Weihnachtliche Grüße

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In der Statistik sehe ich immer wieder, dass nicht nur Besucher aus Deutschland unsere Seite anschauen. 

Bis jetzt waren schon Brasilien, USA, Italien, Russland, Österreich, Indien, Frankreich, Schweiz, Namibia, Norwegen, Belgien, Kanada, Ungarn, Niederlande, Dänemark, Schweden, Türkei, England, Finnland und Luxenburg zu Gast auf unserer Seite. 

Häufig steht auch nur ein „Europäische Union“ unter Besucher.

Ich finde es faszinierend, wie das WWW die Welt doch ziemlich klein macht, so dass man überall auf der Welt auf Homepages stöbern kann. 

Die Welt ist ein Dorf. 🙂 

In diesem Sinne, wünschen wir allen Freunden, Bekannten und Lesern auf der Durchreise ein friedliches, besinnliches und fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2017. Mögen die Pfeile auch im nächsten Jahr zahlreich fliegen und ihr Ziel nicht verfehlen!

Petra u. Wilfried Gehrke – Bowhunter Rethem

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Juniperusjagd in Schwebda am 10.09.2016

Ich liebe die Juniperusjagd in Schwebda. Es ist mit eines der schönsten Turniere im Jahr. Hier stimmt immer das Gesamtpaket. Gelände, Parcours, Essen, Trinken, Wetter und die Organisation. 36 Stationen mit fast 100 Tieren. Bei den meisten Stationen erwartet einen eine Tiergruppe, die eine Geschichte erzählt.

Als wir ankamen kroch der Nebel noch die Hänge hoch und es war ganz schön frisch. Ich fragte mich, wie man bei so einer Sicht die Tiere sehen konnte und vor allem die Entfernungen einschätzen sollte. Es klarte aber sehr schnell auf. Noch bevor wir in den Parcours gingen, verzog sich der Nebel und die Sonne kam heraus.

Meine Highlights? Einfach alles. Ok, ganz besonders gut erinnere ich mich natürlich an den Truthahn, den man durch das Loch in einem Baum schießen muss. In jedem Jahr wird das Loch kleiner. Dann natürlich die Wildschweinrotte, diesmal im Wald. Auch der Fuchs, der im Hühnerstall Enten jagt (es gibt ja keine „Haustiere“ als Targets) war ganz große Klasse. Der Steinbock auf der Wiese. Die Füchse, die die Gänse jagen. Der Bär auf dem Hügel und und und und…

Uns hat es sehr viel Spaß gemacht!

Auch den gut 180 Mitschützen scheint es so zu gehen. Viele sind Wiederholungstäter und man trifft sie jedes Jahr wieder.

Rangmäßig lief es in diesem Jahr nicht ganz so gut für uns. Viele sehr gute Schützen sind auf diesem Turnier vertreten. Außerdem bin ich mir immer noch nicht so grün mit meinen neuen Pfeilen. Willi hat heute einen ganz neuen Bogen geschossen. Eine Black Widow Cocobolo, die er von Bernd M. zur Verfügung gestellt bekommen hat. Willi belegte den 7. Platz 574, allerdings nur knappe 24 Punkte hinter dem 1. Platz und ich den 9. Platz mit 356 Punkten.

Beim 100-Meter-Schießen hatte Willi 2 von 4 Pfeilen auf dem Bison. Meine lagen dicht davor und einer knapp dahinter (im 3 Meter-Bereich), aber alle Zielorientiert. Nicht lachen! In den letzten Jahren lagen meine Pfeile viel zu kurz und dazu meist noch ziemlich weit links. Also ist das doch schon eine Verbesserung – irgendwie…

Ein emsiger Fotograf hat 150 Fotos gemacht. Wer mal schauen möchte kann >>hier<< klicken.

Ich war nicht ganz so fleißig. Aber es gibt ein paar Fotos. 

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Text und Fotos P. Gehrke

Deutsche Meisterschaft 3D 2016 vom DBSV in Ballhausen/Syrgenstein vom 13.-14.08.2016

Deutsche Meisterschaft 3D in Bayern? Willi wollte erst nicht dorthin fahren, weil es ja doch schon eine ganz schöne Strecke ist, die man so fahren muss. Ich malte ihm die Aussicht auf ein schönes Turnier in der bayrischen Bergwelt aus und da hatte ich ihn. Wir beschlossen, wenn wir die Qualifikation schaffen, dann fahren wir auch hin.

Nachdem Willi bei der Landesmeisterschaft in Bad Oeynhausen krank war und meine Quali nicht ausreichte bauten wir auf Hohegeiß. Und ja, wir schafften beide eine gute Quali und vertraten somit Niedersachsen bei der Deutschen Meisterschaft in Bayern.

Als wir am Freitag, 12.08.2016, an der Halle in Syrgenstein ankamen, waren wir erstmal ein bisschen enttäuscht. Keine hohen Berge.

Wir brachten die Bogenkontrolle hinter uns und dann ging es zum gemütlichen Teil über. Wir suchten ein Restaurant, welches unsere ganze Truppe bewirten wollte und konnte. Das gestaltete sich irgendwie schwierig, da viele Restaurants geschlossen hatten. Warum auch immer, an einem Freitag. Nach einigem Suchen fanden wir ein griechisches Restaurant. Wirklich wie eine alte Taverne in Griechenland. Für viele, die eingedeutschtes griechisches Essen gewöhnt sind, keine kulinarische Offenbarung. Uns hat es aber geschmeckt und die Runde war lustig.

Relativ früh trieb es uns in unser Hotel zurück. Man wollte ja am Wettkampftag ausgeruht an den Start gehen.

Am Morgen des ersten Wettkampftages ließen wir noch kurz ein paar Pfeile auf dem Einschießplatz fliegen und ich verfluchte mich mal wieder, dass ich 14 Tage vor der DM noch so an meinen Pfeilen rumgebastelt hatte, dass sie ganz anders flogen. Viel länger geradeaus. Und ich kam damit noch gar nicht richtig klar. Nun gut, für langes nachgrübeln war eh keine Zeit mehr. Wir wurden in Bussen in die Parcours gefahren. Von den Bussen mussten wir eine ganze Strecke durch den einen Parcours gehen um zum Sammelplatz zu gelangen. Lauter Ziele, die geradeaus zu schießen waren. Ich fühlte mich gleich wie in der platten Heide und war doch etwas enttäuscht.

Wir sammelten uns an unseren Startnummern und ich konnte endlich meine Mitschützen (m/w) kennen lernen. Heike, quasi eine direkte Ü-40 Konkurrentin, gefiel mir auf anhieb. Eine sehr sympatische und sehr gute Schützin. Dann hatten wir noch zwei 14jährige in der Gruppe. Meine anfängliche Angst, ich müsse auf zwei Heranwachsende aufpassen, zerstreute sich bald. Die Beiden waren doch sehr selbstständig und man musste nur hier und da mal ein paar Regeln durchsetzten.

Vor dem Schießen gab es natürlich viele viele Reden. Dann wurde von einer Solistin noch die Deutsche Nationalhymne gesungen, ich muss sagen, das war besser als damals Sarah Connor. Die Sängerin hier kannte ihren Text. Und ich bekam eine Gänsehaut und wurde urplötzlich sehr aufgeregt.

Dann ging es raus ins Gelände. Auch hier kamen wir an vielen vielen Stationen vorbei, die einfach in der flachen Botanik rumstanden.

Dann waren wir an unserer ersten Station angekommen und brüteten noch ein wenig in der gleißenden Sonne vor uns hin. Es war schon sehr heiß und sollte noch heißer werden.

Bei den ersten Stationen war noch alles in Ordnung. Heike und ich lagen Kopf an Kopf und dann kam der Schuss auf das liegende Bisonkalb. Wir stehen gerade im Vollauszug da ruft auf einmal jemand, gefühlt neben uns: „Haaaaalllloooooo!“. In so einem Moment geht einem einiges durch den Kopf. Und – man lässt einfach los und verreißt auch noch den Bogen.

Wir standen mit dem Rücken zu dieser Geräuschquelle und konnten nicht sehen, wie dicht er uns war. Ob etwas mit uns nicht stimmte. Oder auch, was überhaupt sein Plan war.

Es war Thomas Röher (VIEZEPRESIDENT), der laut rufend über die Wiese schritt und einem jungen Mädchen, welches eine Station weiter stand, einen Pfeil bringen wollte, der hinter einem Ziel gefunden worden war.

Trotz dieser Störung mussten wir weiter schießen, denn die drei Minuten liefen ja. Und vom Pflog abtreten, sammeln und noch mal schießen ist ja nicht gestattet. Heike und ich waren uns einig. DAS hat uns total rausgebracht. Mich mehr, sie weniger. Ab da lief es halt nicht mehr so gut, was natürlich auch an den neuen Pfeilen gelegen haben könnte.

Nach den 28 Zielen waren wir rechtschaffend fertig und durchgeschwitzt. Wir gaben nur noch unsere Schießzettel ab und fuhren dann zurück ins Hotel. Essen gehen? Ohne uns. Wir verzogen uns auf unser Zimmer, duschten, aßen zu Abend (wir hatten uns, weil wir morgens immer so früh am Treffpunkt sein mussten, dass es noch kein Frühstück im Hotel gab, Verpflegung mitgebracht) und vielen quasi tot ins Bettchen.

Am nächsten Tag wiederholte sich das Spiel. Diesmal schossen wir den anderen Parcours. Für eine Hunter-Runde fand ich ihn zu weit gestellt. Klar waren wir auf einer DM, aber das schießen soll doch auch noch Spaß machen. Niemand würde auf die Idee kommen, mit einem traditionellen Jagdbogen einen Keiler auf gut 50 Meter zu erlegen, wenn er auch noch schräg zu einem steht. Oder eine Wildkatze (die mit der Ente auf der gestreckten Pfote) auf 38 Meter zwischen Bäumen. Von der Färbung her, hätte ich die Katze auf die Schnelle gar nicht entdeckt, wenn der Kampfrichter nicht gesagt hätte, wo sie steht.

Am Ende reichte es für mich für den 5. Platz und ich bekam noch eine Urkunde. Mein Plan, gesund aus dem Parcours zu kommen und beide Tage, trotz der Hitze, gut zu überstehen und nicht letzte zu sein, ist aufgegangen. Und zwei Plätze besser als im letzten Jahr war ich auch noch. Willi kam auf einen guten 12. Platz, war mit seiner Leistung wohl aber nicht so zufrieden, weil er sich, nach der Bronzemedaille im letzten Jahr vielleicht noch ein bisschen weiter vorne gesehen hatte. Mit der Mannschaft holte sich Willi die Silbermedaille. 

Was mir nicht gefiel: Pfeilfang existierte quasi nicht. Wenn man einen Pfeil verschoss, musste man richtig suchen, was natürlich sehr zeitraubend war. Ich habe gehört, das an manchen Stationen bis zu 8 Gruppen aufgelaufen sein sollen. Die Kampfrichter waren sehr bemüht, durch Pfiffe und Rufen, die Suchenden zum Weitergegen zu bewegen. Auch das laute Rauschen und Piepsen der Walkytalky’s war ziemlich gewöhnungsbedürftig, wenn man am Pflock stand und sich eigentlich auf den Schuss konzentrieren wollte.

Was mir gut gefiel: Oh, da gibt es viel. Erstmal die Gruppe der Ü40 Mädels. Das war schon ein lustiger Haufen. Von Konkurrenzkampf war da nichts zu spüren. Dann wurden die Minis und Schüler von Mitgliedern des SV-Ballhausen in Gruppen durch den Parcours geführt. Das ist für die Kinder bestimmt schöner (für die erwachsenen Schützen natürlich auch) als wenn sie alleine mit den Großen unterwegs sein würden.

Abschließend: Der SV-Ballhausen hat eine DM hingelegt. SUPER! Die Parcours waren, obwohl viel Flachland dabei war, sehr anspruchsvoll gestellt. Es gab einige neue Targets, die ich zuvor noch NIE gesehen hatte und man sich da doch in der Größe mächtig verschätzen konnte. Alles war super organisiert. Sollte es da Probleme gegeben haben, hat man sie als Schütze nicht bemerkt. Da können die Schützen des SV-Ballhausen sehr stolz auf sich sein.

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Martina, Petra, Willi, Hans-Jürgen, Buddy und Claudia – die Coppenbrüggener Manschaft.

Im nachhinein ist noch etwas zu bemängeln. Die Quallifikations-Turniere der Niedersachsen und der Bayern waren nicht auf Mindestmaß gestellt. Da kann in erster Linie der Schütze nichts für. Der schießt den Parcours, der ihm angeboten wird.

Es wurden dann, der Gerechtigkeit wegen, den Schützen aus Niedersachsen und Bayern Punkte abgezogen. 

Das ist auch in Ordnung. 

Für die Niedersachsen ist es allerdings so gelaufen, dass ALLEN aus Niedersachsen stammenden Schützen Punkte abgezogen wurden, egal wo sie ihre Qualli geschossen hatten. Von einem weiß ich, er hat nur die Landesmeisterschaft in NRW mitgeschossen, ihm wurden aber auch Punkte abgezogen. Schützen aus NRW, die in Niedersachsen eine hohe Qualli geschossen hatten, wurden keine Punkte abgezogen. 

Wer ein klärendes Gespräch mit dem DBSV suchte, biss da wohl auf Granit. Die Ranglisten wurden nicht richtig gestellt.

Dass man da sauer war, wenn man auf Grund eines solchen Fehlers nicht bei der DM starten durfte, kann ich voll verstehen.

So etwas darf nicht passieren! 

Foto unbekannt, Text P. Gehrke

Vereinsmeisterschaft mit Gästen in Beverstedt am 07.08.2016

Wenn man einen großen Parcours mit 33 Stationen für eine Vereinsmeisterschaft aufbaut, dann kann man ja auch Gäste einladen. So dachten sich das die Bogenschützen in Beverstedt und haben das auch gleich in die Tat umgesetzt. Es folgte die Einladung, die die Bowhunter Rethem mit 6 Schützen nur allzu gerne annahmen.

Am 07.08.2016 versammelten wir uns am Vereinsgelände in Beverstedt. Es waren zwei Parcours aufgebaut. Einmal die Stationen 1-16 und 17-32 und Station 33 direkt am Vereinsheim, ein Sonderziel.

Die Gruppen waren voreingeteilt und da die Veranstalter alle Schützen irgendwoher kannten, hatte diese Einteilung bei manchen einen tieferen Sinn.

Ich muss sagen, ich habe selten oder besser gesagt noch nie ein so perfektes Turnier geschossen. Es war wirklich alles bis ins kleinste Detail durchdacht. Um auf Baumstümpfe zu kommen, waren kleine Leitern aus Holz gebaut worden. Damit man auf umgefallenen Bäuen nicht abrutschen konnte, wurde die Rinde entfernt und ein Antirutschmuster in den Stamm geschnitzt. Alles was das Gelände hergab wurde auch genutzt. Schießen vom Holzhaufen, zwischen Zaunbrettern durch, über Seen und so weiter und so fort. Das Auge schießt halt mit. Auch die Spaßziele durften nicht fehlen und brachten den einen oder anderen Schützen ganz schön ins Schwitzen. Da ich alles, was kippelig und wackelig ist oder mit Leitern zu tun hat, nicht mag (ich bekomme wirklich teilweise Panik und habe wirklich heftige Angstschweißausbrüche) bin ich an solchen Tagen immer ganz erstaunt, dass ich mich auf alles gestellt habe und dabei sogar noch getroffen habe. Auf zwei Seilen stehen, die an einem Holzrahmen befestigt sind und frei hängen, und dann auch noch schießen. Witzig wie man auf den Seilen erst hin und her wackelt und dann, wenn der Pfeil eingenockt ist und man ihn bis zum Ankerpunkt zieht, wie ruhig man dann wird. Mir ging das jedenfalls so. Als das satte Plopp eines Treffers dann ertönte, musste ich aber GANZ SCHNELL wieder auf den Boden, auch wenn der nur ca. 10 cm von meinen Füßen entfernt war. Für mich ist das Schießen am Limit, sozusagen.

Meine Lieblingsstation war das Sonderziel. Auf einem weißen Karussellpferdchen sitzend auf ein Erdmännchen schießen. Ganz große Klasse. Es hat nur noch die Bewegung gefehlt.

Die Verpflegung war auch super. Gegrilltes, Salat, Brötchen, Kuchen und jede Menge Getränke. Da blieb kein Wunsch offen und niemand musste hungrig nach Hause gehen.

Willi kam mit 610 Punkten auf den 1. Platz, gefolgt von René, der mit 594 Punkten den 2. Platz belegte. Burkhard kam auf Platz 11, Michael E. auf Platz 15 und Nik S. auf Platz 17. Ich kam mit 464 Punkten auf Platz 1 bei den Jagdbogen-Damen.

Die Preise waren wieder ganz toll. Man konnte zwischen einem Messer, 3D-Tieren und Pfeilkratzern wählen. Ich hätte zwar einen Pfeilkratzer gut gebrauchen können, aber das Messer war ungleich schöner. Also steht das nun in meiner Vitrine. Willi hat sich einen Frosch ausgesucht. .

So ging ein schöner Tag zu Ende und wir hoffen, im nächsten Jahr wieder eingeladen zu werden. Ich bin gespannt, ob die Beverstedter DAS noch toppen können.

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Zwar nur wenige Zentimeter über dem Boden, aber es hätte auch über einem tiefen Abgrund stehen können. Gut, dann hätte ich es wohl nicht versucht, aber es war für mich schon eine große Herausforderung so auf zwei Seilen stehend zu Schießen. Aber ich habe es geschafft. 

Text und Fotos P. Gehrke

1. Sommerturnier von Peter Lenze – Bowstore am 31.07.2016

Am 31.07.2016 fand das 1. Sommerturnier bei sommerlichem Wetter statt.

Es waren 30 Ziele jagdlich in dem Gelände rund um das Jugend-Feriendorf in Wald und auf der Wiese aufgestellt, was aber nicht heißen soll, dass es einfach war. Die Ziele waren doch meist ziemlich tricky gestellt. Natürlich durften auch weite Schüsse nicht fehlen. Der stehende Bär war ganz schön weit weg. Somit war dieses Turnier doch schon als anspruchsvoll einzustufen.

Schön war, dass ich endlich meine neuen Holzpfeile im Gelände ausprobieren konnte, Matthias B. hat ganze Arbeit geleistet. Sie fliegen richtig gut.

Willi belegte mit 472 Punkten den ersten Platz bei den Jagdbogen-Herren, Stephy kam mit 399 Punkten auf den 1. und ich mit 381 Punkten auf den 2. Platz. Es gab tolle Gutscheine für den Bowstore von Peter Lenze.

Peter Lenze und Familie haben ein richtig tolles Turnier auf die Beine gestellt und wir hoffen, dass es im nächsten Jahr ein 2. Sommerturnier gibt.

Entschuldigt bitte, dass es dieses Mal so wenig Text ist und es auch keine Fotos gibt. Ich muss gestehen, ich bin etwas faul gewesen in letzter Zeit und „muss“ noch 12 Berichte von Turnieren und Meisterschaften schreiben. Bald gibt es wieder mehr zu lesen…

Text P. Gehrke

Kaiser Wilhelm Turnier 2016 (KW2016) in Minden am 17.07.2016

Als ich dann um 06.30 Uhr die Äugelein öffnete, regnete es ganz schön. Ich sprang trotzdem aus dem Bett. Faultier Willi maulte. Er will nicht mehr bei Regen schießen. Da blieb er einfach liegen.

Der Wetterbericht ließ auf schönes Wetter hoffen. Erst ein bisschen Nieseltregen und dann ab 11.00 Sommer – Sonne – Sonnenschein. Als ich dann abfahrbereit war, so gegen 07.30 Uhr hörte es auf zu regnen. Da wollte dann der Willi doch mit. Kurz nach 8.00 Uhr kamen wir dann endlich los. Eigentlich viel zu Spät. Unterwegs regnete es dann auch wieder und der Willi jaulte rum.

Als wir ankamen, hatten wir großen Bahnhof. Alle hatten sich schon an ihrer Startnummer aufgestellt und standen auf der Straße, auf der wir zum Parkplatz fahren mussten. Wie peinlich…

Ich sprang aus dem Auto, eilte zu Holger S. und übergab ihm unsere Starterkarten. Er war so nett und ließ uns dann doch noch starten, obwohl wir erst 09.15 Uhr vor Ort waren.

Dann kam das übliche. Wir wurden nett begrüßt und es wurden ein paar Dinge angesprochen, die wir auf dem Gelände der Bundeswehr einhalten mussten. Anschließend wurden wir von den Mindener Bogenschützen im Gelände verteilt. Mit dem ausgelosten Startplatz (22) hatten wir Glück, wir mussten nicht weit laufen. Auch Christian und Niklas, die unsere Gruppe komplett machten, waren super.

Dann ging es auch schon los, wir mussten die Regenschirme aufspannen. Willi war „not amused“ und wäre am liebsten wieder ins Auto gegangen. Allerdings tröppelte es nur ein wenig vor sich hin, das hatten wir schon schlimmer. Uns wie vom Wetterbericht versprochen, klärte es ab 10.30 Uhr auf und die Sonne kam raus. Was für ein schöner Tag und was hätte sich der Willi geärgert, wenn er jetzt zu Hause auf dem Sofa gesessen hätte?

In diesem Jahr war das Gelände etwas weitläufiger, so dass es in diesem Jahr keinerlei Sicherheitsmängel durch zu enges stellen der Ziele gab. Schwierige, steile Geländeabschnitte waren wie immer mit Seilen versehen. Auch der Verlauf der Strecke war gut ausgeklügelt. Es gab 43 Stationen, die aber teilweise mit zwei Zielen bestückt waren (Doppelhunter). Die Ziele waren schon sehr tricky ins Gelände gestellt. Weit und die Entfernung war durch die vielen Bodenwellen sehr schwer einzuschätzen. So manches Mal brauchte ich einen 2. oder auch den 3. Pfeil. Die Parcours-Bauer haben wirklich ganze Arbeit geleistet.

Essen und Trinken funktionierte, wie auch bei den letzten 3 Turnieren an denen wir teilnehmen durften, reibungslos und alles war sehr lecker.

Willi kam mit 789 Punkten auf den 2. Platz, ich belegte mit 556 Punkten den 8. Platz, ich glaube, über diesen Platz komme ich bei diesem Turnier nicht hinaus. Ich kann nicht sagen, dass ich jetzt schlecht geschossen habe, ich bin mit meiner Leistung schon zufrieden. Ich hatte nur 3 Nuller bei 43 Zielen und konnte mich meist gut korrigieren, wenn ich daneben lag. Es gab halt 7 Schützinnen, die waren besser als ich.

Fazit: Eines der anspruchsvolleren Turniere in diesem Jahr, selbst Willi hatte einen Nuller und das soll schon was heißen. Alles war sehr gut durchorganisiert. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Ein kleines Bonbon. Die Veranstalter haben sich etwas ausgedacht. Ab einer bestimmten Punktzahl konnte man, wenn man wollte, kleine Anstecknadeln erwerben. Eine nette Idee…

Fotos gibt es in diesem Jahr leider keine. Ich war mal richtig faul…

Text v. P. Gehrke

8. Varusjagd am 25. u. 26.06.2016

Am 25. u. 26.06.2016 fand die 8. Varusjagd in Lage/NRW statt. Wir waren nur am 25.06. dabei.

Beim Aufstehen – Regen – Überlegung, einfach wieder ins Bett zu gehen.

Während der Fahrt – Regen – Umdrehen?

Bei der Ankunft – Sonne – Yeah, alles richtig gemacht!

Anmeldung, eine Passe einschießen, Rede und Hinweise zum Parcours und dann ab ins Gelände (also alles so wie immer) – Sonne

Die ersten 8 Ziele liefen so richtig super. Wetter super, Gruppe toll, Gelände schön. Das blieb auch bis zum Schluss des Turniers so, bis auf dass es ab unserer 9 Station dann anfing zu Regnen. Erst nur ein wenig, dann ein wenig mehr und dann ganz dolle. Und dann war man nass. Die Pfeile auch. Und die flogen dann irgendwie nicht mehr richtig. Meine trudelten auf das Ziel zu. Die kurzen Distanzen gingen noch, aber alles was weiter weg war, da trudelten sie dran vorbei, manchmal auch drauf. Oft fielen sie auch einfach vor dem Ziel runter. Bei den letzten Zielen war ich dann schon etwas angepestet, weil es eigentlich keine richtig weiten Schüsse gab, die Distanzen mir eigentlich lagen und ich bis zum vollkommenen Durchnässen meistens nur einen Pfeil gebraucht habe.

Das einzig positive? Es war nicht kalt. In anderen Gegenden sollen ja riesige Hagelkörner runter gekommen sein.

Negativ? Es gab überwiegend sehr schön gestaltete 2D Ziele. Wunderbar angemalt und hinter dem Kill gut verstärkt. Trotzdem habe sogar ich es geschafft mit 30 lbs durch die Tiere zu schießen. Willi schaffte DAS mit seiner 60 lbs Witwe sogar durch das verstärkte Kill. Schwub. Einfach durch und die Pfeile lagen hinter den Zielen. Da musste man schon verdammt aufpassen und schauen, wer da was geschossen hat. Im Zweifelsfall gab es dann für ein Kill einen Körpertreffer, wenn man es nicht richtig gesehen hatte.

Dass die Pfeile durch die 2D Ziele durch sind, soll wohl an der Nässe gelegen haben. Aber das war schon ziemlich nervig.

Die letzten 13 (von 30) Stationen zogen sich ewig hin. Die letzten 5 Ziele konnte man sich kaum motivieren, überhaupt noch zu schießen. Aber wir haben durchgehalten.

Als wir aus dem Parcours kamen, hörte es dann auch auf zu Regnen.

Dann kam das nächste Ärgernis. Da es so geregnet hatte haben einige Gruppen die größten Schauer schön im Trockenen verbracht und es sich im Restaurant und überdachten Biergarten gemütlich gemacht um dann weiter zu gehen, als wir klitschnass aus dem Parcours kamen und es nicht mehr regnete.

Einige Gruppen, die auch den Parcours (ohne sich unterszustellen) zu Ende gemacht haben, waren sogar noch eher fertig als wir und warteten fast 3 Stunden bis zur Siegerehrung. Es wurden zwar Decken verteilt und man konnte im Restaurant im Warmen sitzen, aber genervt waren trotzdem einige Schützen, wir auch.

Irgendwann waren die Klamotten aber am Körper getrocknet und dann gab es auch die Siegerehrung.

Willi hatte mit 664 Punkten die Tageshöchstpunktzahl und bekam ein sehr schönes Messer. Ich kam mit 482 Punkten auf den 3. Platz.

Trotz Regen hatten wir aber sehr viel Spaß. Und für das Wetter kann ja keiner was. Es gab auch Schützen, die haben ganz abgebrochen, weil das Wetter so schlecht war. Aber über eine Stunde den Regen abwarten, dann über 2 Stunden später aus dem Parcours kommen als die erste Gruppe, die ihre Schießzettel abgegeben hat und dann erst noch die Ergebnisse ausrechnen müssen? DAS geht gar nicht. Ich bin wirklich für eine Abgabefrist bei Turnieren. Und merkwürdiger Weise kommen da alle Schießzettel fristgerecht an.

Sehr nett fand ich, dass der Veranstalter Regenschirme in den Parcours brachte, damit man nicht so nass wurde. Auch war ansonsten alles gut durchorganisiert. Man hat gemerkt, dass dies die 8. Varusjagd im Teutoburger Wald war.

Bei der Ausschreibung wurde eine „Verpflegung zu günstigen Preisen“ angegeben. Das Essen war preislich auch ok und in diesem Jahr waren, ob des schlechten Wetters, keine Ausflügler vor Ort, so dass für alle Bogenschützen ausreichend leckeres Grillgut und Salat vorhanden war. Zusätzlich konnte man natürlich auch noch á la carte speisen, was natürlich (gerechtfertigter weise) etwas hochpreisiger war. Allerdings empfand ich den Kaffee für 2,20 Euronen pro Becher doch schon etwas heftig. 

Text und Fotos P. Gehrke

Holzturnier des Ragnarök e.V. am12.06.2016

Trotz Muskelkater und akuter Schießunlust (der Parcours Hohegeiß war doch ganz schön anstrengend und das gleich zweimal) quälten wir uns am 12.06.2016 aus dem Bett. Auf nach Ragnarök. Ach ne, nach Tätenhorst zum Ragnarök e.V. der wieder sein Holzturnier ausrichtete.

Mit dabei war unsere Tochter, die wir, da wir noch einen Platz übrig hatten, gefragt hatten, ob sie nicht mitkommen wollte. Sie wollte, trotz dessen sie schon bestimmt 3 Jahre nicht mehr richtig geschossen hatte.

Wir meldeten uns an. Trugen uns in eine Gruppe und Michael und Regina kamen noch dazu. Ei, das war lustig. Wir hatten so viel Spaß, was zum Einen an uns und zum Anderen an den Zielen lag.

Bäuchlings liegend auf einem Bierzeltgarniturentisch kleine Würfel in einer bestimmten Reihenfolge zu schießen ist nun mal komisch. Also für ALLE. Schütze wie Zuschauer. Auch wenn man aus dieser Position alles trifft, nur die Würfel nicht.

Das Stehen auf einer Slagline (allerdings mit Slaglinerückensicherung) und dann Schießen, ist auch lustig. Für mich nicht ganz so, da ich bei sowas etwas Panik schiebe. Aber ich habe es ja überlebt und erfolgreich dem Tasmanischen Teufel einen Headshot verpasst.

Dann gibt es ja auch die Gattung Stahlhelmschildkröte. Manchmal klingt halt Schießen wie Kirchgang. Immer dann, wenn ein Pfeil den Stahlhelm traf, klang es Glockengleich durch den Wald.

Äste durften natürlich auch nicht fehlen. Viele Äste vor den Tieren. So manchmal traute man seinen Augen nicht, wenn man an den Pflock trat. Dreifach-Hunter und da sollen DREI Tiere stehen. Wo zum Teufel ist das DRITTE Tier?

Am Ende war aber alles Schieß- und Treffbar, wenn man nur lange genug gesucht hat. 

Willi kam mit über 531 Punkten auf den 1. Platz bei den Jagdbogen-Schützen, Lea mit 244 Punkten belegte Platz 1 bei der Langbogen-Jugend und ich kam mit 368 Punkten auf den 3. Platz bei den Jagdbogen-Damen.

Die Siegerehrung fand ich sehr gut. Als erstes wurden die 1. Plätze aller Klassen aufgerufen, die durften sich dann einen Preis aussuchen. Dann folgten die weiteren Plätze, teilweise bis Platz 6, je nach Stärke des Teilnehmerfeldes. Als Preise gab es sehr schön gestaltete Becher und Krüge aus der Töpferwerkstatt von Uwe Kardinal. Lea bekam eine liegende Stute mit Fohlen, ebenfalls ein Kunstwerk von Uwe Kardinal, welches einen Ehrenplatz in der Vitrine bekommen hat. 

So ging mal wieder ein anstrengendes schönes Bogenwochenende zu Ende. Leider hatte ich für Montag keinen Urlaub eingereicht. Hätte ich mal lieber…

Text P. Gehrke, Fotos W. Gehrke

Landesmeisterschaft 3D vom NBSV2002 in Hohegeiß am 11.06.2016

Die letzten Wochen liefen ja schießtechnisch für mich mehr als gut, einige Turniere konnte ich für mich entscheiden oder war platziert. Dann aber am Donnerstag vor der LM in Hohegeiß ging ich durch unseren Parcours und schoss quasi nur daneben. Nix ging mehr. Ein paar Tage zuvor hatte ich  zu Hause schon zwei Pfeile in der Hecke verschossen, weil ich einfach nicht mehr geradeaus schießen konnte und war schon fast verzweifelt.

Am Freitag ging es auf in den Harz. Wir hatten in Elend ein Zimmer gebucht. Mir war auch schon ganz Elend, wenn ich an die bevorstehende Meisterschaft dachte. Wie konnte Willi nur  immer so cool sein?

Das Zimmer war super. Ein Zimmer mit Sitzecke, Bett, Essecke und Küchenzeile und ein Badezimmer. Und alles ganz neu. Ganz große klasse. Von dort aus gelangt man wirklich schnell nach Braunlage, Hohegeiß, zum Brocken, Torfhaus, Hasselfelde (Pullman City) u.s.w., also sehr zentral gelegen.

Wir fuhren nach Drei-Annen-Hohe und schauten uns die Dampfloks an, setzten uns schön auf die Sonnenterrasse des angrenzenden Hotels und tranken Kaffee, aßen leckeren Kuchen, ließen die Seele baumeln und saßen einfach mal nur in der Sonne. Als wir davon genug hatten, fuhren wir nach Hohegeiß, dort hatten wir uns mit Hans-Jürgen und Martina verabredet.

Als wir dort ankamen, war ich froh, dass ich dort nicht im Panoramic-Hotel gebucht hatte. Es war in Wirklichkeit noch hässlicher als auf den Fotos. 70er Jahre Hochhäuser in einer wunderbaren hügeligen Harzgegend? Das geht für das Auge gar nicht. Vor Ort trafen wir auf Holger C. und auch Martina und H.-J. kamen dann mit ihrem Wohnmobil an. Dann wurde es auch langsam Zeit, Anke und Gerald hatten schon einen Tisch in einer „Ski-Hütte“ bestellt.

Dort saßen wir ein paar Stündchen mit einigen Bogenschützen zusammen, schlemmten und erzählten, bis es dann Zeit für uns war, wieder nach Elend zu fahren. Was für ein schöner Abend.

Auf dem ca. 17 km langen Rückweg kreuzten zwei riesige Rothirsche unseren Weg. Was für imposante Tiere. Zum Glück konnte ich noch bremsen. Auch der eine oder andere Hase hoppelte auf der Straße.

Das Bett hielt, was das Zimmer schon augenscheinlich versprochen hatte. Man konnte super darin schlafen.

Um 06.00 Uhr war dann die Nacht vorbei. Duschen, fertig machen, Koffer wieder einpacken und in Ruhe auf dem Zimmer frühstücken.

So ausgeruht und ausgeglichen kamen wir dann am Panoramic-Hotel Hohegeiß an. Erst ging es zur Anmeldung und Bogenkontrolle. Dann war noch Zeit zum Einschießen. Ich war etwas hibbelig. Hinter den Zielen war nicht gerade gut gemäht. Das konnte bei meiner Schießleistung im Moment evtl. Pfeilverlust bedeuten. Zum Glück traf ich alle Ziele mit dem ersten Schuss und meine Aufregung war fast verflogen.

Dann ging es los. Vertreter vom NBSV 2002, vom Verein Hohegeiß und den Kampfrichtern hielten eine kurze Rede, die Schießzettel wurden verteilt und wir wurden im Gelände ausgesetzt.

Der Parcours war teilweise in einem Park aufgebaut und teilweise im Wald. Das Gelände war schon recht hügelig und raubte einem teilweise etwas den Atem. Entschädigt wurde man aber mit einigen sehr schönen Bergab- und Bergaufschüssen. Die lagen mir besonders gut.

Mir persönlich hat es einfach nur Spaß gemacht, diese Meisterschaft zu schießen. Mit Jens und Monika hatte ich eine super Truppe. Nicht so verbissen sondern einfach locker und unverkrampft. SO machen Meisterschaften Spaß.

Wir schossen die 3-Pfeil- und die Jagdrunde gleich hintereinander weg. Das ging schon ganz schön an die Substanz und zwischendurch war die Konzentration wirklich ganz weg.

Meine 3Pfeil-Runde lief sowas von super. Kein Nuller. Kein 3. Pfeil. 5x 2.Pfeil und sonst alle im ersten getroffen. Und mit 350 Punkten nur 10 Punkte hinter Willi. Absolut TOP! Die Hunterrunde lief auch, insgesamt nur 7 Nuller. Damit bin ich mehr als zufrieden.

Belohnt wurden wir durch gute Ergebnisse. Goldmedaille und der Landesmeistertitel Jagdbogen Damen ü 40 gingen an mich und zwar mit für mich noch immer fast unglaublichen 531 Punkten. Willi wurde Vizelandesmeister Jagdbogen Herren ü 45 mit 591 Punkten.

Ich denke, das reicht für die Quali zur DM… 🙂 …wir freuen uns schon auf Bayern!

Text und Fotos (Tierbilder, außer der Einschießplatz, entstanden nach der LM) P. Gehrke

2. 3D Archers Cup am 04.06.2016

Eigentlich hatten wir uns ja schon bei Beate und Baxi beim Sommerturnier in Groß-Dahlum angemeldet, quasi schon bei der Schießzettelabgabe im letzten Jahr, weil es ein soooo tolles Turnier ist. Leider mit Holzpfeilen. Normalerweise macht mir das ja nichts aus. Von Carbon auf Holz stelle ich mich quasi sofort um, von Holz auf Carbon tue ich mich da schon schwerer. Ich brauche fast 14 Tage um wieder in meine alte Form zu kommen. Das ist mir im letzten Jahr aufgefallen. Als dann die Ausschreibung für die Landesmeisterschaft 3D des NBSV 2002 für den 11.06.2016 fest stand, haben wir uns in Groß Dahlum wieder abgemeldet. Ganz ohne schießen geht natürlich auch nicht, also nannten wir den 3D Archers Cup der 3D-Archers e.V. in Wiefelstede/Oldenburg und haben es ganz und gar nicht bereut.

Ein so toll durchorganisiertes Turnier haben wir selten besucht. Die Präsenz von den Mitgliedern vor Ort hat uns sehr überrascht. Es liefen auch im Gelände Mitglieder umher und achteten darauf, dass alle Tiere richtig standen und kein Schütze irgendwie ein Zipperlein hatte.

Von A wie Ausschreibung bis Z wie Zelten war wirklich alles perfekt organisiert.

Die 3D-Archers haben einen festen Parcours auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorst in Wiefelstede. Zusätzlich wurde vom Besitzer für das Turnier noch weiteres Gelände zur Verfügung gestellt, so dass auf einer Strecke von gut 5 Kilometern 32 Stationen mit 36 zu schießenden Zielen gestellt waren und das mit viel Geschick und Können.

Die Ziele standen von „jagdlich geschenkt“ bis „boah ist DAS aber weit“, so dass jeder auf seine Kosten kam. Allerdings waren eigentlich auch die dichten Ziele keine Geschenke, da doch sehr viel mit Hügeln, Kuppen, Ästen, Baumalleen, Licht und Schatten gearbeitet wurde, so dass so manches Mal die Instinkte absolut verwirrt waren.

Auch gab es immer wieder wunderschön gestellte Szenen, wie die, wo sich Troll und Säbelschwinge am Lagerfeuer gute Nacht sagen, Wildschweinrotten im Wald stehen oder auch Paviane und Geparden sich im Bambusdschungel rumtreiben (es wurden keine Mühen gescheut und mit Spitzhacken Löcher für den Bambus in den von Panzern verdichteten Boden gehackt).

Mein Lieblingsschuss? Der Panter durch die Astgabel nach unten. Man sah eigentlich nur den Kopf.

Nach der 3-Pfeile Runde folgte noch eine Hunterrunde, so dass man 72 Ziele beschossen hatte. Wir waren knapp 7 Stunden im Parcours und durch das tropische Wetter doch ganz schön fertig.

Die Schießzettel wurden ALLE vom Veranstalter kontrolliert und nachgerechnet (mit Hilfe einer Excel-Tabelle), sehr vorbildlich. Die Wartezeit bis zur Siegerehrung war auch nicht länger als sonst, wurde allerdings durch eine Live-Band versüßt und durch Schießspiele am Einschießplatz.

Willi war schon ganz aufgeregt, weil er in der ersten Runde 15 Punkte hinter Peter war. Er konnte sich dann aber, da er in der Hunter-Runde etwas besser war, den 1. Platz mit 1025 Punkten sichern. Ich kam mit 787 Punkten auf den 1. Platz bei den Jagdbogen-Damen.

Das musste dann gefeiert werden. Willi verteilte seine Siegermettwurst an alle, ob sie wollten oder nicht. Besonders den einen Vegetarier hat er so lange bedrängt, bis dieser die Siegerwurst endlich nahm. Gegessen hat er sie wohl nicht, aber die Lacher waren groß. Auch trank er einen Bogenschützen unter den Tisch. Eben noch im Gespräch, war dieser auf einmal verschwunden. Er wurde dann von seiner Partnerin aufgelesen und in den Wohnwagen gebracht. Leicht angeschickert schoss er dann mit Peter noch auf Holzstöckchen und Kronkorken, wer diese dann wohl am besten treffe. War einer besser? Waren beide gleich gut? Wir werden es wohl nie erfahren. Wer es denn doch wissen will, der fragt den Willi. Der berichtet dann objektiv.

Der Abend klang dann bei Cola-Whisky (für mich nur Cola), Grillfleisch und Live-Musik aus. Irgendwann nach 22 Uhr musste ich dann aber endgültig Spaßbremse spielen und den Willi ins Auto verfrachten, was sich etwas schwierig gestaltete, weil er mir zweimal im Getümmel entwischte. Irgendwann saß er dann doch im Auto und es ging los Richtung Heimat.

Wenn wir im nächsten Jahr wieder einen der heiß begehrten Startplätze ergattern können, sind wir auf alle Fälle dabei und dann mit Zelt!

 

3D-Archers1

3D-Archers2

Text und Fotos P. Gehrke