Jahresrückblick 2017

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Eigentlich hatte ich ja Besserung gelobt und wollte wieder mehr schreiben, aber wie das im wahren Leben so ist – ich hatte keine Zeit für Schreibkram im Jahr 2017.

Nun hoffe ich, das ihr alle gesund und munter in das Jahr 2018 rübergerutscht seid und es euch gut geht, ihr die Ziele, die ihr euch gesetzt habt, mit Leichtigkeit erreicht und dies auch noch gesund und glücklich.

Ich werde hier mal einen Schnelldurchlauf unserer Bogen-Aktivitäten im Jahr 2017 fertigen und hoffe, ich habe nichts vergessen…:

Januar

01.01.2017 – Das denken an Bogenschießen begann schon sehr früh im Jahr. Am 01.01.2017 ab 0.00 Uhr konnte man sich bei dem SV Garstedt-Wulfsen für das SBFF anmelden. Ich habe recht pünktlich dran gedacht und wir konnten uns einen Startplatz sichern.

08.01.2017 – Wir nahmen an der Landesmeisterschaft 18m Fita Halle des NBSV in Hornburg teil. Willi wurde mit 517 Punkten Landesmeister Jagdbogen Ü45 und überbot damit seinen Hallenrekord vom letzten Jahr um ein paar Punkte. Ich wurde mit 367 Punkten Landesmeisterin Jagdbogen Ü40 und hatte auch ein paar Pünktchen mehr als im Vorjahr. Zur DM haben wir uns nicht gemeldet.

14.01.2017 – Der Ragnarök e.V. hatte wieder ein paar Freunde eingeladen und wir gehören netterweise dazu. Es wurde gelacht, geschossen, gegessen, getrunken und alle hatten Spaß. Wir sind immer soooo gerne dort.

21.01.2017 – 4. Eisbär Cup der Bowhunter Rethem. Trotz des frischen Wetters und Regen wagten sich 70 Schützen in unser Flachlandgelände. Uns hat die Planung und der Aufbau wieder sehr viel Spaß gemacht. Auch von den Schützen kam nur positives Feedback. So soll es sein.

28. u. 29.01.2017 Legendär – Legende! Der Eisbrecher in Delmenhorst. Wir waren dabei. Willi nur am 28.01.2017, da belegte er mit 528 Punkten den 2. Platz und ich mit 393 Punkten den 4. Platz. Da Willi den Samstag schon etwas geschwächelt hatte, fuhr er am Sonntag nicht mehr mit. Mich konnte das nicht bremsen. Ich hatte mit Matthias B., Matthias S., Matthias V und René eine Supergruppe. Meine Leistung war nicht ganz so gut wie am Vortag, es reichte aber mit 335 Punkten für Platz 3. Am Ende eines jeden Tages gab es noch eine Verlosung. Willi gewann Eisbärhandwärmer und ich eine Mütze und einen Schleichigel. Ich habe mir an diesem Tag fest vorgenommen, mich ab jetzt voll auf die Verlosungen zu konzentrieren…

Februar

05.02.2017 – 2. Büffelturnier in Westen. Die Westener hatten von der Gemeinde und den Landwirten noch mehr Land für das Turnier zur Verfügung gestellt bekommen und dieses gut zu nutzen gewusst. Aus den Fehlern des letzten Turniers gelernt, gab es nicht einen Querast zu bemängeln. Man kam überall gut durch und es hat richtig Spaß gemacht. Das Turnier war sehr anspruchsvoll gestellt, wieder mit vielen Hunter und Walkup. Willi lag in „Sauer“ und hat wirklich was verpasst. Ich und meine neue Gleitsichtbrille, mit der ich noch nicht so eins war, belegten mit 267 Punkten den 6. Platz.

25.02.2017 – Es gab Spaß beim Kakensdorfer Spaßturnier. Zu den traditionellen Zielen gibt es auch immer ein paar wirkliche Spaßziele, wie in diesem Jahr das Rattenmobile, die verstrahlten Ratten und vom Fahrrad aus schießen. Auch hatten die Kakensdorfer „Pril“-Blümchen in die Bäume gehängt, die man zählen musste, man bekam einen Preis, wenn man die genaue Anzahl hatte oder wenigstens verdammt dicht dran war. Bei der Siegerehrung hörte der Spaß dann allerdings auf. Heftig lange Wartezeit bis die letzte Gruppe aus dem Parcours kam, die Auswertung fertig war und die Siegerehrung stattfinden konnte. Willi belegte Platz 1 mit 317 Punkten und ich Platz 3 mit 202 Punkten.

März

19.03.2017 – Bowhunter-Liga Turnier beim SV Garstedt-Wulfsen, wir schossen als Gäste mit. Das Wetter war ziemlich durchwachsen. Spaß hatten wir trotzdem. Bowhunter-Liga bedeutet: Doppelhunter auf Ziele, die ganz schön weit weg stehen können. Eine große Herausforderung. Turnier können die Garstedter und Gelände haben sie auch noch. Willi hatte 349 Punkte und ich 205. Als Gastschützen gibt es natürlich keinen Rang… …habe ich schon erwähnt, dass ich meine Gleitsichtbrille hasse?

26.03.2017 – Auf nach Büchen, mal wieder die Freunde besuchen und deren Tiere zerschießen. Wie immer ein Heidenspaß mit tollen Leuten in einem noch besseren Gelände… 😀

April

08.04.2017 – Landesmeisterschaft Feld des NBSV in Hornburg – Für mich sehr gewöhnungsbedürftig auf die Kringelscheiben im Gelände zu schießen. Einzig das Gelände, die tolle Aussicht und die Gruppe haben gemacht, dass das Schießen Spaß gemacht hat. Wir sicherten uns beide den Landesmeistertitel und die Quali für die DM, die auch in Hornburg stattfindet.

09.04.2017 – Landesmeisterschaft Wald des NBSV in Hornburg – tja, sind es Tierbilder, dann läuft es deutlich besser. Die Trefferquote war bei mir schon höher als am Vortag. Irgendwie war der Spaßfaktor auch gleich etwas höher. Ich kann halt Kringelscheiben gar nicht! Niedlich auch die neuen Tierbildauflagen. Mit „normalen“ Tieren habe die aber so rein gar nichts mehr zu tun. Eher so mit Comic-Figuren. Der Bieber hat echt ein charmantes Grinsen und der Büffel schmale Hüften… …Beide holten wir uns den Landesmeistertitel und schafften die Quali für die DM… …Hornburg, wir kommen wieder!

14.04.2017 – Juchuuuuh Geburtstag, nein, keiner von uns, Buddy und Joachim hatten. In Coppenbrügge gab es dann einen schön gestellten kleinen Parcours und hinterher saßen wir noch lange bei leckeren Essen und Getränken, die in Strömen flossen, zusammen. So machen Geburtstagspartys Spaß…

17.04.2017 – Schnuckentörn in Bergen- Katensen. Ein tolles Turnier in der Nähe. Im letzten Jahr wurde pausiert. In diesem Jahr noch einmal versucht und ab 2018 wird es wohl nicht mehr stattfinden. Zu wenig Helfer. Ein Turnier in der Größe mit nur 2 Leuten zu stellen, ist fast unmöglich. Martin und sein Kollege haben das Unmögliche geschafft. Hut ab. Das Gelände ist toll, die Schüsse von weit bis Geschenk über tricky und sehr tricky gestellt, also quasi für jeden Schützen etwas dabei. So vielfältig wie die Schüsse war das Wetter, Sonne, Regen, Hagel, Wind – es war alles dabei! Willi belegte mit 565 Punkten den 1. Platz bei den Jagdbogen-Herren und ich mit 400 Punkten den 1. Platz bei den Jagdbogen Damen (Punktgleich mit zwei weiteren Schützinnen, aber ich hatte ein Kill mehr ^^).

29. u. 30.04.2017 – 1. Südschweden-Turnier: Der Süden Schwedens beginnt gleich in Mecklenburg Vorpommern und zwar in Demen. Ein tolles 2-Tages-Turnier mit abendlicher Lagerfeuerromantik und ganz viel Spaß. Das Gelände ist weitläufig und wird sich mit einer Motorradcrossbahn geteilt. An den beiden Turniertagen wurden wir aber von keinem Motorradfahrern gestört, da die Schüsse teilweise über die Fahrspuren gingen und der Parcours auch direkt über das Gelände ging, welches doch sehr befahren aussah. Teilweise waren die Ziele sehr anspruchsvoll gestellt, von jagdlich bis sehr sportlich. Willi Platz 2 mit 820 Punkten, ich Platz 1 mit 632 Punkten. Einziges Manko an dem Turnier, die Verpflegung. Sie sollte wohl von dem ansässigen Restaurant übernommen werden, lies aber sehr zu wünschen übrig…

Mai

13.05.2017 – 11. SBFF in Garstedt. Was soll man sagen? Das Gelände ist MEGA und die Garstedter können einfach Turniere stellen. Und Frühstück. Und Erdbeerkuchen. Und Grillen. Das SBFF ist eines meiner Lieblingsturniere im Jahr. Die Stimmung ist Super und es macht einfach nur Spaß. Willi schoss sein erstes Turnier mit seinem Primitiv-Bogen. Da er keine passenden Holzpfeile hatte, hatte er einfach am Vortag bei meinen gesammelten Werken geschaut und die 8 Pfeile mitgenommen, die am Besten flogen und trafen. Das hat sich ausgezahlt. 626 Punkte und ihm war der 1. Platz bei den Primitivbogenschützen sicher. Ich hatte 536 Punkte und belegte auch den 1. Platz. Ach ja, Wetter können die Garstedter sonst auch, diesmal gab es zum krönenden Abschluss Starkregen und Gewitter. Ich war Klitschenass!!! Willi hatte einen Schirm, den er sich brüderlich mit einem Mitschützen teilte…

20.05.2017 – Landesmeisterschaft 3D NSSV in Celle. Das Gelände um den Celler Kibitzsee ist ein Traum. Der Parcours war eher jagdlich gestellt, da für uns traditionelle Schützen ja die maximale Entfernung zum Tier 30 m ist. Was es aber auch nicht unbedingt leicht macht. Erdmännchen auf 22 m müssen auch erstmal getroffen werden. Man munkelt, dass sogar Schützen am Bison vorbei geschossen haben, der nur 28 m weit weg stand. Da ist man schnell mal drüber, weil man eher 50 m Entfernung im Kopf hat. Bison = weit weg! Willi holte sich einen weiteren Landesmeisterschaftstitel und ich kam in meiner Klasse auf Platz 2.

21.05.2017 – Deutschlandpokal 3D DSB in Celle. Der letzte Deutschlandpokal, dafür gibt es aber nun eine DM, EM und WM für die man sich qualifizieren kann. Willi holte sich, nach einem spannenden Finale, den Deutschlandpokal das zweite Mal in Folge. Auch hatte er sich für die WM in Robion qualifiziert (aber das ist eine ganz andere Geschichte). Ich? Ich war ganz woanders, nämlich –

21.05.2017 – 4. Büchener Traditional. Gelände toll, Wetter gut, Gruppe prima, Essen und Trinken in ausreichender Menge und lecker. Was will man mehr – Gummitiere auf die man mit Pfeil und Bogen schießen kann? Check – vorhanden! Toller Tag mit Stephy, die Willis Startplatz übernommen hatte. 568 Punkte reichten für den 2. Platz.

28.05.2017 – Maijagd 2017 – genannt, doch sie musste leider ohne uns stattfinden. Willi hatte Angst vor dem Rückreiseverkehr. Und er hatte Recht. Bekannte brauchten 4 Stunden von Hamburg nach Walsrode und NEIN, sie sind nicht mit dem Trecker gefahren…

Juni

03.06.2017 – 3 D ARCHERS – HOORAAAAAY! Mittlerweile das 3. Turnier der 3D Archers und das 2. an dem wir teilnahmen. Innerhalb von ein paar Stunden waren alle Startplätze weg. Das Wacken des Bogensportes – das kann man so stehen lassen. Nicht nur, dass einem ein super gestelltes Turnier und mit netten Mitschützen geboten wird, nein, es gibt auch noch Spaßschießen. Essen und Trinken bis spät in die Nacht, für den einen oder anderen auch bis in die frühen Morgenstunden. Und dann noch kostenloses Zelten (ich habe meine Erinnerung jetzt aufgefrischt, warum ich seit meinem 15. Lebensjahr nicht mehr Zelten war). Willi mit 809 Punkten 3. Platz Primitivbogen Herren und ich 1. Platz mit 800 Punkten bei den Jagdbogen Damen.

05.06.2017 – 3. Beverstedter 5er Turnier. Eher ein Geheimtipp ist dieses lustige Event. Man startet mit 5 Pfeilen und muss diese in einen ca. 15 cm großen schwarzen Kreis auf eine Scheibe bringen. Jeder Pfeil, der Außerhalb dieser Fläche liegt, bzw. das weiße Papier um den Kreis herum berührt, ist raus. Wer am weitesten kommt, der hat gewonnen. Ich habe den 1. Platz bei den Damen belegt und war bei 25 m raus. Willis Platzierung ist nicht nachvollziehbar, er kam bis 35 m. Im Anschluss konnte man dann noch ein bisschen durch den angrenzenden Parcours gehen.

11.06.2017– 5. Tätenhorster Holzturnier. Eines meiner Lieblingsturniere im Jahr, auch wenn nicht alles – oder auch weil nicht alles so konventionell gestellt ist. Es macht einfach nur Spaß auf einem Stuhl sitzend zu schießen, der auch noch gezogen wird, oder durch Maschendraht oder durch Äste. Äste dürfen an fast keiner Station fehlen :D. Willi belegte mit 517 Punkten den 2. Platz bei den Jagdbogen Herren und ich den 4. Platz mit 259 Punkten bei den Jagdbogen Damen (Halloooo, ich hatte Spaß!)

18.06.2017 – 1. Königsschießen des SV Coppenbrügge. Buddy und Claudia haben sich da was schönes einfallen lassen. Sitzend schießen und dabei dann noch Hindernisse überschießen um dahinter das Ziel zu treffen. Außerdem dürfen alle, die nicht schießen, die die schießen durch lautes zurufen von lustigen Dingen ablenken. Willi hat das gar nicht gestört und er ist 1. Schützenkönig Abteilung Bogen des SV Coppenbrügge.

Juli

08. u. 09.07.2017 – Tortenturnier im ARTchers Park. Zwei Tage keine Torten treffen war angesagt, die Ziele jagdlich bis sportlich im ARTchers Park aufgestellt. 08.07. belegte Willi den 1. Platz m. d. Jagdbogen und ich den 2. Platz in meiner Klasse. Am 09.07. war dann bei mir irgendwie die Luft raus, es gibt so Tage, da steht, egal wo man hinschießt, ein Ziel. So ein Tag war für mich definitiv nicht. . Willi 1. Platz m. d. Primitivbogen, ich 8. Platz bei den Damen-Jagdbogen. Aber wenigstens hatten Birgit B. und ich viel Spaß und gaaaanz tolle Tortentreffer… 😀

16.07.2017 – Buchenschuss 2017. Leider musste Wuldur ohne uns auskommen, ICH habe den Wecker nicht gehört und wir haben voll verschlafen. So SCHADE! Gerade weil es nur alle zwei Jahre stattfindet UND ein richtig tolles Turnier ist.

22.-28.07.2017 – URLAUB! – ganz im Zeichen des Bogensportes.

22.07. Es ging früh am Morgen auf nach Wertheim. Sehr schöne und sehr alte Stadt an Main und Tauber.

23.07. besuchten wir den Parcours in Collenberg, der knapp 30 km von Wertheim entfernt ist. Der Parcours ist sehr gepflegt, es gibt 29 Stationen die meist mit Tiergruppen gestellt sind. Wir haben nicht ein zerschossenen Ziel gesehen. Für eine Runde zu zweit bei bestem Wetter benötigten wir gemütliche 4,5 Stunden. Der Parcours ist gut zu Laufen, die Ziele sehr gut gestellt in einem wunderbaren Gelände. Wir waren nicht zum letzten Mal hier.

24.07. heute mal kein Bogenschießen, lange schlafen (obwohl das Bett wirklich nicht so schön bequem war), Frühstück auf dem Überdachten Balkon mit Blick auf die Tauber incl. Entenfüttern mit Brötchenresten. Dann ab in die Altstadt und hoch zur Burgruine. Dort sind wir fast weggeweht, so windig war es. Gegen Abend dann in der Burg zu Abend gegessen. Ein tolles Restaurant.

25.07. Wolfsschlucht, was für ein megageiler Parcours, man kann kaum glauben, dass eine einzelne Person dieses Werk vollbracht hat und in einem alten Steinbruch einen so schönen Parcours entstehen lassen hat. Ursprünglich und wild ist das Gelände, die Ziele stehen hammergeil und machen richtig Laune. UND sie stehen so, dass, wenn man nicht gerade sehr weit daneben schießt, man kein Stein trifft. Selbst die Steine auf denen die Tiere stehen, sind mit Pfeilfang so präpariert, dass man es vom Abschusspflock aus gar nicht sieht, sondern echt Angst um den Pfeil hat. Das Gelände an sich ist schon sehr anspruchsvoll und ich kam das eine oder andere Mal schon an meine Grenzen. In die steileren Wege sind Stufen eingelassen die allesamt mit Steinen aus dem Steinbruch befestigt sind. Wahnsinn, was dieser Mann da leistet. Trotz des Regens hatten wir viel Spaß. Der absolute Hammer war der Schuss von der Abbruchkante runter auf die Drachen. So Geil… …Wolfsschlucht, wir kommen wieder! VERSPROCHEN!

26.07. Das Wetter ist immer noch doof! Die Altstadt ruft und das Burgrestaurant auch. Als Absacker gab es legga Bärwurtz und dann hatten wir beide Tüddelüh… 😀

27.07. Frühstück in der FeWo und dann ab nach Coburg, Frank besuchen. Dort in seiner Bäckerei gab es erstmal leckeren Zwetschgenkuchen und dann ist er mit uns zu Bearpaw gefahren (eigentlich wollten wir weiter nach Franken hoch, dort einen Parcours besuchen, aber er war zu sehr in der Bäckerei eingebunden). Erst haben wir ein bisserl im Ladengeschäft rumgestöbert und dann sind wir in den hauseigenen Parcours gegangen. Das Gelände hat ca. 1 ha Wald und dort stehen 60 Ziele an 10 Stationen. Da unsere Gruppe alleine dort war und Frank und Rudi schöne Abschussstellen kannten, waren die Schüsse teilweise eine ganz schön große Herausforderung. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, diesen kleinen aber feinen Parcours zu schießen.

28.07. Ferienwohnung verlassen, Auto packen, auf Richtung Heimat. Zwischenstation Bärleinsparcours. Ein Parcours der kleinen Wege, aber 29 sehr schön gestellte Stationen, teilweise mit Tiergruppen. Die Parcoursführung ist etwas eigenwillig, man musste quasi erstmal durch den gesamten Parcours um an Station 1 anzufangen. Auch hier sieht man, dass da eine einzelne Person seine ganze Freizeit im Parcours verbringt und sein ganzes Herzblut dort hineinsteckt. Wir haben ca. 3 Stunden (inkl. Pause) für den Parcours gebraucht, der auch sehr gut für Familien mit kleineren Kindern geeignet ist. Jeder Urlaub geht einmal zu Ende – noch ein letzter Blick auf die unendlich scheinenden Sonnenblumenfelder und dann ging es Richtung Heimat weiter.

29.07.2017 – 2. Sommerturnier Bowstore Peter Lenze. Ein reines Holzpfeile-Turnier, da der Parcours in einem Gelände steht, welches als Ferienfreizeit für Kinder und Jugendliche genutzt wird. Das Gelände ist super und die Tiere sind sehr anspruchsvoll in das Gelände gestellt, meist mit natürlichen Pfeilfängen. Willi hat den 1. Platz mit seinem Primitiv-Bogen gemacht und ich habe mit 491 Punkten den 1. Platz bei den Jagdbogen Damen gemacht.

August

06.08.2017 – 2. Beverstedter Bogengang. Eines meiner absoluten Liebelingsturniere, allerdings wohl auch das letzte seiner Art. Ein Turnier ist viel Arbeit und gerade das Aufstellen des Parcours ist mit zwei Personen fast nicht zu schaffen. M u. M haben das aber auch in diesem Jahr wieder hinbekommen, wollen 2018 wohl aber aussetzen. Wir hatten viel Spaß bei den anspruchsvoll gestellten Zielen, da hat man wirklich gemerkt, dass man sich da sehr viele Gedanken gemacht hat, wie man was hinstellt. Auch die Spaßziele waren super. Das Pferd, von dem man schießen musste, hat sich diesmal sogar bewegt. Willi Platz 1 mit 614 Punkten und ich Platz 1 mit 548 Punkten. Im Anschluss gab es dann noch eine Verlosung und was soll ich sagen, Willi und ich haben einen Bogenbaukurs gewonnen. Ich freue mich schon riesig darauf! – UND werde berichten…

27.08.207 – Wellier Jagdturnier. Ein MUSS in jedem Jahr, das Turnier in Wellie. Schönes Gelände, toll gestellter Parcours. Was soll ich sagen, wir sind gerne da! Willi Platz 1 mit 528 Punkten, und ich Platz 1 mit 437 Punkten.

September

09.09.2017 – Juniperus-Jagd in Schwebda. Ich liebe dieses Turnier. Sehr anspruchsvolles Gelände und Schüsse. Viele sehr starke Schützen. Tolle Organisation und leckeres Catering. Liebevoll gestellter Parcours mit richtigen  Tiergruppen, z.B. Wölfe, die ein Reh jagen, eine ganze Rehherde oder Füchse die Gänse jagen, die richtig schön in Szene gesetzt waren. Willi kam mit 540 Punkten auf den 8. Platz und ich mit 446 Punkten auf den 4. Am Ende gab es noch eine Verlosung, da räumte ich auch noch ein Fässchen Eschweger Bier ab. Sehr süffig. Also Verlosung kann ich…

10.09.207 – Bärenhatz in Nienburg. Immer wieder ein schönes Turnier und so nah dabei. Quasi ein Heimspiel. Und wo sie sonst immer etwas länger gebraucht haben als in der Ausschreibung stand, waren sie diesmal überpünktlich – wir aber zu spät. Die Gruppen waren schon alle im Gelände. Wir dann auch ganz schnell… Auf dem alten Bundeswehrgelände gibt es einige Bunker, so dass man schön rauf und runter schießen kann. Von jagdlich bis sportlich ist alles dabei. Und auch in diesem Jahr musste man wieder auf das lebendige Dammwild achten. Scheu sind die Tierchen nicht. Willi belegte mit 389 Punkten den 4. Platz und ich mit 351 Punkten den 1. Platz bei den Damen.

23.09.2017 – DM Feld DBSV Hornburg. Das Gelände war uns bekannt, Willi, der erst als wir zu Hause den Wagen gepackt haben, bemerkte, dass er gar keine passenden Pfeile mehr für die Black Widow Greybark hat und auch nicht wirklich Material um welche zu bauen, bastelte im Hotelzimmer abends eben noch mal schnell drei Pfeile zusammen, drei alte hatte er noch und drei Rohschäfte. Allerdings hatte er keine Säge zum kürzen dabei und so musste er mit Pfeilen schießen, die zu lang waren und dementsprechend auch zu weich. Hat er aber ganz gut gemeistert und belegte immerhin noch den 5. Platz. Ich hatte zwar mehr Punkte als bei der Landesmeisterschaft, aber so richtig zufrieden war ich mit meiner Leistung nicht. Platz 6 für mich – habe ich schon erwähnt, dass ich diese Kringelscheiben hasse??? Ich kann das einfach nicht! Und es macht mir auch keinen Spaß! Zudem sorgte auch noch die Warterei in den Wartezonen für Unmut. Erst ging es ruckzuck, schießen, aufschreiben, Pfeile ziehen, weiter zur nächsten Scheibe und die vor uns waren dann meist schon auf dem Weg zu ihrer nächsten Scheibe, so dass wir kaum Wartezeit hatten. So lief es bis zum 18 Ziel. Für die letzten 6 Stationen haben wir dann länger gebraucht als für die ersten 18. Hammer. Wenigstens war das Wetter schön, man konnte sich wenigstens mal ein bisschen auf den Rasen setzen.

24.09.2017 – DM Wald DBSV Hornburg – ohne uns. Willi war gefrustet wegen seiner Pfeile und hatte keine Lust mehr, außerdem hatte er Abends auch etwas tiefer ins Glas geschaut. Der Hauptgrund war allerdings, dass ich mir bei der Warterei von bis zu 45 Minuten vor dem nächsten Ziel beim Sitzen auf dem Boden eine Blasenentzündung zugezogen hatte und nicht schießen konnte. Sonst hätte ich mir das nicht nehmen lassen.

Oktober

01.10.2017 – Celler Herbstjagd. Auch diesmal musste ich alleine Starten, Willi hatte keine Lust. Kann man das glauben? Keine Lust auf Bogenschießen? – Das gibt es doch gar nicht. Kurzfristig ist Michael E. eingesprungen und hat Willis Startplatz übernommen. Am Anfang hatte ich ein wenig Angst, dass wir viel auflaufen würden, da die Celler in diesem Jahr mit Wartegruppen gearbeitet hatten. Man sollte auch zu zweit vom Pflock schießen, was teilweise gar nicht möglich war. Die Befürchtung war aber unbegründet, wir kamen gut durch und sind kaum aufgelaufen. Das Turnier war, wie immer in Celle, super gestellt. Der Parcours hat sehr viel Spaß gemacht. Am Anfang habe ich mich mit Arnd ein bisschen gebattelt, mal war er vorne, dann mal ich aber irgendwann ist er unerreichbar an mir vorbei gezogen. Was hatten wir für einen Spaß. Eine tolle Truppe und auch wieder neue Schützen kennen gelernt. Ich belegte mit 448 Punkten den 7. Platz.

0207.10.2017 Urlaub Urlaub Urlaub

02.10. – Anreise in Rauenberg in der Pension Stern. Rauenberg liegt in der Nähe von Wertheim und somit ziemlich in der Nähe von mehreren Bogenparcours. Die Pension ist sehr familiär geführt und man gehört als Gast sofort dazu. Die Zimmer sind sauber, gemütlich und mit viel Liebe eingerichtet. Man sieht sofort, dass Pferde die große Leidenschaft der Familie Klotz ist. Ein Restaurant gibt es vor Ort nicht, man kann aber auch Abendessen mitbuchen, alles eine Absprachesache. Das Frühstück war reichlich und lecker – vor allem das selber gebackene frische Brot, da lässt man jedes Brötchen für stehen…

03.10. – Hans-Jürgen und Martina kommen an und können sogar ihr Wohnmobil auf dem Gelände der Pension Stern abstellen.

Mittags ging es ab nach Collenberg, eine Runde auf dem Parcours drehen. Das Wetter war super, nicht zu warm und nicht zu kalt UND trocken. Der Parcours war teilweise umgestellt und einige Stationen waren mit neuen Tieren bestückt.

Nach dem Parcoursbesuch sind wir nach Wertheim gefahren, haben ein bisschen gebummelt und sind dann hoch zur Burg gegangen und haben dort lecker gegessen.

Im Anschluss haben wir in der Gemeinschaftsküche der Pension Stern noch lange zusammen gesessen, die verschiedenen selbstgebrannten Obstler und angesetzten Likörchen probiert und haben uns gut unterhalten. Mit einem mittelschweren Tüdellüh ging es dann sehr spät ins Bettchen.

04.10. – Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es ab in die Wolfsschlucht. Wie schon beim letzten Mal waren wir schier überwältigt von diesem tollen Parcours. Auch Martina und Hans-Jürgen gefiel der Parcours und so manches Mal blieben wir einfach stehen und freuten uns über Ausblick und Gelände. Auch hier wurden neue Tiere aufgestellt. Auch wurde oben auf dem höchsten Punkt des Parcours mit Arbeiten für ein neues Ziel begonnen. Ein neuer Teich? Wir sind gespannt, denn 2018 werden wir wieder gucken kommen.

Dann ging es wieder nach Wertheim, Kaffee beim Italiener, ein bisschen Shoppen und Schlendern durch die Altstadt und später dann Abendessen im Restaurant „Zum Ochsen“. Auch sehr zu empfehlen.

Der Abend klang dann wieder bei Obstler und mit leichtem Tüdellüh aus.

05.10. – nun hieß es zweimal Abschied nehmen, Martina und Hans-Jürgen sind nach dem Frühstück wieder nach Hause gefahren und wir sagten der Pension Stern ade und machten uns auf nach Coburg.

Wir haben uns dann mit Frank und Rudi in Ummerstadt auf dem Parcours von Christian Unger von Longlife  getroffen, der noch nicht offiziell geöffnet war. Wir durften netterweise den Parcours testen. Uns hat er Spaß gemacht. 21 Stationen mit Tiergruppen bestückt, so dass man voll auf seine Kosten kommt.  Nur die letzten zwei Stationen waren doof, da fing es an zu gießen 😀 … im Anschluss sind wir noch zu Christian gefahren, dort gab es leckere Backwaren, die Frank mitgebracht hatte, damit wir uns stärken konnten. Außerdem zeigte er uns noch einige seiner Longlife-Targets und seinen Arbeitsplatz, an dem er die Custom-Bögen für Bearpaw fertigt.

06.10. – Frühstück, mal wieder Koffer packen und da Frank noch in der Backstube zu tun hatte, sind wir dann auf die Veste Coburg gefahren und haben mal ein bisschen was kulturelles gemacht. In der Veste, die erstaunlich gut erhalten ist, gibt es ganzjährig einige Ausstellungen. Es gab viel zu sehen…

Gegen mittag trafen wir dann wieder in der Bäckerei ein und Frank hatte extra für uns seinen bayrischen Zwiebelkuchen gemacht. Sehr lecker! Zum Abschluss haben wir noch mit Frank und Rudi den Bearpaw Parcours geschossen und sind im Anschluss weiter nach Hornburg gefahren. Ein gejuckel. Zwei Vollsperrungen mit Riesenumleitungen auf der B6. Statt 3,5 Stunden haben wir fast 5 Stunden gebraucht und Willi war not amused.

Um 21.00 Uhr haben wir dann eingecheckt im Hotel Schützenhof Hornburg. Wir hatten ein ganz tolles Zimmer. Und der Hornburger Grieche ist genau nebenan, der ist wirklich spitzenklasse und entschädigte Willi für die lange Fahrt.

07.10. – und schon wieder auschecken und auf zum 4. Turnier am Hainberg. Auch eines unserer Lieblingsturniere. Super Gelände, herzlicher Verein und gutes Essen und ich kann mal wieder meine tollen Holzpfeile fliegen lassen. Wir waren in einer Gruppe m. Peter L., Christian S. und Dirk H. – hat viel Spaß gemacht mit so vielen guten Schützen in einer Gruppe zu schießen. Leider war durch die anhaltenden Regenfälle der Bogen ziemlich rutschig, einmal habe ich mich glatt auf den Hosenboden gesetzt. Ich matschig, Pfeile matschig, Bogen matschig, aber zum Glück nichts kaputt. Mein absolutes Highlight – der Schuss auf den Rothirschen. Vom Abschusspflock aus, sah der wirklich aus wie´ne Maus, so klein. Dann noch Berg runter. Und dann lege ich da noch ein X-Kill hin. Ich jubel immer noch… Am Ende belegte Willi mit 417 Punkten Platz 2 bei den Primitivbogen-Herren und ich mit 393 Punkten den 1. Platz bei den Jagdbogen-Damen.

21.10.2017 – 4. Kürbis Cup. Das Hochwasser hatte sich pünktlich wieder so weit verzogen, dass die Vorbereitungen reibungslos durchgeführt werden konnten und auch mehrere Schüsse über die Wölpe möglich waren. An unserem Grundstück kann man ja nichts ändern, dass ist halt, wie es ist – Flachland. Aber der Schwierigkeitsgrad lässt sich ein bisschen steigern. Die Entfernungen waren meist ziemlich sportlich und die Kürbisse hatten Lea und ich schön angebracht, so dass kein Schütze ohne Kürbistreffer/Minuspunkte nach Hause gegangen ist. Wir hatten unseren Spaß, die Schützen auch! Was will man mehr…

November

18.11.2017 – SIOT vom ARTchers Land. In diesem Jahr fand das SIOT, welches eigentlich ein MUSS ist, im ARTcher Park in Wesendorf statt. Wir mussten aus privaten Gründen leider absagen und waren nicht dabei.

19.11.2017 – Paderbow in Paderborn. Wieder viele nette Menschen getroffen, Zeit zum Plaudern, Stöbern und Ausprobieren. Willi hat von Raul seinen gesponserten Bogen überreicht bekommen. Ich habe bei Matthias Klein/Der Bow den Takedown ausprobiert und mich spontan verliebt. Ein tolles Teil! Haben will… …aber ich habe ja meine Siri und mit der bin ich immer noch glücklich! Der Honigbär von Franzbogen ist nun unser. Auch ein paar Federn haben wir uns gegönnt. Ich probiere mal eine andere Form aus… Endlich habe ich auch Thomas Czech, der hinter den TC-Targets steckt, persönlich kennen gelehrt, nach dem wir uns schon so oft so nett über e-Mail ausgetauscht haben. Auch hier stockten wir unseren Bestand um zwei Truthähne auf.

25.11.2017 – 20 Jahre Ragnarök e.V. – das MUSS gefeiert werden und wir durften dabei sein. Die Ragnaröker wissen, wie man seinem Lieblingssport nachgeht und wie man feiert. Nach der Begrüßung ging es ab in das angrenzende Gelände, ein bisschen Nachtschießen. In Begleitung von Ragnarök-Schützen hat man immer Spaß – wir haben so gelacht. Romantisch war es auch, die Tiere glitzerten im Taschenlampenlicht, sie waren mit einer Glitzer-Eisschicht überzogen. Als wir dann durchgefroren wieder im Vereinsheim ankamen war auch die warme Suppe schon fertig. Leckere Gulaschsuppe. Viel später ging es dann glücklich und satt wieder Richtung Heimat.

Dezember

09.12.2017 – Weihnachtsschießen der Bowhunter Rethem. Leider hatte in diesem Jahr fast keiner Zeit, so dass wir eine überschaubare Truppe von 11 Schützen waren. Holger und ich hatten am Vormittag fünf Stationen (nur so wenig, weil es doch ziemlich kalt und windig war, so dass wir doch lieber den Schutz der Hecke und des Stalls genutzt haben) mit 10 Zielen aufgestellt. Für jedes Ziel gab es 4 Pflocke (gelb – grün – blau – rot) die von geschenkt bis überaus sportlich zum Ziel standen. Die Pflockfarbe und die Anzahl der Schüsse (0-3) mussten gewürfelt werden. Feststellung: Willi kann auch Würfeln, er wurde mit 91 Punkten Sieger. Glücksspiel scheint nicht so meins zu sein. 1 Pfeil vom roten Pflock (z.B. ca. 50 m auf einen Auerhahn) war ganz schön schwierig. Auch schön 0 Pfeile von Pflock x. Eine Verlosung hatten wir leider nicht, sonst hätte ich mich darauf konzentriert. Spaß hat es aber allemal gemacht. Im Anschluss saßen wir noch gemütlich zusammen und haben gegessen, getrunken, geredet und gelacht. Jeder hatte etwas mitgebracht. Es war eine schöne kleine Feier…

10.12.2017 – Gruppentreffen der Facebook-Gruppe „3D Bogenschießen Nord“ im ARTchers Park. Leider konnte ich aus zeitlichen Gründen nicht dabei sein, aber Verlosung kann ich auch in Abwesenheit. Nadine und Ingo haben sich die Arbeit gemacht und ganz viele Sponsoren für eine Weihnachtsverlosung gefunden. Bei dem GT im ARTchers Park wurden dann ganz viele tolle Sachen rund um das Bogenschießen verlost und ich habe ein 3D-Schweinderl gewonnen. Schwein muss man haben… – und das kommt nun in unseren Parcours.

26.12.2017 – Parcours Archers Hill in Barsinghausen. Nach jahrelangen zähen Verhandlungen hat es Rolf endlich geschafft und hat seinen Parcours eröffnet. Da wir am 26.12.2017 schon seit einigen Jahren nicht viel essen und faul auf dem Sofa rumsitzen, sondern uns lieber mit lieben Menschen zum Bogenschießen verabreden, haben wir uns in diesem Jahr den Archers Hill Parcours als Treffpunkt ausgesucht.

Ein schöner Parcours mit viel Liebe aufgestellt und macht Laune. Es gibt eine Einschießwiese und 21 Stationen die geschossen werden wollen. Das Gelände ist gut zu gehen, die Aussicht ist atemberaubend. Bei gutem Wetter sieht man sogar das Steinhuder Meer. Für das nächste Jahr haben wir uns vorgenommen dort häufiger zu trainieren.

29.12.2017 – letztes Training im Jahr mit Glühwein und Keksen und Besuch von Sven aus Büchen. Das Wetter war so weit gut, dass wir auch in der Hecke schießen konnten. Bei Sonnenuntergang ging es dann in die Halle.

 

So, ein langer Jahresrückblick. Wer hier unten angekommen ist – Hut ab für das Durchhaltevermögen.

Wir möchten uns bei allen Veranstaltern von Turnieren, Vereinen, bei denen wir mal reinschnuppern durften und Parcoursbetreibern für ein so tolles Bogenjahr 2017 bedanken. Vielen Dank für all die Arbeit die ihr investiert habt, damit wir Spaß hatten.

Weiterhin möchte wir uns bei Sabine Szymanski und Katharina Freimann für ihr jahrelanges und unermüdliches Engagement für uns Bogenschützen beim NSSV bedanken. Auch an alle Kampfrichter geht unser Dank. Wir verneigen uns vor allen, die Sabine zur Seite stehen, ihre Konsequenzen aus dieser Sache gezogen haben und ihr Amt niedergelegt haben oder ruhen lassen. Wir werden im Jahr 2018 ein Zeichen setzen und keine Veranstaltung des NSSV/DSB besuchen.

Vielen vielen Dank auch an das Bowhunter Rethem Team, welches den Parcours in Walsrode pflegt und auch bei Turnieren hilft. Ohne Euch wären wir nichts!!!

Nun hoffe ich, dass wir uns alle gesund und munter im neuen Jahr wieder sehen!

Liebe Grüße, Petra

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Bärenhatz in Nienburg am 11.09.2016

Gestern noch in Hessen – heute schon wieder in Nienburg.

Willi will unbedingt seinen Hattrick landen. Dreimal hintereinander Gewinner der Holtorfer Bärenhatz. Es fehlt ihm noch das Messer mit dem schwarzen Griff. Deshalb konnten wir nicht, wie gewohnt, das ganze Wochenende in Vockerode bleiben sondern mussten gestern nach dem Turnier schon wieder los. Schade, ich wäre gerne noch ein bisschen bei meiner Freundin geblieben.

Am Morgen kam Stephy zu uns und wir fuhren gemeinsam weiter nach Holtorf in die ehemalige Kaserne. Viele Bogenschützen waren schon da und man kam kaum zur Meldestelle durch, weil man sich überall unterhalten wollte.

Angemeldet – Gruppe ausgesucht – Schießzettel gesichert – eingeschossen und los hätte es gehen können. Da aber noch gut 30 Schützen fehlten, entschlossen sich die Veranstalter, noch ein bisschen zu warten. Am Ende blieben über 20 Schützen dem Turnier fern. Wie immer ziemlich traurig. Da fühlt man sich als Veranstalter doch nicht gut mit. Ich würde beim nächsten Turnier, diejenigen, die sich angemeldet haben und ohne Abmeldung (es gibt ja durchaus gute Gründe, warum man nicht erscheinen kann, aber dann kann man eine kurze Mail schreiben, wenn nicht sofort, dann aber später…) fern bleiben auf eine Liste setzten und nur in das Starterfeld aufnehmen, wenn das Turnier nicht ausgebucht ist.

Wir waren mit Stephy, Dirk und Christian (glaube ich – Namen sind Schall und Rauch, ich würde ihn aber wiedererkennen) in einer Gruppe. Das war sehr nett, allerdings hätte ich auf so manches Männergespräch verzichten können… …es ging dabei nicht um Frauen oder Sport, das wäre ja noch gegangen. Nein, ich schreibe darüber jetzt mal nix. Sorry… ^^

Die Ziele waren gewohnt gekonnt ins Gelände eingebettet. Es gab schöne Schüsse nach unten und auch einen Hochschuss. Wunderbar – wir sind nicht ein einziges Mal aufgelaufen! Die Entfernungen waren meist jagdlich. Ab und an war auch mal ein weiterer Schuss dabei.

Die Verpflegung war wie immer super. Die Gulaschkanone, hm ja eigentlich die Erbsensuppenkanone war wieder vor Ort. Sehr lecker. Allerdings hat in diesem Jahr mal das Wetter sehr gut mitgespielt, so dass es ziemlich warm war und mir nicht so nach Suppe. Es gab aber auch Salate und Bockwurst. Natürlich auch Kuchen und belegte Brötchen. Also war für jeden was dabei.

Das Wetter war, wie oben schon erwähnt, himmlisch. Die Sonne schien und es war angenehm warm. Ein wunderbarer Spätsommertag. So konnte man auch verschmerzen, dass wir auf die Siegerehrung ziemlich lange warten mussten. Einige Schützen waren nach dem Aushang der Rangliste schon nach Hause gefahren. Verständlich, wenn man mehr als eine Stunde auf die Siegerehrung warten muss, weil mal wieder eine Gruppe so spät aus dem Gelände kommt und dann auch noch zusammenrechnen muss. Habe ich schon erwähnt, dass ich für eine Schießzettelabgabefrist bin?

Meistens sind die, die so spät reinkommen eh nicht bei den ersten Plätzen zu finden und man könnte sie ja noch später im Internet in die Rangliste einpflegen.

Schön dass es nicht gegossen hat, wie in den letzten beiden Jahren!

Willi belegte mit 423 Punkten den ersten Platz bei den Jagdbogen-Herren, gefolgt mit 398 Punkten auf Platz 2 von René. Michael K. kam mit 344 Punkten auf Platz 4. Bei den Jagdbogen-Damen kam Stephy mit 296 Punkten auf den 2. und ich mit 284 Punkten auf den 3. Platz. So war es für die Bowhunter Rethem doch ein sehr erfolgreicher Tag.

Besonders bezaubernd war das Dammwild. Also so richtig lebendige Tiere. Ein besonders schönes Exemplar stand am Pflock. Ich versuchte mich, als meine Gruppe Pfeile suchte, ganz langsam und leise an das Tier heran zu pirschen. Schrittchen für Schrittchen. Und? – Dann kam meine Gruppe jolend aus dem Wald und es hat das Tierchen gar nicht gestört. Toll… …tolle Fotos… – Allerdings war mir dann doch schon etwas mulmig, als wir an den Pflock mussten. Er hatte ja wirklich gar keine Angst und ließ sich nur schwer überreden… 

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Text und Fotos P.Gehrke

Juniperusjagd in Schwebda am 10.09.2016

Ich liebe die Juniperusjagd in Schwebda. Es ist mit eines der schönsten Turniere im Jahr. Hier stimmt immer das Gesamtpaket. Gelände, Parcours, Essen, Trinken, Wetter und die Organisation. 36 Stationen mit fast 100 Tieren. Bei den meisten Stationen erwartet einen eine Tiergruppe, die eine Geschichte erzählt.

Als wir ankamen kroch der Nebel noch die Hänge hoch und es war ganz schön frisch. Ich fragte mich, wie man bei so einer Sicht die Tiere sehen konnte und vor allem die Entfernungen einschätzen sollte. Es klarte aber sehr schnell auf. Noch bevor wir in den Parcours gingen, verzog sich der Nebel und die Sonne kam heraus.

Meine Highlights? Einfach alles. Ok, ganz besonders gut erinnere ich mich natürlich an den Truthahn, den man durch das Loch in einem Baum schießen muss. In jedem Jahr wird das Loch kleiner. Dann natürlich die Wildschweinrotte, diesmal im Wald. Auch der Fuchs, der im Hühnerstall Enten jagt (es gibt ja keine „Haustiere“ als Targets) war ganz große Klasse. Der Steinbock auf der Wiese. Die Füchse, die die Gänse jagen. Der Bär auf dem Hügel und und und und…

Uns hat es sehr viel Spaß gemacht!

Auch den gut 180 Mitschützen scheint es so zu gehen. Viele sind Wiederholungstäter und man trifft sie jedes Jahr wieder.

Rangmäßig lief es in diesem Jahr nicht ganz so gut für uns. Viele sehr gute Schützen sind auf diesem Turnier vertreten. Außerdem bin ich mir immer noch nicht so grün mit meinen neuen Pfeilen. Willi hat heute einen ganz neuen Bogen geschossen. Eine Black Widow Cocobolo, die er von Bernd M. zur Verfügung gestellt bekommen hat. Willi belegte den 7. Platz 574, allerdings nur knappe 24 Punkte hinter dem 1. Platz und ich den 9. Platz mit 356 Punkten.

Beim 100-Meter-Schießen hatte Willi 2 von 4 Pfeilen auf dem Bison. Meine lagen dicht davor und einer knapp dahinter (im 3 Meter-Bereich), aber alle Zielorientiert. Nicht lachen! In den letzten Jahren lagen meine Pfeile viel zu kurz und dazu meist noch ziemlich weit links. Also ist das doch schon eine Verbesserung – irgendwie…

Ein emsiger Fotograf hat 150 Fotos gemacht. Wer mal schauen möchte kann >>hier<< klicken.

Ich war nicht ganz so fleißig. Aber es gibt ein paar Fotos. 

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Text und Fotos P. Gehrke

Parcoursbesuch bei den Diebacher Edelknechten am 16.08.2016

Nachdem wir am Tag nach der Deutschen Meisterschaft ein wenig Sightseeing gemacht hatten, an der Donau saßen, durch die Stadt Dillingen schlenderten und, obwohl Montag war, nur eine Eisdiele in dem Ort geöffnet hatte. Es war Maria Himmelfahrt. Ein Feiertag! War Willi sichtlich genervt.

So fuhren wir früh wieder nach Neresheim in unser Hotel zurück. Nur um zu sehen, dass auch dort das Restaurant Ruhetag hatte, Willi nicht zum Chinesen wollte, der Italiener im Sommerurlaub war und Willi dann unbedingt beim Döner essen wollte. Toll. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Da war ich dann sichtlich genervt.

Damit am nächsten Tag nichts in die Hose ging, suchte ich am Abend im Netz etwas, was uns Beiden Spaß machen würde. Ja, RICHTIG – Bogenschießen. Wir entschieden uns für den Parcours der Diebacher Edelknechte. Und bereuten es nicht.

Ein sehr gepflegter, gut zu laufender 5,4 km langer Parcours mit 28 Zielen von 5-50 Meter. Die Stationen befinden sich an öffentlichen Wegen, überall wo eine Möglichkeit zum Schießen gegeben war, wurde sie ausgenutzt. Hier ein paar Bäume, da eine Streuobstwiese, da eine Brache. Die Diebacher Edelknechte verfügen über kein eigenes Land, sondern nutzen Gemeindegrund und kleine Flecken von den Landwirten der Umgebung, die bei der Landwirtschaft ausgespart werden. Auch die Jäger fühlen sich nicht durch die Bogenschützen gestört.

Wahnsinn – hier in Niedersachsen wäre das so nicht möglich. Schon alleine nicht, weil kein Zaun um die Anlage ist. Es würden, so Mario aus dem Verein, alle an einem Strang ziehen und es gäbe viele neugierige Diebacher, die ihren Spaziergang im Parcours machen und schauen, was da so los ist.

An der Einschießwiese stehen gefüllte Säcke und Stramitscheiben in unterschiedlichen Entfernungen. Es gibt einen Überdachten Sitzplatz. Ein Vereinsheim und einen Bauwagen, wo auch das Parcours-Buch zu finden ist. Auch hier ist alles sehr sauber und ordentlich. Die Wiese ist kurz gehalten.

Dann folgt man einem geteerten Weg, ca. 500 m, bis zum ersten Ziel. Ein Bank steht unter Bäumen, verschiedene Pflöcke stehen auf einem kleinen Grünstreifen und das erste Ziel kann beschossen werden. Man folgt erst dem Feldweg, von dem aus noch ein paar Schüsse zu absolvieren sind. Dann geht es den Hügel hoch und es gibt in kleinen Baumgruppen, Miniwäldchen, auf Wiesen einige spannende Schüsse.

Mein Lieblingsschuss war der Weitschuss auf den Rothirschen, der auf der Streuobstwiese stand. Willi steht am Pflock (natürlich der, der am weitesten weg ist) und schießt. Knapp über das Tier, die Federn des Pfeiles berühren noch den Rücken. Der Pfeil setzt hinter dem Ziel auf und huiiiiiiii nimmt er noch einmal Schwung und fliegt hoch in die Luft und keiner weiß, wo er aufgekommen ist. Zweiter Pfeil – Huuuuuiiiii weg ist er, genau wie der Erste. Dann endlich trifft er mit dem dritten Pfeil.

Ich stelle mich ganz cool an den Pflock. „Der hat 50 Meter, oder?“(als ob mir das was nützen würde, wenn ich weiß, wie weit…), Willi nickt. Ich nocke den Pfeil ein, ziehe die Sehne bis zum Ankerpunkt, löse und? Zwoooooosch der Pfeil fliegt ins Kill. Hihi. Da hat aber einer geguckt…

Danach habe wir gefühlte Stunden in den Schwaden des frisch gemähten Kornfeldes in der glühenden Sonne verbracht um die Pfeile von Willi zu finden. Vergebens. Keine Spur. Irgendwann haben wir dann aufgegeben. 

Beim nächsten Ziel erwartete uns eine Überraschung. Eine Bank im Schatten und eine Tonne mit Getränken, die zu 2/3 eingegraben war. So waren die Getränke erstaunlich kühl. Das konnten wir jetzt nach dem anstrengendem Suchen der Pfeile gebrauchen. 

Ein Ziel konnten wir nicht schießen. Auf dem dahinterliegenden Feld wurde gerade geerntet. Deshalb entschlossen wir uns, aus Sicherheitsgründen, nicht zu Schießen. 

Unser Fazit: Ein wunderbarer Parcours, auch für Schützen geeignet, die nicht so gut zu Fuß sind. Die Ziele sind sehr gut aufgestellt, von jagdlich bis sportlich. Pfeilfang war meistens vorhanden. Wir haben zu Zweit ca. 3,5 Stunden gebraucht.

Für uns war der Tag im Parcours genau das Richtige. Nach dem die DM nicht so gut gelaufen ist, gaben einem die vielen Treffer im Parcours doch ein wenig das Selbstvertrauen zurück. Merkwürdigerweise flogen meine Pfeile hier, im Gegensatz zur DM, schnurgerade und ich konnte sogar treffen. 

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Text und Fotos P. Gehrke

Deutsche Meisterschaft 3D 2016 vom DBSV in Ballhausen/Syrgenstein vom 13.-14.08.2016

Deutsche Meisterschaft 3D in Bayern? Willi wollte erst nicht dorthin fahren, weil es ja doch schon eine ganz schöne Strecke ist, die man so fahren muss. Ich malte ihm die Aussicht auf ein schönes Turnier in der bayrischen Bergwelt aus und da hatte ich ihn. Wir beschlossen, wenn wir die Qualifikation schaffen, dann fahren wir auch hin.

Nachdem Willi bei der Landesmeisterschaft in Bad Oeynhausen krank war und meine Quali nicht ausreichte bauten wir auf Hohegeiß. Und ja, wir schafften beide eine gute Quali und vertraten somit Niedersachsen bei der Deutschen Meisterschaft in Bayern.

Als wir am Freitag, 12.08.2016, an der Halle in Syrgenstein ankamen, waren wir erstmal ein bisschen enttäuscht. Keine hohen Berge.

Wir brachten die Bogenkontrolle hinter uns und dann ging es zum gemütlichen Teil über. Wir suchten ein Restaurant, welches unsere ganze Truppe bewirten wollte und konnte. Das gestaltete sich irgendwie schwierig, da viele Restaurants geschlossen hatten. Warum auch immer, an einem Freitag. Nach einigem Suchen fanden wir ein griechisches Restaurant. Wirklich wie eine alte Taverne in Griechenland. Für viele, die eingedeutschtes griechisches Essen gewöhnt sind, keine kulinarische Offenbarung. Uns hat es aber geschmeckt und die Runde war lustig.

Relativ früh trieb es uns in unser Hotel zurück. Man wollte ja am Wettkampftag ausgeruht an den Start gehen.

Am Morgen des ersten Wettkampftages ließen wir noch kurz ein paar Pfeile auf dem Einschießplatz fliegen und ich verfluchte mich mal wieder, dass ich 14 Tage vor der DM noch so an meinen Pfeilen rumgebastelt hatte, dass sie ganz anders flogen. Viel länger geradeaus. Und ich kam damit noch gar nicht richtig klar. Nun gut, für langes nachgrübeln war eh keine Zeit mehr. Wir wurden in Bussen in die Parcours gefahren. Von den Bussen mussten wir eine ganze Strecke durch den einen Parcours gehen um zum Sammelplatz zu gelangen. Lauter Ziele, die geradeaus zu schießen waren. Ich fühlte mich gleich wie in der platten Heide und war doch etwas enttäuscht.

Wir sammelten uns an unseren Startnummern und ich konnte endlich meine Mitschützen (m/w) kennen lernen. Heike, quasi eine direkte Ü-40 Konkurrentin, gefiel mir auf anhieb. Eine sehr sympatische und sehr gute Schützin. Dann hatten wir noch zwei 14jährige in der Gruppe. Meine anfängliche Angst, ich müsse auf zwei Heranwachsende aufpassen, zerstreute sich bald. Die Beiden waren doch sehr selbstständig und man musste nur hier und da mal ein paar Regeln durchsetzten.

Vor dem Schießen gab es natürlich viele viele Reden. Dann wurde von einer Solistin noch die Deutsche Nationalhymne gesungen, ich muss sagen, das war besser als damals Sarah Connor. Die Sängerin hier kannte ihren Text. Und ich bekam eine Gänsehaut und wurde urplötzlich sehr aufgeregt.

Dann ging es raus ins Gelände. Auch hier kamen wir an vielen vielen Stationen vorbei, die einfach in der flachen Botanik rumstanden.

Dann waren wir an unserer ersten Station angekommen und brüteten noch ein wenig in der gleißenden Sonne vor uns hin. Es war schon sehr heiß und sollte noch heißer werden.

Bei den ersten Stationen war noch alles in Ordnung. Heike und ich lagen Kopf an Kopf und dann kam der Schuss auf das liegende Bisonkalb. Wir stehen gerade im Vollauszug da ruft auf einmal jemand, gefühlt neben uns: „Haaaaalllloooooo!“. In so einem Moment geht einem einiges durch den Kopf. Und – man lässt einfach los und verreißt auch noch den Bogen.

Wir standen mit dem Rücken zu dieser Geräuschquelle und konnten nicht sehen, wie dicht er uns war. Ob etwas mit uns nicht stimmte. Oder auch, was überhaupt sein Plan war.

Es war Thomas Röher (VIEZEPRESIDENT), der laut rufend über die Wiese schritt und einem jungen Mädchen, welches eine Station weiter stand, einen Pfeil bringen wollte, der hinter einem Ziel gefunden worden war.

Trotz dieser Störung mussten wir weiter schießen, denn die drei Minuten liefen ja. Und vom Pflog abtreten, sammeln und noch mal schießen ist ja nicht gestattet. Heike und ich waren uns einig. DAS hat uns total rausgebracht. Mich mehr, sie weniger. Ab da lief es halt nicht mehr so gut, was natürlich auch an den neuen Pfeilen gelegen haben könnte.

Nach den 28 Zielen waren wir rechtschaffend fertig und durchgeschwitzt. Wir gaben nur noch unsere Schießzettel ab und fuhren dann zurück ins Hotel. Essen gehen? Ohne uns. Wir verzogen uns auf unser Zimmer, duschten, aßen zu Abend (wir hatten uns, weil wir morgens immer so früh am Treffpunkt sein mussten, dass es noch kein Frühstück im Hotel gab, Verpflegung mitgebracht) und vielen quasi tot ins Bettchen.

Am nächsten Tag wiederholte sich das Spiel. Diesmal schossen wir den anderen Parcours. Für eine Hunter-Runde fand ich ihn zu weit gestellt. Klar waren wir auf einer DM, aber das schießen soll doch auch noch Spaß machen. Niemand würde auf die Idee kommen, mit einem traditionellen Jagdbogen einen Keiler auf gut 50 Meter zu erlegen, wenn er auch noch schräg zu einem steht. Oder eine Wildkatze (die mit der Ente auf der gestreckten Pfote) auf 38 Meter zwischen Bäumen. Von der Färbung her, hätte ich die Katze auf die Schnelle gar nicht entdeckt, wenn der Kampfrichter nicht gesagt hätte, wo sie steht.

Am Ende reichte es für mich für den 5. Platz und ich bekam noch eine Urkunde. Mein Plan, gesund aus dem Parcours zu kommen und beide Tage, trotz der Hitze, gut zu überstehen und nicht letzte zu sein, ist aufgegangen. Und zwei Plätze besser als im letzten Jahr war ich auch noch. Willi kam auf einen guten 12. Platz, war mit seiner Leistung wohl aber nicht so zufrieden, weil er sich, nach der Bronzemedaille im letzten Jahr vielleicht noch ein bisschen weiter vorne gesehen hatte. Mit der Mannschaft holte sich Willi die Silbermedaille. 

Was mir nicht gefiel: Pfeilfang existierte quasi nicht. Wenn man einen Pfeil verschoss, musste man richtig suchen, was natürlich sehr zeitraubend war. Ich habe gehört, das an manchen Stationen bis zu 8 Gruppen aufgelaufen sein sollen. Die Kampfrichter waren sehr bemüht, durch Pfiffe und Rufen, die Suchenden zum Weitergegen zu bewegen. Auch das laute Rauschen und Piepsen der Walkytalky’s war ziemlich gewöhnungsbedürftig, wenn man am Pflock stand und sich eigentlich auf den Schuss konzentrieren wollte.

Was mir gut gefiel: Oh, da gibt es viel. Erstmal die Gruppe der Ü40 Mädels. Das war schon ein lustiger Haufen. Von Konkurrenzkampf war da nichts zu spüren. Dann wurden die Minis und Schüler von Mitgliedern des SV-Ballhausen in Gruppen durch den Parcours geführt. Das ist für die Kinder bestimmt schöner (für die erwachsenen Schützen natürlich auch) als wenn sie alleine mit den Großen unterwegs sein würden.

Abschließend: Der SV-Ballhausen hat eine DM hingelegt. SUPER! Die Parcours waren, obwohl viel Flachland dabei war, sehr anspruchsvoll gestellt. Es gab einige neue Targets, die ich zuvor noch NIE gesehen hatte und man sich da doch in der Größe mächtig verschätzen konnte. Alles war super organisiert. Sollte es da Probleme gegeben haben, hat man sie als Schütze nicht bemerkt. Da können die Schützen des SV-Ballhausen sehr stolz auf sich sein.

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Martina, Petra, Willi, Hans-Jürgen, Buddy und Claudia – die Coppenbrüggener Manschaft.

Im nachhinein ist noch etwas zu bemängeln. Die Quallifikations-Turniere der Niedersachsen und der Bayern waren nicht auf Mindestmaß gestellt. Da kann in erster Linie der Schütze nichts für. Der schießt den Parcours, der ihm angeboten wird.

Es wurden dann, der Gerechtigkeit wegen, den Schützen aus Niedersachsen und Bayern Punkte abgezogen. 

Das ist auch in Ordnung. 

Für die Niedersachsen ist es allerdings so gelaufen, dass ALLEN aus Niedersachsen stammenden Schützen Punkte abgezogen wurden, egal wo sie ihre Qualli geschossen hatten. Von einem weiß ich, er hat nur die Landesmeisterschaft in NRW mitgeschossen, ihm wurden aber auch Punkte abgezogen. Schützen aus NRW, die in Niedersachsen eine hohe Qualli geschossen hatten, wurden keine Punkte abgezogen. 

Wer ein klärendes Gespräch mit dem DBSV suchte, biss da wohl auf Granit. Die Ranglisten wurden nicht richtig gestellt.

Dass man da sauer war, wenn man auf Grund eines solchen Fehlers nicht bei der DM starten durfte, kann ich voll verstehen.

So etwas darf nicht passieren! 

Foto unbekannt, Text P. Gehrke

Vereinsmeisterschaft mit Gästen in Beverstedt am 07.08.2016

Wenn man einen großen Parcours mit 33 Stationen für eine Vereinsmeisterschaft aufbaut, dann kann man ja auch Gäste einladen. So dachten sich das die Bogenschützen in Beverstedt und haben das auch gleich in die Tat umgesetzt. Es folgte die Einladung, die die Bowhunter Rethem mit 6 Schützen nur allzu gerne annahmen.

Am 07.08.2016 versammelten wir uns am Vereinsgelände in Beverstedt. Es waren zwei Parcours aufgebaut. Einmal die Stationen 1-16 und 17-32 und Station 33 direkt am Vereinsheim, ein Sonderziel.

Die Gruppen waren voreingeteilt und da die Veranstalter alle Schützen irgendwoher kannten, hatte diese Einteilung bei manchen einen tieferen Sinn.

Ich muss sagen, ich habe selten oder besser gesagt noch nie ein so perfektes Turnier geschossen. Es war wirklich alles bis ins kleinste Detail durchdacht. Um auf Baumstümpfe zu kommen, waren kleine Leitern aus Holz gebaut worden. Damit man auf umgefallenen Bäuen nicht abrutschen konnte, wurde die Rinde entfernt und ein Antirutschmuster in den Stamm geschnitzt. Alles was das Gelände hergab wurde auch genutzt. Schießen vom Holzhaufen, zwischen Zaunbrettern durch, über Seen und so weiter und so fort. Das Auge schießt halt mit. Auch die Spaßziele durften nicht fehlen und brachten den einen oder anderen Schützen ganz schön ins Schwitzen. Da ich alles, was kippelig und wackelig ist oder mit Leitern zu tun hat, nicht mag (ich bekomme wirklich teilweise Panik und habe wirklich heftige Angstschweißausbrüche) bin ich an solchen Tagen immer ganz erstaunt, dass ich mich auf alles gestellt habe und dabei sogar noch getroffen habe. Auf zwei Seilen stehen, die an einem Holzrahmen befestigt sind und frei hängen, und dann auch noch schießen. Witzig wie man auf den Seilen erst hin und her wackelt und dann, wenn der Pfeil eingenockt ist und man ihn bis zum Ankerpunkt zieht, wie ruhig man dann wird. Mir ging das jedenfalls so. Als das satte Plopp eines Treffers dann ertönte, musste ich aber GANZ SCHNELL wieder auf den Boden, auch wenn der nur ca. 10 cm von meinen Füßen entfernt war. Für mich ist das Schießen am Limit, sozusagen.

Meine Lieblingsstation war das Sonderziel. Auf einem weißen Karussellpferdchen sitzend auf ein Erdmännchen schießen. Ganz große Klasse. Es hat nur noch die Bewegung gefehlt.

Die Verpflegung war auch super. Gegrilltes, Salat, Brötchen, Kuchen und jede Menge Getränke. Da blieb kein Wunsch offen und niemand musste hungrig nach Hause gehen.

Willi kam mit 610 Punkten auf den 1. Platz, gefolgt von René, der mit 594 Punkten den 2. Platz belegte. Burkhard kam auf Platz 11, Michael E. auf Platz 15 und Nik S. auf Platz 17. Ich kam mit 464 Punkten auf Platz 1 bei den Jagdbogen-Damen.

Die Preise waren wieder ganz toll. Man konnte zwischen einem Messer, 3D-Tieren und Pfeilkratzern wählen. Ich hätte zwar einen Pfeilkratzer gut gebrauchen können, aber das Messer war ungleich schöner. Also steht das nun in meiner Vitrine. Willi hat sich einen Frosch ausgesucht. .

So ging ein schöner Tag zu Ende und wir hoffen, im nächsten Jahr wieder eingeladen zu werden. Ich bin gespannt, ob die Beverstedter DAS noch toppen können.

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Zwar nur wenige Zentimeter über dem Boden, aber es hätte auch über einem tiefen Abgrund stehen können. Gut, dann hätte ich es wohl nicht versucht, aber es war für mich schon eine große Herausforderung so auf zwei Seilen stehend zu Schießen. Aber ich habe es geschafft. 

Text und Fotos P. Gehrke

1. Sommerturnier von Peter Lenze – Bowstore am 31.07.2016

Am 31.07.2016 fand das 1. Sommerturnier bei sommerlichem Wetter statt.

Es waren 30 Ziele jagdlich in dem Gelände rund um das Jugend-Feriendorf in Wald und auf der Wiese aufgestellt, was aber nicht heißen soll, dass es einfach war. Die Ziele waren doch meist ziemlich tricky gestellt. Natürlich durften auch weite Schüsse nicht fehlen. Der stehende Bär war ganz schön weit weg. Somit war dieses Turnier doch schon als anspruchsvoll einzustufen.

Schön war, dass ich endlich meine neuen Holzpfeile im Gelände ausprobieren konnte, Matthias B. hat ganze Arbeit geleistet. Sie fliegen richtig gut.

Willi belegte mit 472 Punkten den ersten Platz bei den Jagdbogen-Herren, Stephy kam mit 399 Punkten auf den 1. und ich mit 381 Punkten auf den 2. Platz. Es gab tolle Gutscheine für den Bowstore von Peter Lenze.

Peter Lenze und Familie haben ein richtig tolles Turnier auf die Beine gestellt und wir hoffen, dass es im nächsten Jahr ein 2. Sommerturnier gibt.

Entschuldigt bitte, dass es dieses Mal so wenig Text ist und es auch keine Fotos gibt. Ich muss gestehen, ich bin etwas faul gewesen in letzter Zeit und „muss“ noch 12 Berichte von Turnieren und Meisterschaften schreiben. Bald gibt es wieder mehr zu lesen…

Text P. Gehrke

Kaiser Wilhelm Turnier 2016 (KW2016) in Minden am 17.07.2016

Als ich dann um 06.30 Uhr die Äugelein öffnete, regnete es ganz schön. Ich sprang trotzdem aus dem Bett. Faultier Willi maulte. Er will nicht mehr bei Regen schießen. Da blieb er einfach liegen.

Der Wetterbericht ließ auf schönes Wetter hoffen. Erst ein bisschen Nieseltregen und dann ab 11.00 Sommer – Sonne – Sonnenschein. Als ich dann abfahrbereit war, so gegen 07.30 Uhr hörte es auf zu regnen. Da wollte dann der Willi doch mit. Kurz nach 8.00 Uhr kamen wir dann endlich los. Eigentlich viel zu Spät. Unterwegs regnete es dann auch wieder und der Willi jaulte rum.

Als wir ankamen, hatten wir großen Bahnhof. Alle hatten sich schon an ihrer Startnummer aufgestellt und standen auf der Straße, auf der wir zum Parkplatz fahren mussten. Wie peinlich…

Ich sprang aus dem Auto, eilte zu Holger S. und übergab ihm unsere Starterkarten. Er war so nett und ließ uns dann doch noch starten, obwohl wir erst 09.15 Uhr vor Ort waren.

Dann kam das übliche. Wir wurden nett begrüßt und es wurden ein paar Dinge angesprochen, die wir auf dem Gelände der Bundeswehr einhalten mussten. Anschließend wurden wir von den Mindener Bogenschützen im Gelände verteilt. Mit dem ausgelosten Startplatz (22) hatten wir Glück, wir mussten nicht weit laufen. Auch Christian und Niklas, die unsere Gruppe komplett machten, waren super.

Dann ging es auch schon los, wir mussten die Regenschirme aufspannen. Willi war „not amused“ und wäre am liebsten wieder ins Auto gegangen. Allerdings tröppelte es nur ein wenig vor sich hin, das hatten wir schon schlimmer. Uns wie vom Wetterbericht versprochen, klärte es ab 10.30 Uhr auf und die Sonne kam raus. Was für ein schöner Tag und was hätte sich der Willi geärgert, wenn er jetzt zu Hause auf dem Sofa gesessen hätte?

In diesem Jahr war das Gelände etwas weitläufiger, so dass es in diesem Jahr keinerlei Sicherheitsmängel durch zu enges stellen der Ziele gab. Schwierige, steile Geländeabschnitte waren wie immer mit Seilen versehen. Auch der Verlauf der Strecke war gut ausgeklügelt. Es gab 43 Stationen, die aber teilweise mit zwei Zielen bestückt waren (Doppelhunter). Die Ziele waren schon sehr tricky ins Gelände gestellt. Weit und die Entfernung war durch die vielen Bodenwellen sehr schwer einzuschätzen. So manches Mal brauchte ich einen 2. oder auch den 3. Pfeil. Die Parcours-Bauer haben wirklich ganze Arbeit geleistet.

Essen und Trinken funktionierte, wie auch bei den letzten 3 Turnieren an denen wir teilnehmen durften, reibungslos und alles war sehr lecker.

Willi kam mit 789 Punkten auf den 2. Platz, ich belegte mit 556 Punkten den 8. Platz, ich glaube, über diesen Platz komme ich bei diesem Turnier nicht hinaus. Ich kann nicht sagen, dass ich jetzt schlecht geschossen habe, ich bin mit meiner Leistung schon zufrieden. Ich hatte nur 3 Nuller bei 43 Zielen und konnte mich meist gut korrigieren, wenn ich daneben lag. Es gab halt 7 Schützinnen, die waren besser als ich.

Fazit: Eines der anspruchsvolleren Turniere in diesem Jahr, selbst Willi hatte einen Nuller und das soll schon was heißen. Alles war sehr gut durchorganisiert. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Ein kleines Bonbon. Die Veranstalter haben sich etwas ausgedacht. Ab einer bestimmten Punktzahl konnte man, wenn man wollte, kleine Anstecknadeln erwerben. Eine nette Idee…

Fotos gibt es in diesem Jahr leider keine. Ich war mal richtig faul…

Text v. P. Gehrke

8. Varusjagd am 25. u. 26.06.2016

Am 25. u. 26.06.2016 fand die 8. Varusjagd in Lage/NRW statt. Wir waren nur am 25.06. dabei.

Beim Aufstehen – Regen – Überlegung, einfach wieder ins Bett zu gehen.

Während der Fahrt – Regen – Umdrehen?

Bei der Ankunft – Sonne – Yeah, alles richtig gemacht!

Anmeldung, eine Passe einschießen, Rede und Hinweise zum Parcours und dann ab ins Gelände (also alles so wie immer) – Sonne

Die ersten 8 Ziele liefen so richtig super. Wetter super, Gruppe toll, Gelände schön. Das blieb auch bis zum Schluss des Turniers so, bis auf dass es ab unserer 9 Station dann anfing zu Regnen. Erst nur ein wenig, dann ein wenig mehr und dann ganz dolle. Und dann war man nass. Die Pfeile auch. Und die flogen dann irgendwie nicht mehr richtig. Meine trudelten auf das Ziel zu. Die kurzen Distanzen gingen noch, aber alles was weiter weg war, da trudelten sie dran vorbei, manchmal auch drauf. Oft fielen sie auch einfach vor dem Ziel runter. Bei den letzten Zielen war ich dann schon etwas angepestet, weil es eigentlich keine richtig weiten Schüsse gab, die Distanzen mir eigentlich lagen und ich bis zum vollkommenen Durchnässen meistens nur einen Pfeil gebraucht habe.

Das einzig positive? Es war nicht kalt. In anderen Gegenden sollen ja riesige Hagelkörner runter gekommen sein.

Negativ? Es gab überwiegend sehr schön gestaltete 2D Ziele. Wunderbar angemalt und hinter dem Kill gut verstärkt. Trotzdem habe sogar ich es geschafft mit 30 lbs durch die Tiere zu schießen. Willi schaffte DAS mit seiner 60 lbs Witwe sogar durch das verstärkte Kill. Schwub. Einfach durch und die Pfeile lagen hinter den Zielen. Da musste man schon verdammt aufpassen und schauen, wer da was geschossen hat. Im Zweifelsfall gab es dann für ein Kill einen Körpertreffer, wenn man es nicht richtig gesehen hatte.

Dass die Pfeile durch die 2D Ziele durch sind, soll wohl an der Nässe gelegen haben. Aber das war schon ziemlich nervig.

Die letzten 13 (von 30) Stationen zogen sich ewig hin. Die letzten 5 Ziele konnte man sich kaum motivieren, überhaupt noch zu schießen. Aber wir haben durchgehalten.

Als wir aus dem Parcours kamen, hörte es dann auch auf zu Regnen.

Dann kam das nächste Ärgernis. Da es so geregnet hatte haben einige Gruppen die größten Schauer schön im Trockenen verbracht und es sich im Restaurant und überdachten Biergarten gemütlich gemacht um dann weiter zu gehen, als wir klitschnass aus dem Parcours kamen und es nicht mehr regnete.

Einige Gruppen, die auch den Parcours (ohne sich unterszustellen) zu Ende gemacht haben, waren sogar noch eher fertig als wir und warteten fast 3 Stunden bis zur Siegerehrung. Es wurden zwar Decken verteilt und man konnte im Restaurant im Warmen sitzen, aber genervt waren trotzdem einige Schützen, wir auch.

Irgendwann waren die Klamotten aber am Körper getrocknet und dann gab es auch die Siegerehrung.

Willi hatte mit 664 Punkten die Tageshöchstpunktzahl und bekam ein sehr schönes Messer. Ich kam mit 482 Punkten auf den 3. Platz.

Trotz Regen hatten wir aber sehr viel Spaß. Und für das Wetter kann ja keiner was. Es gab auch Schützen, die haben ganz abgebrochen, weil das Wetter so schlecht war. Aber über eine Stunde den Regen abwarten, dann über 2 Stunden später aus dem Parcours kommen als die erste Gruppe, die ihre Schießzettel abgegeben hat und dann erst noch die Ergebnisse ausrechnen müssen? DAS geht gar nicht. Ich bin wirklich für eine Abgabefrist bei Turnieren. Und merkwürdiger Weise kommen da alle Schießzettel fristgerecht an.

Sehr nett fand ich, dass der Veranstalter Regenschirme in den Parcours brachte, damit man nicht so nass wurde. Auch war ansonsten alles gut durchorganisiert. Man hat gemerkt, dass dies die 8. Varusjagd im Teutoburger Wald war.

Bei der Ausschreibung wurde eine „Verpflegung zu günstigen Preisen“ angegeben. Das Essen war preislich auch ok und in diesem Jahr waren, ob des schlechten Wetters, keine Ausflügler vor Ort, so dass für alle Bogenschützen ausreichend leckeres Grillgut und Salat vorhanden war. Zusätzlich konnte man natürlich auch noch á la carte speisen, was natürlich (gerechtfertigter weise) etwas hochpreisiger war. Allerdings empfand ich den Kaffee für 2,20 Euronen pro Becher doch schon etwas heftig. 

Text und Fotos P. Gehrke

Holzturnier des Ragnarök e.V. am12.06.2016

Trotz Muskelkater und akuter Schießunlust (der Parcours Hohegeiß war doch ganz schön anstrengend und das gleich zweimal) quälten wir uns am 12.06.2016 aus dem Bett. Auf nach Ragnarök. Ach ne, nach Tätenhorst zum Ragnarök e.V. der wieder sein Holzturnier ausrichtete.

Mit dabei war unsere Tochter, die wir, da wir noch einen Platz übrig hatten, gefragt hatten, ob sie nicht mitkommen wollte. Sie wollte, trotz dessen sie schon bestimmt 3 Jahre nicht mehr richtig geschossen hatte.

Wir meldeten uns an. Trugen uns in eine Gruppe und Michael und Regina kamen noch dazu. Ei, das war lustig. Wir hatten so viel Spaß, was zum Einen an uns und zum Anderen an den Zielen lag.

Bäuchlings liegend auf einem Bierzeltgarniturentisch kleine Würfel in einer bestimmten Reihenfolge zu schießen ist nun mal komisch. Also für ALLE. Schütze wie Zuschauer. Auch wenn man aus dieser Position alles trifft, nur die Würfel nicht.

Das Stehen auf einer Slagline (allerdings mit Slaglinerückensicherung) und dann Schießen, ist auch lustig. Für mich nicht ganz so, da ich bei sowas etwas Panik schiebe. Aber ich habe es ja überlebt und erfolgreich dem Tasmanischen Teufel einen Headshot verpasst.

Dann gibt es ja auch die Gattung Stahlhelmschildkröte. Manchmal klingt halt Schießen wie Kirchgang. Immer dann, wenn ein Pfeil den Stahlhelm traf, klang es Glockengleich durch den Wald.

Äste durften natürlich auch nicht fehlen. Viele Äste vor den Tieren. So manchmal traute man seinen Augen nicht, wenn man an den Pflock trat. Dreifach-Hunter und da sollen DREI Tiere stehen. Wo zum Teufel ist das DRITTE Tier?

Am Ende war aber alles Schieß- und Treffbar, wenn man nur lange genug gesucht hat. 

Willi kam mit über 531 Punkten auf den 1. Platz bei den Jagdbogen-Schützen, Lea mit 244 Punkten belegte Platz 1 bei der Langbogen-Jugend und ich kam mit 368 Punkten auf den 3. Platz bei den Jagdbogen-Damen.

Die Siegerehrung fand ich sehr gut. Als erstes wurden die 1. Plätze aller Klassen aufgerufen, die durften sich dann einen Preis aussuchen. Dann folgten die weiteren Plätze, teilweise bis Platz 6, je nach Stärke des Teilnehmerfeldes. Als Preise gab es sehr schön gestaltete Becher und Krüge aus der Töpferwerkstatt von Uwe Kardinal. Lea bekam eine liegende Stute mit Fohlen, ebenfalls ein Kunstwerk von Uwe Kardinal, welches einen Ehrenplatz in der Vitrine bekommen hat. 

So ging mal wieder ein anstrengendes schönes Bogenwochenende zu Ende. Leider hatte ich für Montag keinen Urlaub eingereicht. Hätte ich mal lieber…

Text P. Gehrke, Fotos W. Gehrke