Gerade für die Schützen mit hohem Zuggewicht. Auch die Pfeilfangnetze hielten die Compound-Pfeile von Ulrich nicht auf. Der Pfeil verschwand auf dem Acker.

Gefühlt waren die meisten Ziele auf max. gestellt. Also ziemlich weit. Auch wurde das Gelände voll ausgenutzt und die Ziele so gestellt, dass man schlecht schätzen konnte, wie weit sie waren. Der Kopf gaukelte dem Instinkt mehr Weite oder kürzere Strecke vor.

Das Wetter war nicht so toll. Ich kam quasi den ganzen Tag nicht aus dem Schlottern raus. Dann gab es noch Graupelschauer und Wind. Nicht nur so ein Lüftchen. Nein. Auf den stehenden Bären auf der Wiese, der gefühlte 50 m weit stand, habe ich mit dem 3. Pfeil dann doch ca. 1 Meter rechts neben dem Bären angehalten und der Pfeil schlug ca. 20 cm links neben dem Bären ein.

An diesem Tag war ich mit meiner Leistung überhaupt nicht zufrieden und ging mit 211 Punkten aus dem Parcours.

Willi hatte sich geringfügig erholt, allerdings sah er immer noch ziemlich blass um die Nase aus und röchelte so vor sich hin. So eine richtige Männergrippe kann einen aber auch aus den Puschen kippen.

Am 24.04.: Frühstück – Auschecken – Losfahren.

Willi war immer noch nicht in der Lage zu Schießen und verbrachte, netterweise, den ganzen Tag im Auto und wartete auf mich.

Die Ziele waren umgepflockt und lagen mir heute irgendwie besser. Kann natürlich auch sein, dass es daran lag, dass ich klamottenmäßig aufgerüstet hatte und ich nicht fror. Wettertechnisch war wieder alles dabei und der Wind kam so heftig von der Seite, dass bei den Compoundern in unserer Gruppe die Pfeile von der Pfeilauflage rutschten. Wir mussten uns seitlich davor stellen um die Bögen etwas gegen den Wind zu schützen. Auch mir trudelten die Pfeile nur so dahin und das trotz richtig schönem Lösen. Die Hagelkörner wurden uns mit voller Wucht entgegengeschleudert. Es schien allerdings auch die Sonne und zwar mehr als am Tag davor…

Allerdings lief diese Runde richtig gut für mich und ich ging mit 155 Punkten aus dem Parcours.

Erste in meiner Klasse.

Allerdings war es keine offene Landesmeisterschaft und dass bedeutet keinen Ruhm, kein Gang aufs Treppchen, kein Händeschütteln. Eigentlich ist es ja auch richtig, dass ich als Niedersachse nicht in NRW Landesmeister werden kann. Allerdings wäre es doch schön gewesen, wenn man wenigstens dann in der Gästeklasse Urkunden verteilt hätte. Immerhin wurden ja auch von uns 25 Euronen Startgeld bezahlt.

Für die Quali zur DM werden die 366 Punkte wohl nicht reichen. Also muss ich mich in Hohegeiß ein bisschen mehr anstrengen…

Ach ja, Willi hat seine Männergrippe überstanden, es werden keine Spätfolgen nachbleiben.

Fotos gibt es keine. Fotoverbot bei allen Meisterschaften!

DM DBSV Fita Halle 18 m ohne Visier in Döbeln 12.03.2016

Wir sind schon am Freitag angereist, da wir am 12.03. schon am Vormittag starten mussten. Also eigentlich nur Willi. Ich war ja „nur“ 1. Nachrückerin.

Vor Ort haben wir uns angemeldet und ich musste dann noch eine ganze Weile warten, ob ich nun starten durfte, oder nicht. Insgesamt waren 17 Nachrücker vor Ort. Das war ganz schön nervenaufreibend.

Eine Jagdbogenschützin hatte Pech und war krank. Glück für mich, ich rückte nach und durfte starten.

Das war schon ganz schön aufregend. Man weiß, wie weit die Scheiben entfernt sind und könnte ja nun munter drauf los schießen, so wie beim Training. Beim Warmschießen klappte das auch noch. Und dann kam der Trööööt für den Wettkampf. Man kann sich noch so oft sagen, dass es ja nicht anders als sonst ist. Aber es ist halt doch eine Deutsche Meisterschaft. Und da hat man ja auch so ein bisschen das Recht, aufgeregt zu sein. Irgendwie…

Wir schossen 2 Durchgänge je 10 Passen a 3 Pfeile.

Am Ende hatte Willi das Treppchen um 11 Punkte verpasst und landete mit 499 Ringen auf Platz 4. Im Training hatte er immer so um die 520 Ringe, da war er doch etwas enttäuscht. Ich kam auf den 6. Platz, was ja an sich nicht so spektakulär ist, da es auch nur 6 Schützinnen in meiner Leistungsklasse gab. Allerdings hatte ich mein Ziel, über 400 Ringe zu schießen mit 408 Punkten erreicht. Da hatte sich das Training doch gelohnt, denn bei der Landesmeisterschaft waren es nur 361 Punkte gewesen. So war ich voll zufrieden mit meiner Leistung und nach Oben ist ja auch noch etwas Luft.

Mal sehen wie es im nächsten Jahr läuft.

Gruppenfoto unbekannt, Foto und Text P. Gehrke

Offene Landesmeisterschaft 18m Fita Halle des NBSV in Bad Pyrmont am 17.01.2016

Eigentlich hatten wir uns überlegt, Bad Pyrmont ist ja nicht soooo weit weg, da könnte man mal ein bisschen früher aufstehen und am Morgen fahren. Kurzfristig entschieden wir uns dann aber für die Anreise am Vortag und dem Nächtigen in einem Hotel/einer Pension.

Und das war auch gut so, denn am 16.01. schneite es und es brach schon so ein mittelschweres norddeutsches Schneechaos aus. Straßen wurden nicht geräumt. Gestreut wurde auch nicht. So schlichen wir dann so vor uns hin und benötigten statt 1,5 Stunden gute 2,5 Stunden bis Bad Pyrmont.

Gegen 19.00 Uhr kamen wir in der Pension Blume an. Hans Jürgen, Martina und Uwe waren schon vor Ort und hatten einen Griechen ausgesucht, bei dem wir uns treffen wollten. Als wir dort ankamen, war dieser schon rappelvoll. Daneben war ein Chinese. Da waren nur zwei Tische besetzt. Wir setzten uns und ich muss sagen, so schlecht habe ich noch nie Chinesisch gegessen. Die Suppe war sehr lecker. Die Gerichte nicht so. Die Gebratenen Nudeln mit Ei schmeckten so, als ob die Eier schlecht gewesen wären. Der Bratreis wurde gar nicht aufgefüllt. Genau wie die Hummerkrabben mit Gemüse und das Gemüse mit Soße, welches noch einigermaßen geschmeckt hatte. Dann konnte man sich auch rohes Gemüse und Fleisch zusammenstellen und braten lassen. Teilweise sah es nicht sehr frisch aus. Es gab auch nur zwei Sorten Soße (Soja Soße und pikante Soja Soße). Es schmeckte nicht. Der Nachtisch war dann wieder lecker.

Und es gab OUZO in 4cl Gläsern. Für die Männer sehr wichtig… …den Litchi-Likör, den ich mir bestellt hatte, der schmeckte so, als ob er schon mehrere Monate geöffnet rumgestanden hätte. Ich habe mich beschwert und musste ihn trotzdem bezahlen. Es gab dann von mir kein Trinkgeld, obwohl ich da sonst nicht so knauserig mit bin.

Ein Gutes hatte es, man war nicht so vollgefressen und man konnte gut schlafen.

Auf dem Rückweg zur Pension Blume kamen wir dann an einem Steakhouse vorbei. Grrrr… …beim nächsten Mal erkundige ICH mich, wo es was gibt!

Das Zimmer war sehr nett. Wir haben geschlummert wir Engel. Allerdings war die Dusche etwas klein aber zweckmäßig.

Am Morgen hat man extra für uns schon um 07.00 Uhr Frühstück gemacht, obwohl es am Wochenende immer erst um 08.00 Uhr fertig ist. Sehr nett!

In der Halle angekommen kroch dann so langsam die Aufregung hoch. Ist halt doch was anderes – Wettkampf oder Training. Nur für den abgebrühten Willi nicht.

Die Einschießphase lief und in den 40 Minuten hatte ich einen 21er Schnitt, was schon sehr gut für mich ist. Dann ging der Wettkampf los und es wurde schlechter. So wie es ans Aufschreiben geht… Mist!

Willi machte doofe Sprüche, wie: „Ach, ist das Gold heute wieder groß! DAS kann man ja nur treffen.“ und verunsicherte die Schützen die um ihn herum standen. Dann legte er auch noch einen Robin-Hood-Schuss mit Ansage hin. Großkotz der. 

Was soll man zu einer Hallenmeisterschaft viel erzählen? Die Scheiben stehen auf 18 Meter. Wir Jagdbogner schossen auf 60er Scheibenauflagen. Es wurden im ersten Durchgang 10 Passen á 3 Pfeile geschossen und dann beim zweiten Durchgang noch mal das Selbe.

Zwischen den beiden Durchgängen gab es eine kleine Pause. Claudia und ich testeten Lebensmittel. Käsebrötchen vs. Bockwürstchen. Claudias Käsebrötchen hat gewonnen. Am besten war allerdings der Mars-Riegel, jedenfalls gab er kurzzeitig Power. Beim nächsten Mal muss ich unbedingt eine Palette  Schokoriegel anliefern lassen.

Willi ging mit 507 Ringen aus der Halle und konnte seinen Landesmeistertitel verteidigen. Ich hatte das erste Mal an so einer Landesmeisterschaft teilgenommen. Auch ich habe einen Landesmeistertitel errungen und zwar mit schlappen 361 Punkten. Mein Ziel war es, die 400 Ringe zu knacken, da mir das beim (ich weiß, 3x auf Scheibe schießen ist eigentlich keines) Training zwischen 406 und 420 Ringen hatte. 

Da die Auswertung und das drucken der Urkunden so lange gedauert hatte, wurde die Siegerehrung im Vorraum der Turnhalle (nicht gerade sehr feierlich) abgehalten, damit die Folgegruppen schon mal mit ihrer Meisterschaft anfangen konnten. 

Heute, am 10.02.2016 sind auch die Qualizahlen für die Deutsche Meisterschaft des DBSV in Doebeln veröffentlicht worden. Willi ist auf Platz 4 und damit hat er sich für die DM qualifiziert. Ich bin auf Platz 6, da die sehr guten Jagdbogen Damen Ü45  aus Schleswig Holstein nicht genannt haben, und damit 1. Nachrücker. 

Da ich Willi begleite, nehme ich halt einfach den Bogen mit und sehe dann am Tag der Deutschen Meisterschaft, ob nicht vielleicht doch ein Plätzchen für mich frei ist. 

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Team Coppenbrügge

Text P. Gehrke, Foto Unbekannt

 

 

21. und 22.11.2015

Am 21.11.2015 fand das Weihnachtsschießen mit anschließender Weihnachtsfeier beim SV Coppenbrügge statt. 

Es wurde wieder ein Killturnier veranstaltet. Das heißt, es zählt nur das Kill des 3D-Targets und ansonsten gibt es Minuspunkte für Körpertreffer, wenn man daneben schießt oder wenn man gar nicht schießt. 

16. Ziele waren für uns aufgestellt, vor jedem Ziel 3 Plöcke und es musste 2x geschossen werden. Die Plus- oder Minus-Punkte wurden, je nachdem für welchen Pflock man sich entschieden hatte, noch mit einem Schwierigkeitsfaktor multipliziert. Klingt kompliziert? – War es auch. Nach dem 10 Ziel hatte man sich aber daran gewöhnt. 

Willi hatte über 800 Pluspunkte und wurde 1., ich hatte noch 80 Pluspunkte und meinen Platz weiß ich leider nicht mehr. Auf alle Fälle war ich nicht Letzte… 😀 – Männer und Frauen wurden zusammen gewertet. 

Im Anschluss gab es im Vereinsheim, in dem schon der Ofen wärmend vor sich hin bollerte, ein weihnachtliches 3 Gänge-Menü. Friedel und Tina hatten sich selbst übertroffen und für uns alle lecker gekocht. Es gab eine Suppe, ähnlich wie Hochzeitssuppe, allerdings aus abgekochten Rehknochen, dann gab es Rotkohl, Klöße, Reh, Reh-Frikadellen und Schweinebraten. Alles sehr sehr lecker. Zum Nachtisch hatte man die Qual der Wahl, denn einige Schützen hatten etwas dazu beigetragen. Es gab bestimmt neun Leckereien, eine leckerer als die andere. 

Nach dem Essen saßen wir noch lange zusammen und das eine oder andere Bogenschützenlatain wurde ausgetauscht. Aber irgendwann ging auch dieser schöne Tag zu Ende. 

Wir hatten es ausnahmsweise mal nicht so weit, wir hatten uns im Felsenkeller, gegenüber vom Vereinsheim, eingenistet. Sehr zu empfehlen. Ein tolles Hotel. 

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Frisch gestärkt nach einem tollen Frühstück fuhren wir dann gegen Mittag los nach Bad Pyrmont. Kreismeisterschaft Hameln-Pyrmont Fita Halle 18 m stand an. 

Nach einigen Wirrungen (Willi sollte mit dem Jagdbogen um 09.00 Uhr morgens und wir anderen alle am Nachmittag starten. Da hat sich Willi noch kurzfristig entschlossen, er würde Langbogen schießen, denn wir wollten ja ausschlafen und in Ruhe das leckere Frühstück zu uns nehmen. Claudia hat das dann zum Glück auch noch hinbekommen) startete Willi dann bei den Langbogenschützen und hat eine sehr gute Ringzahl geschossen. Ich müsste jetzt auf die Urkunde schauen, es waren jedenfalls über 400 Ringe und damit wurde er Kreismeister Hameln-Pyrmont.

Ich musste mit meinem Jagdbogen mit den Blankbogenschützinnen schießen und zwar auf die 40er Auflage. Der erste Durchgang lief bis zur 7 Passe ziemlich schlecht. Ich hatte nur 57 Punkte. 100 pro Durchgang hatte ich mir aber selber als Ziel gesetzt. Um die zu erreichen musste ich mich dann ganz schön anstrengen. Ich habe es sogar noch hinbekommen 109 Ringe zusammenzukratzen. Der zweite Durchgang lief besser und mit 157 Punkten hatte ich dann deutlich mehr Punkte als beim Training, das ja immerhin 2x stattgefunden hat. Ich kam mit 266 Ringe auf den 5 Platz von 5 Teilnehmern, war aber nur 10 Ringe hinter der 4. und 30 hinter der 3. Außerdem habe ich keinen Pfeil neben die Scheibe und keinen Pfeil auf eine andere Auflage geschossen. DAS ist sogar den ganz Guten passiert. Also kann ich ganz zufrieden sein. 

Fita-Schießen wird zwar nicht meine Lieblings-Disziplin werden, allerdings war es doch ganz lustig mit den ganzen Schützen in der Halle zu stehen. Ein bisschen unbeliebt habe ich mich bei den Blankbogen-Damen aber wohl gemacht. Ich sagte zu meiner Vereinskollegin: „Weißt Du, warum ich heute hier schieße? Nein? Das einzige war noch langweiliger ist, als Fita schießen, ist beim Fitaschießen zuzuschauen!“ Fanden die anderen Blankbogen-Damen nicht so lustig.

Abschließend muss ich sagen, dass es mir doch sehr viel Spaß gemacht hat und ich gemerkt habe, dass ich einiges an Trainingsdefizit habe, was die kontinuierliche Trefferquote auf 18 m angeht. Auch die Konzentration steigert man und dass ist das was mir ja bei den 3D Turnieren ab und an auch noch fehlt. 

Am 17.01.2016 ist Landesmeisterschaft Fita Halle 18m. Da darf ich dann wieder auf die 60er Scheibe schießen. Ich freue mich schon drauf. 

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Text P. Gehrke – Foto: Unbekannt

 

Deutsche Meisterschaft 3D des DSBV in Volkmarshausen am 08. und 09.08.2015

Als im Juli die Qualifikationszahlen veröffentlicht wurden, waren wir total happy. Willi (war zu erwarten gewesen, bei der hohen Punktzahl) und ich (Hey. Das hätte ich nie erwartet) hatten uns beide für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Was für eine Leistung. 🙂 

Schnell wurde ein Hotel in Hann. Münden gebucht. Von mir aus konnte es los gehen. 

Die Shadow-Hunters Volkmarshausen richteten die Deutschen Meisterschaft 3D am 08. u. 09.08.2015 aus.

Wir kamen am Freitag an und konnten schon mal zur Bogenkontrolle. Pfeile, Bogen und Schießhandschuh wurden genau unter die Lupe genommen und dann bekam man einen Aufkleber auf den Bogen. Außerdem bekam man die Startnummern, die man sich gut sichtbar an den Bogenköcher basteln sollte und es hing die Gruppeneinteilung aus.

Am Abend saßen wir noch ein bisschen mit Martina und Hans-Jürgen zusammen, es zog uns aber schnell zum Hotel. Irgendwie waren wir doch etwas kaputt. 

Wir nächtigten im Aegidienhof. Ein sehr schönes Hotel in der Altstadt von Hann.Münden. Die Betten waren wirklich hervorragend. Fast besser als das zu Hause und wir schliefen wie die Steine. Am nächsten Tag sind wir dann früh raus. Schnell um 8.00 Uhr zum Frühstück (eher gab es leider noch nichts). Das war sehr urig. Wir frühstückten in einer zum Café umgebauten Kirche. Ein komisches Gefühl so auf den gepolsterten Kirchenbänken zu Sitzen und zu Essen, selbst für mich als Atheist. Aber das Frühstück war gut und die Kirche innen mit grellen Farben bemalt und überall hingen bunte moderne Bilder. 

Leider blieb uns nicht viel Zeit, denn wir mussten schon um 09.00 Uhr am Schießplatz sein. Also ging es los und je dichter man dem Gelände kam, desto aufgeregter wurde man. 

Am Einschießplatz war die Hölle los. Über 500 Schützen wollten sich warm schießen. Ein Gedränge. Da wollte ich nicht mitmachen. Einschießen wird ja auch vollkommen überbewertet. Einen komischen Beigeschmack hatte das schon. Irgendwie fühlte man sich unvorbereitet. Turniere gehe ich oft, ohne mich einzuschießen, weil wir gerne mal gerade Just-in-time da sind und dann so viele Bekannte vor Ort sind, dass ich gar nicht zum Einschießplatz komme. Aber hier, auf der DM? Irgendwie fühlte man sich furchtbar unvorbereitet.

Zu allem Überfluss fing es an zu regnen und ich hatte keinen Regenschirm dabei. Es tröpfelte stetig und ich wurde nass und nasser. Zum Glück war es schon recht warm. 

Dann kamen die Reden. Der neue Leitende-Kampfrichter wies uns nochmal darauf hin, besonders vorsichtig zu sein und gutes Schuhwerk zu tragen, denn der eigentliche Leitende-Kampfrichter hatte sich am Vortag bei der Begehung der Parcours das Bein gebrochen und läge nun im Krankenhaus. Oha. Da wurde ich noch aufgeregter. Unwegsames Gelände und ich, wir mögen uns nicht. Dann wurde es feierlich, die Deutsche Nationalhymne wurde gespielt. Hach und das Gefühl, nun zu den besten Schützen Deutschlands zu gehören(jedenfalls zu den Besten derer, die auf einer Landesmeisterschaft angetreten sind), die nun um den Meisterschaftstitel schossen, das lies einem ganz warm ums Herz werden. 

Willi und ich waren in der orangen Gruppe, er mit der Startnummer 17d und ich mit der Startnummer 22d (es gab 4 Gruppen). Wir starteten an diesem Tag im gelben Parcours mit der 3 Pfeil Runde. Alles klappte Reibungslos. Wir wurden zu unseren Startplätzen gebracht, wo ich vollkommen atemlos ankam, und mussten dann noch ein wenig auf den Startschuss warten. Zum Glück. So konnte man noch ein wenig verschnaufen.

Dann hallte der Startschuss durch das Gebirge und los ging es. 32 Stationen galt es zu bewältigen. Ein Schuss schöner als der andere. Die Tiere waren so schön gestellt. Am liebsten hätte ich ganz viele Fotos gemacht, was natürlich verboten ist, deshalb gibt es von mir auch keine. 

Meine erste Station war ein Bär der Kategorie 1, der aber nicht auf die volle Entfernung von 50 Metern stand, sondern wesentlich näher. Das nahm mir ein wenig die Angst vor den sehr weiten Schüssen und ich wurde ruhiger. 

Es hat so viel Spaß gemacht, auch wenn ich zwischendurch echt dachte, meine Lunge verabschiedet sich gleich (150 Höhenmeter mit bis zu 47° Steigung nahmen einem den Atem). 

Wunderschön war auch der alte Eisenbahntunnel mitten im Gelände. Um von einem zum nächsten Ziel zu kommen, mussten wir ihn durchqueren. Man kam sich so ein bisschen wie auf den Spuren der Inkas vor, denn man ging durch den Wald, bog um eine Ecke und da ragte es plötzlich vor einem auf, das Portal aus einer anderen Zeit. Bewachsen mit Büschen, Moosen, Farnen und Gräsern. Nun mussten wir durch dieses Portal und zwar in die Dunkelheit, die nur durch das Licht der aufgestellten Kerzen ein wenig erhellt wurde. Eine wunderschöne Stimmung. Wenn ich „meine“ drei Männer (Steffen, Stefan u. Peter) nicht dabei gehabt hätte, wäre mir wohl etwas mulmig geworden. So ging ich voll Forscherdrang vor und genoss den Gang durch das kühle gut 325 m lange Tunnelgewölbe. 

Am Ende des Tages stand ich auf Platz 6 mit 291 Punkten, Willi auf Platz 4 mit über 400 Punkten. 

Und wir waren richtig fertig. Eigentlich wollten wir noch mit Hans-Jürgen und Martina ein bisschen feiern. Allerdings blieb das beim verzehren des Kartoffelgratengs (INSIDER), welches die Beiden im Dutch Oven gezaubert hatten. Auf das Schichtfleisch verzichteten wir, das hätte zu lange gedauert und wir wären wohl auf unseren Campingstühlen eingeschlafen. 

Früh verabschiedeten wir uns. Im Hotel stiegen wir noch schnell in die Dusche und schliefen sofort ein, als die Köpfe die Kissen berührten. Morgens klingelte der Wecker VIEL zu früh. Fertig machen, Frühstücken, los zum Turniergelände.

Auch heute das Selbe Bild am Einschießplatz, so dass wir diesen gemieden haben. 

Heute war nun die Hunterrunde dran, die wir auf dem weißen Parcours zu bewältigen hatten. Wir wurden zur Station 22 gebracht und hatten den höchsten Aufstieg. Ich hätte kotzen können, wenn ich dafür noch genügend Atem gehabt hätte. Zwischendurch war ich echt versucht, mich einfach hinzusetzen und zu sagen: „ICH WILL NICHT MEHR!“. Nachdem sie uns nun gute 2 Kilometer in den Berg geführt hatten, kam ich quasi fertiger an unserem Startpunkt an, als ich gestern aus dem Parcours gekommen war. Die Beine schmerzten, die Lunge brannte. Und als der Startschuss fiel, war ich noch gar nicht ganz  bei Atem. 

Unser erstes Ziel waren Fasane. Die ersten beiden schossen. Beide drüber. Mein Partner schoss. Drüber. Ich stand da. Noch immer leicht außer Atem. Visierte das Tier an. Dachte: „Der steht gut, das kannst Du!“ – löste, der Pfeil flog durch die Luft und landete mit einem satten Plopp im X-Kill. Yeah! Das nächste Ziel nullte ich, das war auch etwas weiter weg. Beim nächsten gab es einen Körpertreffer und ich führte die Gruppe an. Nun setzte der Kopf ein. Und? 8 Nullrunden hintereinander bei machbaren Schüssen (ich hätte echt fast geheult, 8 Nuller und dann noch die körperliche Erschöpfung obendrauf). Ich sah mein Tagesziel mit 150 Punkten aus der Hunterrunde zu kommen, schwinden. Dann mal wieder ein Treffer. Dann wieder Nullrunden. Irgendwann dachte ich, wenn ich mit 50 Punkten hier raus gehe, wie peinlich. Dann hatte ich 51 Punkte, wir hatten aber nur noch 8 Ziele vor uns. Wie ich es gemacht habe, weiß ich nicht, aber ich kam immerhin noch auf 109 Punkte, zum Schluss war ich aber auch richtig wütend. Ich hatte 4 Sockeltreffer und 5 Abpraller. Vielleicht gab das noch mal so einen Motivationskick? 

Willi hatte mit seiner Gruppe auch viel Spaß. Natürlich kann ich darüber nichts berichten, aber wem er die Geschichten noch nicht erzählt hat, der kann ihn bestimmt gerne fragen. 

Das Gelände des weißen Parcours war, nachdem man einmal Oben war, nicht ganz so anstrengend wie der gelbe Parcours. Ich kam an meine Grenzen und noch ein gutes Stück weiter. In der Hunterrunde dachte ich so manches Mal: „Jetzt aufhören würde gar nichts ausmachen!“ Ich habe meinen inneren Schweinehund überwunden und selbst bei den vielen Schüssen daneben hatte ich, auch dank meiner Gruppe, viel Spaß und Freude an den schön aufgestellten Zielen.

Ich hoffe, wir schaffen es im nächsten Jahr wieder, uns für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Auch wenn alles etwas aufregender ist, als wenn man zu einem Turnier geht, macht es doch unheimlich Spaß, sich mit den vielen sehr guten Bogenschützen zu messen. Und man sieht, auch die guten, erfahrenen Bogenschützen haben Nerven, nicht nur wir Frischlinge. Auch haben einige das Handtuch geworfen und sind am zweiten Tag gar nicht mehr angetreten. 

Willi kam mit 671 Punkten auf den 3. Platz bei den Herren Jagdbogen Ü45 und ich mit 400 Punkten auf den 7. Platz bei den Damen Jagdbogen Ü40. Willi hat sein Ziel, auf dem Treppchen zu stehen, geschafft. Mein Ziel war es, nicht letzte zu werden und gesund aus dem Parcours zu kommen. Das habe ich auch geschafft.

Willi the Winner... 3. Platz bei der DM! SUPER

Wir freuen uns, das wir an einer so gut durchorganisierten Veranstaltung teilnehmen durften. Es gab wirklich nichts zu meckern. Es gab keinen Schuss, der irgendwie lieblos in die Botanik gestellt wurde. Jeder Schuss war eine Augenweide und ein Genuss für den Schützen. Der Parcours war sehr anspruchsvoll gestellt. Das hatte weder was mit dem schwer zu gehenden Gelände noch etwas mit den Weiten zu tun. Die Ziele waren alle nicht auf die Maximalentfernung gestellt, aber durch Bodenwellen, Senken, Hügelchen, Schluchten, Bäume, Licht und Schatten wurde dem Instinkt so manches Schnippchen geschlagen und auch die die gut Entfernungen schätzen konnten, lagen oft daneben. 

Leider dauerte es dann mit der Siegerehrung ziemlich lange. Erst warteten wir noch auf eine Gruppe (ich sage ja, es gibt immer eine Gruppe die sehr viel länger braucht als alle anderen) und dann dauerten die Ehrungen gute zwei Stunden. 

Fotos gibt es von mir, wie oben schon geschrieben, leider keine, allerdings kann man auf der Seite der Shadow Hunters Volkmarshausen in der Galerie schauen. Über 800 Fotos sind dort anzuschauen. 

Unsere herzlichen Glückwünsche gehen an alle Deutschen Meister 2015 und an alle Platzierten.

Foto und Text P. Gehrke

Offene Landesmeisterschaft 3D Niedersachsen in Coppenbrügge am 23.05.2015

Am 23.05.2015 fand die Offene Landesmeisterschaft 3D Niedersachsen in Coppenbrügge statt.

Da wir schon um 07.30 Uhr an der Anmeldung sein sollten, reisten wir schon am Abend des 22.05. an und quartierten uns im Hotel am Bahnhof in Coppenbrügge ein. Wir fuhren dann kurz zu unserem Verein SV Coppenbrügge und brachten noch einige Dinge mit für das Turnier „Jagd auf den Pfingstochsen 2015“ welches wir in diesem Jahr leider nicht mehr mitschießen durften, weil wir ja nun dem Verein angehören.

Wir halfen hier und da ein wenig mit, aber mehr Willi, da ich immer noch ziemlich kaputt von meinem kleinen, mittlerweile fast 14 Tage anhaltenden, Migräne-Schub war. Auch das MRT mit Kontrastmittel, bei dem nun festgestellt wurde, dass keine Läsion und kein Tumor für die Migräne verantwortlich sind und ich bei der Meisterschaft starten durfte, hatte Spuren hinterlassen. Ich konnte das Zeug nicht ganz so gut ab. Am Abend aßen wir noch lecker im Mediterranen Restaurant Bulut. Sehr zu empfehlen.

Am Morgen ging es dann ohne Frühstück (das hätte es im Hotel erst ab 08.00 Uhr gegeben) zum Vereinsgelände. Netterweise hatten die fleißigen Helferlein schon haufenweise Brötchen beschmiert und Kaffee gekocht. Denn so ganz ohne was zu Essen in den Parcours ist nicht gut.

Dann zur Anmeldung, Gruppenaufteilung angeschaut und zur Bogenkontrolle und ab auf den Einschießplatz. Auweia! Fast 14 Tage ohne Training hatten sich bemerkbar gemacht, ich hatte immer noch die Holzpfeile im Kopf gespeichert und war fast immer zu hoch. Mist Mist Mist… …Willi hatte keine Probleme und traf ständig, der Streber.

Dann stellten wir uns an unseren Startnummern auf (ich hatte 26 – also ziemlich nah am Vereinsheim, Willi an Ziel 13, das waren die Ratten), bekamen eine kurze Einweisung, Schreibbretter mit den Schießzetteln und dann wurden wir ins Gelände gebracht.

Netterweise schoss ich wieder mit Wiebke, so musste ich mich nicht an jemand Neues gewöhnen und wusste schon, was auf mich zukommt. Außerdem war noch eine Wiebke mit von der Partie, U17 Jagdbogen und eine Recurveschützin. Wir waren eine nette Mädelstruppe. Willi hatte mit „seinem“ Männertrupp auch viel Glück und kam super durch das Gelände.

Die Ziele waren schon recht anspruchsvoll aufgestellt und das Gelände am Fuß des Ith ist ganz schön hügelig. Ganz schön anstrengend für uns Flachlandtiroler aus der Heide. Außerdem schossen wir die Wald- und die Jagdrunde hintereinander. Das bedeutete 5,8 Kilometer x 2. Am Ende des Tages waren wir rechtschaffend fertig.

Willi hat mit 601 Punkten den Landesmeistertitel in seiner Altersklasse errungen. Für mich reichte es mit 416 Punkten für den 2. Platz. Willi hat sich jetzt für die Deutsche Meisterschaft in Volkmarshausen qualifiziert. Bei mir könnte es knapp sein und so muss ich noch bis Anfang Juli warten. Da kommen die Starterlisten raus

Weiterhin haben wir noch Manschaftssilber in der Recurveklasse errungen. 1447 Punkte haben Willi, Friedel und ich geschossen.

Es war wirklich eine tolle Landesmeisterschaft und es hat sehr viel Spaß gemacht, sie zu Schießen.

Dann wurde der Parcours für die „Jagd auf den Pfingsochsen“ umgestellt, die ja am Folgetag stattfinden sollte.

Eigentlich wollten wir am Sonntag dann nicht nach Coppenbrügge fahren, weil es für uns ja gut 1,5h Fahrt (einfache Tour) sind, allerdings haben wir uns das dann nach dem Frühstück anders überlegt, so dass wir dann um ca. 13.00 Uhr doch noch vor Ort waren. Allerdings lief da alles schon und es wurde keine Hilfe benötigt.

Nach der Siegerehrung (René kam auf den 2. Platz mit 366 Punkten) durften wir den Parcours noch nachschießen. Das war Klasse. Die Ziele waren sehr schön aufgestellt und ganz anders als auf der Meisterschaft. Mit 8 lustigen Schützen in der Gruppe hat man auch jede Menge Spaß… …und am Ende hatte Willi 406 und ich 328 Punkte.

So ging ein anstrengendes Pfingstwochenende zu Ende… …ein Glück hatten wir noch den Montag zum Ausspannen.

Einmal Silber und einmal Gold...

Text: P. Gehrke, Foto: L. Gehrke

 

Offene Landesmeisterschaft 3D Sachsen Anhalt am 25. u. 26.04.2015

Willi, der Bogen-Crack, will unbedingt Meisterschaften schießen. Deshalb sind wir auch im März in den SV-Coppenbrügge eingetreten. Ein toller Verein mit einem super Gelände und Claudia hat ganz viel Ahnung von diesem ganzen Meisterschaftskram und kümmert sich um die Nennungen.

Ich möchte dann nicht alleine zu Hause oder vielleicht sogar an der Verpflegungsstation stundenlang ausharren und auf Willi warten, der Spaß beim Schießen hat. Also habe ich kurzerhand entschieden, eine Landesmeisterschaft ist auch nur ein Turnier und ich bin dabei.

Claudia hatte uns nun zur Offenen Landesmeisterschaft 3D Sachsen Anhalt am 25. u. 26.04.2015 angemeldet.

Wir reisten schon am 24.04. an, damit wir am 25. ausgeruht und munter durchstarten konnten. Wir stiegen im Ramada-Hotel Halle-Leipzig ab und waren total zufrieden. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmte und die Küche im Hotel war sehr gut. Schade war nur, dass man nicht wirklich in Ruhe das Frühstücks-Buffet genießen konnte, da man ja wusste, zu viel Essen ist auf dem Parcours hinderlich und pünktlich musste man auch noch sein.

Die Gruppeneinteilung war am Vereinsheim angeschlagen. Es gab eine Gruppe 1 und 2 und dann noch weitere Nummern und Schütze a, b, c, d. Da war ich ja schon etwas überfordert. Allerdings klärte sich das schnell auf. Ich war in der Gruppe 10 der Schütze c und startete in der Gruppe 2. Dass heißt, die Gruppe 1 startet zuerst und die Gruppe 2 wartet im Wartebereich bis die Schützen der Gruppe 1 am Tier zur Trefferaufnahme sind.

Beim Ziel Nummer 10 angekommen war ich dann gleich nochmal verwirrt. Es gab vier Pflöcke, gelb, weiß, blau und rot. Na von welchem muss ich denn schießen? Der 17 jährige Tim erklärte mir, wo ich auf der Schießkarte finde, von welchem Pflock ich aus schießen musste. Auch die 15 jährige Lea war total lieb. Sie wollte mir im Laufe des Turniers sogar den Bogen abnehmen, weil ich ja mit Steigungen nicht so zurecht komme.

Meine Mitschützin Wiebke nahm mich unter ihre Fittiche und deckte sehr schnell auf, dass ich nicht gut vorbereitet war, weil ich so wenig über die Regeln und Punkteverteilung wusste. Sie sorgte aber im Laufe des Turniers dafür, dass ich sehr schnell begriff, wie so eine Meisterschaft abläuft, was für mich am 2. Tag in der Hunterrunde doch sehr von Vorteil war.

Die Entfernungen waren doch schon recht sportlich und so gab es auch die eine oder andere Nullrunde. In Anbetracht der Entfernungen war ich mit meiner Leistung aber ganz zufrieden. Am Ende des Tages war ich mit 206 Punkten auf Platz 3, was ja immerhin noch eine Bronze-Medaille gewesen wäre. Damit hatte ich mir das von mir gesteckte Ziel, nicht letzte zu werden, schon erreicht, jedenfalls, wenn es weiter so gut laufen würde. Wiebke war 41 Punkte vor mir und somit auf dem 2. Platz.

Willi hatte mit seiner Gruppe auch viel Glück. In seinem Mitschützen Heiko hat er einen neuen Kumpel gefunden, der uns wohl auch bei einem unserer nächsten Turniere besuchen wird. Willi war mit 283 Punkten am Abend auf dem 6. Platz. Damit war er nicht wirklich zufrieden.

Nach dem Schießen saßen wir noch lange mit Buddy, Claudia, Martina und Hans-Jürgen am „Wohnwagen“ zusammen. Martina und Hans-Jürgen brutzelten mit dem Dutch-Oven leckeres Kartoffelgrateng (INSIDER), Spargel und Fleisch. Hmmmmm LEGGA!!! Dazu gab es Sehnenwechsler, Katalog und und und und… Ein toller Abend… …der aber irgendwann mal zu Ende sein musste. Am nächsten Tag „musste“ man ja Leistung zeigen.

Frisch, aber nicht ganz so ausgeruht ging es dann am 25. zur Hunterrunde auf ins Gelände. Da man ja nun wusste, was auf einen zukam, relativierten sich die Entfernungen und ich schoss richtig gut. Wäre es mal so in der 3 Pfeil-Runde gewesen.

Mit 154 Punkten legte ich das beste Ergebnis (bei den Jagdbogen Damen Ü 40) hin und konnte mich auf den 2. Platz verbessern. SILBER!!! YEAH!!! Was habe ich mich gefreut. 41 Punkte in der Hunterrunde gut gemacht und noch 7 oben drauf gelegt und damit Wiebke überholt, was sehr schwer war, weil es für einen Körpertreffer 7 statt 12 und für ein Kill 12 statt 15 Punkte gab. Nur das X-Kill gab 15 Punkte. Somit gab es für den Treffer in der Hunterrunde viel weniger Punkte als für den ersten Treffer in der 3 Pfeil-Runde.

Willi hatte mit 207 Punkten das beste Ergebnis (bei den Jagdbogen Herren Ü45) und konnte sich auf den 4. Platz hochschießen und er bekam noch eine Urkunde. 

Es waren wirklich zwei schöne Tage, die anstrengend waren, aber sehr viel Spaß gemacht haben. Wir haben viele nette Schützen kennen gelernt und viel über die psychologische Kriegsführung bei Meisterschaften. 

Fotos vom Parcours gibt es leider keine, da während des Schießens absolutes Kamera- und Handy-Verbot besteht.

Lm2 (1)

Die Schützen vom SV Coppenbrügge: Oben (von links nach rechts) Petra, Claudia, Angelika und Martina, dann davor die Männer (von links nach rechts) Willi, Buddy und Hans-Jürgen.

Foto: Unbekannt – Text: P. Gehrke