Parcoursbesuch bei den Diebacher Edelknechten am 16.08.2016

Nachdem wir am Tag nach der Deutschen Meisterschaft ein wenig Sightseeing gemacht hatten, an der Donau saßen, durch die Stadt Dillingen schlenderten und, obwohl Montag war, nur eine Eisdiele in dem Ort geöffnet hatte. Es war Maria Himmelfahrt. Ein Feiertag! War Willi sichtlich genervt.

So fuhren wir früh wieder nach Neresheim in unser Hotel zurück. Nur um zu sehen, dass auch dort das Restaurant Ruhetag hatte, Willi nicht zum Chinesen wollte, der Italiener im Sommerurlaub war und Willi dann unbedingt beim Döner essen wollte. Toll. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Da war ich dann sichtlich genervt.

Damit am nächsten Tag nichts in die Hose ging, suchte ich am Abend im Netz etwas, was uns Beiden Spaß machen würde. Ja, RICHTIG – Bogenschießen. Wir entschieden uns für den Parcours der Diebacher Edelknechte. Und bereuten es nicht.

Ein sehr gepflegter, gut zu laufender 5,4 km langer Parcours mit 28 Zielen von 5-50 Meter. Die Stationen befinden sich an öffentlichen Wegen, überall wo eine Möglichkeit zum Schießen gegeben war, wurde sie ausgenutzt. Hier ein paar Bäume, da eine Streuobstwiese, da eine Brache. Die Diebacher Edelknechte verfügen über kein eigenes Land, sondern nutzen Gemeindegrund und kleine Flecken von den Landwirten der Umgebung, die bei der Landwirtschaft ausgespart werden. Auch die Jäger fühlen sich nicht durch die Bogenschützen gestört.

Wahnsinn – hier in Niedersachsen wäre das so nicht möglich. Schon alleine nicht, weil kein Zaun um die Anlage ist. Es würden, so Mario aus dem Verein, alle an einem Strang ziehen und es gäbe viele neugierige Diebacher, die ihren Spaziergang im Parcours machen und schauen, was da so los ist.

An der Einschießwiese stehen gefüllte Säcke und Stramitscheiben in unterschiedlichen Entfernungen. Es gibt einen Überdachten Sitzplatz. Ein Vereinsheim und einen Bauwagen, wo auch das Parcours-Buch zu finden ist. Auch hier ist alles sehr sauber und ordentlich. Die Wiese ist kurz gehalten.

Dann folgt man einem geteerten Weg, ca. 500 m, bis zum ersten Ziel. Ein Bank steht unter Bäumen, verschiedene Pflöcke stehen auf einem kleinen Grünstreifen und das erste Ziel kann beschossen werden. Man folgt erst dem Feldweg, von dem aus noch ein paar Schüsse zu absolvieren sind. Dann geht es den Hügel hoch und es gibt in kleinen Baumgruppen, Miniwäldchen, auf Wiesen einige spannende Schüsse.

Mein Lieblingsschuss war der Weitschuss auf den Rothirschen, der auf der Streuobstwiese stand. Willi steht am Pflock (natürlich der, der am weitesten weg ist) und schießt. Knapp über das Tier, die Federn des Pfeiles berühren noch den Rücken. Der Pfeil setzt hinter dem Ziel auf und huiiiiiiii nimmt er noch einmal Schwung und fliegt hoch in die Luft und keiner weiß, wo er aufgekommen ist. Zweiter Pfeil – Huuuuuiiiii weg ist er, genau wie der Erste. Dann endlich trifft er mit dem dritten Pfeil.

Ich stelle mich ganz cool an den Pflock. „Der hat 50 Meter, oder?“(als ob mir das was nützen würde, wenn ich weiß, wie weit…), Willi nickt. Ich nocke den Pfeil ein, ziehe die Sehne bis zum Ankerpunkt, löse und? Zwoooooosch der Pfeil fliegt ins Kill. Hihi. Da hat aber einer geguckt…

Danach habe wir gefühlte Stunden in den Schwaden des frisch gemähten Kornfeldes in der glühenden Sonne verbracht um die Pfeile von Willi zu finden. Vergebens. Keine Spur. Irgendwann haben wir dann aufgegeben. 

Beim nächsten Ziel erwartete uns eine Überraschung. Eine Bank im Schatten und eine Tonne mit Getränken, die zu 2/3 eingegraben war. So waren die Getränke erstaunlich kühl. Das konnten wir jetzt nach dem anstrengendem Suchen der Pfeile gebrauchen. 

Ein Ziel konnten wir nicht schießen. Auf dem dahinterliegenden Feld wurde gerade geerntet. Deshalb entschlossen wir uns, aus Sicherheitsgründen, nicht zu Schießen. 

Unser Fazit: Ein wunderbarer Parcours, auch für Schützen geeignet, die nicht so gut zu Fuß sind. Die Ziele sind sehr gut aufgestellt, von jagdlich bis sportlich. Pfeilfang war meistens vorhanden. Wir haben zu Zweit ca. 3,5 Stunden gebraucht.

Für uns war der Tag im Parcours genau das Richtige. Nach dem die DM nicht so gut gelaufen ist, gaben einem die vielen Treffer im Parcours doch ein wenig das Selbstvertrauen zurück. Merkwürdigerweise flogen meine Pfeile hier, im Gegensatz zur DM, schnurgerade und ich konnte sogar treffen. 

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Text und Fotos P. Gehrke

8. Varusjagd am 25. u. 26.06.2016

Am 25. u. 26.06.2016 fand die 8. Varusjagd in Lage/NRW statt. Wir waren nur am 25.06. dabei.

Beim Aufstehen – Regen – Überlegung, einfach wieder ins Bett zu gehen.

Während der Fahrt – Regen – Umdrehen?

Bei der Ankunft – Sonne – Yeah, alles richtig gemacht!

Anmeldung, eine Passe einschießen, Rede und Hinweise zum Parcours und dann ab ins Gelände (also alles so wie immer) – Sonne

Die ersten 8 Ziele liefen so richtig super. Wetter super, Gruppe toll, Gelände schön. Das blieb auch bis zum Schluss des Turniers so, bis auf dass es ab unserer 9 Station dann anfing zu Regnen. Erst nur ein wenig, dann ein wenig mehr und dann ganz dolle. Und dann war man nass. Die Pfeile auch. Und die flogen dann irgendwie nicht mehr richtig. Meine trudelten auf das Ziel zu. Die kurzen Distanzen gingen noch, aber alles was weiter weg war, da trudelten sie dran vorbei, manchmal auch drauf. Oft fielen sie auch einfach vor dem Ziel runter. Bei den letzten Zielen war ich dann schon etwas angepestet, weil es eigentlich keine richtig weiten Schüsse gab, die Distanzen mir eigentlich lagen und ich bis zum vollkommenen Durchnässen meistens nur einen Pfeil gebraucht habe.

Das einzig positive? Es war nicht kalt. In anderen Gegenden sollen ja riesige Hagelkörner runter gekommen sein.

Negativ? Es gab überwiegend sehr schön gestaltete 2D Ziele. Wunderbar angemalt und hinter dem Kill gut verstärkt. Trotzdem habe sogar ich es geschafft mit 30 lbs durch die Tiere zu schießen. Willi schaffte DAS mit seiner 60 lbs Witwe sogar durch das verstärkte Kill. Schwub. Einfach durch und die Pfeile lagen hinter den Zielen. Da musste man schon verdammt aufpassen und schauen, wer da was geschossen hat. Im Zweifelsfall gab es dann für ein Kill einen Körpertreffer, wenn man es nicht richtig gesehen hatte.

Dass die Pfeile durch die 2D Ziele durch sind, soll wohl an der Nässe gelegen haben. Aber das war schon ziemlich nervig.

Die letzten 13 (von 30) Stationen zogen sich ewig hin. Die letzten 5 Ziele konnte man sich kaum motivieren, überhaupt noch zu schießen. Aber wir haben durchgehalten.

Als wir aus dem Parcours kamen, hörte es dann auch auf zu Regnen.

Dann kam das nächste Ärgernis. Da es so geregnet hatte haben einige Gruppen die größten Schauer schön im Trockenen verbracht und es sich im Restaurant und überdachten Biergarten gemütlich gemacht um dann weiter zu gehen, als wir klitschnass aus dem Parcours kamen und es nicht mehr regnete.

Einige Gruppen, die auch den Parcours (ohne sich unterszustellen) zu Ende gemacht haben, waren sogar noch eher fertig als wir und warteten fast 3 Stunden bis zur Siegerehrung. Es wurden zwar Decken verteilt und man konnte im Restaurant im Warmen sitzen, aber genervt waren trotzdem einige Schützen, wir auch.

Irgendwann waren die Klamotten aber am Körper getrocknet und dann gab es auch die Siegerehrung.

Willi hatte mit 664 Punkten die Tageshöchstpunktzahl und bekam ein sehr schönes Messer. Ich kam mit 482 Punkten auf den 3. Platz.

Trotz Regen hatten wir aber sehr viel Spaß. Und für das Wetter kann ja keiner was. Es gab auch Schützen, die haben ganz abgebrochen, weil das Wetter so schlecht war. Aber über eine Stunde den Regen abwarten, dann über 2 Stunden später aus dem Parcours kommen als die erste Gruppe, die ihre Schießzettel abgegeben hat und dann erst noch die Ergebnisse ausrechnen müssen? DAS geht gar nicht. Ich bin wirklich für eine Abgabefrist bei Turnieren. Und merkwürdiger Weise kommen da alle Schießzettel fristgerecht an.

Sehr nett fand ich, dass der Veranstalter Regenschirme in den Parcours brachte, damit man nicht so nass wurde. Auch war ansonsten alles gut durchorganisiert. Man hat gemerkt, dass dies die 8. Varusjagd im Teutoburger Wald war.

Bei der Ausschreibung wurde eine „Verpflegung zu günstigen Preisen“ angegeben. Das Essen war preislich auch ok und in diesem Jahr waren, ob des schlechten Wetters, keine Ausflügler vor Ort, so dass für alle Bogenschützen ausreichend leckeres Grillgut und Salat vorhanden war. Zusätzlich konnte man natürlich auch noch á la carte speisen, was natürlich (gerechtfertigter weise) etwas hochpreisiger war. Allerdings empfand ich den Kaffee für 2,20 Euronen pro Becher doch schon etwas heftig. 

Text und Fotos P. Gehrke

2. Robin Hood Turnier in Beverstedt am 16.05.2016

Da wir vom Schießen ja irgendwie nie genug bekommen können stand natürlich am 16.05.2016 auch etwas an.

Das Robin Hood Turnier der Bogenschützen aus Beverstedt.

Ein reines Scheibenturnier.

Es kostete allerdings doch ein wenig Überwindung, aus dem Bett zu steigen, die Bogensachen zu packen und uns in Richtung Beverstedt zu bewegen. Wir überlegten kurz, ob wir nicht zu Hause bleiben sollten, aber nur kurz und dann saßen wir doch schon im Auto.

Kurz nach 10.00 Uhr kamen wir am Austragungsort an. Wir dachten, wir schießen auf Fita-Scheiben. Neeee, es waren weiße Scheiben schräg auf schwarze Etaphoam-Platten befestigt, die in der Mitte einen ca. 20 cm Kreis hatten und den galt es zu treffen. Sowie ein Pfeil auch nur das Weiße der Scheibe berührte, war der raus.

Wir starteten bei 5 Meter. Was hatte ich Angst, da schon auszuscheiden. Wir waren in Gruppe 9 und mussten dementsprechend warten. Ein bisschen Herzklopfen und Willi und ich versenkten alle 5 Pfeile im Schwarzen.

Dann schossen wir aus 10 Meter Entfernung. Wieder hatten wir alle Pfeile im Schwarzen.

15 Meter – ich semmelte den 1. und den 5. Pfeil knapp ins Weiße, so hatte ich nur noch 3 Pfeile.

20 Meter – wieder einer weg. Die letzte Schützin hatte noch 4 Pfeile.

25 Meter – noch ein Pfeil weg. Auch die Konkurrenz musste zwei Pfeile abgeben. Willi hatte zu diesem Zeitpunkt noch 4 Pfeile, der Streber.

Dann gab es eine Mittagspause. Ich hätte ja lieber gleich weiter geschossen.

30 Meter – mein Pfeil fliegt – weiß und aus für mich. Allerdings locht auch die andere Schützin beide Pfeile ins Weiße. Wir sind beide raus und es gibt später ein Stechen. Spannender geht es ja gar nicht.

35 Meter – Willi hat immer noch 2 Pfeile und kommt weiter, der andere Schütze auch.

40 Meter – Beide Schützen schießen ins Weiße, auch hier kommt es zu einem Stechen.

Wer zuerst einen Pfeil im Schwarzen hat, hat gewonnen. Die Schützen gehen noch bis 45 Meter zurück. Willi ist immer ziemlich dicht am Schwarzen dran, aber leider noch im Weißen. Karsten hat einen Treffer und kann das Stechen für sich entscheiden.

Dann sind Valerija und ich an der Reihe. Meine Güte bin ich aufgeregt. Es gucken ja alle zu.

Wir stehen bei 35 Metern. Mein erster Pfeil erreicht die Scheibe gar nicht. V trifft weiß. Mein zweiter Pfeil landet auch vor der Scheibe. V trifft weiß. Der dritte Pfeil trifft das Weiß oberhalb vom Schwarzen. V rutscht die Sehne vom Finger und sie schießt an der Scheibe vorbei. Sie schießt noch einen Pfeil – weiß. Ich lege den Pfeil auf, visiere das kleine Schwarze an und? – versenke den Pfeil im schwarzen Kreis. Juchuuuuuh!

Meine Güte war das Aufregend.

Im Anschluss sind wir mit Karsten und Valerija noch in den angrenzenden kleinen aber feinen Parcours gegangen. Ich habe nicht mehr viel getroffen, ich konnte nur noch schwarze Löcher 😀.

Bei der Siegerehrung gab es sehr schöne Preise. Der Goldschmied/Uhrmacher des Vereins hatte eine Uhr in ein Stück Eiche eingearbeitet. Ganz große klasse.

Willi konnte einen 2. Platz verbuchen, Jojo wurde 1. bei den Kindern und ich 1. bei den Damen. Adriano schaffte dann noch den Robin Hood Schuss und gewann einen 3D-Hasen.

Am Ende gab es noch eine Verlosung mit Preisen, die sich sehen lassen konnten, unter anderem sogar ein Primitivbogen. Willi hatte Glück und gewann 6 Holzpfeile nach Maß, die er mir netterweise vermachte. Matthias B. setzt sich nun ran und baut mir Pfeile. Auf die freue ich mich schon.

So skeptisch ich am Anfang war, weil ich ja nicht soooo gerne auf Scheiben schieße, so positiv war ich von dem Spaßfaktor überrascht. Wenn wir es zeitlich einrichten können, sind wir im nächsten Jahr wieder dabei.

Text P. Gehrke, Fotos A. Wajda

Kakensdorfer Spaßturnier am 20.02.2016

Über Kakensdorfer Turniere hatten wir ja schon ein bisschen was gehört. Die Äste sollen dort ja ziemlich tief und meistens ohne Schussfenster vor den Zielen hängen. Spaß hat das wohl im letzten Jahr nicht so vielen gemacht. Wir machen uns gerne selber unser Bild und manchmal lernen Parcoursbauer ja auch aus ihren Fehlern.

Also meldeten wir uns frisch und frei dort an und waren doch gespannt.

Vor Ort trafen wir auf Arnd, Burkard und Olaf und beschlossen schnell eine noch nicht volle Gruppe für uns fünf zu kapern. Das war eine gute Entscheidung. Wir waren schon eine tolle Truppe. Mit viel Spaß und Gelächter ging es durch den Wald und über die Wiesen. Ein Glück schießen wir auf Gummitiere. Andere hätten (haben) wir nicht zu Gesicht bekommen, so lustig wie wir waren.

Die Ziele waren meist jagdlich, allerdings recht anspruchsvoll gestellt. Ein gutes Auge für Licht und Bodenverhältnisse beim Aufstellen der Ziele verwirrten die Sinne des Schützens, so dass auch bei den dichteren Zielen nicht immer gleich der erste Pfeil saß. Weitschüsse haben auch nicht gefehlt. Der liegende Rothirsch lag auf gute 60 Meter. Auch der eine oder andere hängende Ast musste unterschossen werden. Die war allerdings kein Problem, wenn man Demut vor dem Ziel zeigte. 

Auch ein paar Spaßziele durften nicht fehlen. So musste man auf hängende Teebeutel und kleine Gipsplatten schießen. Die Gipsplatten zerplatzen bei einem Treffer in tausend Teilchen. Cool!

Bei einer Station musste man auf einer schwebenden Palette knien und bergab schießen.

An anderer Stelle bekam man einen Kinderbogen linkshand und dazu ca. 35 cm lange, mit Gummiblunts versehene Pfeile in die Hand gedrückt und musste Holzklötze umschießen. Wir haben so gelacht.

Ganz toll war die Verpflegung. Suppe, Kinderpunsch, Kaffee und Kuchen waren im Startgeld schon enthalten. Natürlich gab es noch andere Leckereien, die man zu moderaten Preisen erstehen konnte.

Am Turniertag sollte das Wetter (mal wieder) nicht so toll sein. Allerdings nieselte es nur ab und an ein ganz kleines bisschen. Das viel kaum ins Gewicht.

Willi wurde mit 257 Punkten 1. und ich mit 183 Punkten 3. (in der jeweiligen Klasse). Es gab (leider nur) 21 Stationen und es wurde 15/12 gewertet.

Unser Fazit: Super Turnier, tolles Gelände, anspruchsvoll und professionell gestellt. Wir kommen sehr gerne wieder!

Kakensdorfer Spassturnier

Text und Fotos P. Gehrke

 

Weihnachtsfeier der Bowhunter Rethem am 05.12.2015

Wir hatten alle Schützen (m/w), die bei uns trainieren und ein paar Freunde zu einer kleinen Weihnachtsfeier eingeladen. Wir sorgten für ausreichend weihnachtliches Gebäck, Glühwein, Kaffee, Tee, Kaltgetränke und Würstchen. Salate und Nachtisch wurden netterweise mitgebracht, so dass wir eine sehr große Auswahl hatten. Sehr gut kamen die sehr lecker belegten Fladenbrote von Stefan (HIER, DA BIST DU NUN PERSÖNLICH ERWÄHNT UND GELOBT!) an. An manchen Tagen wäre ich gerne eine Anaconda, die auf Vorrat essen kann. 

Erst gab es also in der Halle weihnachtliches Gebäck und Punsch (mit oder ohne Schuss). Die Gruppen wurden aufgeteilt und dann ging es ab in die Hecke, ein paar Ziele standen auch auf der Wiese. Wir schossen die abgespeckte Version vom Killdings. Es gab nur zwei Pflöcke und dann nur 10 oder 20 Punkte Minus oder Plus. Das war nicht ganz so verwirrend. 

Der Wind war ganz schön frisch, wie der Ostwind halt so ist und wir haben teilweise ziemlich gefroren. Wir waren froh, als wir die freistehenden Ziele hinter uns gebracht hatten und wir wieder ins Warme gehen konnten.

Lustig war auch, dass ich mit 20 MINUSpunkten bei den Mädels noch 2. geworden bin. Susanne hat den 1. Platz mit über 200 Pluspunkten belegt. Hut ab! Willi wurde 1. bei den Herren mit einer sehr sehr hohen Punktzahl, dicht gefolgt von René. 

Dann gingen wir zum gemütlichen Teil über. Zusammen sitzen, erzählen, essen, trinken. Wirklich eine tolle Weihnachtsfeier. 

Vielen Dank an alle, die uns in diesem Jahr bei unserem Weg begleitet und uns geholfen haben, vier so große Turniere auszurichten.

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Willi hat aus den Bruchpfeilen des Jahres einen kleinen Weihnachtsbaum gebastelt…

Text P. Gehrke – Foto W. Gehrke

 

SIOT vom ARTchers Land im Museumsdorf Hösseringen am 14. u. 15.11.2015

Am 14. und 15.11.2015 fand im Museumsdorf Hösseringen das Saison is out Turnier, kurz SIOT, statt.

Wir hatten uns für den Samstag angemeldet und am Ende waren wir auch sehr froh darüber, aber dazu später mehr.

Das Wetter war nicht ganz so schön. Es war herbstlich, nasskalt und windig. Als wir ankamen war ein großes Zelt mit Tischen und Bänken aufgestellt, welches im Laufe des Turniers aber abgebaut werden musste, weil einfach zu windig war, jedenfalls in Böen.

In diesem Jahr hatte Dirk mit dem Catering zu kämpfen. Unnetterweise hatte der Caterer einen Tag (Freitag DER 13.) vor dem Turnier abgesagt. Gut wenn man so ein tolles und flexibles Team hat. Wir wurden trotzdem rundum gut und ausreichend mit Getränken (kalt u. warm) und Essen (kalt und warm) versorgt.

Wir starteten mit Hans-Jürgen und Martina in einer Gruppe. Ich finde es immer nicht so schön, wenn vier Schützen (m/w) aus einem Verein zusammen schießen, ohne das jemand aus einem anderen Verein dabei ist. Aber leider wollte wohl keiner mit uns schießen.

Das tat dem Spaß keinen Abbruch. Das erste Ziel war das Krokodil. Willi schoss – 1. Pfeil daneben (HÄ?), 2. Pfeil daneben(Wieso DAS denn???), der dritte Pfeil saß dann endlich im Tier. Hans Jürgen lachte sich ins Fäustchen. Bevor er schoss sagte er zu Willi: „Oh, da gehe ich ja schon am ersten Ziel in Führung…“. Hätte er das mal nur leise gedacht. Auch er versemmelte die ersten zwei Pfeile und traf mit dem Dritten. Da war das Gelächter nicht mehr zu stoppen. Also ich persönlich fand dieses Ziel gar nicht sooo schwer. Man (in dem Fall ich) konnte auch mit dem ersten Pfeil treffen und schwub ging ich in Führung. Nicht lange, aber immerhin mal kurz. Nach zwei Zielen hatten sie mich wieder überholt. Aber man muss sich ja auch an den kleinen Erfolgen erfreuen.

Dirk hatte wieder viele neue Ziele am Start. Unter anderem die Zebraziege und den Dodo. Der Dodo bestand quasi nur aus Kill. So ein leichter Schuss. Man kann aber auch drei Pfeile in den Pfeilfang semmeln *pfeiff*.

Am schönsten war natürlich das Gelände vom Museumsdorf Hösseringen. Wie auch im letzten Jahr schossen wir auf dem Kartoffelacker, zwischen den Häusern, in den Bauerngärten, auf der Heidschnuckenwiese, vom Balkon, durch eine Röhre und in Richtung Holzstapel. Wo darf man das schon mal?

SIOT Martina schießt vom Balkon...

Auf Grund der örtlichen Begebenheiten waren die Ziele doch meist sehr nah gestellt, aber nicht unbedingt leicht. Natürlich gab es auch einige Weitschüsse, so dass für jeden etwas dabei war.

Diesmal war ein Gepard vor dem Panzer aufgestellt. Auch die Ratten auf dem Panzer durften nicht fehlen. Da Dirk diesmal nicht angesagt hatte, das man bitte nicht auf die Ratten schießen sollte (kaputter Pfeil, Abpraller etc.) musste Willi es natürlich versuchen. Und? Kill! (und ein kaputter Pfeil, weil der durch die Ratte durch gegen den Panzer geschlagen ist). Streber. Wir Anderen waren aber ganz artig und haben nicht auf die Ratte geschossen.

Dann ging ein schöner Turniertag zu Ende und es kam die Siegerehrung. Willi kam mit 471 Punkten auf den 1. Platz bei den Jagdbogen-Herren und ich mit 362 Punkten ebenfalls auf den 1. Platz bei den Jagdbogen-Damen. Wir bekamen beide eine liebevoll gestaltete Trophäe und eine 10er Karte für den ARTchers Lake. Da können wir im nächsten Jahr dort ordentlich schießen.

Am Sonntag war dann ein weiterer Turniertag. Eigentlich ja das richtige SIOT, weil es das letzte Turnier vom ARTchers Land in diesem Jahr war und der ARTchers Lake für dieses Jahr seine Pforten geschlossen hat (ab dem ARTchers Super Cup im April 2016 ist bestimmt wieder für Schützen geöffnet, der ARTchers Park ist übrigens das ganze Jahr durchgehend geöffnet, bitte informiert Euch über die Homepage http://www.artchers-land.de) . Zu dem herbstlich windigen Wetter kam nun auch noch Regen dazu. Hut ab vor den Schützen die dieses Turnier trotz des schlechten Wetters durchgezogen haben.

Am Ende eines jeden Turniertages wurden noch 3D Ziele unter den Teilnehmern verlost.

Vielen Dank an Dirk und sein ARTchers Land Team für die viele Arbeit und den vielen Aufwand den ihr betrieben habt um so viele Turniere für uns auszurichten, vor allem auch dafür zu sorgen, dass es nach dem AUS vom ARTchers Land sogar an zwei Orten weiter geht. Bitte macht auch im Jahr 2016 weiter so!!!

SIOT 2015

Text P.Gehrke, Fotos W. Gehrke u. H.-J. Kühnemund

 

2. Harster Herbstjagd am 18.10.2015

Am 18.10.2015 fand die 2. Harster Herbstjagd statt. Harste liegt zwischen Bockenem und Volkmarshausen und so freuten wir uns schon auf ein schön hügeliges Gelände.

Das Gelände war dann leider nicht so hügelig. Die Tiere waren sehr jagdlich aufgestellt, also Willi meinte, es wären eher Fütterentfernungen. Ein anderer Schütze meinte, er hätte den Bogen zu Hause lassen können, die Pfeile werfen hätte gereicht.

Es gab viele Möglichkeiten Weitschüsse aufzustellen. Auch große Tiere gab es ausreichend. Leider wurden diese Chancen auf Weitschüsse nicht genutzt. Gut, die Erdmännchen und der Hase, die standen schon recht sportlich für ihre Größe, aber der große Uhu und der stehende Bär standen genau so weit. Auch wurden Auf- und Abwärts-Schüsse, wo sie möglich waren, nicht gestellt. Erst ging man den Hügel rauf um dann etwas Atemlos auf eine mit Spanngurten am Baum festgezurrte Bergziege zu schießen – geradeaus und ca. 12 Meter. Da haben wir schon etwas blöd geguckt. Ein Schütze sagte sogar, die Ziele seien lieblos im Gelände platziert worden. So weit möchte ich nicht gehen. Für Anfänger ein sehr gelungenes Turnier, da durch die dichten Schüsse natürlich die Chance gegeben war, häufig zu treffen. Leider wurde es nicht geschafft Anfänger und Fortgeschrittene unter einen Hut zu bekommen. Man hätte das Gelände besser nutzen können. Allerdings stand der Verein auch ein bisschen unter Druck, da sie das bekannte Gelände in diesem Jahr nicht nutzen konnten und dann kurzfristig umplanen mussten.

Die Organisation war ansonsten vorbildlich und alles ging reibungslos von statten. Da 3 Teams den Parcours in 3 Abschnitten gestaltet hatten, war manchmal ein wenig dürftig oder auch verwirrend ausgeflattert. Trotzdem kamen alle Gruppen, eine mal wieder über eine Stunde später als alle anderen Gruppen, am Ende wieder am Vereinsheim an.

Alles in allem war es ein schöner Tag, denn wir hatten eine nette Gruppe mit Martina und Hans-Jürgen, Peter Lenze vom Bowstore und Holger Kreier.

Am Ende reichte es für Willi für den 3. Platz mit 373 Punkten (15/12er Wertung u. 28 Ziele), womit er nicht sooooo zufrieden war. Ich kam mit 347 Punkten in meiner Klasse ebenfalls auf den 3. Platz und hatte damit nicht gerechnet, da in meiner Klasse 11 Schützinnen starteten, und die „Konkurrenz“ doch sehr gut war. Aber alleine keine Nullrunde zu haben und nur 26 Punkte weniger als Willi, DAS ist schon ein Highlight…

Noch ein Highlight war der Rothirsch. Da hatte ich als einzige ein Kill (also in meiner Gruppe). Der stand doch weiter, als die anderen Schützen dachten. Ca. 32 Meter… 

Das Wetter war toll. Als die Sonne dann verschwand und man auf die letzte Gruppe wartete und wartete und wartete und wartete wurde es dann allerdings doch etwas frisch. Ich bin wirklich für Abgabefristen. Es kann doch nicht sein, das es auf jedem Turnier Gruppen gibt, die über eine Stunde später als ALLE anderen Gruppen reinkommen und dann auch noch anfangen gemütlich ihre Zettel auszurechnen. 

Ach ja – ESSEN… 🙂 …es gab eine Suppe, da stand Erbsensuppe dran. Ich meine aber, es war eine Kartoffelsuppe. Dazu dann Würstchen, oder nur Würstchen oder nur Suppe. Kuchen waren ausreichen und lecker vorhanden, aber das Essenshighlight waren die frisch gebackenen Waffeln. Hmmmmm legga… 🙂

Harster Herbstjagd

Text und Fotos P. Gehrke

2. Traditionelles Bogenturnier am Hainberg am 10.10.2015

Am 10.10.2015 fand das 2. traditionelle Bogenturnier am Hainberg der Kyffhäuser Kameradschaft Heere statt. Ein wunderschönes Waldgelände mit sehr sehr schönen Schüssen.

Mit dabei waren Martina, Hans-Jürgen, Claudia, Buddy, Cord, Friedel, Tina, Sonja, Michael K., Emmi, Michael R., die Salzgitteraner und viele viele andere Schützen (m/w) mehr, man kam gar nicht mehr aus dem Begrüßen raus. 

Wir waren in einer Gruppe mit Martina, Hans-Jürgen und Olaf und hatten sehr viel Spaß.

Das Tunier am Hainberg ist für mich eigentlich das schönste Turnier des Jahres, alleine weil der Wald so schön ist. Auch sonst stimmte alles. Die Ziele waren meist jagdlich aufgestellt (wir schießen ja Holzpfeile), es gab aber auch einige weite Schüsse. Den stehenden großen Rothirsch habe ich erst gar nicht erkannt, weil er so anders aussah, so weit weg und runter. Und so war das ganze Gelände. Rauf schießen, runter schießen, geradeaus schießen.  Auch waren wir in diesem Jahr in einem anderen Waldbereich, was dann doch auch wieder Abwechslungsreich war, weil eben neu. Was will man mehr? Gutes Wetter – und auch das hatten wir. Zwar etwas frisch teilweise, aber trocken und sonnig. Und Essen? – War reichlich vorhanden und sehr lecker. Nur das Bier war ziemlich schnell alle, nicht das nach dem Schießen alle Schützen betrunken gewesen wären, neeee, es war etwas knapp bemessen. Mir hat das nicht so viel ausgemacht, Apfelschorle gab es reichlich. 

Am Ende hatte Willi mit 470 Punkten (34 Ziele 15er Wertung) den ersten Platz bei den Jagdbogen-Herren belegt. Außerdem hatte er auch die Tageshöchstpunktzahl. Ich belegte mit 387 Punkten bei den Jagdbogen-Damen ebenfalls den 1. Platz. Und es gab schöne Preise. Selbstgemachten Kaffeelikör – OBERLECKER und nette Pokale. Für die Kinder gab es zu den Pokalen sozusagen „Bunte Tüten“ mit allerlei Krams drin. Das Highlight war hier bestimmt das Glas Nutella… 

Wir sind hoffentlich im nächsten Jahr auch wieder dabei, wenn am Hainberg die Gummitiere aufgestellt sind.

2. Turnier am Hainberg

Fotos und Text P. Gehrke

Bericht vom 1. traditionellen Turnier am Hainberg

Wochenende am Edersee vom 23.-25.09.2015

Bei einem unserer Turniere kam Martina die Idee, wir könnten ja mal alle an den Edersee fahren und den Bowra Parcours besuchen. Schnell war ein Datum und eine Truppe bogenwütige Schützen gefunden.

Am 23.09.2015 sollten wir uns im Laufe des Tages auf der Ferienanlage Edertaler Hof treffen, dort hatte Martina Zimmer und Stellplätze für die Wohnmobile reserviert. Nach und nach trudelten Martina, Hans-Jürgen, Holger, Adriano, Ralf, Frank, Patrick, Sonja, Micha, Emmi und wir ein und besetzten schon mal die Zimmer, bzw. den Stellplatz für das Wohnmobil. 

Das Wetter war herrlich. Der Himmel blau mit ein paar weißen wolkigen Tupfen. Die Sonne schien und die Laune war gut.

Am Abend saßen wir alle nett unter der Markise und dem Pavillon am Wohnmobil von Hans-Jürgen und Martina zusammen. Hans-Jürgen grillte. Jeder hatte dazu etwas beigesteuert, so hatten wir verschiedene Salate, Knoblauchbutter, Weißbrot, Soßen und Fleisch. Ich blieb nicht ganz so lange, da meine Grippe immer noch nicht ausgeheilt war und es am Abend doch schon etwas arg kühl wurde. Ich machte es mir vor dem Fernseher gemütlich.

Der 24.09.2015 sollte ganz im Zeichen des Bogenschießens stehen.

Früh raus. Frühstücken und ab in den Bowra-Parcours, die rote Runde schießen. Auch heute war das Wetter herrlich. Ich kannte den roten Parcours schon, und da ich starken Husten hatte und nicht gerade gut Luft bekam, entschied ich mich, nicht an diesem Ausflug teilzunehmen. Mein Plan war es, Manuela im Ladengeschäft zu besuchen, dann in die Mittelalterliche Altstadt von Fritzlar zu fahren und später dann noch an den Edersee. Dort wollte ich unbedingt das Edersee-Atlantis sehen und erleben.

Emmi fragte dann, ob sie auch mitkommen könnte und wir machten uns einen schönen „Mädelstag“ ohne Bogenschießen.

Nachdem die Bogenschützen sich auf dem Weg zum Bowra-Parcours gemacht hatten, fuhren wir ganz entspannt zu Manuela, stellten uns vor, lernten ihren Hund Koda kennen und stöberten in dem kleinen aber feinen Ladengeschäft. Mir hatten es ganz besonders der Rosenkäfer und die kleinen Streifenhörnchen aus Etaphoam angetan. Dann musste Manuela wieder an die Arbeit, Koda hatte genug von den Streicheleinheiten und wir verabschiedeten uns.

Auf ging es nach Fritzlar. Die Dom- und Kaiserstadt Hessens. Eine wirklich ganz entzückende Altstadt. Ein toller Dom. Hach was man da alles fotografieren konnte. Emmi war sehr geduldig mit mir. Dafür gab es dann auch ein Eis.

Fritzlar

Als wir dann wirklich alles gesehen und fotografiert hatten, ging es auf zum Edersee. Auf der Fahrt dorthin fiel uns auf, dass wir einen RIESENhunger hatten. An der Straße fanden wir einem Imbiss und aßen Pommes mit Schnitzel bzw. Bratwurst. Gut gestärkt ging es dann weiter.

Den Edersee zu finden war nicht so das Problem. Der ist ja sehr groß. An der Staumauer war der Teufel los, wir bekamen keinen Parkplatz und fuhren weiter. Von dem Edersee-Atlantis keine Spur. Irgendwann fanden wir einen Abschnitt des Edersees, der komplett ausgetrocknet war. Wanderten dort ein wenig rum. Fanden alte Gebäudereste und Alleen. Außerdem gingen dort noch ein Vater mit seinem Sohn spazieren. Die fragte ich dann, ob sie etwas vom Edersee-Atlantis wüssten. Der Mann schaute netterweise in sein Handy und zeigte uns dann den Lageplan des Sees. Wir hatten noch eine ganz schöne Strecke zu fahren.

Edersee

Egal. Wir wollten DAS jetzt sehen und machten uns auf den Weg. 

Dann kamen wir an dem Parkplatz zum Edersee-Atlantis an und machten uns auf den Fußmarsch zur Aseler Brücke, die sonst in den Fluten des Edersees verborgen ist. Die Sonne wurde schon von den Bergen verschluckt, dann kamen wir um die Ecke und ich wusste, warum die damaligen Anwohner dieses Land ausgewählt hatten um dort zu wohnen. Das gesamte Tal war von Sonne überflutet und trotzdem von den Bergen eingekesselt. Ein perfekter Platz. Einfach wunderschön… …bis die Regierung dann den Edersee-Plan verwirklichte und zwischen 1905 und 1914 alle Anwohner mit Gewalt aus ihren Häusern geholt wurden. Es war schon ein sehr merkwürdiges Gefühl dort lang zu gehen und zu sehen, was von den Häusern übrig geblieben war. Nur die Brücke trotzt den Fluten und taucht jedes Jahr, wenn der Stausee wenig Wasser führt, auf. 

Edersee-Atlantis

Wer mehr über die Edersee-Region erfahren will, der sollte die Links anklicken. Willi meckert immer, wenn ich so viel schreibe… *hüstel*

Als wir dann wieder am Edertaler Hof ankamen, waren Jens und Manuela auch mit ihrem Wohnmobil angekommen. Die Bogenschützen waren Martina zur Hand gegangen und das Kartoffelgrateng (Insider) und das Schichtfleisch schmurgelten schon im Dutch-Oven vor sich hin. Och, da hatte ich ja die ganze Arbeit verpasst… UPS… 🙂 

Das Essen war wie immer sensationell!!! Wir saßen dann noch ein wenig am Lagerfeuer zusammen und erzählten Bogenlatein. Die Fraktion der Bogenschützen war etwas leiser als am Vorabend. Der Parcours hatte wohl doch seinen Tribut gefordert. 

Nach einer ruhigen Nacht, einem netten gemeinsamen Frühstück am Morgen und dem Räumen der Zimmer ging es dann am 25.09.2015 noch in den gelben Parcours des Bowra Parcours. Und was soll ich sagen? Wenn Engel reisen… …das Wetter war auch heute wunderbar. Diesmal begleiteten uns Jens und Manuela durch den Parcours. Wir bildeten drei Gruppen. 

Ich schoss mit Sonja, Michael und Emmi. Wir hatten viel Spaß an den schön aufgestellten Zielen. Auch war das Laufen im Gelände nicht so anstrengend, so dass ich kaum außer Atem kam. 

Die Ziele waren meist schon recht sportlich aufgestellt. Aber es machte riesigen Spaß, mal wieder rauf und runter zu schießen. Zwei von meinen Pfeilen sind nun bei den Waldtrollen. Ich sah noch, wo sie aufgekommen sind, und als ich dann vor Ort war, waren sie verschwunden. Nicht zu finden. Wenn ich Glück habe, gefällt ihnen die Federfarbe nicht und sie bringen sie heimlich Nachts in die Pfeilfindetonne.

Am Ende waren sich alle einig – es besteht WIEDERHOLUNGSBEDARF. Mal sehen, was das nächste Jahr so bringt. 

Bowra Parcours

Text und Fotos P. Gehrke

Nordlandturnier im ARTchers Park am 20. und 21.06.2015

Angemeldet zu den Turnieren hatten wir uns ja, als es noch das alte ARTchers Land in Dedelstorf gab. Nun waren wir bei der Einweihung vom ARTchers Park dabei und konnten uns kaum vorstellen, wie Dirk und sein Team dort einen Parcours mit Zielen für über 100 Schützen (m/w) aufstellen wollen. Abgeschreckt hat uns das allerdings nicht.

Dann war es soweit. Zur Sommersonnenwende fand im ARTchers Park das Nordlandturnier statt. Positiv überrascht waren wir vom Gelände. Für das Turnier hatte Dirk noch einiges an Wiesen und Wald dazu bekommen, so dass es ausreichend Platz für die Ziele gab.  Es gab sogar einen spektakulären Schuss von 90 Metern, aber dazu später mehr.

Am Samstag war das Wetter nicht ganz so schön und so wanderten nicht nur Pfeile in den Pfeilköcher sondern auch noch ein Regenschirm. Welch Glück, denn ein paar heftige Regenschauer gab es schon.

Am Samstag schossen wir eine Doppelhunterrunde. Die Schwierigkeit bestand darin, vom weiteren Pflock beginnend auf das Ziel zu schießen und nach dem ersten Schuss vor zu gehen und aus geringerer Distanz den 2. Pfeil in das 3D-Ziel zu bringen. Oft hat man da dann einfach zu hoch angehalten.

Viele neue Tiere waren extra für das Turnier angeschafft worden. Es gab Eisbären, einen Schneemann, Pinguine, Murmeltiere, Otter, den kleinen Bruder von Pegasus (weißer liegender Dammhirsch mit Flügeln) und als absolute Highlights gab es da einen riesigen Moschusochsen (Stockmaß bestimmt 1,60 m) und eine riesige Midgardschlange. Damit hatte Nicoletta Peter für einige „AAAHS“ und „OOOOHS“ gesorgt.

Die Ideen waren quasi unerschöpflich. Man musste Raben hinter Thors pendelnden Hammer erlegen. Auch der Runenstein kam gut an. Man musste sich eine Rune aus eine Beutel nehmen und diese dann auf dem Runenstein mit dem Pfeil treffen.

Einfach Hammer war der Schuss auf den Moschusochsen. In der Doppelhunterrunde durfte man versuchen ihn auf ca. 80 und 70 m zu treffen. Am Sonntag, in der 3-Pfeil-Runde, wurden einem dann sogar 90 m abverlangt. Ein Wahnsinnsschuss.

Der gesamte Parcours war für die 3-Pfeil-Runde am Sonntag umgepflockt. Auch hier war Dirk und sein Team mit sicherer Hand dabei, denn es gilt ja, nicht einfach nur den Pflock irgendwo anders aufzustellen, sondern ihn so zu platzieren, dass noch die nötige Sicherheit und der nötige Pfeilfang gewährleistet sind. Leichter wurde es nicht. Die Entfernungen waren jetzt doch schon sehr sportlich.

Am Sonntag war uns dann Petrus gewogen und stellte seine Wasserleitungen komplett aus, so dass wir vollkommen ohne Regen durch den Parcours kamen.

Beide Tage waren in sich abgeschlossene Turniere, so dass es Samstag und Sonntag eine Siegerehrung gab. Die Klassen waren in Traditionell (Bögen mit Holzpfeilen) und Moderne (Bögen mit Carbonpfeilen) unterteilt.

Willi schoss sich an beiden Tagen auf Platz 1. Nun darf er sich Nordlandkönig nennen, da er auch an beiden Tagen die Höchstpunktzahl erreicht hatte (Samstag 800 und Sonntag 507 Punkte). Majestät Willi der 1. sozusagen.

Für meine Verhältnisse habe ich am Samstag gut geschossen, andere haben aber noch besser geschossen und so hat es zwar nicht für eine Platzierung gereicht, aber für einen guten 5. Platz. Sonntag lief es dann ein bisschen besser. Mit 409 Punkten belegte ich den 3. Platz.

Mein Highlight war eindeutig der Moschusochse, auch wenn ich ihn nicht getroffen habe. Er stand so schön auf weiter freier Flur, so dass es einfach eine Freude war. Weiter war auch die Midgardschlange eines der Highlights. Wirklich wunderbar gestaltet von Nicoletta. Man kann das gar nicht oft genug sagen.

Mein Fazit: Dirk und sein Team haben das Gelände sehr gut ausgenutzt, mit viel Gefühl für Licht und Schatten, Bodenwellen und dem ein oder anderen Ästchen. In der flachen Landschaft kann man nun mal keine Bergschüsse haben, aber dennoch empfand ich das gesamte Turnier schon als anspruchsvoll (aber trotzdem mit ein paar Geschenken) und ein paar Hügelchen und Senken gab es schließlich auch.

Das Catering hatte das Coffee Corner übernommen, deshalb waren die Preise auch nicht ganz soooo günstig, wie auf Turnieren, wo der Verein das Catering übernimmt. Allerdings konnte man nicht meckern. Die Hot Dogs waren einen gute Idee und der Kaffee heiß und lecker. Und beides war reichlich vorhanden (natürlich muss man auch die leckeren belegten Brötchen und die Nussecken noch erwähnen und die freundliche Bewirtung). Auch war während des gesamten Turniers das Coffee Corner geöffnet, so dass man auch dort lecker essen konnte. Selbst kurz vor Feierabend bekam man noch etwas und das Team Coffee Corner schaute freundlicherweise nicht auf die Uhr und zögerte so ihren doch wohlverdienten Feierabend für uns noch etwas hinaus.

Einen Wermutstropfen gab es dann doch noch. Leider sind am Samstag, wohl wegen der schlechten Wetterprognose, 35 Schützen (m/w) nicht erschienen. Schämt Euch und seid neidisch. Ihr habt echt was verpasst!!!

Wann ist das nächste Turnier im Artchers Park? Das Tortenturnier am 12. u. 13. September. Man darf nicht nur auf die Torten gespannt sein. Und wer schnell ist, bekommt vielleicht noch einen der letzten Plätze.

Nordlandturnier im ARTchers Park

Nordlandturnier - die Midgardschlage... HAMMERGEIL

Nordlandturnier - mit dem riesigen Moschusochsen

Text u. Fotos P. Gehrke