Was mich an Mitschützen manchmal nervt…

Psychologische Kriegsführung scheint alles zu sein und da werden alle Register gezogen. Der „Gegner“ wird gescannt, analysiert und eingeschätzt. Dann wird die Strategie geplant. Wie mache ich den Mitschützen so kirre, dass der nicht mehr so gut trifft? Plan B ist, einfach alles rauszuhauen, was nerven könnte, irgendeinen wird es schon aus der Ruhe bringen.

Schön sind die Turniere, bei denen man sich aussuchen kann, mit wem man schießt. Da nimmt man natürlich Freunde, die zu einem passen. Manchmal hat man sich auch schon vorher verabredet. Dann hat man Spaß und schießt vollkommen unbeschwert. Das spiegelt sich dann auch immer in meiner Punktzahl. Gute Gruppe = mehr Punkte!

Dann gibt es die zusammen gewürfelten Gruppen. Meist passt auch das sehr gut. Nach anfänglicher „Scheu“ und zaghaftem Vorstellen hat man ganz schnell neue Freunde gefunden und hat beim nächsten Turnier noch mehr Probleme zu entscheiden, mit wem man schießen möchte.

Manchmal gehen diese vom Veranstalter eingeteilten Gruppen auch nach hinten los und man ist froh, wenn man mit diesen Schützen NIE wieder schießen muss.

Mir sind da folgende Typen begegnet:

Choleriker: Man geht schon eine ganze Weile durch den Wald und unterhält sich nett während der Schießpausen. Auch über die Defizite, die man hat. Zum Beispiel, dass irgendwann mal die Konzentration nachlässt. Dann schießt der Choleriker irgendwann mal einen Nuller und brüllt den ganzen Wald zusammen, so dass man selber ganz geschockt ist, sein Hund unter der Grasnarbe verschwindet und man nur noch hinter diesem Menschen geht. Wer weiß was sonst noch alles passiert?

Papi: Der Papi geht vornehmlich mit seinem Kind, welches meist noch unter 10 Jahre alt ist, auf Turniere. Wenn das Kind nicht dabei ist, dann überträgt er seine Fürsorge auf andere Schützen. Sowie ein Schuss daneben geht, erfolgt ein lauten, mitleidiges „OOOOOOOCH!“ begleitet von einem Dackelblick, trifft man, wird einem auf die Schulter geklopft und „Das hast Du aber fein gemacht!“ gesagt. Man selber möchte dann gerne zum Choleriker werden und zeigen, wie doll der Bogen schlägt.

Hundebesitzer: Da gibt es die, die ihren Hund an der Leine führen und man diesen quasi gar nicht bemerkt. Und dann gibt es die, die ihren Hund ohne Leine laufen lassen, sich die Gegend angucken und der Hund dann schon mal vorläuft und man ständig darauf achten muss, dass dieser nicht im Schuss steht. Man steht also am Pflock und wartet darauf, dass sich der Köter endlich zum Herrchen bewegt, nachdem man diesen mehrfach dazu aufgefordert hat, seinen Flohteppich aus dem Schuss zu entfernen. Schön auch, wenn man im Anker steht und der Hund plötzlich von hinten ins Gesichtsfeld läuft.

Miesepeter: Das Wetter ist doof? Der Parcours ist anstrengend? Wir laufen ständig auf eine Gruppe auf? Merken wir ja selber. Da gibt es dann aber Leute, die schmieren einem das im Sekundentakt aufs Brot und dieses mit einer Stimmlage, die einen sowas von runter zieht. „Das ist aber kalt und windig!“ (schon friert man noch ein bisschen mehr) „Und wir laufen schon wieder auf und müssen im Wind stehen, boah ist das kalt!“ (bibber) „Also dieses Auflaufen nervt aber!“ (bibber genervt) „Das Gelände ist aber anstrengend und gefährlich, so kann man doch einen Parcours nicht stellen. Also ich habe ja gerade eine Hüft-OP gehabt. Das ist hier echt schon grenzwertig!“ (geh in die Halle Du *piiiieeep* „Och menno, jetzt laufen wir schon wieder auf. Und das bei diesem Wind… …ach hier ist echt alles Scheiße!“ – am liebsten möchte man dann schreien: „Halt endlich Deine Fresse, wenn Dir das im Wald nicht gefällt, schieße doch Fita in der Halle, aber lasse mich endlich in Ruhe!“ – macht man natürlich nicht. Zwischendurch sieht man sich sogar dabei (also vor dem geistigen Auge) wie man diesen Menschen den Hang runterschubst. – macht man natürlich auch nicht. Summen hilft. Wenn man eine Melodie summt, dann hört man den anderen nicht.

Entfernungsfreak: „Boah, das Ziel ist bestimmt 50 Meter weg… …MINDESTENS, wenn nicht noch mehr…“ – 50 Meter sind ganz weit weg… …ich halte an, ziemlich hoch, noch höher denn das Ziel ist ja weiter weg, als ich gedacht hätte und? – Drüber. Das klappt natürlich auch umgekehrt: „Das hat keine 30 Meter!“ – Schwub zu kurz geschossen. Ich schieße zwar instinktiv, aber wenn meine Instinkte von Zahlenangaben verwirrt werden, bin ich meistens daneben… …Summen hilft übrigens…

Niedermacher: Der Niedermacher hält seinen Mitschützen klein. Er gibt dem „Gegner“ das Gefühl, dass dieser unwürdig ist, ein Turnier mitzuschießen. „Wie? Das weißt Du nicht? Dann geh nochmal nach Hause und lerne erstmal etwas über die Regeln, da bist Du hier vollkommen fehl am Platz!“ oder auch „Also das ist ja jetzt ein Geschenk, da muss man mindestens Kill treffen. Alles andere geht gar nicht!“ – nun gehst Du an den Pflock und denkst die ganze Zeit: „Ich muss das Kill treffen, ich muss das Kill treffen, ich muss das Kill treffen!“ Zzzoooosch – der Pfeil landet im Hintern… …VERDAMMT (vor allem, wenn der Niedermacher dann noch Kill trifft).

Trainer: Du stehst gerade im Anker und dann geht es los, ungebeten!: „Also dein rechter Ellenbogen muss aber schon etwas höher!“ oder „Versuch doch mal Dein rechtes Bein etwas mehr nach hinten zu nehmen!“ oder „Mach nicht so ein Hohlkreuz!“ und so weiter und so fort. Nett gemeinte Ratschläge. Allerdings bei einem Turnier nicht gefragt und geht eigentlich gar nicht. Netter ist es, wenn der Trainer nach einem Schuss fragt, ob er einem mal etwas sagen dürfte. Das hat mir schon sehr geholfen, gerade in meiner Anfangszeit. Auch jetzt schleichen sich Fehler ein, auf die man gerne in einer ruhigen Minute hingewiesen wird. Danke für all die guten Ratschläge im Laufe der Jahre.

Spaßschießer: Natürlich schießen wir alle nur zum Spaß, aber mal ganz ehrlich – Treffen ist schon Geil, oder? Der Spaßschießer schießt Bogen nur zum Spaß. Der Weg ist das Ziel und man ist schon glücklich, wenn alle 3 Pfeile, für die man ja auch schließlich bezahlt hat, den Bogen schön verlassen. „Die sind aber alle drei gut rausgekommen!“ Stimmt. Es ertönte aber leider nicht das ersehnte Geräusch, welches es macht, wenn der Pfeil sich in das Gummitier bohrt. So. Nun geht man zum Ziel. Alle drei Pfeile stecken quasi auf einer Stelle. „Boah, das ist aber eine tolle Gruppe!“ freut sich der Spaßschießer. Und dann geht es zur nächsten Station… …das Selbe noch einmal… … …

Diskutant: Er schießt, es macht plopp und er geht vom Pflock. Es sieht von Oben aus, als ob der Pfeil im Sockel steckt. Man weißt den Schützen darauf hin und rät ihm, noch einen Pfeil zur Sicherheit zu schießen. Macht er nicht. Hat ja plopp gemacht. Nun ist man unten am Ziel und siehe da – der Pfeil steckt im Sockel. Jetzt kann man A nett sein, er darf noch einmal nachschießen oder B korrekt sein und er bekommt NULL Punkte für dieses Ziel. Der Diskutant hat dann aber auch noch die Variante C. Solange diskutieren, bis man ihn würgen möchte. Nun bekommt er keine Punkte. Ähnlich läuft das auch, wenn der Pfeil noch einen Millimeter Luft zwischen sich und der Killlinie hat. Boah!!! Am Ende gewinnt dieser Schütze dann nur nicht, weil die Gruppe geschummelt hat. Ihm wurden ja nicht alle Punkte aufgeschrieben.

Aufschneider: Mit stolzgeschwellter Brust kommt er daher. Was er nicht alles schon gemacht hat und was für Gewinne er schon eingeheimst hat. Und dann schießt er auch nur mit Pfeil und Bogen. Vielleicht hatte er ja gerade mal einen schlechten Tag?

Angeber: „Das war ja alles leicht hier. Die Tiere standen alle total dicht. Es gab ja nur Geschenke!“ – DANKE! Schön dass Du alles getroffen hast und es für Dich leicht war. Ich habe nicht alles getroffen, weil doch ein paar knifflige Schüsse dabei waren. Aber schmälere ruhig meinen Erfolg durch Deine Angeberei. „Das Gold ist heute aber wieder groß, das MUSS man einfach Treffen!“ – Gesagt – Getan – 3 Pfeile in der 10. ARSCHLOCH!!!

Ich glaube ja, so ein bisschen was von diesen Charakteren steckt in uns allen. Man muss nur aufpassen, dass man es nicht übertreibt.

Man muss sich allerdings auch nicht alles gefallen lassen. Klartext reden hilft manchmal, denn vielen fällt gar nicht auf, was sie da machen. Mir ist es lieber, die Leute denken, ich bin eine Zicke, als das ich mich 5 Stunden meines Lebens über jemanden innerlich aufrege. Das ist allerdings auch abhängig von der Tagesform. Manchmal ist man einfach leidensfähiger als an anderen Tagen und es gibt nichts, was einen aus der Ruhe bringen könnte…

Edit: Willi meint, ich würde mir mit diesem Post Feinde machen. Ich hoffe, er wird als DAS verstanden, was er ist. Als Satire. Ein Bekannter schrieb mir dazu: „Satire lebt vom Überschreiben“. Ich hoffe ihr grinst und schmunzelt beim Lesen und fühlt euch, falls ihr euch in dem einen oder anderen wiederentdeckt, nicht auf den Schlips getreten. Ich spreche mich auch nicht von diesen Zügen frei. Die „Labertasche“  habe ich mit Absicht weggelassen. 😀

Nun hoffe ich, das ich mich mit diesem Post nicht zum Jan Böhmermann der Bogenszene gemacht habe…

Alina und David luden zum 1. Babypinkelturnier am 19.03.2016 ein

Was macht man, wenn man Nachwuchs bekommen hat? Man veranstaltet ein sogenanntes Babypinkeln.

Alina und David mit Klein Jonas haben sich da etwas ganz besonderes ausgedacht. Ein Bogenturnier. Und wir waren auch eingeladen. Juchuuuh!!!

Dirk stellte seinen ARTchers Lake zur Verfügung und David hat mit seinen Helfern einen richtig tollen Parcours gestellt. Sehr anspruchsvoll waren die Ziele in den Wald und am See platziert. Besonderes Highlight das Heidenilpferd welches einmal über den See geschossen werden durfte. Geschenke gab es hier keine, allerdings konzentriert man sich dann auch besser. Jedenfalls geht es mir dann so, wenn irgendwas in der Schussbahn ist. Seien es Äste oder Hügel. Man muss dann schon schauen, wo ein Schussfenster ist. Und Schussfenster waren überall gegeben. Mit den Entfernungen hatte ich so meine Probleme. Durch Baumalleen, Hügelchen, Äste wurden doch die Sinne ein wenig verwirrt und so mancher Pfeil verfehlte sein Ziel. 

Willi schoss einen Langbogen den er sich von Hans-Jürgen geliehen hatte, da die Widow den Sehnenriss am letzten Wochenende nicht ganz schadlos überstanden hatte und z. Z. zur Reparatur ist.

Hatten sich die anderen Schützen nun eine Chance ausgerechnet, da Willi ja diesen Bogen zum ersten Mal schoss, wurden sie eines besseren belehrt. Mit 467 Punkten kam er auf den ersten Platz bei den Männern. Irgendwie kann er wirklich alles schießen. Ich glaube, ich bastel ihm mal einfach einen Stock mit ’ner Paketschnur. Ich hatte mit 328 Punkten den 4. Platz bei den Damen belegt.

Vielen Danke an Sonja, Micha, Emilia und Hannes. Sie haben mir quasi Asyl gewährt, als es mir mit der Männer-Rivalen-Kampfgruppe zu hm na sagen wir mal „nervig“ wurde. War eine tolle Runde mit Euch!

Ganz lieben Dank an Alina, David und Jonas  für die Einladung zu Eurem 1. Babypinkelturnier. Wir hoffen das es eine Fortsetzung gibt! Muss auch kein Babypinkelturnier sein. Turnier reicht vollkommen. 😉

Jonas Babypinkeln 2016

Text und Fotos von P. Gehrke, Gruppenfoto D. Merschingk, Foto Siegerehrung A. Heumann.

3. BHL Turnier in Barsinghausen am 13.03.2016

Endlich wieder 3D.

Am 13.03.2016 fand bei den Longbow Turkeys das 3. Bowhunter Liga Turnier statt. Da wir bei der Hallen-DM am Vormittag starten durften konnte wir uns kurzfristig noch Startpätze sichern. 

Wir waren bei allen drei Turnieren dabei!

Die Ziele waren total super aufgestellt, natürlich alle sehr anspruchsvoll, wie man das von den Longbow Turkeys gewohnt ist. Das Wetter hatte gut mitgespielt und die Hänge waren nicht rutschig. Es waren Stufen in die Hänge gegraben. Zum Abseilen oder Hochhangeln gab es überall wo es nötig war Seile. SUPER. Wir hatten sehr viel Spaß und die Ziele waren teilweise schon eine ziemliche Herausforderung. Manchmal auch schon, sie überhaupt zu finden. Ich sage nur „Zwerghasen“.

Und genau bei diesen „Zwerghasen“ (ich weiß jetzt dank Klaus, dass das Wildkaninchen waren und die sind nun mal so klein), unserer 7. Station, passierte es. Willi schoss. 1. Hunter. Treffer. 2. Hunter. Treffer. Ein Knall. Ein verwirrter Willi und eine Widow ohne Sehne. Das untere Öhrchen war im Vollauszug gerissen. Der Schreck sitzt erstmal tief. Schnell wurde die Ersatzsehne an den Bogen gebastelt und weiter ging es. Die nächsten Ziele hat Willi dann erstmal gar nicht mehr gut getroffen. Er meinte, er hat bei jedem Lösen auf einen Knall gewartet. Zum Glück kam da keiner mehr.

Hatte er zuerst die Gruppe punktemäßig noch angeführt überholte Detlef ihn dann doch recht schnell.

Für das leibliche Wohl war mehr als ausreichend gesorgt. Das Chili con carne aus dem Feuertopf war der Hit schlechthin. Es gab auch noch Salate, belegte Brötchen, Variationen von Bratwürstchen, Süßes und und und. Auch die wärmenden Feuer blieben bis zum Schluss an, so dass keiner frieren musste.

Mit 294 Punkten kam Willi noch auf den 3. Platz. Ich kam mit 184 Punkten ebenfalls auf den 3. und Stephanie Nickel mit 136 Punkten auf den 4. Platz.

Die Siegerehrung fiel etwas mau aus, es wurden jeweils die 3 Besten der einzelnen Klassen verlesen. Gut, man muss nicht unbedingt Preise haben. Viele finden ja Staubfänger überflüssig und nehmen ihre Urkunden zum Ofen anmachen. Ich finde es aber immer ganz nett, wenn man nach vorne gehen kann, einem die Hand geschüttelt wird und man so eine kleine Erinnerung in die Hand gedrückt bekommt. Allerdings ist das bei den Bowhunter-Liga-Turnieren eher unüblich, da die BHL-Schützen ihre Siegerehrung bei dem Finale haben.

Also jetzt kommt das Einzige, was wohl alle Schützen nervt, wenn es passiert. Wir liefen in der ersten Runde auf. Stets und ständig. Es waren wohl noch Schützen ohne Anmeldung erschienen und durften Starten. So war dann eine Gruppe mehr als Ziele vorhanden. Es ist natürlich schwer, wenn da so Schützen mit Dackelblick stehen, die fast zwei Stunden Fahrt auf sich genommen haben, diese dann abzuweisen. Würde ich wohl auch nicht machen. Mich hat das Warten auch gar nicht so genervt, da ich ja was zum Quasseln dabei hatte. In der zweiten Runde, nach der Mittagspause kam es dann aber kaum noch zu Aufläufen…

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und hoffen, einen Platz zu ergattern. Mittlerweile hat es sich wohl rumgesprochen, dass die BHL Turniere wirklich anspruchsvoll gestellt sind und man jede Menge Erfahrungen sammeln kann, denn sie sind doch ziemlich schnell ausgebucht. Außerdem sind diese Turniere auch immer für Compounder zugelassen. 

BHL Barsinghausen 2016

Text und Fotos P. Gehrke

DM DBSV Fita Halle 18 m ohne Visier in Döbeln 12.03.2016

Wir sind schon am Freitag angereist, da wir am 12.03. schon am Vormittag starten mussten. Also eigentlich nur Willi. Ich war ja „nur“ 1. Nachrückerin.

Vor Ort haben wir uns angemeldet und ich musste dann noch eine ganze Weile warten, ob ich nun starten durfte, oder nicht. Insgesamt waren 17 Nachrücker vor Ort. Das war ganz schön nervenaufreibend.

Eine Jagdbogenschützin hatte Pech und war krank. Glück für mich, ich rückte nach und durfte starten.

Das war schon ganz schön aufregend. Man weiß, wie weit die Scheiben entfernt sind und könnte ja nun munter drauf los schießen, so wie beim Training. Beim Warmschießen klappte das auch noch. Und dann kam der Trööööt für den Wettkampf. Man kann sich noch so oft sagen, dass es ja nicht anders als sonst ist. Aber es ist halt doch eine Deutsche Meisterschaft. Und da hat man ja auch so ein bisschen das Recht, aufgeregt zu sein. Irgendwie…

Wir schossen 2 Durchgänge je 10 Passen a 3 Pfeile.

Am Ende hatte Willi das Treppchen um 11 Punkte verpasst und landete mit 499 Ringen auf Platz 4. Im Training hatte er immer so um die 520 Ringe, da war er doch etwas enttäuscht. Ich kam auf den 6. Platz, was ja an sich nicht so spektakulär ist, da es auch nur 6 Schützinnen in meiner Leistungsklasse gab. Allerdings hatte ich mein Ziel, über 400 Ringe zu schießen mit 408 Punkten erreicht. Da hatte sich das Training doch gelohnt, denn bei der Landesmeisterschaft waren es nur 361 Punkte gewesen. So war ich voll zufrieden mit meiner Leistung und nach Oben ist ja auch noch etwas Luft.

Mal sehen wie es im nächsten Jahr läuft.

Gruppenfoto unbekannt, Foto und Text P. Gehrke

Bowhunterligaturnier in Garstedt-Wulfsen am 06.03.2016

Am 06.03.2016 stand nun das Bowhunter-Liga-Turnier in Garstedt an.

Ich kann nur immer wieder wiederholen, der SV Garstedt ist mit einem total tollen Gelände gesegnet. Nicht nur ich wollte es einpacken und zu Hause wieder aufbauen.

Bei der Bowhunter Liga gilt es, 14 Stationen mit jeweils 2 Doppelhuntern zweimal zu schießen. 56 Schüsse gehen ganz schön an die Substanz.

Das Gelände ist ziemlich hügelig, allerdings gut zu schaffen. Auch der Waldboden war schön trocken, obwohl es ja in der letzten Zeit viel geregnet hat. Also bestand keine Gefahr nasse Füße zu bekommen oder gar auszurutschen.

Am Samstag war dann wettertechnisch alles dabei, von nasskalt, über Sonnenschein und Hagelschauern. Zum Glück hielt sich die Sonne eine ganze Weile und so kamen wir trocken durch den Parcours.

Dieser war recht anspruchsvoll gestellt, so wie es bei einem Turnier der Bowhunter Liga zu erwarten war. Aber die Doppelhunter sind eine tolle Übung für mich.

Die Wertung: x-Kill 10, Kill 8 und Körper 5 Punkte. Da liegen die Ergebnisse am Ende recht dicht beisammen. Willi kam mit 362 Punkten auf den ersten Platz in seiner Klasse. Gemeinsam mit Angela (Primitivbogen) habe ich den ersten Platz (219 Punkte) bei den Frauen belegt. Dort wurden, weil so wenig Starterinnen vor Ort waren, alle Klassen zusammen gelegt. Allerdings sind im Netz alle Klassen einzeln aufgeführt.

Das Turnier war, wie vom SV Garstedt-Wulfsen nicht anders gewohnt, super gestellt und organisiert. Wir hatte sehr viel Spaß an diesem Turniertag, vielen Dank dafür an das Team vom SV Garstedt und natürlich auch an unsere Mitläufer Ulli, Frank und Michael.

Wir freuen uns schon auf das 10. SBFF im April…

BHL Garstedt

Fotos und Text von P. Gehrke

Kakensdorfer Spaßturnier am 20.02.2016

Über Kakensdorfer Turniere hatten wir ja schon ein bisschen was gehört. Die Äste sollen dort ja ziemlich tief und meistens ohne Schussfenster vor den Zielen hängen. Spaß hat das wohl im letzten Jahr nicht so vielen gemacht. Wir machen uns gerne selber unser Bild und manchmal lernen Parcoursbauer ja auch aus ihren Fehlern.

Also meldeten wir uns frisch und frei dort an und waren doch gespannt.

Vor Ort trafen wir auf Arnd, Burkard und Olaf und beschlossen schnell eine noch nicht volle Gruppe für uns fünf zu kapern. Das war eine gute Entscheidung. Wir waren schon eine tolle Truppe. Mit viel Spaß und Gelächter ging es durch den Wald und über die Wiesen. Ein Glück schießen wir auf Gummitiere. Andere hätten (haben) wir nicht zu Gesicht bekommen, so lustig wie wir waren.

Die Ziele waren meist jagdlich, allerdings recht anspruchsvoll gestellt. Ein gutes Auge für Licht und Bodenverhältnisse beim Aufstellen der Ziele verwirrten die Sinne des Schützens, so dass auch bei den dichteren Zielen nicht immer gleich der erste Pfeil saß. Weitschüsse haben auch nicht gefehlt. Der liegende Rothirsch lag auf gute 60 Meter. Auch der eine oder andere hängende Ast musste unterschossen werden. Die war allerdings kein Problem, wenn man Demut vor dem Ziel zeigte. 

Auch ein paar Spaßziele durften nicht fehlen. So musste man auf hängende Teebeutel und kleine Gipsplatten schießen. Die Gipsplatten zerplatzen bei einem Treffer in tausend Teilchen. Cool!

Bei einer Station musste man auf einer schwebenden Palette knien und bergab schießen.

An anderer Stelle bekam man einen Kinderbogen linkshand und dazu ca. 35 cm lange, mit Gummiblunts versehene Pfeile in die Hand gedrückt und musste Holzklötze umschießen. Wir haben so gelacht.

Ganz toll war die Verpflegung. Suppe, Kinderpunsch, Kaffee und Kuchen waren im Startgeld schon enthalten. Natürlich gab es noch andere Leckereien, die man zu moderaten Preisen erstehen konnte.

Am Turniertag sollte das Wetter (mal wieder) nicht so toll sein. Allerdings nieselte es nur ab und an ein ganz kleines bisschen. Das viel kaum ins Gewicht.

Willi wurde mit 257 Punkten 1. und ich mit 183 Punkten 3. (in der jeweiligen Klasse). Es gab (leider nur) 21 Stationen und es wurde 15/12 gewertet.

Unser Fazit: Super Turnier, tolles Gelände, anspruchsvoll und professionell gestellt. Wir kommen sehr gerne wieder!

Kakensdorfer Spassturnier

Text und Fotos P. Gehrke

 

Eisbrecher 2016 vom Delmenhorster Bogensport Verein am 30. u. 31.01.2016

Am 30.01.2016 sollte es auf zum legendären Eisbrecher Turnier in Delmenhorst gehen. Der Wecker klingelte, Willi stand auf, kam kurz darauf wieder und sagte: „Es ist windig und gießt, ich fahre nicht!“ Mist. Hatte der Wetterbericht mal wieder recht gehabt? Für Delmenhorst war Starkregen und Sturmböen bis 53 km/h angesagt.

Ich habe dann erstmal das Handy gezückt, Stephy angeschrieben. Die wollte auch liegen bleiben. Susanne und Toralf? DAS sind keine Weicheier, die waren schon unterwegs. Ich dann auch, erstmal in die Dusche.

Willi konnte ich dann auch überzeugen und viel zu spät saßen wir dann im Auto und rollten Richtung Delmenhorst.

Kurz vor Start waren wir dann da. Es nieselte. Willi blieb gleich am Einschießplatz hängen, ich meldete uns erstmal an. Fast gab es kein durchkommen zur Anmeldung, da überall Bekannte herumstanden und eine kurze Gesprächspause eingelegt werden musste. Irgendwann hatte ich es dann geschafft und stand im schön geheizten Bunker. Nach der Anmeldung überlegte ich kurz, ob ich mich nicht einfach an den warmen Ofen setzten sollte. Aber nur kurz, dann stand ich wieder draußen.

Klaus, Rüdiger und Andreas vom BSC Heps hatten uns schon, wie abgesprochen, in ihre Gruppe eingetragen.

Nach einer sehr kurzen, dem schlechten Wetter gezollten, Ansprache wurden wir ins Gelände gebracht. Wie auch im letzten Jahr war dort „Too much Matsch“ und mir fiel ein, das Klaus das Turnier im letzten Jahr in „Matschbrecher“ umgetauft hatte. Gut das ich mir gestern noch Wintergummistiefel gekauft hatte. So machte das Stapfen durch den Matsch nichts aus, weder mir, noch den Schuhen.

Auch der Regen, der mal mehr mal weniger und auch selten mal gar nicht fiel, machte uns nichts aus. Die Federn klebten so am Schaft, dass das Schießen quasi einem Rohschafttest gleich kam. Irgendwann hatte es auch Willi aufgegeben, den Flaschenboden über seine Pfeile zu stülpen. War eh vergebene Liebesmüh. Irgendwann lagen doch alle Federn nass und platt am Schaft an. 

Wir trotztem dem Regen und hielten bis zum Schluss durch. Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich, auf Grund der tollen Gruppe und dem vielen Spaß den wir hatten, gar nicht wirklich gemerkt dass das geregnet hat. Und der Starkregen und die heftigen Sturmböen blieben zum Glück ganz aus. 

Das Durchhalten wurde belohnt. Willi kam mit 635 Punkten auf den 1. Platz und ich mit 478 Punkten auf den 2. Platz. 

Obwohl wir für den Sonntag nicht genannt hatten, da ja eigentlich der Geburtstag meiner Mutter anstand (sie hatte natürlich trotzdem Geburtstag, wollte aber eine Woche später feiern) konnten wir uns trotzdem noch zwei Startplätze sichern. Der Samstag hatte bock auf mehr gemacht und das Wetter sollte ja nun auch besser sein. 

War es dann auch. 

Am Sonntag kam Willi dann mit 617 Punkten auf den 2. Platz und ich mit 507 Punkten ebenfalls auf den 2. Platz, einen Punkt hinter der Ersten. 

Die Ziele waren, sehr gut aufgestellt. Das Gelände der Delmenhorster ist total klasse. In diesem Jahr wurde auch einer der Bunker mitgenutzt und man musste durch ein Loch in der Wand ins dunkle auf eine Spinne schießen, von der man eigentlich nur das weiße Kreuz sehen konnte. Auch die rasende Rennschnegge war wieder dabei. Am Sonntag habe ich sie sogar getroffen. 

Mit dem Essen wurde sich auch in diesem Jahr wieder viel viel Mühe gegeben. Lecker!!! Schon alleine deshalb würde ich im nächsten Jahr wieder dabei sein wollen. 

Am Samstag zog sich leider die Siegerehrung etwas arg hin. Ich habe mich hübsch in den warmen Bunker verzogen und bin da erstmal nicht mehr raus. Vielleicht sollte man sich wirklich überlegen eine Uhrzeit für die Schießzettelabgabe  vorzugeben. Irgendeine Gruppe braucht ja immer länger als alle anderen. Einer muss ja der letzte sein. Aber wenn die dann über eine Stunde später reinkommt als die vorletzte Gruppe und dann noch nicht mal die Schießkarten ausgerechnet hat… …dann ist das schon etwas nervig. 

Unser Fazit: Andere liegen an solchen Wochenenden auf dem Sofa, weil man nicht mal seinen Hund vor die Tür jagt und wir gehen halt stundenlang durch den Wald und werfen Stöckchen aus Carbon. Aber wenn so ein tolles Turnier ansteht, dann hält es natürlich auch keinen süchtigen Bogenschützen auf seinem Sofa. 

Vielen Dank an die Delmenhorster Bogenschützen für die Ausrichtung des Eisbrecher-Turniers 2016. Wir hatten eine tolle Zeit und freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Eisbrecher Delmenhorst

Fotos und Text P. Gehrke

Kaiser Wilhelm Turnier 2015 an der Porta Westfalica am 19.07.2015

Am 19.07.2015 fand das KW 2015 statt. Mittlerweile das 3. KW bei dem wir gestartet sind. 

Wir fuhren im Regen los. Als wir ankamen gab es Regen und als wir starteten? Natürlich Regen. 

Da war die Stimmung schon etwas auf dem Nullpunkt, aber nun waren wir nun mal da und dann wurde auch geschossen. 

Nach der kurzen Ansprache ging es in das Gelände. Es waren 44 Ziele aufgestellt. In diesem Jahr ging der Parcours wieder in die andere Richtung, so dass der Schuss in Richtung Autos schon mal ausfiel. Eine großartige Verbesserung des Sicherheitsgefühls. Auch waren einige Sicherheitsmängel in anderen Bereichen ausgemerzt, so dass ich während des Schießens keine Angst um mich oder andere Schützen hatte. Einige Ziele waren recht dicht bei einander. Weniger ist manchmal mehr? Vielleicht sollte man lieber die Gruppen von 5 auf 6 Schützen vergrößern, dafür aber weniger Ziele ins Gelände stellen.

Wir hatten eine tolle Gruppe mit Adi, Peggy M. und Michael N.. Es war sehr entspannend mit zwei so guten Schützen zu schießen, die natürlich auch eine Menge zu erzählen hatten. So war es doch sehr kurzweilig. Mich irritierte nur etwas die absolute Stille beim Schießen. Daran muss man sich auch erstmal gewöhnen. Ich meine jetzt nicht, still zu sein, wenn andere schießen, sondern die Stille, wenn man selber schießt. Manchmal dachte ich, ich hätte mein Rudel verloren, so still war das. 

 Das Gelände war ziemlich anstrengend. Es ging einem schon mal die Puste aus, allerdings war das nicht so die Schwierigkeit. Durch den Regen waren die Hänge rutschig. Ca. 200 Bogenschützen, die die Wege gingen, machten das nicht wirklich besser. Der Lehmboden auch nicht. Manche Steigungen, die man nur mittels Hilfe eines Seils erklimmen konnte, waren dermaßen rutschig, dass man kaum vorankam. Das war eine ganz schöne Anstrengung. Ich bin mal wieder stolz, dass ich so ein Gelände ohne Flugschein gemeistert habe. 

Irgendwann hörte es dann auch auf zu Regnen und alles war gut. 

Essen, Trinken, Sanitär war wieder alles OK. Da brauch man den Mindener Bogenschützen nichts vor machen. 

Willi wurde am Ende mit 701 Punkten 2. bei den Jagdbögen Herren und ich kam auf den 8. Platz mit 522 Punkten. Da merkt man, dass die Luft irgendwann raus ist und ich mich nicht 44 Ziele konzentrieren und Leistung bringen kann. Ist auch nicht so wichtig. Spaß hatte ich genug!

Im nächsten Jahr soll der Verein wieder mehr Gelände von der Bundeswehr für das KW2016 pachten können. Wir sind gespannt und werden auch im nächsten Jahr versuchen, wieder einen der begehrten Startplätze zu ergattern. 

Fotos gibt es in diesem Jahr nur 3, da ich wegen des Regenwetters die Kamera zu Hause gelassen hatte und nur sehr sehr selten das Handy zum Knipsen rausgeholt habe. 

 

Text P.Gehrke

Buchenschuss 2015 der Bogenfreunde Wuldor am 12.07.2015

Es gab ja den Buchenschuss 2013. Und da ich beim Buchenschuss 2015 nicht wieder so einen Willi mit schlechter Laune haben wollte, habe ich darauf geachtet, das wir frühzeitig los kamen, damit nicht schon die Fahrt in Stress ausartete, obwohl die A1 und A7 in Richtung HH wegen Autobahn- und Brückenbauarbeiten gesperrt waren. In Bad Fallingbostel holten wir noch Michael K. ab und dann ging es auf die Bahn. Wonder why kamen wir gut durch und waren überpünktlich. Wir hatten sogar noch genügend Zeit zum Einschießen (wobei Willi gleich den ersten Pfeil in einem Brombeerrankenmeer versenkte) und dann ging es, nach einer kurzen Ansprache, los in den Wald.

Wir hatten eine superlustige Gruppe mit Sören und Sven aus Büchen und mit Michael K. aus Hannover. Wir haben sooo gelacht und hatten soooo viel Spaß. Zwischendurch haben wir aber auch geschossen. Und zwar ziemlich gut.

Das Gelände ist wunderschön. Ein großer Buchenwald mit Hügeln. Frank Riedel und sein Team haben mit unheimlichem Geschick und Gespür für Licht, Schatten, Bodenwellen, Gräben, Senken und Steigungen einen sehr schwer einzuschätzenden Parcours mit 30 Stationen aufgebaut, der einen so manches Mal die Sinne verwirrte und man nicht abschätzen konnte, wie weit die Ziele weg standen. Die Entfernungen der Ziele war meist recht sportlich um so mehr habe ich mich gefreut, dass ich die weiteren Schüsse ganz gut gemeistert habe. „Weit – Weiter – Wuldor“ hat für mich ein bisschen seinen Schrecken verloren. Ich mag mittlerweile diese Entfernungen und komme immer besser damit zurecht.

Willi belegte mit 538 Punkten den 1. Platz bei den Herren Jagdbogen und ich mit 436 Punkten den 1. Platz bei den Damen Jagdbogen. Was haben wir uns gefreut. Auch beim Leeren der Gewinne (Vino und Met) kam Freude auf.

Für Essen und Trinken war ausreichend und gut gesorgt, so dass keiner hungrig nach Hause fahren musste. Ich finde immer besonders toll, wenn es „exotische“ Salate (also solche, die vom normalen Kartoffel-Nudel-Bunter-Salat-Büffet abweichen) gibt.

Willi kaufte sich zur Belohnung noch bei Frank eine 3D-Gans, die auf unserem nächsten Treffen einen besonderen Platz bekommen wird.

Fazit: Eines der besseren Turniere in diesem Jahr. Die Anforderungen an die Schützen war schon ganz ordentlich. Das Gelände ist einfach zu gehen, so dass man nicht so außer Atem kommt. Ich gerne immer wieder und Willi wohl auch. Dem hat es in diesem Jahr auch viel viel besser gefallen. Danke an Frank Riedel und die Bogenfreunde Wuldor für dieses tolle Event.

Wer in diesem schönen Buchenwald mal schießen möchte. Die Bogenfreunde Wuldor betreiben dort einen öffentlichen Parcours.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Buchenschuss und hoffen, dass nicht wieder ein Jahr Pause gemacht wird.

Wuldor 2015

Text und Fotos P. Gehrke, Foto Siegerehrung W. Gehrke

Nordlandturnier im ARTchers Park am 20. und 21.06.2015

Angemeldet zu den Turnieren hatten wir uns ja, als es noch das alte ARTchers Land in Dedelstorf gab. Nun waren wir bei der Einweihung vom ARTchers Park dabei und konnten uns kaum vorstellen, wie Dirk und sein Team dort einen Parcours mit Zielen für über 100 Schützen (m/w) aufstellen wollen. Abgeschreckt hat uns das allerdings nicht.

Dann war es soweit. Zur Sommersonnenwende fand im ARTchers Park das Nordlandturnier statt. Positiv überrascht waren wir vom Gelände. Für das Turnier hatte Dirk noch einiges an Wiesen und Wald dazu bekommen, so dass es ausreichend Platz für die Ziele gab.  Es gab sogar einen spektakulären Schuss von 90 Metern, aber dazu später mehr.

Am Samstag war das Wetter nicht ganz so schön und so wanderten nicht nur Pfeile in den Pfeilköcher sondern auch noch ein Regenschirm. Welch Glück, denn ein paar heftige Regenschauer gab es schon.

Am Samstag schossen wir eine Doppelhunterrunde. Die Schwierigkeit bestand darin, vom weiteren Pflock beginnend auf das Ziel zu schießen und nach dem ersten Schuss vor zu gehen und aus geringerer Distanz den 2. Pfeil in das 3D-Ziel zu bringen. Oft hat man da dann einfach zu hoch angehalten.

Viele neue Tiere waren extra für das Turnier angeschafft worden. Es gab Eisbären, einen Schneemann, Pinguine, Murmeltiere, Otter, den kleinen Bruder von Pegasus (weißer liegender Dammhirsch mit Flügeln) und als absolute Highlights gab es da einen riesigen Moschusochsen (Stockmaß bestimmt 1,60 m) und eine riesige Midgardschlange. Damit hatte Nicoletta Peter für einige „AAAHS“ und „OOOOHS“ gesorgt.

Die Ideen waren quasi unerschöpflich. Man musste Raben hinter Thors pendelnden Hammer erlegen. Auch der Runenstein kam gut an. Man musste sich eine Rune aus eine Beutel nehmen und diese dann auf dem Runenstein mit dem Pfeil treffen.

Einfach Hammer war der Schuss auf den Moschusochsen. In der Doppelhunterrunde durfte man versuchen ihn auf ca. 80 und 70 m zu treffen. Am Sonntag, in der 3-Pfeil-Runde, wurden einem dann sogar 90 m abverlangt. Ein Wahnsinnsschuss.

Der gesamte Parcours war für die 3-Pfeil-Runde am Sonntag umgepflockt. Auch hier war Dirk und sein Team mit sicherer Hand dabei, denn es gilt ja, nicht einfach nur den Pflock irgendwo anders aufzustellen, sondern ihn so zu platzieren, dass noch die nötige Sicherheit und der nötige Pfeilfang gewährleistet sind. Leichter wurde es nicht. Die Entfernungen waren jetzt doch schon sehr sportlich.

Am Sonntag war uns dann Petrus gewogen und stellte seine Wasserleitungen komplett aus, so dass wir vollkommen ohne Regen durch den Parcours kamen.

Beide Tage waren in sich abgeschlossene Turniere, so dass es Samstag und Sonntag eine Siegerehrung gab. Die Klassen waren in Traditionell (Bögen mit Holzpfeilen) und Moderne (Bögen mit Carbonpfeilen) unterteilt.

Willi schoss sich an beiden Tagen auf Platz 1. Nun darf er sich Nordlandkönig nennen, da er auch an beiden Tagen die Höchstpunktzahl erreicht hatte (Samstag 800 und Sonntag 507 Punkte). Majestät Willi der 1. sozusagen.

Für meine Verhältnisse habe ich am Samstag gut geschossen, andere haben aber noch besser geschossen und so hat es zwar nicht für eine Platzierung gereicht, aber für einen guten 5. Platz. Sonntag lief es dann ein bisschen besser. Mit 409 Punkten belegte ich den 3. Platz.

Mein Highlight war eindeutig der Moschusochse, auch wenn ich ihn nicht getroffen habe. Er stand so schön auf weiter freier Flur, so dass es einfach eine Freude war. Weiter war auch die Midgardschlange eines der Highlights. Wirklich wunderbar gestaltet von Nicoletta. Man kann das gar nicht oft genug sagen.

Mein Fazit: Dirk und sein Team haben das Gelände sehr gut ausgenutzt, mit viel Gefühl für Licht und Schatten, Bodenwellen und dem ein oder anderen Ästchen. In der flachen Landschaft kann man nun mal keine Bergschüsse haben, aber dennoch empfand ich das gesamte Turnier schon als anspruchsvoll (aber trotzdem mit ein paar Geschenken) und ein paar Hügelchen und Senken gab es schließlich auch.

Das Catering hatte das Coffee Corner übernommen, deshalb waren die Preise auch nicht ganz soooo günstig, wie auf Turnieren, wo der Verein das Catering übernimmt. Allerdings konnte man nicht meckern. Die Hot Dogs waren einen gute Idee und der Kaffee heiß und lecker. Und beides war reichlich vorhanden (natürlich muss man auch die leckeren belegten Brötchen und die Nussecken noch erwähnen und die freundliche Bewirtung). Auch war während des gesamten Turniers das Coffee Corner geöffnet, so dass man auch dort lecker essen konnte. Selbst kurz vor Feierabend bekam man noch etwas und das Team Coffee Corner schaute freundlicherweise nicht auf die Uhr und zögerte so ihren doch wohlverdienten Feierabend für uns noch etwas hinaus.

Einen Wermutstropfen gab es dann doch noch. Leider sind am Samstag, wohl wegen der schlechten Wetterprognose, 35 Schützen (m/w) nicht erschienen. Schämt Euch und seid neidisch. Ihr habt echt was verpasst!!!

Wann ist das nächste Turnier im Artchers Park? Das Tortenturnier am 12. u. 13. September. Man darf nicht nur auf die Torten gespannt sein. Und wer schnell ist, bekommt vielleicht noch einen der letzten Plätze.

Nordlandturnier im ARTchers Park

Nordlandturnier - die Midgardschlage... HAMMERGEIL

Nordlandturnier - mit dem riesigen Moschusochsen

Text u. Fotos P. Gehrke